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	<title>BACKSPIN Online &#187; Interview</title>
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	<description>Wir sind Hip-Hop</description>
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		<title>Interview mit Tone: &#8220;&#8230;den Mut muss man halt haben, genau das zu machen, was man für richtig hält.&#8221;</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 12:35:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Tone]]></category>

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		<description><![CDATA[Hip-Hop-Urgestein Tone blickte seit langer Zeit mal wieder für einen Auftritt in Darmstadt vorbei. Rugged Audio Darmstadt konnte den Frankfurter MC für einen schweißtreibenden Abend in die Golden Krone locken. Wir ließen es uns natürlich nicht nehmen dem Ganzen einen Besuch abzustatten und uns Tone vor seinem Auftritt zur Brust zu nehmen. In einem entspannten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2012/02/Tone-Vorschaubild.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-17118" title="Tone Vorschaubild" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2012/02/Tone-Vorschaubild.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Hip-Hop-Urgestein <strong>Tone</strong> blickte seit langer Zeit mal wieder für einen Auftritt in Darmstadt vorbei.<strong> Rugged Audio Darmstadt</strong> konnte den Frankfurter MC für einen schweißtreibenden Abend in die Golden Krone locken. Wir ließen es uns natürlich nicht nehmen dem Ganzen einen Besuch abzustatten und uns Tone vor seinem Auftritt zur Brust zu nehmen. In einem entspannten und  ausführlichen Interview stand uns Tone Rede und Antwort und gab uns ein paar Statements zu seiner Arbeitsweise, seinem langwierigen Status als digitaler Neandertaler und die Credibilty der deutschen Rap-Szene.</p>
<p><strong>Zu Anfang würde ich ganz gerne schon auf dein neues Album zu sprechen kommen&#8230;</strong><br />
Ehrlich gesagt kann ich in der Hinsicht die Katze noch nicht aus dem Sack lassen. Ich kann nur soviel sagen, dass ich diese Mal wesentlich entspannter an die ganze Sache herangegangen bin. Ich bin nicht mit so einer Art vorgefertigtem Film ins Studio gegangen. Sonst konnte ich die Sachen so in und auswendig, dass ich die Texte einfach nur runtergerattert habe, ohne mir einen gewissen Spielraum zu lassen. Wie beispielsweise auf der Bühne eben, da macht man ja mitunter auch plötzlich ganz andere Styles. Ich war einfach etwas lockerer.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Woran liegt das?</strong><br />
Naja, vielleicht hab ich einfach mal den Stock aus dem Arsch gezogen. Man wird ja immer entspannter und sicherer mit der Zeit und kann einfach etwas lockerer und anders an das Ganze rangehen.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Sofern einen das Label lässt&#8230;</strong><br />
Die Frage stellt sich bei mir eigentlich nicht, weil ich schon immer das mache worauf ich Bock habe, egal ob ein Label da ist oder nicht. Das war jetzt einfach meine persönlich Herangehensweise.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Du hast mal erwähnt, dass es früher auf den Jams in Frankfurt viel Stress gab. Siehst du Gewalt im detuschen Hip-Hop wieder vermehrt als ein Thema? Zum Beispiel auch mit Blick auf die Ausschreitungen während der Rheinkultur im letzten Jahr.</strong><br />
Also bei den Auftritten, die ich in der letzten Zeit gegeben habe, war eigentlich immer alles easy. Bei den Jams damals in Frankfurt war einfach immer so, dass ein gewisses Grundpotential an Aggression vorhanden war. Aber jetzt kann ich das nicht so beurteilen. Ich bin nicht mehr auf tausenden von Jams und sehe wie es da so abläuft.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Du bist als nicht mehr so hinterher aktuelle Jams zu verfolgen?</strong><br />
Nein, ich konzentriere mich auf meinen Kram. Bei der Arbeit, die da anfällt wird man über die Jahre immer konzentrierter auf die eigenen Sachen.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Du hast mit Konkret Finn quasi den deutschen Battlerap begründet, wenn du dir heute speziell diese Szene anschaust, wie beurteilst du ihre Entwicklung? Verfolgst du die Szene noch, bist du da überhaupt noch interessiert?</strong><br />
Sagen wir es mal so: Es ist nicht so, dass es mich nicht interessiert, aber ist einfach regelrecht ein Zeitproblem. Allgemein, wirklich zu konsumieren, sich Alben anzuhören etc.. Ich schaffe es nicht.</p>
<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2012/02/Tone-400x266-schwarz.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-17120" title="Tone 400x266 schwarz" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2012/02/Tone-400x266-schwarz.jpg" alt="" width="400" height="266" /></a><br />
<strong>Bist du auch eher so ein Typ, der Zeit zum Musik hören braucht. Gerade heute ist ja alles sehr schnell lebig. Durch das Internet zieht man sich mitunter ja zehn Alben die Wochen und die hört die mal schnell durch. Wie ist das bei dir?</strong><br />
Also ein Alben-Zieher bin ich nicht. Ich geh schon mal durch YouTube und zieh mir mal ein paar Songs rein. Aber so diese Gefühl, wie man es früher hatte, dass man in den Plattenladen geht und richtig gewühlt hat, diesen Flash kann ich mir leider nur sehr selten geben. Natürlich findet man auch mal auf YouTube etwas, wo man sich denkt, das ist krass. Aber diese Fan-Sein fällt aus Zeitgründen momentan leider sehr hinten dran.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Wie siehst du die Frankfurter Szene zurzeit, auch wenn du auf die Entwicklung zurückschaust?  </strong><br />
Früher gab es mal die Versuche, die verschiedenen Camps zusammenzubringen. Das ist dann mehrfach glorreich gescheitert, weil jeder seinen eigenen Kopf hat und manches einfach nicht zusammenpasst. Jetzt kann ich selbst in Frankfurt nicht sagen, dass ich da groß einen Überblick hätte, was da zurzeit in der Szene abgeht.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Kommen die Leute aus der Szene aber eventuell denn auch auf dich einfach zu?</strong><br />
Ja, es gibt hier und da immer wieder mal Featureanfragen. Wenn das Ganze passt und die Chemie stimmt, dann mache ich das auch gerne. Das ist eh mein Ding, eher zu gucken, dass das Feature auch zum Song passt und nicht zu sagen, das muss jetzt der oder der sein.</p>
<p><strong>Glaubst du es ist sinnvoll oder noch zeitgemäß deutschen Rap, oder Rap allgemein in bestimmte Bereiche, geografisch gesehen, zu unterteilen?</strong><br />
Du meinst, ob man es vom Style überhaupt noch erkennt?<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Ja genau, oder ob du eher das Gefühl hast, dass momentan eher alles etwas verschmilzt&#8230;</strong><br />
Ja, es verschmilzt oberkrass. Aber das fing aus meiner Sicht auch schon extrem früh an. Wenn man jetzt mal Leute wie Savas oder Samy nimmt, die Erfolg hatten. Es gab ja viele Leute, die dann so krass ähnlich geklungen haben. Es wurden dann einfach Style und Arten zu sprechen übernommen, was auch irgendwo etwas schade ist.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Wenn man es so betrachtet, dass dann alles etwas näher zusammenrückt, wie siehst du diesen Aspekt?</strong><br />
So gesehen ist es auf jeden Fall positiv. So Schubladen rauszuhauen, Frankfurt Rap ist cool, Hamburger Rap ist es nicht, das ist natürlich Quatsch. Ich meine wenn jeder aus einer Stadt gleich klingen würde, dann könnte ich das verstehen, aber so ist es ja nicht.</p>
<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2012/02/tone-300x451-weiß.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-17124" title="tone 300x451 weiß" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2012/02/tone-300x451-weiß.jpg" alt="" width="300" height="451" /></a><br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Als MC der älteren Generation. Wie schwer ist es für dich auf der digitalen Ebene mitzuhalten, versuchst du es hältst du das überhaupt für wichtig? Du kommst ja aus einer Zeit, in der soziale Netzwerke noch nicht wirklich präsent waren.</strong><br />
Ja, das ist verflucht wichtig (lacht). Das habe ich jetzt auch langsam begriffen. Ich bin da schon ein richtig grauenhafter Spätzünder, was das angeht.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Was waren da die Hauptgründe für?</strong><br />
Wie du schon gesagt hast, ich bin damit nicht groß geworden. Dadurch ist diese Gefühl der Notwendigkeit einfach nicht vorhanden gewesen. Das heißt es ist einfach nicht das Medium mit dem man groß geworden ist. Die Notwendigkeit an sich ist mittlerweile aber absolut vorhanden. Ich habe es nun auch endlich mal geschafft eine Facebook-Fanseite zu erstellen. Ich geh dann ab und zu rein und erzähl beispielsweise, dass ich gerade im Studio bin. Ich verstehe die Fans da auch, die mit einem in Kontakt bleiben wollen und wissen wollen was abgeht. Da muss ich mich auch regelrecht entschuldigen, dass ich das in Form habe schleifen lassen. Da war ich wahrscheinlich ein echter Neandertaler.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Trotz deines Bekanntheitsgrades und dem Respekt den du in der Szene bekommt, blieb der ganz große Erfolg bisher aus. Ist dir der Erfolg überhaupt wichtig, darf er denn wichtig sein oder schränkt er einen eventuell in seiner Kreativität ein?</strong><br />
Nein das glaube ich eigentlich nicht, da ich das Gefühl habe einen Geschmack zu haben, der sehr breit gefächert ist. Ich habe auch keine Berührungsängste was die Produktionsweise angeht. Wo andere eventuell sagen würden, das ist mir zu poppig oder Synthie-lastig, diese Betrachtung habe ich nicht. Von daher denke ich, dass mein Geschmack theoretisch das Potential hat kommerziell erfolgreich zu sein. Aber da kommen natürlich tausend andere Dinge hinzu.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Wenn man jetzt betrachtet, wie du an die Aufnahme einer Platte herangehst. Was steht für dich da im Vordergrund, ist es dein persönliches Feeling zurzeit?</strong><br />
Ja, soviel kann ich auch schon zum neuen Album verraten. Ich wollte dieses Mal Musik machen, die mir in der Phase, in der ich mich befinde Spaß macht. Es ist schon so, dass aus dem Bauch heraus die ganze Produktion anfängt. Mit der Zeit spürt man dann, es ergibt sich eine bestimmte Richtung aus dem der rote Faden entsteht, an den man anknüpft. Was ich auch verraten kann, es ist bei diesem Album eine Menge Überschuss entstanden. Mit der Songauswahl war ich sonst immer sehr genau on point. Diese Mal waren es wesentlich mehr Songs.</p>
<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2012/02/tone-400x266-weiß1.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-17126" title="tone 400x266 weiß" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2012/02/tone-400x266-weiß1.jpg" alt="" width="400" height="266" /></a></p>
<p><strong>Was passiert mit den Songs, die es nicht auf das Album schaffen?</strong><br />
Jetzt werde ich etwas machen, was ich vorher als Neandertaler auch nicht gemacht habe (lacht). Ich versucht Exclusives in Erwägung zu ziehen. Damit habe ich mir jahrelang schwer getan. Aber allein von der Menge der Tracks ist es diese Mal möglich.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>An der Stelle würde ich gerne ein Sprung zu Mixtape-Kultur schlagen. Mittlerweile bringen etliche Künstler ja eine ware Flut an Tracks heraus, die dann eben auf einem Mixtape nach dem andern erscheinen. Da wird dann die Quantität mitunter auch vor Qualität gestellt, getreu nach dem Motte, es ist ja nur ein Mixtape. Wie siehst du diese Entwicklung?</strong><br />
So wie du es gerade schon beschrieben hast ist es wie ich es nicht machen könnte. Ich finde das macht die Musik so beliebig. Wenn ein Künstler im Jahr 20 Dinger raushaut, dann weißt du am Ende nicht mal mehr, was war jetzt das Album, was war das Mixtape. Die Musik verliert so ihren Wert. Ich habe den Eindruck, dass sich die Leute da auch so ein bisschen verfeuern. Es entsteht von der Industrie und den Konsumenten, die es so gewohnt sind auch ein gewisser Zwang. Nur muss man als Künstler vielleicht auch bewusst die Bremse drücken. Denn wenn du immer nur in dem Tempo Zeug raushaust, ist plötzlich nicht mehr viel von dir und was dich als Künstler ausmacht übrig.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Wenn wir jetzt noch einmal kurz auf den Erfolg zurückkommen: Würdest du den Respekt über den Erfolg stellen oder umgekehrt?</strong><br />
Also ich denke mal keiner hätte etwas dagegen beides zu haben. Was würdest du denn sagen?</p>
<p><strong>Für mich als Außenstehenden ist es immer etwas einfach denke ich. Ich kann leicht sagen, der Respekt zählt mehr. Ich als Fan achte Künstler auch einfach mehr, die ihr Ding durchziehen, als Leute, die nach Schema F verfahren, um ihren Erfolg zu sichern.</strong><br />
Also ich hoffe doch mal stark, dass man mich als ersten Künstler wahrnimmt.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Hast du das Gefühl Hip-Hop ist mittlerweile mehr Geschäft als Kultur?</strong><br />
Auf jeden Fall. Da ich auch das Gefühl habe, dass die Leute mittlerweile ihr Image viel weiter in den Vordergrund stellen, als überhaupt den Versuch zu wagen, sich als Mensch oder Künstler zu verwirklichen. Dadurch ist die Grundmotivation schon verseucht. Das Image so weit in den Vordergrund zu stellen und den Inhalt hinten ranzustellen, sind Verkaufsüberlegungen oder Unfähigkeiten von einem Mensch, weil er gar nichts zu sagen hat. Das ist etwas was jetzt schon über so viele Generationen von Rappern etabliert ist, das die Neuen schon gar nicht mehr merken, was sie da machen.</p>
<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2012/02/Tone-300x451.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-17128" title="Tone 300x451" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2012/02/Tone-300x451.jpg" alt="" width="300" height="451" /></a><br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Es gilt dann im Grunde schon als konform.</strong><br />
Ja genau. Wenn du es das Image anstellt, giltst du quasi schon als Idiot. Aber den Mut muss man halt haben, genau das zu machen, was man für richtig hält. Genau wie die anderen Leute, die den anderen Weg, den Preis dafür auch zahlen müssen. So wie du es beschrieben hast, verkaufen die eben mehr Platten, werden in der Szene vom künstlerischen Aspekt aber null respektiert.</p>
<p>&nbsp;<br />
<strong>Im Zuge dessen, hast du das Gefühl der Szene geht ein wenig die Glaubwürdigkeit abhanden?</strong><br />
Das Schlimme ist ja, dass es trotz allem immer noch in der Vordergrund gestellt wird. Bei manchen mag es auch so sein. Aber ich das Gefühl, dass sie eher dem hinterher rennen, was sie in ihren Texten erzählen. Vor allem ist es auch langweilig, wenn alle auf das eine Image pochen. Wenn du dann mal wirklich die Wahrheit erzählst, dann wirkst du trotzdem nicht als Besonders. Man schaufelt Sand an den Strand.</p>
<p>&nbsp;<br />
<strong>Den Aspekt Newcomer hast du schon mal kurz angesprochen. Wenn du die Zeit hättest, wäre es denn aber etwas, wo du dich gerne etwas engagieren würdest?</strong><br />
Das ist momentan nicht so wirklich das Thema. Ich bin eher auf dem Trip eigene Sachen in größerer Kontinuität herauszubringen. Es gab ja doch immer wieder Stopps zwischendrin. Das lag einfach daran, dass es keine dauerhafte Struktur gab, die funktioniert hat. Es gab immer so Zeiten wo alles am Start war und danach fiel man wieder in so eine Art Loch. Daher ist das Hauptziel mich selbst etwas zu sanieren.</p>
<p>&nbsp;<br />
<strong>Gab es oder gibt es immer mal wieder Zeiten bei der die Musik, insbesondere der Beruf Musiker zu einer Art Hassliebe wird? Gerade wenn du jetzt vorhast wieder mehr Kontinuität reinzubringen und dadurch eventuell auch so eine Art Zwang entsteht?</strong><br />
Nein eher nicht. Mit schwebt so ein Traumzustand vor, meine Kreativität schnell umzusetzen. Das hat für mich dann auch nichts mit Stress zu tun. Es gab eine Phase, wo ich durch finanzielle Umstände in Erwägung ziehen musste, nebenbei noch arbeiten gehen zu müssen. Eine Sache, die ich längere Zeit glücklicherweise nicht musste. Mit dieser neuen Situation musste ich mich erst mal anfreunden. Da war dann auch ein bisschen Frust da. Auf der einen Seite will man dann nicht loslassen, auf der anderen Seite stresst es einen aber voll ab. Das ist eine Einstellungsfrage, die ich aber zum Glück für mich geklärt habe und jetzt fühlt es sich sehr gut an.</p>
<p><strong>Nun sind wir im Grunde am Schluss angelangt. Daher für mich noch die Frage, da das neue Jahr auch gerade angefangen hat: Hast du ein paar gute Vorsätze für das anstehende Jahr?</strong><br />
Ja, auf jeden Fall: Die Ziele, die man hat aktiv anzugehen. Nicht nur dazusitzen und zu sagen, das mache ich irgendwann, irgendwie. Sondern wirklich jeden Tag einen Schritt darauf zuzugehen. Da sind Steine im Weg. Diese Steine muss man realisieren, betrachten und beseitigen.</p>
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		<title>Interview mit DJ Adlib: &#8220;Vorangehend ist für mich immer erst die musikalische Idee.&#8221;</title>
		<link>http://backspin-media.de/archives/16255</link>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 15:27:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Hi-Hat Club]]></category>
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		<description><![CDATA[Am 20.01. ist es soweit und der neuste Ableger der etablierten Hi-Hat-Club-Serie steht beim Plattenhändler eures Vertrauens zum Kauf bereit. Dieses Mal handelt es sich wieder um eine One-Man-Show, und zwar in Form des Kölner Beatschmieds DJ Adlib. Wir konnten im Vorfeld diesem Produzenten und ehemaligen Mitglied der Noisy Stylus Crew ein wenig über seine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2012/01/Dj-Adlib1.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-16262" title="Dj Adlib" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2012/01/Dj-Adlib1.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Am 20.01. ist es soweit und der neuste Ableger der etablierten <a title="Hi-Hat-Club-Serie" href="http://backspin-media.de/archives/15979">Hi-Hat-Club-Serie</a> steht beim Plattenhändler eures Vertrauens zum Kauf bereit. Dieses Mal handelt es sich wieder um eine One-Man-Show, und zwar in Form des Kölner Beatschmieds DJ Adlib. Wir konnten im Vorfeld diesem Produzenten und ehemaligen Mitglied der Noisy Stylus Crew ein wenig über seine Herangehensweise an die aktuelle Instrumental-LP, die Bedeutung der Stadt Köln, sowie sein Schamgefühl gegenüber dem Erwerb von MP3s auf den Zahn fühlen.</p>
<p><strong>Du hast ja den neusten Ableger der „Hi-Hat Club“-Serie produziert. Bist du mit einer bestimmten Konzeptvorstellung an die Sache herangegangen?</strong><br />
Ein Konzept hatte ich nicht. Im Grunde habe ich mich darauf konzentriert, Beat-Skizzen auszuarbeiten, die für mich auch nach mehrmaligem Hören noch interessant, also zeitbeständig, waren.</p>
<p><strong>Wie wichtig ist die LP für dich persönlich? Sie ist gewissermaßen ja dein Debüt auf Albumlänge…</strong><br />
Wichtig. Die Auswahl an Stücken spiegelt einen recht guten Durchschnitt meines musikalischen Schaffens. Daher ist es sehr spannend für mich zu sehen, wie die Reaktionen sind.</p>
<p><strong>Was hat es mit dem Titel „Haus und Garten“ auf sich?</strong><br />
Passend zu der konzeptionellen Linie der Hi-Hat-Club-Cover lag es nahe, was möglichst persönliches zu wählen. Einen tieferen Sinn hat das ganze aber nicht. Ich stehe neben meinem Zimmer im kleinen Garten meiner Wohnung&#8230; Haus &amp; Garten halt, wo ich wohne und Musik mache.</p>
<p><strong>Du hast für die LP auch mit einigen namhaften Künstlern aus Übersee zusammengearbeitet. Waren das Wunschkandidaten von dir, hättest du eventuell gerne noch mit anderen Künstlern gearbeitet?</strong><br />
The Primeridian sind spontan über Black Spade dazugekommen. Der Rest hat sich recht natürlich über schon bestehende Kontakte ergeben. Mehr als vier Rap-Features sollten es aber nicht werden. Es ist eher als Bonus gedacht. Die Instrumental-Seite soll im Vordergrund stehen.</p>
<p><strong>Wie kam es überhaupt dazu, erstmals in der Serie auch auf Rap-Parts zurückzugreifen?</strong><br />
Ich hatte vor der Hi-Hat-Club-Idee schon einiges mit Frank-N-Dank und Planet Asia gemacht und ein kleines Repertoire an Stücken gesammelt. Es lag nahe, etwas davon mit drauf zu packen.<br />
Olski von MPM gefiel die Idee, da waren wir uns schnell einig.</p>
<p><strong>Welche Bedeutung hat Köln für dich in künstlerischer Hinsicht?</strong><br />
Als Kölner bin ich mit den lokalen Hip-Hop-Partys und Jams groß geworden. Prägend waren da die „Beatz aus der Bude“-Zeiten mit DJ Lifeforce und das Groove-Attack-Umfeld.</p>
<p><strong>Wie siehst du Hip-Hop in Deutschland zurzeit, vor allem auf Produzentenseite?</strong><br />
Ich finde, es gibt einige gute Beat- und Instrumental-Produzenten. Hubert Daviz zum Beispiel.</p>
<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2012/01/Dj-Adlib-winter.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-16259" title="Dj Adlib winter" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2012/01/Dj-Adlib-winter-300x222.jpg" alt="" width="300" height="222" /></a><br />
<strong>Wie wichtig ist musikalische Offenheit in deinem Beruf? Glaubst du, Hip-Hop fehlt diese musikalische Offenheit größtenteils?</strong><br />
Man sollte sich zumindest eine ehrliche und begründete Meinung bilden, bevor man Sachen kategorisch ablehnt.</p>
<p><strong>Weißt du, ob sich Madlib mal zu deinem Alias geäußert hat?</strong><br />
Weiß ich nicht.</p>
<p><strong>Du hast ja als „typischer“ DJ angefangen und bereits einige DMC- und ITF-Titel eingeheimst. Welchen Stellenwert hat der Turntablism bei dir noch?</strong><br />
Ich freu mich, wenn man merkt, dass DJs technisch versiert sind und das beim Auflegen hörbar ist.<br />
Aber ich verfolge kein Battles mehr und übe auch schon länger nicht mehr.</p>
<p><strong>Unterscheidest du zwischen deinem Beruf als Musiker und deiner Berufung Musik zu machen?</strong><br />
Ich bin weder beruflich Musiker noch sehe ich Musik als Berufung. Dennoch stand Musik immer an erster Stelle und hat somit meinen Werdegang in jeglicher Hinsicht beeinflusst. In einem musikalischen Umfeld zu arbeiten, ist natürlich super, da es eine menge Schnittstellen im Technischen und Kreativen gibt. Vorteilhaft, weil man oft mit neuen Ideen nach Hause kommt.<br />
Manchmal ist es aber auch von Nachteil, weil man nach der Arbeit  nicht &#8220;noch mehr&#8221; Musik verarbeiten kann.</p>
<p><strong>Wie offen bist du gegenüber digitalen Formaten? Sammelst du noch Vinyl oder CDs?</strong><br />
Heutzutage kaufe ich tatsächlich mehr MP3s als Platten. Ich schäme mich auch ein bisschen als langwieriger Ex-Schallplattenverkäufer.</p>
<p><strong>Was erachtest du als wichtiger für deine Produktionen – Samples oder Equipment?</strong><br />
Vorangehend ist für mich immer erst die musikalische Idee. Demnach Samples oder die zündende Idee. Die teuerste Gitarre spielt nicht gleich die schönsten Akkorde.</p>
<p><strong>Du arbeitest ja auch für die Red Bull Music Academy. Kannst du uns einen kurzen Überblick zu deiner Arbeit vor Ort geben?</strong><br />
Ich arbeite für RBMA-Radio als Editor. Während der Academy kümmere ich mich um die Event-Aufnahmen, das Radio-Editing-Team und die Archivierung.</p>
<p><strong>Wie sehen deine Pläne für das kommende Jahr aus?</strong><br />
Ich würde gerne eine neue Platte machen. Vielleicht eine EP mit teils neuen Stücken und teils Remixen zu H&amp;G.</p>
<p><strong>Hast du zum Schluss noch einen Geheimtipp für das anstehende Jahr?</strong><br />
Leider nicht.</p>
<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2012/01/adlib-eyes.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-16261" title="adlib eyes" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2012/01/adlib-eyes-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
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		<title>Interview mit Pete Philly: &#8220;Wir alle tragen Masken – die ganze Zeit&#8221;</title>
		<link>http://backspin-media.de/archives/15614</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Jan 2012 07:53:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Soeren</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Pete Philly]]></category>

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		<description><![CDATA[Pete Philly ist als eine Hälfte von Pete Philly &#38; Perquisite bekannt geworden. Nachdem sich das Duo 2009 getrennt hat, veröffentlicht der Niederländer mit karibischen Wurzeln am 27. Januar nun erstmals eine Solo-LP. BACKSPIN traf den gut gelaunten Pete im Anschluss an den Sound-Check zur offiziellen Deutschlandpremiere des Albums in Berlin und sprach mit über [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2012/01/PetePhilly_News_620x320.jpg"><img src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2012/01/PetePhilly_News_620x320-300x154.jpg" alt="" title="PetePhilly_News_620x320" width="300" height="154" class="alignright size-medium wp-image-15623" /></a><strong>Pete Philly ist als eine Hälfte von Pete Philly &amp; Perquisite bekannt geworden. Nachdem sich das Duo 2009 getrennt hat, veröffentlicht der Niederländer mit karibischen Wurzeln am 27. Januar nun erstmals eine Solo-LP. BACKSPIN traf den gut gelaunten Pete im Anschluss an den Sound-Check zur offiziellen Deutschlandpremiere des Albums in Berlin und sprach mit über sein neues Projekt, sowie über die niederländische Hip-Hop-Landschaft und seine Schauspielambitionen.</strong></p>
<p><strong>Hey Pete. Bevor wir auf dein neues Album zu sprechen kommen, lass uns ein wenig über deine bisherige Arbeit mit Perquisite reden. Das Projekt war recht erfolgreich, weshalb sich viele bestimmt Fragen, warum du nun alleine unterwegs bist.</strong></p>
<p>Also, zuerst einmal ist Erfolg sehr subjektiv. Wir waren zwar sehr erfolgreich, aber unsere Freundschaft war es nicht, deshalb wurde es zu hart, zusammenzuarbeiten. Außerdem fühlte ich mich in meiner Rolle als Musiker auf den Status „MC“ reduziert, weil viele Leute immer sagten, ich sei nur ein MC und den Rest der Musik macht Perq. Das war faktisch einfach falsch. Ich war für die Musik genauso verantwortlich, aber so wurde das nicht gesehen. Im Grunde haben Perquisite und ich viel Ego-Scheiß gemacht. Er wollte der Frontmann sein, was er er nicht war, denn ich war es. Einfach eine Menge Bullshit. Es war schwer sich zu verwirklichen, aber es ist auch schwer sich jetzt alleine zu verwirklichen. Wenn da zwei Typen mit großem Ego sind, ist das ein Problem.</p>
<p><strong>Dennoch seid ihr viel getourt in den letzten Jahren und seid durch Europa, die USA , Japan und Afrika gereist. Gab es da ein Land, in dem du den Erfolg nicht erwartet hättest? Deutsche Künstler sind beispielsweise oftmals erfolgreich in Japan und eigentlich weiß niemand genau warum.</strong></p>
<p>Weil die Japaner nichts alleine machen. Alles was sie machen ist eine Art Abklatsch, beispielsweise vom Britpop. Deswegen brauchen sie die Europäer und Amerikaner, die für sie die Musik machen. Sie sind sehr gut im Nachmachen und Verbessern von Dingen, wie Elektronik-Kram und Autos oder Mikrophone. Aber Musik, die von der Seele kommt, kann man nicht einfach imitieren. Das mag vielleicht ein Grund sein, warum deutsche Acts in Japan erfolgreich sind.</p>
<p><strong>Und wie sieht es mit deinem Erfolg aus? Gab es ein Land, das dich wirklich beeindruckt hat?</strong></p>
<p>Ich habe überall eine sehr ähnliche Fangemeinde. Ich bin überall underground, außer in den Niederlanden, wo ich recht bekannt bin. Das liegt aber wohl einfach daran, dass ich dort lebe. Die Menschen in Austin, Texas, haben mich sehr beeindruckt. Ebenso in Paris, das mich jedes Mal beeindruckt, wenn ich da bin. LA war auch sehr beeindruckend und auch Berlin, wo wir vor drei Jahren oder so einen phänomenalen Auftritt im „Lido“ hatten. Aber auch Hamburg und Köln waren großartig. Einfach eine Menge von Städten hat mir gefallen.</p>
<p><strong>Genug von Vergangenem. Lass uns über deine neue LP reden: Mit welcher Intention bist du an diese Platte gegangen? Welches Konzept oder welche Idee steckt dahinter?</strong></p>
<p>„Open Loops“ habe ich vorher gemacht. Es war mein erster Versuch, meine eigenen Songs zu produzieren. Dabei habe ich gemerkt, dass ich bereit dafür bin, und habe mich dann an „One“ gewagt. Ich wollte einen Unterschied zwischen diesen beiden Projekten machen. „Open Loops“ ist mehr Hip-Hop und nicht allzu kompliziert und „One“ ist mehr künstlerisch, introvertiert und eher ein Hör-Album. Da drauf sind keine wirklichen „Banger“. Es ist vielmehr als ein Hörerlebnis konzipiert. Die Themen handeln davon, sich verloren zu fühlen, weil ich mich zu der Zeit wirklich verloren gefühlt habe. Mit Perquisite habe ich über sechs Jahre zusammen gearbeitet. Nach so einer langen Zeit hast du deine eigenen Methoden, Dinge zu erledigen, und all das verschwand, als wir uns getrennt haben. Zur gleichen Zeit hat sich meine langjährige Beziehung gelöst, sodass ich wirklich alleine war und alles ausprobieren musste, wie zum Beispiel in diesem Alter Single zu sein, wie man produziert, komponiert, in der Musikindustrie besteht. Im Grunde war ich fertig mit der Musik und habe erstmal geschauspielert. Als ich dann aber meinen Schauspiel-Agenten akquiriert habe, dachte ich mir plötzlich, bevor ich das mache, muss ich mich erst einmal musikalisch emanzipieren! Deshalb kann ich auch nicht über „One“ reden ohne über  „Open Loops“ zu sprechen, denn das sind zwei spezifische Projekte dieser Zeit, die wie ein Yin und Yang sind.</p>
<p><strong>Wo hast du „One“ aufgenommen?</strong></p>
<p>Den größten Teil habe ich in meinem eigenen Studio in Amsterdam aufgenommen, wo ich auch lebe.</p>
<p><strong>Wie sieht es mit Feature-Gästen aus? Wer war alles an diesem Projekt beteiligt?</strong></p>
<p>Auf „One“ ist nur ein Typ mit drauf: Alain Clark. Er ist ein Soulsänger aus den Niederlanden. Wir sind schon länger befreundet und weil ich diese ganzen Songs hatte ohne ein einziges Feature, sagt ich zu ihm, lass uns einen Track machen. Kurz vorm Ende des Aufnahmeprozesses haben wir dann noch einen gemeinsamen Song aufgenommen. Er ist aber der einzige, der mit dabei ist. Auf „Open Loops“ gibt es einige Features, deshalb fühlte ich mich danach, das „One“-Album ohne Features zu machen. DJ PCM ist auch wieder dabei.</p>
<p><strong>In den Niederlanden ist „One“ bereits erschienen. Wie ist die Resonanz bisher?</strong></p>
<p>Von Kritikern wurde es bisher gefeiert. Ich sollte das vielleicht besser nicht sagen, weil jemand von BACKSPIN es verreißen könnte, aber es hat nichts außer gute Rezensionen erhalten. Die Kritiker mögen es also.</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/34780453?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0" width="500" height="400" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe>
<p><a href="http://vimeo.com/34780453">Pete Philly &#8211; One [official video]</a> from <a href="http://vimeo.com/piasgermany">PIASGermany</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
<p><strong>Auch wenn es immer schwierig ist, die eigene Musik einem Genre zuzuordnen, könntest du vielleicht trotzdem versuchen, den Lesern in deinen eigenen Worten zu erklären, was für Musik du machst. Wie würdest du deinen Stil definieren?</strong></p>
<p>Was ich mit Perq gemacht habe, war so eine Art jäzziger Hip-Hop mit Saiten, um es wirklich simpel zu beschreiben. „One“ ist eher von Hip-Hop beeinflusste Soul-Musik mit Pianos, meiner Stimme, Chören und Beat-Box und solchen Sachen. Auf diesem Album rappe ich nicht so viel, wie ich es auf „Open Loops“ getan habe. Auf den ganzen Tracks sind ungefähr acht Rap-Verse. Es ist aber dennoch Hip-Hop. Meine Wurzeln liegen im Hip-Hop und ich sehe mich als Hip-Hop-Künstler, aber mit der Zeit singe ich immer häufiger und reime immer seltener. Ich suche immer bei jedem Song nach Noten, bei denen ich Rap singen kann, sodass sie gleichzeitig die Aggression von Rap und die Eindringlichkeit von Gesang haben. Ich denke, mit Gesang kannst du gewisse Frequenzen und Level erreichen, die du mit Rap nicht erreichen kannst. Andererseits kannst du Dinge mit Rap schaffen, die mit Gesang nicht möglich sind.</p>
<p><strong>Was hältst du davon, wenn Rapper ständig betonen, dass sie doch Musiker seien und nicht so sehr Hip-Hop-Artists, damit sie nicht Gefahr laufen, auf letzteres und die damit durch die Medien produzierten Negativ-Assoziationen reduziert zu werden?</strong></p>
<p>Ich kann das verstehen, aber wenn du rapst, dann sag das. Ich bin ein Komponist, Produzent, Sänger, Schauspieler und ich rappe, deshalb denke ich, bin ich berechtigt zu sagen, dass ich ein Künstler bin. Und ich repräsentiere nach wie vor Hip-Hop im vollen Umfang! Das ist etwas, was mich wirklich anpisst, denn das sind nicht wir. Ich meine, Hip-Hop ist das wichtigste Genre des verdammten 20. Jahrhunderts – zweifellos! Mehr als Jazz, mehr als Funk, mehr als Soul und mehr als Klassik, weil es ein Genre ist, das erstmals den Schlüssel gefunden hat, um in jede andere Version von Musik eingebracht werden zu können. Es ist die musikalische Musik, die es gibt. Doch durch die Medien wurde es auf jene Vorurteile reduziert. Das Ding ist, die selben Personen, die  Hip-Hop als eindimensional kritisieren, beziehen sich ständig nur auf diesen reduzierten Hip-Hop. Währenddessen wird dieser ganze Kram, der unterhalb dem Mainstream-Scheiß läuft – und da gibt es eine Menge coole Crossover-Geschichten und andere wunderbare Sachen – niemals bekannt gemacht. Die Medien haben es soweit reduziert, dass du es anders nennen musst, wenn du Hip-Hop machst. Du musst immer sagen, dass du ein Funk-Artist oder Soul-Artist bist. Der einzige Grund warum ich mich aber als einen Soul-Artist sehen kann –  und es ist wichtig, dass du das weißt – ist, weil ich mich verbunden fühle mit den Chor- und Gospel-Sachen und dem Soul-Gesang, die ich auf dieser Platte mache. Dazu bin ich aber durch den Hip-Hop gekommen und ich würde immer noch jeden, der mich battlen will, freundlich einladen. Ich würde jeden bitten mich zu testen, der meint, ich bin jetzt ein Sänger und kann nicht mehr rappen.<br />
Dennoch kann ich das ganze Verstehen. Leute in den Niederlanden verhalten sich genauso. Es ist seltsam. Ich habe von diesem Typen gehört, Bushido oder so, der Millionen Platten verkauft. Wenn du nicht willst, dass Hip-Hop als zurückgeblieben gesehen wird, dann hör verdammt nochmal auf seine Platten zu kaufen. Hör auf nur diese eindimensionale Version von Hip-Hop zu unterstützen. Die Europäer nehmen ihre Anregungen aus Amerika und wenn in Amerika Künstler wie zum Beispiel De La Soul ein neues Album raus bringen, wollen die dort nicht einmal das Video spielen, weil sie entschieden haben, so etwas existiert nicht mehr. Es ist schräg und es fühlt sich für mich irgendwie leer an. Nicht nur die Falschheit, denn im gefühlvollen Hip-Hop gibt es auch eine Menge Falschheit und Leute die vorgeben aufrichtig zu sein. Am Ende des Tages will jedoch jeder nur einen Stich landen, einen Burger fressen und schlafen gehen. So sind wir und es ist o.k. so banal zu sein, aber das ist etwas, was mich beschäftigt.</p>
<p><strong>Mit sechs Jahren bist du von der karibischen Insel Aruba in die Niederlande gezogen, wo du nach wie vor lebst und an deiner Musik arbeitest. Gibt es dort eine große, aktive Hip-Hop-Szene?</strong></p>
<p>Ja, es gibt eine. Ohne viel über die deutsche Szene zu wissen, denke ich, sie sind vergleichbar. Sie ist mehr national und wenig ist auf englisch. Ich glaube, nur ich und zwei weitere Personen machen Hip-Hop auf englisch. Wir alle kommen aus der Karibik. Das ist der Grund denke ich. Wir sind eben mit der Sprache aufgewachsen Die niederländischen Sachen sind wie der amerikanische Kram und reizen mich nicht so, wie andere Künstler es tun, von denen es vielleicht zwei oder drei gibt und die wohl in der gleichen Schiene laufen wie – wie heißt er noch? – Samy Deluxe. Im Grunde ist es der gleiche Kram in einem anderen Land. Die Europäische Version vom Amerkanischen, mit dem nihilistischen, simplen, elektronischen Zeug oben und einigen lyrischeren Dingen im Untergrund. Dass man wenig voneinander kennt, hat mit der Sprachbarriere zu tun. Es gibt wenige Leute in den Niederlanden, die deutsch sprechen. Peter Fox kam aber im letzten Jahr mit einem Song über die Grenze, der ein Hit und im Radio gespielt wurde.</p>
<p><strong>Wie sehen deine Pläne für die Zukunft aus? Kommst du wieder nach Deutschland?</strong></p>
<p>Ja, auf jeden Fall. Ich mag Deutschland. Ich mag, wie groß Hip-Hop hier ist. Ich meine, es ist offensichtlich groß genug, damit ein Typ aus den Niederlanden her kommen kann. Ich habe aber auch ein Management in den Staaten, sodass ich auch dort mit Leuten arbeiten und touren werde. Niederlande, Deutschland, Frankreich, England, Skandinavien und die USA, das sind die Orte, in denen ich im kommenden Jahr am meisten machen werde, denke ich.</p>
<p><strong>Vor zwei Jahren hast du dich erstmals als Schauspieler versucht. Ist das etwas, was du in naher Zukunft weiterführen möchtest?</strong></p>
<p>Das war nicht mein erster Versuch, aber es war das erste Mal, dass die Leute es bemerkt haben, weil sie wussten, wer ich bin. Das lustige ist, dass ich eigentlich immer Schauspieler sein wollte und ich denke, ich könnte sogar ein besserer Schauspieler als Musiker sein oder zumindest genauso gut.</p>
<p><strong>Gibt es denn da Ähnlichkeiten? Immerhin musst du als Schauspieler ja in eine gänzlich fremde Rolle schlüpfen, wohingegen du als Musiker doch eigentlich dich selbst auf der Bühne repräsentierst, oder?</strong></p>
<p>Das Ding ist, wir alle tragen Masken – die ganze Zeit. Deine Energie, die du jetzt gerade mit mir hier hast, ist völlig anders als die, die du zum Beispiel mit einem deiner Freunde hast. Oder mit deiner Freundin und das nicht nur, weil du sie liebst und ich keine Titten habe, sondern, weil du dich immer auf einer sehr unterbewussten Ebene verschiedenen Leuten unterschiedlich präsentierst. Auch wenn ich ein sehr persönlicher Künstler und sehr ehrlich mit introperspektiven Lyrics bin, ist meine Bühnenpersönlichkeit doch wie ein Jahrmarkt-Spiegel meiner Selbst. Musiker zu sein ist eigentlich einfacher als Schauspieler zu sein, weil du als Musiker einige Dinger übertreiben und andere unter den Tisch fallen lassen kannst, von denen du nicht willst, dass sie andere bemerken. Prince zum Beispiel ist unsicher, weil er klein ist. Deswegen trägt er diese High-Heels. Was er aber zeigt, ist, dass ein heißer Typ ist, der alle Frauen haben kann, Selbstbewusstsein. Deswegen denke ich, braucht es mehr Mumm, Schauspieler zu sein. Du musst mit deinem Körper und dem, was du bist, im Reinen sein. Als Sänger kannst du dich auf der Bühne dagegen größer machen als du bist. Deshalb ist es auch seltsam für Leute, wenn sie mich treffen, weil ich so ruhig bin und nicht so übertrieben extrovertiert, wie ich es auf der Bühne bin. Das auf der Bühne ist einfach eine Aufführung.<br />
Um auf die Ähnlichkeiten zu kommen: Es gibt welche. Wenn du einen Song spielst, den du vor Jahren geschrieben hast, musst du dich zurück in die damalige Energie bringen. Sogar während der Aufnahmen zu einem Lied ist das so. Wenn du den ersten Vers eines Songs aufnimmst und den zweiten erst nach einer Woche, dann musst du dich wieder zurückversetzen in die vergangene Gefühlslage. Ich glaube, das ist der Grund, warum viele Musiker auch schauspielern. Es ist einfach die Entfaltung der ohnehin bestehenden  Notwendigkeit, eine Rolle zu spielen, auch wenn es nur für ein Lied ist. Angenommen, ich schreibe einen Song über die Trennung von meiner Freundin, dann muss ich zurück gehen zu diesem Moment, in dem ich sehr traurig war oder vielleicht auch glücklich, auch, wenn ich ich mittlerweile wesentlich gelassener darüber denke.</p>
<p><strong>Was ziehst du denn vor? Theater oder Film?</strong></p>
<p>Mein amerikanisches Management hat mit mir darüber gesprochen, dass ich vielleicht probieren kann, ein paar Rollen in amerikanischen Shows zu übernehmen. Das würde mir gefallen, denn Philly zu sein, ist wie, nur eine Rolle zu porträtieren und diese Rolle habe ich selbst gewählt und ich liebe sie. Was ich aber wirklich gerne einmal machen würde, ist, eine Rolle zu spielen, die mir völlig fern ist, zum Beispiel einen homosexuellen Buchhalter. Nichts könnte weiter entfernt von mir sein als das. Das wäre etwas für mich, weil es dich eine Sache lehrt: Empathie. Und ich denke, viele Künstler müssen etwas über Empathie lernen, weil man als Künstler sehr auf sich bezogen und vom Ego geleitet ist. Ich würde sehr gerne mehr darüber erfahren, wie es ist, nicht Pete zu sein. Das Schauspiel ist wie die Psychologie eine gute Möglichkeit das zu tun. Wenn ich lernen müsste, zu verstehen, was es heißt, ein Homosexueller zu sein oder ein Buchhalter oder ein Krimineller oder was auch immer, das ich nicht bin, dann würde das mehr Empathie für andere Menschen kreieren. Genau das ist es, was ich will. Ich will fähig sein, empathisch zu allen Menschen zu sein. Musik ist aber auch ein guter Weg dahin. Ich habe Menschen in Afrika, Asien, Europa und Amerika gesehen, die alle exakt gleich auf die selben Texte und die selbe Musik reagieren. Das hat für mich bereits eine Verbindung zur Menschlichen Art hergestellt und das Schauspiel kann eine großartige Möglichkeit sein, dies auszubauen. Das würde ich wirklich gerne machen.</p>
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		<title>Interview mit Git: &#8220;Als Person bin ich ein alltäglicher Mensch&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Nov 2011 12:41:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Git]]></category>
		<category><![CDATA[Imagination]]></category>
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		<description><![CDATA[Git ist ein Producer aus Staten Island, dessen Wurzeln in der Breakdance-Szene der 80er liegen. Zum Glück hat es ihn aber zum Produzieren hingezogen, denn dadurch können wir heute zum Beispiel sein Album „Imagination“ genießen. Nachdem er 2009 mit einem Produzentenalbum und Features von Rock, Raekwon oder Prince Po für musikalische Großtaten sorgte, besinnt er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/Git.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-14067" title="Git" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/Git.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Git</strong> ist ein Producer aus Staten Island, dessen Wurzeln in der Breakdance-Szene der 80er liegen. Zum Glück hat es ihn aber zum Produzieren hingezogen, denn dadurch können wir heute zum Beispiel sein Album „<a title="Imagination" href="http://backspin-media.de/?p=13731">Imagination</a>“ genießen. Nachdem er 2009 mit einem Produzentenalbum und Features von Rock, Raekwon oder Prince Po für musikalische Großtaten sorgte, besinnt er sich auf seinem neuen Album wieder vermehrt auf reine Instrumentals. Wir haben uns mit dem Producer über Vorstellungskraft, seine Leidenschaft für Comics und natürlich seine Musik gesprochen.</p>
<p><strong>Kannst du uns einen kurzen Überblick über dich als Person und als Künstler geben?</strong></p>
<p>Als Person bin ich ein alltäglicher Mensch. Ich genieße es lediglich Musik zu machen. Ich würde sagen, als Person bin ich wieder jeder andere auch: glücklich, traurig, angepisst, geliebt, gehasst. Als Artist verhält es sich genauso, denke ich. Ich bin nur glücklich genug, um es alles über meine Musik rauszulassen.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Du hast gerade dein neues Album „Imagination“ veröffentlicht. Was können wir davon erwarten?<br />
</strong>Genau das. „Imagination“, das Innenleben meines abgefuckten Verstandes und wie ich es liebe, Musik auf meine eigene Weise zu hören.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Warum hast du dich für den Titel “Imagination” entschieden?<br />
</strong>Manchmal im Leben befindest du dich an einem Ort, an dem du nicht sein möchtest und deine Vorstellungskraft kann dich woanders hinbringen.</p>
<p><strong>Ist deine Vorstellungskraft etwas Wichtiges für dich, wenn du Musik machst?<br />
</strong>Nun, ich denke ich habe das gerade beantwortet. Auf jeden Fall. Wie viele Leute erinnern sich durch einen Song an etwas in Vergessenheit geratenes, aus ihrer Vergangenheit.</p>
<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/Git-Beats.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-14069" title="Git-Beats" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/Git-Beats.jpg" alt="" width="200" height="256" /></a></p>
<p><strong>Der Sound auf deinem Album ist sehr experimentell. Experimentierst du generell mit vielen verschiedenen Stilen und improvisierst oder hast du eher ein bestimmtes Konzept im Kopf?</strong></p>
<p>Ich habe kein bestimmtes Konzept, aber ich improvisiere. Ich setze mich hin und höre meine alten Platten, die meist experimentelle Musik sind. Somit sagen mir quasi meine Stimmung und der passende Track, was ich für Musik machen soll. Realistischerweise hängt es aber von meinen Emotionen ab, die führen mich unwiderrufbar.<br />
<strong><br />
Dein Künstlername stammt von dem ursprünglichen Wort für B-Boy. Beschäftigst du dich noch mit der Breakdance-Szene?<br />
</strong>Einige meiner Freunde sind in der Zulu Nation und Rock Steady Crew. Nach einigen Drinks kann es sein, dass du mich eins oder zwei Windmühlen raushauen siehst (lacht).</p>
<p><strong>Was sind deine musikalischen Einflüsse, welche waren wichtig für „Imagination“?<br />
</strong>Altes und, was einige seltsam nennen würden, Gruppen wie Silver Apples, Can, ESG, da gibt es einfach so viele. Auf jeden Fall eine Menge Artists von früher. Es gibt viele Künstler, die von keinem großen Label gepusht wurden, trotzdem waren sie großartige Künstler, die vor ihrer Zeit waren.</p>
<p><strong>Was war die Idee hinter dem Cover zum Album?</strong></p>
<p>Ich habe die Idee von einer alten Platte, die mich an mich selbst erinnert hat. Völlig verkabelt, auf der Suche nach verschiedenen Sounds. Für mich war das der perfekte Weg, damit die Leute mich sehen können, bevor sie mich hören.</p>
<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/Git-Imagination1.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-14070" title="Git-Imagination" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/Git-Imagination1-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a></p>
<p><strong>Eines deiner Ziele ist es, die Lücke zu füllen, die Pop-Musik hinterlassen hat. Kannst du erklären was genau in der heutigen Pop-Landschaft fehlt?</strong></p>
<p>Originalität. Style. Eine Story mit wirklichem Bezug dazu. Ich hasse die Tatsache, dass die Leute erwarten, dass du deine Musik einschränkst, um einen Hit zu produzieren. Ich mache Musik nicht nur für Radio-DJs, die Roboter für das unternehmerische Musikgeschäft sind. Ich mache Musik für die echten Heads, alle DJs und Musik-Fans.</p>
<p><strong>Welche Geräte hast du für deine Instrumentals benutzt?</strong></p>
<p>EMU SP1200, MPC 2000 xl, Pro Tools, Vinyl und ein paar Keyboards.</p>
<p><strong>Hältst du die internationale Szene im Blick?</strong></p>
<p>Ehrlich gesagt, nicht wirklich. Aber ich bin immer offen für alles, was dope ist.</p>
<p><strong>Ist Musik deine einzige Profession oder hast du noch einige „Nebenjobs“?<br />
</strong>Ich bin der CEO von Usedwax. Wir sind seit über 15 Jahren im Geschäft. Wir sind Spezialisten für seltenes Vinyl: Hip-Hop, Disco, Funk, Soul, Psych und private Pressungen. Das ist großartig, weil ich so immer von Musik umgeben bin.</p>
<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/Git-Beats1.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-14073" title="Git Beats" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/Git-Beats1-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a></p>
<p><strong>Du besitzt eine große Sammlung an Platten. Gibt es eine Platte, auf die du besonders stolz bist?<br />
</strong>Ja, ich besitze vielleicht so 80.000 Platten. Ich habe so viele, dass es sehr hart wäre, eine besondere zu nennen. Was ich dir sagen kann, ist, dass ich seltsam abgedreht klingende Platten liebe, eben alles was, irgendwie anders auf einer bestimmen Ebene klingt.</p>
<p><strong>Du sagst, dass du stolz auf die Musik sein musst, die du machst. Wann kannst du stolz auf deine Musik sein, mal abgesehen davon, wenn sie gut klingt?</strong></p>
<p>Wenn es pure Liebe aus meinem Handwerk ist, was heutzutage immer so ist. Ich störe mich nicht daran, Musik für eine bestimmte Zielgruppe machen zu müssen. Meine Musik ist für jeden, der seine Vorstellungskraft nicht herauslassen kann, weil er Angst davor hat, anders zu sein. Ich habe gelernt, im Leben immer auf mein Bauchgefühl zu hören, das heißt, wenn es mir sagt, das ist es, dann ist es auch so.</p>
<p><strong>Deine Webseite sieht ein wenig wie ein Comic aus. Bist du ein Fan von Comics, hast du einige persönliche Favoriten?</strong></p>
<p>Ja, ich und mein Website-Designer Otim lieben beide Comics. Mein Favoriten sind Vaughn Bodes Cheech Wizard &amp; Junk Waffle , DareDevil, Fantastic Four, Wolverine, X-Men, Spiderman, The Avengers und noch viele andere.</p>
<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/Git-Webseite.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-14074" title="Git Webseite" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/Git-Webseite-300x223.jpg" alt="" width="300" height="223" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Interview mit Elzhi: &#8220;Wenn ich nicht rappen würde, dann würde ich zeichnen&#8221;</title>
		<link>http://backspin-media.de/archives/13407</link>
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		<pubDate>Fri, 04 Nov 2011 12:35:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[elmatic]]></category>
		<category><![CDATA[elZhi]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Will Sessions]]></category>

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		<description><![CDATA[Mitte des Jahres veröffentlichte Elzhi sein Cover von dem Nas-Klassiker „Illmatic“. Zur Unterstützung holte er sich die Band Will Sessions ins Studio und erschuf somit das mehr als würdige Tribut „Elmatic“. Anlässlich des besagten Releases schnappte sich das ehemalige Slum-Village-Mitglied die Jungs von Will Session und machte sich auf große Europa-Reise. Ein Stopp dieser Tour [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/elzhi.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-13414" title="elzhi" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/elzhi-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Mitte des Jahres veröffentlichte <strong>Elzhi </strong>sein Cover von dem Nas-Klassiker „Illmatic“. Zur Unterstützung holte er sich die Band <strong>Will Sessions</strong> ins Studio und erschuf somit das mehr als würdige Tribut „<strong>Elmatic</strong>“. Anlässlich des besagten Releases schnappte sich das ehemalige Slum-Village-Mitglied die Jungs von Will Session und machte sich auf große Europa-Reise. Ein Stopp dieser Tour war auch der Skaters Palace in Münster. Dort trafen wir den entspannten Rapper aus Detroit, um ein wenig mit ihm über „Elmatic“, seine Anfänge in der Szene sowie seinen überraschenden Wunschkandidaten für ein Cover seines Albums zu plaudern.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Hallo Elzhi, dies ist der vierte      Tourstopp im Rahmen deiner „Elmatic“-Tour in Europa. Wie läuft´s bisher?</strong></p>
<p>Ich bin begeistert. Ich liebe die Energie, die Leute, mit denen ich hinter der Stage connecte, sowie deren Reaktion auf meine Tour. Es ist das erste Mal, dass ich diese Tour spiele und es ist einfach ein unglaubliches Gefühl.</p>
<p><strong>Welche Herangehensweise hast du bei      der Entstehung von „Elmatic“ eingeschlagen?</strong></p>
<p>Ich wollte in jedem Fall etwas machen, das sich von allen anderen „Illmatic“-Tributen abhebt. Nachdem ich „Delmatic“ und „Ode To Illmatic“ gehört hatte, sagte ich mir: lass uns etwas anderes machen. Lass uns mit Will Sessions connecten und sehen, ob wir mit der Liveband etwas auf die Beine stellen können.</p>
<p><strong>War „Ode To Illmatic“ ein Grund für den      Release deines Tapes, eine Art Anregung?</strong></p>
<p>Nein, nicht wirklich. Es waren mehr die Leute, die seit geraumer Zeit von dem Mixtape wussten, wir hatten es ursprünglich vor drei oder vier Jahren schon einmal angekündigt. Die haben mich immer wieder gedrängt es herauszubringen. Ohne diese Leute wüsste ich nicht einmal, ob das Projekt jemals fertiggestellt worden wäre.</p>
<p><strong>Warum wurde es überhaupt so lange      zurückgehalten?</strong></p>
<p>Da gibt es viele Gründe. Zu der Zeit war ich noch mit Slum Village unterwegs und die Gruppe hatte so ihre Probleme mit sich selbst, sowie mit dem Label. Es war einfach eine Menge los, was eben dazu führte, dass das Projekt in den Hintergrund geriet. Aber nachdem viele Leute immer wieder auf mich zukamen und nach „Elmatic“ fragten, entschied ich, Will Sessions zusammenzutrommeln und nach anderthalb Monaten war das Teil im Kasten.</p>
<p><strong>Kannst du uns etwas über den      Arbeitsprozess mit Will Sessions erzählen?</strong></p>
<p>Wir trafen uns im Studio und ich meinte zu ihnen, ich wolle einige Songs ein wenig umkrempeln. Einer der Songs, als ich an das Album in Verbindung mit einer Liveband dachte, war „Life’s A Bitch“ und wie ich das Ende flippen wollte. Ursprünglich hatten wir Dwele für den Gesang in petto, aber am Ende wurde es Stokely. Im Grunde wollten wir die Essenz von „Illamtic“ beibehalten, dem Tribut aber unsere eigene persönliche Note verpassen.</p>
<p><strong>Es ist das erste Mal, dass du mit      einer Band auf Tour bist? Ist es für dich ein anderes Feeling mit den      Musikern auf der Bühne?</strong></p>
<p>Mit      Slum Village war ich schon Mal mit einer Band auf Tour. Und ja, es ist auf      jeden Fall etwas ganz anderes, wenn du eine Band dabei hast. Ich denke die      Leute wollten bei diesem Projekt auch die Band mit auf der Bühne sehen.      Ohne sie wäre es immer noch „live“ geworden, aber die Band fügt dem Ganzen      eine ganz andere Dynamik hinzu.<strong> </strong></p>
<p><strong>Wäre die Band eventuell auch eine      Option für kommende Projekte?</strong></p>
<p>Ich weiß nicht. Ich möchte immer neues ausprobieren. Vielleicht lasse ich sie ein, zwei Tracks einspielen, aber wahrscheinlich weniger ein komplettes Album.</p>
<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/elzhi-und-band.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-13416" title="elzhi-und-band" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/elzhi-und-band-300x180.jpg" alt="" width="300" height="180" /></a></p>
<p><strong>Hat dich das Feedback zu „Elmatic“      eventuell ein wenig überwältigt?</strong></p>
<p>Nein, nicht wirklich. Ich bin eher geschmeichelt, dass die Leute dieses Mixtape auf ein solches Level gehievt haben, das ist ein Segen. Es startete im Grunde mehr als eine Art Projekt, welches ich aus der Sicht der Fans machen wollte. Ich wollte die jüngere Generation auf „Illmatic“ aufmerksam machen, gleichzeitig aber auch, dass die Leute „Elmatic“ als eigenständiges Projekt wertschätzen.</p>
<p><strong>War diese Wertschätzung auch ein      Grund, das Mixtape im Nachhinein als CD und Vinyl zu veröffentlichen? </strong></p>
<p>Ja, es war bereits vor Veröffentlichung geplant. Es war aber mehr ein Plan meines Management-Teams. Die haben mich da mehr oder weniger zu überredet. Zu Anfang wusste ich nicht, wie die Leute das Projekt aufnehmen würden, da es in der Hip-Hop-Landschaft normalerweise keine Covers gibt. Aber in anderen Genres ist das durchaus üblich. Da gibt es Legenden wie Stevie Wonder, die Covers gemacht haben. Im Hip-Hop allerdings ist das auf eine gewisse Art neu und anders, besonders für Leute, die gar keine andere Musik hören und nicht wissen, dass es in anderen Genres nichts Ungewöhnliches ist. Aber als mein Management sah, was für ein Feedback wir bekamen, entschieden wir uns endgültig, CDs zu verkaufen, für all jene die eine Hardcover-Version wollten.</p>
<p><strong>Hat das Projekt die Türen geöffnet,      die zuvor verschlossen waren?</strong></p>
<p>Ich würde nicht sagen das Projekt. Ich würde sagen, die Leute hinter dem Projekt. Ich habe beispielsweise ein neues Management, die JB Group, welche rund um die Uhr am arbeiten ist, um mir neue Möglichkeiten zu erschaffen. Ich hab ihnen lediglich ein Projekt in die Hand gegeben. Es hätte dieses Projekt sein können, aber es hätte auch ein anderes Projekt sein können. Die Jungs hätten es zum Laufen gebracht.</p>
<p><strong>Du hast kürzlich einige Angebote von      Majors bekommen. Ist ein Major-Deal eine Option für dich?</strong></p>
<p>Ich weiß noch nicht. Ich lege mich jetzt noch nicht fest. Das hängt davon ab, wie die Angebote sind. Ich habe auf jeden Fall ein paar Angebote, sowohl von Majors als auch Indies. Im Moment konzentriere ich mich aber zusammen mit meinem Management darauf, mein Label aufzubauen.</p>
<p><strong>Zurzeit gibt es also noch kein Angebot,      das für dich in Frage käme?</strong></p>
<p>Nein, ich muss zuerst schauen, was mir alles angeboten wird. Viele kommen mit 360-Deals, wo sie dir das Geld von deinen Shows etc. abknüpfen wollen. Aber wie ich gesagt habe, ich habe einige Verhandlungen laufen und wenn wir uns auf etwas Annehmbares einigen können&#8230;wer weiß. Aber es ist alles nicht so einfach.</p>
<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/elzhi-elmatic.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-13418" title="elzhi elmatic" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/elzhi-elmatic-300x189.jpg" alt="" width="300" height="189" /></a></p>
<p><strong>Du hast sehr früh mit der Musik      angefangen. Kannst du dir vorstellen wo du heute ohne Musik stehen      würdest, vielleicht mit einem gewöhnlichem Job?</strong></p>
<p>Ja, ich hätte wahrscheinlich einen gewöhnlichen Job und würde dabei Rhymes schreiben und nebenbei ins Studio gehen. Das ist einfach etwas, was ich liebe. Mir schwirren einfach ständig Lines durch den Kopf. Das Leben um uns alles herum inspiriert mich. Ich spiele zum Beispiel gerne Videogames, „Gears Of War“ oder „Metal Gear“. Dann passiert es teilweise, dass ich am zocken bin und plötzlich steigt mir eine Idee durch den Kopf.</p>
<p><strong>Und dann schreibst du sie direkt auf?</strong></p>
<p>Nein, ich schreibe nichts auf. Ich behalte alles in meinem Kopf. So habe ich angefangen. Beim Rappen ging es darum, alles im Kopf zu haben. It’s like a second nature to me.</p>
<p><strong>Warum hast du dich für Royce da 5’ 9“      auf „Life’s A Bitch“ entschieden? Gab es eventuell noch andere Kandidaten?</strong></p>
<p>Als erstes schwebte mir der Part für den Gesang im Kopf herum. Anschließend musste ich mich um den Rap-Part kümmern. Und ich dachte direkt:“Mann, du musst Royce für AZ bekommen.“ Anschließend dachte ich daran, Danny Brown für die Hook zu nehmen. Das klappte aber leider nicht, da er mit anderen Projekten beschäftigt war und dafür auch die Stadt verlassen musste.</p>
<p><strong>Wenn du jemanden aussuchen könntest,      der eines deiner Alben rekreieren würde, wer würde es sein und welches      Album sollte es sein?</strong></p>
<p>Jetzt eine Person dafür aussuchen&#8230;.?(lacht). Hättest du mich zehn Jahre zuvor gefragt, dann hätte ich wahrscheinlich eine sehr akkurate Antwort. Aber ich überlege mir jemanden&#8230;ich werde etwas verrücktes aussuchen. Ich nehme Tom Yorke.</p>
<p><strong>Und weshalb, nur weil es verrückt      wäre?</strong></p>
<p>Ich würde ihn nehmen, weil ich Tom Yorke liebe. Ich bin ein großer Fan von Tom Yorke und ich bin großer Radiohead-Fan. Außerdem liebe ich seine Lyrics. Er würde dann „The Preface“ covern. Wow, that would be crazy (schmunzelt).</p>
<p><strong>Wie steht es um dein nächstes      Soloalbum? Du hast es vor einiger Zeit angekündigt, aber bisher gibt es      noch nicht viele Details.</strong></p>
<p>Ich arbeite gerade an etwas. Hoffentlich kann ich dir mehr Ende Dezember, Anfang Januar verraten. Ich möchte es zu dieser Zeit auch releasen, allerdings kann ich nichts versprechen. Ich arbeite jedenfalls hart daran zurzeit. Es ist irgendwie verrückt. Ich arbeite gerade an soviel Zeug im Studio, dass ich genug Material für ein Mixtape habe, sowie Material, das möglicherweise auch ein Album werden könnte. Letztendlich kommt es auf die Beats an und wie sie mich berühren, ob sie nun für ein Album taugen oder auf einem Mixtape landen.</p>
<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/elzhi-hat.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-13420" title="elzhi hat" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/elzhi-hat-300x169.jpg" alt="" width="300" height="169" /></a></p>
<p><strong>Hat sich das Ende von Slum Village      positiv auf deine Karriere ausgewirkt oder war es etwas, dass dir deine      Karriere erschwert hat?</strong></p>
<p>Ich würde auf jeden Fall nicht behaupten, dass mich Slum Village als Soloartist zurückgedrängt hat. Ich schätze es, ein Teil der Gruppe gewesen zu sein. Wenn es nach mir ginge, und die Situation entsprechend wäre, dann wäre ich immer noch ein Teil davon. Ich kann aufgrund der rechtlichen Situation nicht zuviel darüber reden, aber ich denke, alles passiert aus einem bestimmten Grund. Wenn die Zeit kommt, dann kommt sie. Ich bin dazu bestimmt, heute hier zu sitzen und mit dir über meine Solokarriere zu reden, da es an der Zeit für mich ist.</p>
<p><strong>Wenn du es so siehst, glaubst du an      Schicksal?</strong></p>
<p>Ja, ich glaube an Schicksal. Nichts geschieht aus Zufall. Ich glaube, alles geschieht aus einem bestimmten Grund. Wir könnten jetzt Stunden darüber reden. Was ich aber im Grunde sagen will ist, dass sich alles manifestiert. Als Beispiel: Ich habe darüber nachgedacht, diese Tour zu machen, habe darüber gesprochen und es wurde manifestiert: Es ist kein Zufall. Aber es hat einiges gebraucht, um mich so weit zu bringen&#8230;.aber wie ich schon sagte wir könnten ewig darüber diskutieren (lacht). Kurzum: Ja, ich glaube an Schicksal.</p>
<p><strong>Wenn du ein Album aus den 80ern covern      könntest, welches würdest du nehmen?</strong></p>
<p>Ich würde mich entweder für „Thriller“ von Michael Jackson“ oder „Purple Rain“ von Prince entscheiden.</p>
<p><strong>Warst du ein Fan von Michael Jackson?</strong></p>
<p>Oh ja, ich hatte das Buch, die Handschuhe und die „Beat It“-Jacke mit den Zippern.</p>
<p><strong>Kannst du auch tanzen wie er?</strong></p>
<p>Ich konnte es mal. Als ich um die acht Jahre alt war, war ich auf einem Michael-Jackson-Trip. Ich kannte alle seine Moves und von da an fing ich auch an zu breaken. Mittlerweile bin ich aber aus der Übung.</p>
<p><strong>Also hast du streng genommen mit dem      Breaken angefangen?</strong></p>
<p>Ja, ich denke so kann man es sagen. Mein Cousins und ich legten immer ein Cupboard aus und breakten vor dem Haus zu „Planet Rock“. Wer mich wirklich zum Rap brachte, war einer meiner älteren Cousins, Chris. Er hatte ein Mixtape und auf einem Track rappte er zu Digital Underground „doowutchyalike “. Das Ganze machte seine Runde in der Nachbarschaft und ich wollte es auf einmal auch machen. Also fing ich an zu Freestylen, wodurch ich zum Texten kam und darüber zu meinen ersten Studio-Sessions. So nahm alles seinen Lauf. Wenn ich nicht rappen würde, dann würde ich zeichnen. Sachen im Comic-Stil.</p>
<p><strong>Bist du ein Comic-Fan?</strong></p>
<p>Ich war ein großer Fan von X-Men und Hulk. Ein großer Teil von dem, was du heute auf Cartoon Network siehst, ist die Art von Zeug, was ich damals gemalt habe.</p>
<p><strong>Falls du noch ein wenig Zeit hast      würden wir dich gerne nach deinen zehn All-Time-Classics befragen?</strong></p>
<p>Ich würde es vorziehen, mich in Ruhe darauf vorzubereiten, aber ich gebe dir schnell eine Übersicht was den Hip-Hop betrifft: Wu Tang Clan „36 Chambers“, Nas „Illmatic“, Organized Konfusion „Stress: The Extinction Agenda“, Ice Cube „Death Certificate“, Outkast „Aquemini“, D.O.C. „No One Can Do It Better, Souls Of Mischief „’93 till Infinity“, Black Moon „Enter da Stage“, Dr. Dre „The Cronic“, Jay-Z „Reasonable Doubt“, Kanye West „Late Registration“.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Interview mit Killa Kela: &#8220;Stille ist ziemlich hart zu imitieren&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Oct 2011 09:12:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Crowd Control]]></category>
		<category><![CDATA[Eklips]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Killa Kela]]></category>

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		<description><![CDATA[Killa Kela und Eklips gehören zur Elite der Beatbox-Szene. Die beiden Virtuosen und langjährige Freunde haben sich just zusammengetan und eine gemeinsame EP veröffentlicht. „Crowd Control“ soll die Möglichkeiten des Musikinstruments Mensch auf eine in vielerlei Hinsicht grenzübergreifende Weise verdeutlichen. Wir haben uns mit einem Teil des Duos, dem englischen Beatboxer Killa Kela, ein wenig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/10/Killa-Kela.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-12924" title="Killa Kela" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/10/Killa-Kela-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Killa Kela</strong> und <strong>Eklips</strong> gehören zur Elite der Beatbox-Szene. Die beiden Virtuosen und langjährige Freunde haben sich just zusammengetan und eine gemeinsame EP veröffentlicht. „<strong>Crowd Control</strong>“ soll die Möglichkeiten des Musikinstruments Mensch auf eine in vielerlei Hinsicht grenzübergreifende Weise verdeutlichen. Wir haben uns mit einem Teil des Duos, dem englischen Beatboxer Killa Kela, ein wenig über die neue EP, anstehende Projekte und neuste Entwicklungen in der Szene unterhalten.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Kannst du uns zunächst erzählen, wie es zu der gemeinsamen EP kam?</strong><strong> </strong></p>
<p>Wir hatten einfach die Idee, eine gemeinsame EP für die Fans der Beatbox-Kunst zu kreieren. Eklips und ich sind schon lange befreundet und wir dachten, es wäre großartig, unsere Beatbox-Stile zusammenzubringen, um ein wenig Geschichte zu schreiben.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Habt ihr vor die EP auch als CD oder sogar als Vinyl zu veröffentlichen? Warum habt ihr euch dafür entschieden, die EP ausschließlich digital zu releasen?</strong></p>
<p>Vinyl und CD sind cool, aber die Leute erreichst du heute über digitale Releases. Wir möchten, dass unsere Hörer die EP, die Videos etc. so uneingeschränkt wie möglich entdecken können.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Kannst du uns etwas über den Sound und das Konzept der EP erzählen?</strong><strong> </strong></p>
<p>Soundtechnisch klingt es wie Beatboxing meets London und Frankreich. Die Einflüsse sind inspiriert von Hip-Hop und Karneval, was dem Ganzen einen globalen Sound verschafft. Das geht zudem einher mit der stimmlichen Performance und den verschiedenen Sprachen. Sounds fresh as hell.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Ihr seid vor Release durch einige Bars und Clubs in London getourt. Was ist der Hintergrund zu dieser Aktion?</strong><strong> </strong></p>
<p>Unser Konzept lag darin, eine Beatbox-Bar-Tour zu veranstalten. Wir entschieden uns für einige bekannte Spots in London und zogen beatboxend von einer Bar zur nächsten. In einer Nacht hatten wir sogar mal 30 Leute, die uns von Bar zu Bar gefolgt sind, das war irre. Wir planen unsere nächste Tour in dieser Art schon sehr bald in Berlin.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Da du es gerade ansprichst, ihr plant die Tour ja in Berlin weiterzuführen. Habt ihr euch diesbezügliche bereits ein paar spezifische Locations rausgesucht?</strong></p>
<p>Ich kann es gar nicht erwarten rüberzukommen und mit der Tour zu starten. Wir haben zwar noch keine konkreten Pläne bezüglich der Tour, aber es wird nicht mehr lange dauern. Wir wollen, dass die Leute unsere Tracks kennenlernen und ihnen klar wird, wo wir herkommen.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/10/Killa-Kela-Eklips.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-12607" title="Killa Kela Eklips" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/10/Killa-Kela-Eklips-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a></p>
<p><strong>Was sind eure Leidenschaften neben der Musik?</strong><strong> </strong></p>
<p>Eklips: Frauen,(lacht).</p>
<p>Kela: Essen!</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Hast du das Gefühl, dass die Kunst des Beatboxens die Anerkennung und Aufmerksamkeit bekommt, die es verdient?</strong></p>
<p>Ja, sogar mehr als damals. Dank Beelow von BeatboxBattleTV und Arch Angel von Humanbeatbox.com haben wir respektierte Plattformen, wo es qualitativ hochwertiges Beatboxing zu entdecken gibt. Das ist wirklich dope, Respekt an unseren Freund Bee!</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Bezogen auf die Beatbox-Kultur: siehst du irgendwelche markanten Unterschiede in den verschiedenen Ländern?</strong><strong> </strong></p>
<p>Nein, nicht wirklich. Die heutige Beatbox-Szene ist wie eine riesige Online-Community. Die Leute können gemeinsam neue Ideen kreieren und die Kultur erweitern.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Gab es in der letzten Zeit einige größeren Entwicklungen in der Beatbox-Szene?</strong><strong> </strong></p>
<p>Neben der „Kela &amp; Eklips“-EP (lacht)? Eine Sache, bei der wir uns beide einig sind, ist der Progress und Beitrag, den Reeps 1 geschafft hat. Die Leute lieben es, ihn zu biten. Er hat einen komplett neuen Stil im Beatboxing geschaffen.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Denkt ihr, dass Beatbxoing gerade in den letzten Jahren einen wesentlich größeren musikalischen und genreübergreifenden Einfluss erlangt hat?</strong><strong> </strong></p>
<p>Auf jeden Fall. Major Lazer, The Moombahton Scene, Timbaland, The Hipster Scene. Sie alle nutzen immer öfter die menschliche Stimme als Musikinstrument. Das hat uns die Türen für unsere Kollabos geöffnet. Das ist krass!</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Brauchst du die Atmosphäre einer Live-Perfomance? Glaubst du dass deine Performance funktioniert live besser?</strong><strong> </strong></p>
<p>Live und Studio sind zwei verschiedene Welten. Live willst du deine Perfomance so unmenschlich rüberbringen wie möglich. Im Studio willst du die Aufnahmen so menschlich wie möglich machen, Das ist der Schlüssel. Live wird immer live klingen, egal wie du es hörst, das ist eine großartige Sache. Aber nichts ist damit vergleichbar, etwas mit Leib und Seele zu sehen und zu hören.</p>
<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/10/killa-kela-sw1.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-12928" title="killa kela sw" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/10/killa-kela-sw1-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a></p>
<p><strong>Wie kommst du normalerweise auf neue Ideen für Sounds, die du als Beatboxer nachahmen möchtest?</strong><strong> </strong></p>
<p>Normalerweise greifst du zuerst auf Techniken vom Mund zurück, dann entwickelst und formst den Sound danach, wie es klingen soll… wie beispielsweise eine Snare, eine Trompete, ein Hund, der bellt usw.. Ideen fliegen dir die ganze Zeit zu, wichtig ist, wie die Ideen klingen.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Was war das schwierigste Geräusch, das du jemals in einen Beatbox-Sound umgewandelt hast?</strong><strong> </strong></p>
<p>Stille ist ziemlich hart zu imitieren.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Habt ihr neben der EP zurzeit irgendwelche anderen Projekte am Laufen?</strong></p>
<p>Ja, auf jeden Fall. Ich arbeite an einem Projekt mit dem Titel „Them &amp;Us“, an der Seite von Ami Carmine (ehemals von Bassment Jaxx). Ich weiß, dass Eklips gerade hart an seinem Solo-Album arbeitet, sowie an diversen Shows mit DJ Mouss. Die „Crowd Control“-EP ist eine vollkommene Reflektion unserer beiden Stile. Es war toll, die Möglichkeit für die EP zwischen all den Projekten gehabt zu haben</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Bist du dir der derzeitigen Unruhen in London und Frankreich bewusst? Wie stehst du dazu?</strong><strong> </strong></p>
<p>Es ist die Spitze des Eisbergs, von dem was die Zukunft bringt. Let the music play yo! Peace and love.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Interview mit Jay Farmer: &#8220;Eine gewisse Reife ist nicht nur beim Wein von Vorteil&#8221;</title>
		<link>http://backspin-media.de/archives/12717</link>
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		<pubDate>Fri, 07 Oct 2011 09:38:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Dorf Rap]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Jay Farmer]]></category>

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		<description><![CDATA[﻿﻿Musik aus dem Dorf muss nicht zwingend Country sein, wie uns Jay Farmer beweist. Der Mann aus’m Kaff bietet waschechten Rap vom Land. Mit Unterstützung seiner eigenen Band hat er gerade sein neustes Album „Dorf Rap“ am Start. Wir konnten das sympathische Landei ein wenig aus seinem idyllischen Alltag reißen und ihn für ein Interview [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/10/jay_farmer_Pressefoto_DorfRapCover.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-12718" title="jay_farmer_Pressefoto_DorfRapCover" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/10/jay_farmer_Pressefoto_DorfRapCover.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>﻿﻿Musik aus dem Dorf muss nicht zwingend Country sein, wie uns <strong>Jay Farmer </strong>beweist. Der Mann aus’m Kaff bietet waschechten Rap vom Land. Mit Unterstützung seiner eigenen Band hat er gerade sein neustes Album „Dorf Rap“ am Start. Wir konnten das sympathische Landei ein wenig aus seinem idyllischen Alltag reißen und ihn für ein Interview gewinnen. Wer also schon immer mal wissen wollte, was Dorf-Rap eigentlich ausmacht und wie Jay Farmer von der Mistgabel zum Mic kam, der sollte nun aufmerksam weiterlesen.</p>
<p><strong>Gib unseren Lesern doch bitte einen kurzen Einblick über deine idyllische Herkunft.</strong></p>
<p><strong></strong>Höööy. Nun, mein knapp 2200 Mann, Frau, Dorfbuwe und Mädlen starkes Kaff heißt Büchenau und liegt in Nordbaden in der Nähe von Karlsruhe. Wir sind im Umkreis unangefochtene Faschings-, Spargel- und Moschd-Hochburg. Wer was anderes behauptet wird geteert und gefedert!</p>
<p><strong>Wie kamst du ursprünglich zum Rap?</strong></p>
<p><strong></strong>Relativ traditionell im Hip-Hop-Sinne. Mein Kumpel (DJ Flip Sanderz) kaufte sich Ende der 90er Jahre zwei 1210er, sowie nach und nach Unmengen an Platten. Ich nahm zunächst mit der kostengünstigeren Variante Mikrofon vorlieb. Eins kam zum Anderen, in Form von weiteren MCs und ratz fatz war die erste Hip-Hop-Kombo formiert. Der Vollständigkeit halber muss ich noch gestehen, dass Sanderz und ich ursprünglich in einer Hardcore-Band gespielt haben, wir uns aber nach nur einem Konzert einig waren, dass dieser Erfolg nicht mehr zu toppen sei und dann auf Rap umgestiegen sind, um eine neue Herausforderung zu suchen.</p>
<p><strong>Woher stammt das Pseudonym „Jay“?</strong></p>
<p><strong></strong>Die Namensfindung verlief relativ unspektakulär. Ich wollte einen Namen, der meine ländliche Herkunft erahnen lässt bzw. unterstreicht. Erst dachte ich an Joe Farmer oder Farmer Joe, was mir dann aber etwas zu langweilig und abgedroschen klang. Jay Farmer hat da doch, ich will mal sagen, eine gewisse Frische. So wie Landluft. Außerdem reimt sich meine Begrüßungsfloskel „Höööy“ besser darauf.</p>
<p><strong>Bist du wirklich ein Farmerjunge?</strong></p>
<p><strong></strong>Mein Großvater väterlicherseits war Landwirt. Auch mein Vater hatte in seinen jungen Jahren am Hof mit angepackt. Ich habe leider nur die letzten Züge des Ganzen miterlebt, die aktive Landwirtschaftszeit war zu meiner Kindheit relativ vorbei, aber der Hof mit Scheune und allem drum und dran ist noch vorhanden, was als Kind natürlich super spannend war. Ob jetzt Farmerjunge im engeren Sinne oder nicht, finde ich sowieso weniger wichtig. Wichtig ist die Affinität zum Landleben, zum Dorf – und für mich gehört dies zu meiner Identität.</p>
<p><strong>Wo bestehen die hauptsächlichen Hürden eines Farmerjungen beim Versuch, die große Rap-Landschaft zu erobern?</strong></p>
<p><strong></strong>Ich weiß nicht, ob es richtig wäre zu sagen, die Hürden sind für einen Farmerjungen größer als für Musiker aus der Stadt. Der Konkurrenzkampf ist insgesamt sehr groß, da es einfach wahnsinnig viele Musiker gibt und das Internet regelrecht vollgestopft ist. Ich will jetzt auch überhaupt nicht über diese Tatsache lamentieren, entweder man hat Spaß an der Musik oder man sollte es sowieso besser bleiben lassen. Es ist natürlich alles sehr, sehr schnelllebig geworden, dennoch setze ich momentan eher auf Qualität statt Quantität, da es für mich ein Anspruch ist, den ich selbst auch an andere Musiker, die ich gerne höre, habe. Früher war es mehr mein Ding, ein Track nach dem Anderen rauszuhauen, einfach um immer wieder präsent zu sein. Man merkt jedoch schnell, dass es dann schwierig wird, die Sache auf einem hohen Niveau zu halten. Heute beschränke ich mich lieber auf die Songs oder Projekte, die mir auch nach einer gewissen Lagerzeit immer noch sehr gut gefallen und setze diese dann dementsprechend bestmöglich um. Eine gewisse Reife ist nicht nur beim Wein von Vorteil. Wenn dann ein starker Song bei rauskommt, der bei den Leuten gut ankommt, dann hat man alles richtig gemacht. Mir geht es auch weniger darum (um auf die Ausgangsfrage zurückzukommen), die Raplandschaft zu erobern, sondern generell die Menschen für meine Musik begeistern zu können. Auf Konzerten stelle ich fest, dass Leute mit unterschiedlichen Geschmäckern und unterschiedlichen Altersklassen Spaß an meiner Musik haben und das ist für mich alles, was zählt. Es gibt kein schöneres Kompliment als von alten Metal-Veteranen zu hören „Ich mag Rap ja eigentlich nicht, aber was du machst find ich stark“. Von daher versuch ich einfach, mich auf meine Musik zu konzentrieren, die zu mir passt und weiterhin Spaß an der Sache zu haben.</p>
<p><strong>Was unterscheidet „Dorf Rap“ von gewöhnlichem (Stadt-)Rap?</strong></p>
<p><strong></strong>Zum Einen natürlich die Inhalte, wobei ich mich jetzt nicht in jedem Song über das Landei-Dasein auslasse, aber irgendwie schwingt die Thematik natürlich immer ein Stück weit mit. „Dorf-Rap“ soll jedoch kein Album sein, das sich vom Rap als solchen abgrenzt. Ich liebe Rapmusik, habe ein Regal voll mit Platten, bei denen wirklich fast kein Klassiker fehlt und bin nach wie vor ein absoluter Fan der ganzen Kultur. „Dorf-Rap“ ist für mich einfach eine weitere Facette, mein Beitrag zur Kultur aus meinem lokalen Kontext gesehen.</p>
<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/10/JayFarmer_Pressefoto_Mast.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-12720" title="SONY DSC" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/10/JayFarmer_Pressefoto_Mast.jpg" alt="" width="350" height="233" /></a></p>
<p><strong>Hast du Probleme ernst genommen zu werden, gerade weil du das Image des Dorfjungen ja offen manifestierst?</strong></p>
<p><strong></strong>Eigentlich nein. Ich kann mir aber als unabhängiger Künstler auch aussuchen, auf welchen Bühnen ich meine Musik spielen möchte und das hat bisher immer gepasst. Natürlich kommt man bei Publikum, das einen zuvor noch nicht kannte, mal mehr und mal weniger gut weg, Wenn man die Sache selbst ernst nimmt, hat man normalerweise aber auch keine Probleme, ernst genommen zu werden.</p>
<p><strong>Dein letztes Album liegt einige Zeit zurück, was genau war der Grund für die relativ lange Zeitspanne?</strong></p>
<p><strong></strong>Nun, das erste Album „Jay Farmer ist raus aus den Federn“ kam Ende 2007 raus. Ich hab dann Ende 2008 ein Mixtape mit dem Titel „Der Neuzeit Bundschuh“ nachgelegt. Dieses gibt es auch nach wie vor als kostenlosen Download auf <a href="http://www.jayfarmer.de/">www.jayfarmer.de</a> . Mir kam die Zeit bis zum jetzigen Album eigentlich gar nicht so lange vor. Ich wollte jedoch  mit einem neuen Album wieder ein kompaktes, stimmiges Werk abliefern, was jedoch nicht zu stark nach dem Ersten klingt. Ich wollte es rockiger und noch rauer als „Raus aus den Federn“ haben und dieses Jahr war es dann soweit, dass ich mir gesagt habe, die Titel harmonieren gut miteinander, so kann ich die Sache anpacken und veröffentlichen.</p>
<p><strong>Was erwartet die Hörer auf deinem aktuellen Album „Dorf Rap“?</strong></p>
<p>Klanglich ist „Dorf Rap“ eine Mischung aus Rap, Rock und Country-Elementen. Bisher habe ich die Beats meiner beiden Alben „Raus aus den Federn“ und das aktuelle Album „Dorf Rap“, bis auf einen Beat auch komplett selbst produziert. Auf Dorf-Rap waren auch noch zwei Gitarristen sowie ein Bluesharp-Spieler mit im Studio und haben einige Spuren live eingespielt. Als Features sind wieder die üblichen Verdächtigen aus meinem direkten Umfeld zu hören, DJ Spliff Cut, Zig Black, Mona, Raphael Pompe und meine Kaffjungs von Backwoods Bunch, mit denen ich erstmalig einen kompletten Song im badischen Dialekt aufgenommen und ebenfalls auf „Dorf-Rap“ mit draufgepackt habe.</p>
<p><strong>Du hast seit diesem Jahr auch eine eigene Band, woher kam der Reiz, bzw. die Idee eine eigene Band zu organisieren?</strong></p>
<p><strong></strong>Das ist richtig. Ich habe für mich selbst immer wieder festgestellt, dass mich Konzerte mit Live-Bands einfach viel mehr mitreißen, als die Standard-Konstellation, Rapper &amp; DJ. Da ist viel mehr Action auf der Bühne, man ist sehr flexibel und der Sound macht einfach mehr Druck. Inzwischen habe ich eine komplette Liveband mit Bass, Gitarre und Schlagzeug zusammentrommeln können und davon möchte ich natürlich auch gerne bei den kommenden Produktionen profitieren. Ich bin sehr begeistert davon, wie die Jungs meine bisherigen Songs für Liveauftritte umgesetzt haben. Mit Zig Black und Mona habe ich außerdem noch ne bärenstarke gesangliche Unterstützung mit auf der Bühne. Die sind alle sehr erfahrene und talentierte Musiker. Wir harmonieren alle sehr gut miteinander und ich habe große Erwartungen in die kommenden Projekte und die hoffentlich zahlreichen kommenden Auftritte.</p>
<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/10/JayFarmer_Pressefoto_OldCar.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-12722" title="SONY DSC" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/10/JayFarmer_Pressefoto_OldCar.jpg" alt="" width="350" height="233" /></a></p>
<p><strong>Du hast vor kurzem das Dorf verlassen und bist in die große weite Welt gereist, genauer gesagt nach Amerika. Wo genau warst du und was war der Grund deiner Reise?</strong></p>
<p><strong></strong>Es war nun bereits mein dritter USA-Aufenthalt. Dieses Mal hauptsächlich, um Urlaub zu machen und das Land zu erkunden. Gestartet sind wir in San Francisco und dann ging es mit dem Mietwagen über diverse Parks, bis nach Vegas und von dort noch abschließend nach New York. War insgesamt wirklich ganz großes Kino und absolut beeindruckend, was wir alles gesehen und erlebt haben. Unter anderem waren wir in einer alten, verlassenen Goldgräberstadt, dort sind auch einige der Fotos, die ihr hier sehen könnt, entstanden. Auch ein kurzer Stop am Folsom Prison war drin, für mich als Johnny-Cash-Fan ebenfalls ein Highlight und als Abschluss der Reise haben wir uns dann noch einen Besuch auf dem „Rock The Bells“-Festival in New York gegönnt. Wu Tang, Nas, Cypress Hill, Lauren Hill, Black Star, Black Moon&#8230;und alle spielten die alten Klassikeralben komplett durch. War schwer, die Kinnlade wieder hochzukriegen an diesem Tag. Schaut euch unbedingt mal ein paar Youtube-Videos von diesem Festival an, das war wirklich ein dicker fetter Brocken Hip-Hop-Geschichte, den wir hautnah miterleben durften.</p>
<p><strong>Welche Erfahrungen konntest du mit in die Heimat bringen?</strong></p>
<p><strong></strong>Eigentlich nur eine: Reisen und sich die Welt anschauen zu können, ist eine Sache, für die es sich lohnt, hart zu arbeiten.</p>
<p><strong>Hast du auch ein paar nette Souvenirs ergattern können?</strong></p>
<p>Aber hallo. Ein Festivalshirt vom Rock The Bells, einen neuen Hut und eine neue Stierkopf-Gürtelschnalle.</p>
<p><strong>Woher waren die Federn und der Weizen in dem Promo-Paket für unsere Redaktion?</strong></p>
<p><strong></strong>Federn, mein lieber Stadtmensch, findet man an Geflügeltieren wie z.B. Hühnern oder Gänsen und Weizen wächst am Besten in einem nahrhaften Ackerboden wie er in meinem Kaff vorhanden ist. Spaß beiseite, die Sachen in deinem Paket stammen wirklich alle aus meinem Kaff, gibt’s hier in Hülle, Fülle, Gülle&#8230;hatte ich mir auch erst überlegt noch mit reinzupacken, aber ob du es dann immer noch witzig gefunden hättest?</p>
<p><strong>Gibt es ein Leben neben der Musik und wenn ja, wie sieht dieses aus?</strong></p>
<p><strong></strong>Ich bin gerade in meinem zweiten Berufsjahr als Lehrer an einer Realschule in Mannheim. Ich unterrichte dort Sport und Englisch und dank meines Rektors, dem ich beim Bewerbungsgespräch von meiner musikalischen Freitzeitbeschäftigung erzählt habe, außerdem noch fachfremd Musik. Wobei ich ja nicht soooo fachfremd bin. Auf jeden Fall eine tolles Angebot für mich, das ich gerne wahrgenommen habe.</p>
<p><strong>Wo liegt der große Vorteil in einem Kaff zu wohnen?</strong></p>
<p><strong></strong>Ist schwierig diese Frage zu beantworten, da ich nie in der Stadt gelebt habe. Ich weiß nur, dass ich mich hier aufm Dorf wohl und vor allem zuhause fühle.</p>
<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/10/JayFarmer_Pressefoto_Sägeblatt.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-12724" title="SONY DSC" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/10/JayFarmer_Pressefoto_Sägeblatt.jpg" alt="" width="350" height="233" /></a></p>
<p>Weitere Infos zu Jay Farmer findet ihr auf seiner <a title="Webseite" href="http://www.jayfarmer.de">Webseite</a>.</p>
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		<title>Interview mit F.R.: &#8220;Das Schreiben ist ein extrem introvertierter Prozess&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Sep 2011 13:05:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA["Willkommen Zu Hause Tour 2011"]]></category>
		<category><![CDATA[F.R.]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem F.R. mit seinem aktuellen Album erfolgreich in die deutschen Charts einsteigen konnte, stand nun der nächste Schritt in Form der „Willkommen Zuhause“-Tour an. Als Zwischenstopp stand unter anderem auch das Uebel und Gefährlich auf dem Tourplan. Natürlich ließen wir es uns nicht nehmen, dem Konzert beizuwohnen und euch unsere Impressionen mitzugeben. Doch damit nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/09/eff-arr.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-12513" title="eff-arr" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/09/eff-arr.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Nachdem <strong>F.R. </strong>mit seinem aktuellen Album erfolgreich in die deutschen Charts einsteigen konnte, stand nun der nächste Schritt in Form der „<strong>Willkommen Zuhause</strong>“-Tour an. Als Zwischenstopp stand unter anderem auch das Uebel und Gefährlich auf dem Tourplan. Natürlich ließen wir es uns nicht nehmen, dem <a title="Konzert" href="http://backspin-media.de/archives/12475">Konzert</a> beizuwohnen und euch unsere Impressionen mitzugeben. Doch damit nicht genug, auch für ein ausführliches Interview konnten wir F.R. vor Ort gewinnen. Hierbei kamen neben dem allgemeinen Erfolg der deutschen Rap-Szene auch allgemeine Generationsprobleme sowie das kommende Special zu zehn Jahren F.R. zur Sprache.</p>
<p><strong>Wie viel Schlaf bekommst du zurzeit?</strong></p>
<p>Es geht, man muss sich ein wenig an das Nightliner-Gewackel gewöhnen. Ich bin schon froh, wenn man mal woanders schlafen kann, zum Beispiel bei Bekannten, aber heute Nacht habe ich auf jeden Fall ganz gut geschlafen. Wenn man seine sieben bis neun Stunden Schlaf bekommt, passt das schon.</p>
<p><strong>Hast du schon ein persönliches Tourstation, auf die du dich besonders freust?</strong></p>
<p>Hamburg heute war extrem krass und war auch letztes Jahr schon sehr gut. Ansonsten ist es bei mir komischerweise so, dass im hohen Norden und Süden am meisten abgeht: Hamburg, Braunschweig, Hannover oder München.</p>
<p><strong>Wie erklärst du dir deinen und den allgemeinen Erfolg im deutschen Rap zurzeit?</strong></p>
<p>Ich denke, dass es nach jeder Tief- auch eine Hochphase geben muss. Und da es jetzt eine Zeit gab, in der Hip-Hop generell in den Medien keine Rolle gespielt hat. Und nach dem Hip-Hop-Boom um die 2000er-Wende ist es eigentlich logisch, dass es wieder bergauf gehen muss, das ist so eine Art und Zyklus. Und mittlerweile ist es auch so, dass verschiedene Stile von Rap nebeneinander existieren können: Ich denke das Bushido&amp;Sido-Album wird extrem abgehen, auf der anderen Seite kommen aber auch Künstler wie Casper, Marteria oder meine Wenigkeit in die Top Ten. Ich finde es auch einfach sehr geil, dass es mittlerweile möglich ist. Eine zeitlang lag der Fokus ja nur auf Straßen-Rap. Ich will aber auch gar nicht, dass Straßen-Rap jetzt verschwindet, es ist einfach sehr gut, wenn alles nebeneinander seinen Platz findet.</p>
<p><strong>Wir haben mal darüber geredet, dass du quasi so eine Art Sprachrohr für die Jugend bist. Hast du das Gefühl, dass Rap an sich mittlerweile Sprachrohr unserer Kultur ist und sich von diesem Subkultur-Image entfernt hat?</strong></p>
<p>Ich glaube, seitdem es Deutschrap gibt, es schon immer eine Art Sprachrohr der Jugend war. Es gab nur diese Zeit, wo viele Rap-Hörer nicht mit breiter Brust rausgehen wollten, um zu zeigen, dass sie Rap hören, weil sie dafür komische Blicke geerntet haben. Und auch da geht die Entwicklung wieder in eine positive Richtung.</p>
<p><strong>Hast du das Gefühl, dass die breitere Aufmerksamkeit, vor allem in den Massenmedien, Rap zwanghaft ein positives Image aufzudrücken? </strong></p>
<p>Also die Szenenvielfalt war für mich schon immer da. Nur jetzt gibt es viele Künstler, die reifer geworden, eher ihren Stil definiert haben und dadurch auch Erfolg haben . Dadurch zieht sich auch das Licht der Medien auf diese Künstler. Ich denke, das geht Hand in Hand mit der derzeitigen Entwicklung von Rap.</p>
<p><strong>Du kritisierst vor allem in „Gefällt mir“ ja offen den Umgang mit sozialen Netzwerken, insbesondere eben Facebook. Du als Künstler legst dein Leben aber auch über deine Texte offen…</strong></p>
<p>Erstmal schließe ich mich mit dieser Facebook-Kritik gar nicht aus, ich sehe mich da selber mitkritisiert, da ich ja selber ein gewisses Facebook-Opfer bin. Trotzdem kann man das Ganze einmal aus einem anderen Blickwinkel sehen und die Gefahren aufzeigen, die es mit sich bringt. Gerade ich kriege mit meinem Account und 5.000 Freunden auch den Gossip von teilweise ganz jungen Leuten mit.</p>
<p><strong>Aber es ist generell schon ein Unterschied für dich, ob du dich auf Facebook preisgibst oder ob du als Künstler aus deinem Leben erzählst?</strong></p>
<p>Auf jeden Fall, ich rede zum Beispiel auch in Interviews sehr ungern über so richtig intime und private Sachen, weil ich denke, wenn ich als Künstler schon so offen und nah an meinem Leben dran bin, dann rede ich so einfach nicht gern darüber. Da vermittele ich es eben auch so mit den Emotionen, wie ich es empfinde. Würde ich darüber jetzt im Interview reden oder es auf Facebook posten, wäre es halt irgendwie nur so dahingeschissen.</p>
<p><strong>Steigt für dich mit steigender Hörerschaft denn die Schamgrenze, wie viel du von dir preisgibst?</strong></p>
<p>Nein, eigentlich nicht. In dem Moment oder Prozess, wenn du kreativ wirst, sollte man überhaupt nicht über irgendwelche äußeren Einflüsse nachdenken. Ich sitze nie vorm Papier mit dem Hintergedanken, was irgendwelche Leute über meine Texte denken könnten. Das Schreiben ist ein extrem introvertierter Prozess und ich denke, dass sich auch mit steigendem Bekanntheitsgrad nichts daran ändert.</p>
<p><strong>Denkst du denn, das Internet müsste strenger kontrolliert werden?</strong></p>
<p>Hmm…nein, denke ich eigentlich nicht. Ich glaube, dass generell alle Leute erst einmal bei sich selbst anfangen sollten, vor allem was diese Schamgrenze angeht. Generell ist Kontrolle ein schwieriges Thema: Auf der einen Seite möchte man natürlich seine Freiheit haben und nicht wie von der Stasi kontrollier werden. Andererseits baut man ja selbst so eine Art Stasi auf, wenn man anfängt, alles von sich zu posten. Damit ist dies ja schon die größtmögliche Kontrolle, die man selbst schafft, indem man darauf achtet, was man von sich preisgibt.</p>
<p><strong>Für mich wirkt das auch irgendwo immer als eine Art Trieb, sich bestmöglich dem möglichst größten Publikum auf seine Art präsentieren zu wollen?</strong></p>
<p>Das ist auf jeden Fall ein riesiger Maskenball. Jeder möchte sich mit seinem Profil bestmöglich profilieren und stellt sich so dar, wie er gerne gesehen werden möchte, lädt das Bild hoch, auf dem er am Besten aussehen, schreibt die Interessen in sein Profil, die ihn besonders attraktiv machen sollen etc.</p>
<p><strong>Du hast auf dem Album den Track „Wir schweigen es tot“. In dem Zusammenhang frage ich mich, ob es ein Problem unserer Zeit ist, dass man sich vermehrt aus dem Weg geht und viele persönliche und gerade unangenehmere Dinge weniger persönlich, sondern über Internet oder SMS regelt.</strong></p>
<p>Ja klar, die Kommunikationsmittel werden immer besser, die Kommunikationswege aber immer schlechter. Aber dadurch dass, man auch die Möglichkeit hat, mit einem Klick Leute wiederzufinden, die man Jahre nicht gesehen hat, ist das auf der einen Seite natürlich sehr toll. Andererseits ist das aber auch ein Problem, da man eben nicht zum Telefonhörer greift, sondern nur auf eine ganz oberflächliche Art kommunizert.</p>
<p><strong>Du bist vor kurzem nach Berlin gezogen, wo gerade die Wahlen stattfanden. Die große Überraschung war der Erfolg der Piraten. Hast du das genauer verfolgt?</strong></p>
<p>Ich hab auch gewählt. Zu den Piraten kann ich aber nicht viel sagen, da ich mir eigenständig noch nie das Wahlprogramm durchgelesen habe.</p>
<p><strong>Du bist also auch weniger dieser politische Freak?</strong></p>
<p>Nein, Freak auf keinen Fall. Aber ich bin auch eher politisch uninteressiert, muss ich sagen.</p>
<p><strong>Siehst du eine generelle Politik-Verdrossenheit in unserer Generation?</strong></p>
<p>Ja, man wählt auch irgendwie immer das kleinste Übel. Und das ist meiner Meinung nach schon mal kein guter Ansatz, da die Parteien eigentlich die Möglichkeit haben, die Sache ein wenig aufzupäppeln. Man weiß auch einfach nicht, was hinter den Kulissen passiert, welche Leute warum die hohen Positionen einnehmen. Wahrscheinlich sind es am Ende die Leute, die am Gefügigsten sind.</p>
<p><strong>Du lernst gerade auf deiner Tour immer recht viele Leute kennen. Ist es für dich schwierig, aus den vielen Bekanntschaften noch echte Freundschaften zu entwickeln?</strong></p>
<p>Ja, aber ich denke, das ist ein Phänomen, das jeder erlebt. Man muss auf jeden Fall immer unterscheiden zwischen engen Freunden, denen man alles erzählen kann und Leuten, die man auf Partys trifft und sich zwar auch super versteht, aber wo man nicht unbedingt hundertprozentiges Vertrauen hat. Das ist aber jetzt nicht krasser durch mein Künstler-Leben. Klar, gibt es immer wieder Momente auf Partys, selbst wenn man jetzt nicht mit der Einstellung kommt, ich bin hier der große Rapper, dass Leute dich direkt interessant finden weil du Künstler bist. Aber da darf man sich nicht so sehr den Kopf drüber zerbrechen, weil man sonst auch keine neuen Leute kennenlernt</p>
<p><strong>Hast du einen Weg gefunden, dein Künstler- und Privatleben voneinander zu trennen. Machst du das überhaupt?</strong></p>
<p>Man kann es hundertprozentig nicht voneinander abtrennen, da F.R. ja auch schon sehr nah an Fabian Römer ist. Das heißt auch, das Konzept meiner Lieder war schon immer, über die Dinge zu rappen, die mich in meinem Privatleben beschäftigen. Von daher kann es musikalisch schon mal überhaupt nicht voneinander trennen. Aber man muss sich auch Auszeiten nehmen. Es ist zudem wichtig, Freunde zu haben, die gar nichts mit der Musik zu tun haben und nicht so in den Künstler- und Medienhorizont versinken.</p>
<p><strong>Brauchst du mittlerweile dieses Gefühl, auf der Bühne zu stehen und die Reaktionen vom Publikum zu bekommen. Gerade da du mit deiner „Willkommen zu Hause“-Tour auch ein wenig darauf anspielst.</strong></p>
<p>Ja, dieses Bühnengefühl ist Wahnsinn, genauso eigentlich wie das Studio-Gefühl. Das sind diese magischen Momente, die man auch nicht mehr missen möchte. Es ist für mich mehr Spaß als ein Job, den ich durchziehen muss. Das geht eher so in die Richtung, dass ich auf der Bühne stehe und jetzt alles andere ausblenden kann.</p>
<p><strong>Du hast vorhin das Special zu deiner 10-Jahres-Tour angesprochen, kannst du uns was über das Konzept dahinter verraten?</strong></p>
<p>Ich filme in jeder Stadt das Publikum, wie sie „Das gefällt mir“ schreien. Das stelle ich dann direkt im Anschluss an die Show auf meinen Facebook-Account. In der Stadt, die am Ende die meisten „Gefällt Mir“-Klicks hat, feiern wir dann exklusiv das zehnjährige Jubiläum.</p>
<p><strong>Du sagst von dir aus, dass du musikalisch sehr offen  bist. Hast du eventuell in Planung, mal was komplett anderes als Rap zu machen?</strong></p>
<p>So extrem nicht. Bei mir ist es eher so, dass ich verschieden Stile in meine Musik einfließen lasse, aber das Ding an sich bleibt Rap. Es war zum Beispiel schon immer so, dass ich gesungene Refrains auf meinen Alben habe, weil ich einfach ein Fan von Melodien bin. Das erste was, ich mit einem Instrumental mache, ist in einer Fantasie-Sprache darauf zu freestylen. Das Zweite ist dann eine Melodie zu finden. Im Moment fühle ich mich von dem Genre noch nicht eingeengt, da es auch viele Möglichkeiten gibt, die man umsetzen kann.</p>
<p><strong>Nach deinem Umzug nach Berlin und dem großen Erfolg: Hast du mittlerweile vielleicht ein größeres Unabhängigkeitsgefühl?</strong></p>
<p>Kurzfristig gesehen auf jeden Fall. Ich setze mir aber so oder so immer recht kurzweilige Ziele und  weiß nicht, was in einem Jahr ist. Aber es gibt mir natürlich von Album zu Album oder von Tour zu Tour immer mehr Selbstbewusstsein und Sicherheit, wenn ich merke, das Ganze wird immer größer. Wäre es andersrum, würde man sich natürlich Gedanken machen, aber so lange es so läuft, ist alles gut.</p>
<p><strong>Letzte Frage: Was machst du nach der Tour, steht mal wieder ein richtiger Urlaub an?</strong></p>
<p>Ja, hab ich jetzt noch nicht geplant, aber es wäre glaube ich mal wieder an der Zeit. Ich bin noch auf einer anderen Tour nach meiner aber dann ist glaube ich mal Urlaub angesagt.</p>
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		<title>Interview: David Asphalt</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Sep 2011 13:56:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[David Asphalt]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt neue Lebenszeichen von David Asphalt. Nach seinem Debütalbum „Eine Maschine“ war es relativ ruhig um den gebürtigen Berliner geworden. Ein inspirierender Sommerurlaub in St. Tropez weckte dann schließlich neue kreative Kräfte in David Asphalt, weshalb er nun eine erweiterte Neuauflage des „St.Tropez“-Mixtapes in Begleitung zweier aussagekräftiger Videos mitbrachte. Wir haben die Gelegenheit beim [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/09/david-asphalt.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-11738" title="david asphalt" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/09/david-asphalt.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Es gibt neue Lebenszeichen von <strong>David Asphalt</strong>. Nach seinem Debütalbum „<strong>Eine Maschine</strong>“ war es relativ ruhig um den gebürtigen Berliner geworden. Ein inspirierender Sommerurlaub in St. Tropez weckte dann schließlich neue kreative Kräfte in David Asphalt, weshalb er nun eine erweiterte Neuauflage des „St.Tropez“-Mixtapes in Begleitung zweier aussagekräftiger Videos mitbrachte. Wir haben die Gelegenheit beim Schopf gepackt und den Freigeist ein wenig zu neuen Projekten und dem hoffnungslosen Zustand unserer Welt befragt, drink something, read and enjoy…</p>
<p><strong>Seit deinem Debüt ist einige Zeit vergangen, was lief so bei dir?</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Das Übliche: Scotch trinken, Musik hören, versuchen, meinen Gemütszustand stabil zu halten.</p>
<p><strong>Hat dich die ganze Arbeit, die da auf einmal auf dich zukam, etwas überrumpelt?</strong></p>
<p>Naja, wenn man tatsächlich nur daran gewöhnt ist, Songs zu schreiben, und diese dann aufzunehmen, ist der Teil, der danach kommt, halt schon etwas nervig. Pressearbeit, Gema-Lizenzen, Presswerk-Idiotie, Grafiken, alles sowas. Hab ich mir jetzt aber bei den „St. Tropez Diaries 2“ komplett gespart, zum Glück.</p>
<p><strong>Warum hast du dich entschieden, eine Neuauflage von „St.Tropez“ for free rauszuhauen ?</strong></p>
<p>Oh, ich wollte die ganze Angelegenheit eigentlich gar nicht for free hergeben, nur irgendwann hab ich gemerkt, dass mein Zeitplan irgendwie nicht mehr hinhaut. Wir haben erst Mitte August gemastert, und da sich iTunes zum Beispiel sechs Wochen Vorlaufzeit nimmt, wäre das Album erst Anfang Oktober rausgekommen. Das hat mich dann alles dermaßen wütend gemacht, dass ich mich entschlossen hab, es für frei herauszugeben.</p>
<p><strong>Was ist so reizvoll an „St. Tropez“?</strong></p>
<p>Das Mondäne, das leicht Träge, die Küste, Ewigkeit in der Luft.</p>
<p><strong>Was genau hast du im Vergleich zum ursprünglichen Album geändert, bzw. erweitert?</strong></p>
<p>Gute Frage. Eigentlich wollte ich viel mehr von den alten Songs drauf lassen, hatte dann aber soviele Neue, dass ich nur drei von den alten drauf gelassen hab. Elf neue Songs sind&#8217;s letztendlich geworden und drei Remixes. Ich verrate dir was: eigentlich hab ich da &#8216;nur&#8217; ein Remix-Album geplant, weil es mir easy und zeitlich locker zu schaffen schien, dann sind da aber soviele neue Tracks dazugekommen, dass es was komplett Eigenständiges geworden ist. Aber sag&#8217;s keinem…</p>
<p><strong>Du hast auch bereits zwei Videos zum Album abgedreht, kannst du uns ein wenig zu den Einzelheiten der Drehs erzählen? Werden noch weitere folgen?</strong></p>
<p>Das Video zu „Wundervolle Zeiten“ feat. Million wurde in und um St. Tropez gedreht, da wir sowieso beide grad da unten waren und Millis Bruder im Frühsommer irgendeinen Nazi-Film gedreht hat (kein Witz) und dafür noch das ganze Equipment am Start hatte. Außer, dass ich höllisch verkatert beim Dreh war, war es sehr nice. Das Video zu „Alles Lüge“ feat. Kryptonit haben wir in einem alten, seit 40 Jahren leerstehenden Herrenhaus gedreht, da sind wir über eine Internetseite dran gekommen, die einem so sogenannte Lost Places vermittelt. Das Haus war früher mal ein Altenstift, aber da wurden alte Leute totgequält, dann wurde das Ganze zugemacht. Mit dem Wissen dort zu drehen, war natürlich herrlich entspannt. Zu „Staub im Wind“ wird noch ein Video folgen, wir haben eine Windmühle hier in der Nähe gefunden&#8230;</p>
<p><strong>Du arbeitest gerade auch an einem neuen Konzeptalbum, bei dem der Titel aber noch nicht ganz feststeht, erzähl doch mal was dazu…</strong></p>
<p>Tjaja, da gibt&#8217;s im Moment noch zwei Titel, nämlich „Eskapaden (Auf des Messers Schneide)“ und „Leben und Sterben im Hotel“. Wobei ich aber zu letzterem tendiere. Grob umrissen geht es um einen verdrogten, psychoten Schauspieler, John Daytona, der ein Faible für Messer und junge Dinger hat, sich in eine Prostituierte verliebt, diese umbringt, am Schluss aber trotzdem noch einen Weg findet, in den Himmel zu kommen.</p>
<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/09/david-asphalt2.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-11740" title="david asphalt2" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/09/david-asphalt2.jpg" alt="" width="400" height="313" /></a></p>
<p><strong>Du hast ja vor kurzem auch einen Diss-Song gegen alle schlechten Rap-Journalisten ins Netz gestellt. Siehst du in dem Bereich einen Fachkräftemangel und ist dieser nicht mitunter äquivalent zur Rap-Szene? Vor allem im Hinblick auf die zahlreichen Blogs und YouTube.</strong></p>
<p>Einen Fachkräftemangel gibt es sicherlich nicht, da sind einige Leute, die ich gerne lese, und die wissen, was sie machen. Es ist nur so, dass in der Rap-Musik die Neigung, erstmal alles schlecht zu finden, sehr ausgeprägt ist: Ich hate. also bin ich. Bei anderen Musikrichtungen ist das halt viel weniger am Start, Fans von Gladys Knight dissen keine Fans von Ray Charles. Irgendwas stimmt da nicht im Rap. Und wenn der 16 jährige Ronny aus Edenkoben, der ja auch selber rappt, anfängt, Reviews zu schreiben, in denen der Tenor ist, dass er es eigentlich alles besser könnte, ist der Ofen halt aus.</p>
<p><strong>Du brauchst die Musik ja nicht zum Leben, inwiefern würde sich die Herangehensweise an die Musik ändern, falls du es müsstest?</strong></p>
<p>Da würd sich nichts ändern. Musik ist heilig. Das 12. Gebot lautet: du sollst keine Musik ausschließlich des Geldes wegen machen.</p>
<p><strong>Wenn du deinen Lebensstil in einem Wort beschreiben müsstest, dann wäre das…</strong></p>
<p>Ach, ganz normal. Ich trinke viel. Manchmal raste ich aus, und dann schlage ich zu. Kokain und käufliche Liebe. Meine Hobbies sind: Geld zählen und aus dem Hinterhalt auf Polizisten schießen. Du weißt schon&#8230;</p>
<p><strong>Hast du irgendeinen Künstler, den du zurzeit besonders feierst?</strong></p>
<p>Von neuerer Musik Chromeo, Mgmt und Empire of the Sun, Woodkid und LeLe. Ansonsten natürlich 70er und 80er all day. Deutsche Interpreten, die ich mag, sind Udo Lindenberg und Rio Reiser. Oder… ähm… meintest du Rap-Musik?</p>
<p><strong>Was hält jemand, der den Lebensstil eines Money Boy auch wirklich lebt, eigentlich von so einer Person?</strong></p>
<p>Ich finde, Money Boy hat ein tolles Gesicht.</p>
<p><strong>Ist unsere Welt eigentlich noch zu retten und wenn ja, wie?</strong></p>
<p>Da ist nichts zu machen. Ich werd dir jetzt weder mit irgendwelchen anti-kapitalistischen Thesen kommen, noch den Öko-Olaf raushängen lassen. Das ist schlichtweg nichts zu machen.</p>
<p><strong>Welches Buch muss man unbedingt gelesen haben?</strong></p>
<p>Gute Frage, ich geb dir mal meine Top 5, in ungeordneter Reihenfolge. Ganz vorne natürlich „Die satanische Verse“ von Rushdie. Wirklich großes Buch! Mit dabei auch alles von Fitzgerald, zum Beispiel „Der große Gatsby“. Salingers „Der Fänger im Roggen“ muss man gelesen haben. Alles von Bukowski, auch die Gedichte. Platz Fünf teilen sich dann „Die Vermessung der Welt“ von Kehlmann, „Die Entdeckung der Langsamkeit“, Autor hab ich vergessen, und natürlich sämtliches von Mann, Hesse, Hemmingway, Murakami und Schamoni. Von Tolkien braucht ihr nichts lesen, der war ein Dummkopf.</p>
<p><strong>Kann Geld Probleme lösen oder schafft es letztendlich mehr Probleme?</strong></p>
<p>Geld kann Probleme lösen. So wie sich die Eiswürfel in einem Drink auflösen. Sie sind dann aber eigentlich noch da, nur in einem anderen Aggregatszustand. Das sollte jetzt eigentlich philosophisch klingen, war aber schrecklicher Quatsch. Geld alleine bringt&#8217;s nicht, du brauchst auch Seele. Hätten wir nicht mehr über Drinks reden können?</p>
<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/09/david-asphalt3.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-11742" title="david asphalt3" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/09/david-asphalt3.jpg" alt="" width="400" height="280" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Interview: Nachgefragt bei Tony Salah</title>
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		<pubDate>Thu, 25 Aug 2011 11:21:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Nachgefragt]]></category>
		<category><![CDATA[Tony Salah]]></category>

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		<description><![CDATA[So manch ein Song konnte allein durch ein ansprechendes Video eine beachtliche Aufmerksamkeit erlangen. Dass es auch in Deutschland einige Produzenten gibt, die es verstehen, die hohe Kunst der Videoproduktion zu meistern, beweist unter anderem der Wahl-Hamburger Tony Salah. Wir haben uns mit dem Produzenten ein wenig unterhalten, um euch den talentierten Herren vorzustellen, bitte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/08/tony-salah1.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-11468" title="tony salah1" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/08/tony-salah1-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>So manch ein Song konnte allein durch ein ansprechendes Video eine beachtliche Aufmerksamkeit erlangen. Dass es auch in Deutschland einige Produzenten gibt, die es verstehen, die hohe Kunst der Videoproduktion zu meistern, beweist unter anderem der Wahl-Hamburger <strong>Tony Salah</strong>. Wir haben uns mit dem Produzenten ein wenig unterhalten, um euch den talentierten Herren vorzustellen, bitte sehr:</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Woher kommst du?</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Bin in Berlin geboren und lebe seit neun Jahren in Hamburg.</p>
<p><strong>Wie hat alles bei dir angefangen? Wie lange bist du schon dabei?</strong></p>
<p>Es fing alles mit einem Kurzfilm-Wettbewerb im Jahre 2002 an, wo ich den Hauptpreis gewann. Bin fast 10 Jahre dabei.</p>
<p><strong>Woher nimmst du deine Inspiration?</strong></p>
<p>Ich lass mich von allem inspirieren z.B. vom Leben an sich und auch von der Kunst anderer Künstler.</p>
<p><strong>Wie kamst du zu deinem Künstlernamen?</strong></p>
<p>„TonyFilm“ hieß ich früher, jetzt steht meistens in den Videos „Tony Salah“ oder auch „Skyron“ als Name, vielleicht kommt noch ein neuer Name. Ich kann mich nennen, wie ich will, am Ende kommt es auf das Produkt an bzw. Endergebnis.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>In was für einem Verhältnis stehst du zur deutschen Rap Szene?</strong></p>
<p>Bin da schon involviert auf Grund dessen, dass ich auch Hip-Hop-Videos drehe.</p>
<p><strong>Welche für Musikrichtung hörst du privat?</strong></p>
<p>Heut zu Tage höre ich alles Mögliche. Ich habe da keine feste Richtung.</p>
<p><strong>Inwiefern hebst du dich deiner Meinung nach von anderen Künstlern ab?</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Die Entscheidung liegt beim Zuschauer, hab mir im Laufe der Jahre einen eigenen Stil angeeignet.</p>
<p><strong>Was hast du bis jetzt veröffentlicht? Mit wem hast du bis jetzt zusammengearbeitet?</strong></p>
<p>Ich habe 36 Videos produziert z.B. für Massiv, Bushido, Baba Saad, Chakuza usw. Mich kennt man von den Videos, wenn der Name kurz auftaucht.</p>
<p><strong>Hast du ein bestimmtes Video, das du erwähnenswert findest?</strong></p>
<p>Ja, z.B. Eiszeit für Massiv war ein Projekt, wo die Finanzlage gut war und ich mich ein wenig austoben konnte.</p>
<p><strong>Was erwartest du dir von deinen aktuellen Videos?</strong></p>
<p>Ich erwarte, dass jeder, der ein Musik-Video braucht, bei mir genau an der richtigen Adresse ist.</p>
<p><strong>Warum sollten die Leute deiner Meinung nach gerade deine Videos ansehen?</strong></p>
<p>Weil ich finde, dass meine Videos einen gewissen Unterhaltungswert mit sich bringen.</p>
<p><strong> Sind in Zukunft weitere Projekte geplant? Mit wem würdest </strong><strong>du vielleicht gerne einmal zusammenarbeiten?</strong></p>
<p>Es ist noch einiges in der Zukunft geplant, es sind z.B. einige Projekt und Formate in Verhandlung und es bestehen auch gute Kontakte zu „Konvict Music“, wo wir mit Akon einen Deal abschließen können.</p>
<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/08/tony-salah2.bmp"><img class="alignnone size-full wp-image-11469" title="tony salah2" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/08/tony-salah2.bmp" alt="" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>BACKSPIN TV &#8211; Folge 195 R.U.F.F.K.I.D.D.</title>
		<link>http://backspin-media.de/archives/9716</link>
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		<pubDate>Wed, 08 Jun 2011 10:40:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus</dc:creator>
				<category><![CDATA[BACKSPIN TV]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[r.u.f.f.k.i.d.]]></category>

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		<description><![CDATA[Ruffkid über sein Album &#8220;THE RETURN OF TERROR&#8221; , Vorbilder und Erdbeer-Törtchen, pardon, ganze ErdbeerTORTEN!! Gebt euch die Realness.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/06/ruffkid-the-return-of-terror.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-9720" title="ruffkid-the-return-of-terror" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/06/ruffkid-the-return-of-terror.jpg" alt="" width="265" height="265" /></a>Ruffkid</strong> über sein Album &#8220;<strong>THE RETURN OF TERROR</strong>&#8221; , Vorbilder und Erdbeer-Törtchen, pardon, ganze ErdbeerTORTEN!! Gebt euch die Realness.</p>
<p><object width="500" height="314"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/OuknpeRsCpc?version=3&amp;hl=de_DE" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="500" height="314" src="http://www.youtube.com/v/OuknpeRsCpc?version=3&amp;hl=de_DE" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		<title>BACKSPIN TV: Folge 194 &#8211; Farid Bang</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Jun 2011 12:24:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus</dc:creator>
				<category><![CDATA[BACKSPIN TV]]></category>
		<category><![CDATA[Farid Bang]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir setzten uns mit Farid Bang in der Großen Freiheit 36 zusammen, um über die Tour mit Summer Cem und Bass Sultan Hengzt und anstehende Projekte zu sprechen. ..und hier der zweite Teil:]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/06/06_11_Farid_Bang_520x345520_345.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-9611" title="06_11_Farid_Bang_520x345520_345" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/06/06_11_Farid_Bang_520x345520_345-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a>Wir setzten uns mit <strong>Farid Bang</strong> in der Großen Freiheit 36 zusammen, um über die Tour mit <strong>Summer Cem</strong> und <strong>Bass Sultan Hengzt</strong> und anstehende Projekte zu sprechen.</p>
<p><object width="500" height="314"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/c_qkmaurn9c?version=3&amp;hl=de_DE" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="500" height="314" src="http://www.youtube.com/v/c_qkmaurn9c?version=3&amp;hl=de_DE" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>..und hier der zweite Teil:</p>
<p><object width="500" height="314"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/lii1lQdHxQE?version=3&amp;hl=de_DE" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="500" height="314" src="http://www.youtube.com/v/lii1lQdHxQE?version=3&amp;hl=de_DE" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		<title>Nachgefragt bei: Mad Management</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Mar 2011 14:46:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Soeren</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Mad Management]]></category>
		<category><![CDATA[Magdeburg]]></category>
		<category><![CDATA[OFDM]]></category>

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		<description><![CDATA[Fresh Face und Miq Oh Max kommen aus Magdeburg – „Dunkel-Deutschland“ wie sie sagen. Zusammen sind sie Mad Management. Durch die Funkverteidiger wurde bei vielen das Interesse an Hip-Hop aus Ostdeutschland geweckt. Zu diesem Künstler-Kollektiv gehört auch das Duo Schaufel &#38; Spaten, das wiederum mit Mad Management die Plattform OFDM bildet. Recht unübersichtlich für Außenstehende, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/03/madmanagement.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-7629" title="madmanagement" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/03/madmanagement-297x300.jpg" alt="" width="297" height="300" /></a>Fresh Face und Miq Oh Max kommen aus Magdeburg – „Dunkel-Deutschland“ wie sie sagen. Zusammen sind sie Mad Management. Durch die Funkverteidiger wurde bei vielen das Interesse an Hip-Hop aus Ostdeutschland geweckt. Zu diesem Künstler-Kollektiv gehört auch das Duo Schaufel &amp; Spaten, das wiederum mit Mad Management die Plattform OFDM bildet. Recht unübersichtlich für Außenstehende, aber es zeigt, dass sich im Raum Leipzig-Magdeburg einige interessante Künstler tummeln. Wir sprachen mit Mad Management über ihr kommendes Album, das am 30. März erscheinen wird.</strong></p>
<p><strong></strong></p>
<p><strong>Welches Konzept/welche Idee steckt hinter der LP „Mad Management“?</strong></p>
<p>Fresh Face: Die LP soll ein Auszug aus unserer Ecke sein. Wir wollten den Menschen einen Einblick geben, wie es bei uns abgeht.</p>
<p>Miq Oh Max: Magdeburg, Dunkel-Deutschland! Ein richtiges Konzept gibt es nicht. Wir haben einfach ein Album gemacht, weil wir Bock drauf hatten. Wir machen schon länger Mucke, seit sieben, acht Jahren. Mit OFDM sind wir schon Jahre lang down, auch wenn sich das jetzt ein wenig auseinander gelebt hat. Als Plattform und freundschaftlich sind wir aber noch down.</p>
<p><strong>Was erwartet ihr selber von der Platte?</strong></p>
<p>Miq Oh Max: Wir sind bescheiden. Cool wäre es natürlich, wenn die Leute sie feiern und pushen. Aber erstmal werden wir dezent gucken, was anläuft. Jetzt kommt demnächst noch ein Video. Die erste Single ist ja schon draußen mit Video und das Feedback ist bisher ok.</p>
<p><strong>Welche Einflüsse sind auf eurem Album zu spüren?</strong></p>
<p>Miq Oh Max: Wir hören eigentlich nur Ami-Rap. A Tribe Called Quest, MF Doom, J Dilla, Stones Thow, Pharoahe Monch, The Game, die Ecke so. Schaufel &amp; Spaten hatten jetzt keinen direkten Einfluss auf unser Album, aber wir triezen uns immer ein bisschen. Die einen bringen ein Album raus und dann versuchen die anderen, es zu toppen, aber eigentlich sind das zwei völlig verschiedene Stile. Schaufel &amp; Spaten ist mehr so Backpack-Rap, Funk. Die sind ja auch bei den Funkverteidigern und wir machen eher Street. Das ist kein übertriebener Straßen-Rap, aber schon Street und real.</p>
<p><strong>Was gibt es zu den Feature-Gästen zu sagen?</strong></p>
<p>Miq Oh Max: Es gibt keine! Erstmal wollen wir uns selber präsentieren und uns nicht pushen durch andere Künstler, die schon Fame haben. Wir wollen es selber probieren und später kann man ja immer noch featuren. Mal sehen, was kommt. In Ostdeutschland gibt es ja viele, die Funkverteidiger zum Beispiel, aber ein Feature wollten wir gar nicht. Auf der CD sind nur wir drauf, das reicht auch.</p>
<p><strong>Wie sieht ein Aufnahme-Tag bei euch aus?</strong></p>
<p>Beide: Wir chillen eigentlich, checken Beats, drehen einen und dann wird eben ein Track aufgenommen.</p>
<p>Miq Oh Max : Wir machen uns keinen Druck, dass wir sagen, dann und dann muss der Track fertig sein. Der entsteht einfach. Die Beats, die wir gepickt haben, stammen von regionalen Künstlern. Wir haben darauf geachtet, dass wir keine großen Produzenten einkaufen oder so. Wir haben erstmal Kollegen von uns genommen – Dextar, Q-Cut und Sheriff haben die Beats gebaut. Unser Studio ist in erster Linie zum Abhängen, die Technik ist aber natürlich hochprofessionell.</p>
<p>Fresh Face: Schon eher wohnzimmermäßig.</p>
<p><strong>Worauf seid ihr bei dem Album besonders stolz?</strong></p>
<p>Miq Oh Max: Alle Tracks sind gut. Zu den Favorites drehen wir jetzt die Videos, von daher werden die Leute noch mitbekommen, was uns persönlich richtig gut gefällt. Die CD ist einfach eine Reportage oder ein Überblick über uns.</p>
<p><strong>Wie sehen eure Pläne für die Zukunft aus?</strong></p>
<p>Miq Oh Max: Wir wollen erstmal die Platte gut promoten.</p>
<p>Fresh Face: So viele Leute an Start bringen wie möglich und die Menschen auf uns aufmerksam machen.</p>
<p>Miq Oh Max: Wir wollen die LP gerne mit vielen Leuten teilen und hoffen, dass es gefällt. Eine Tour ist auch in Planung. Wir werden jetzt versuchen das Game an uns zu reißen. (lacht) Da müssen wir noch ein bisschen planen, aber wir haben auf jeden Fall schon ein paar gute Connections. Die Tour soll schon deutschlandweit sein, kommt darauf an, wie wir die Kontakte zu den Bookern hinbekommen. Das entwickelt sich nach und nach, denke ich.</p>
<p><strong>Gibt es noch etwas, das ihr los werden möchtet?</strong></p>
<p>Miq Oh Max: Das Album kommt am 30.3. und ist über HHV, Amazon und unsere Facebook-Fan-Page erhältlich.</p>
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		<title>Zwischen den Zeilen: Kitty Kat &#8211; &#8220;Das ist auf jeden Fall Hip-Hop 2011!&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Mar 2011 13:47:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Soeren</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Aggro Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Kitty Kat]]></category>
		<category><![CDATA[Pink Mafia]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 18. März erscheint Kitty Kats zweites Solo-Album „Pink Mafia“. Die Berlinerin war zunächst durch ihre Feature-Parts auf diversen Aggro-Berlin-Releases bekannt geworden, ohne dass jemand das Gesicht zu ihrer Stimme kannte. Nachdem das Label sich aufgelöst hatte, veröffentlichte sie über Universal ihr Debüt-Album „Miyo!“, das sie in nur vier Wochen produzierte. Für ihr neues Projekt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/03/KittyKat_0662_klein.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-7620" title="Musikvideo Kitty Kat &quot;Fliegen Ãben&quot;" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/03/KittyKat_0662_klein-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a>A<strong>m 18. März erscheint Kitty Kats zweites Solo-Album „Pink Mafia“. Die Berlinerin war zunächst durch ihre Feature-Parts auf diversen Aggro-Berlin-Releases bekannt geworden, ohne dass jemand das Gesicht zu ihrer Stimme kannte. Nachdem das Label sich aufgelöst hatte, veröffentlichte sie über Universal ihr Debüt-Album „Miyo!“, das sie in nur vier Wochen produzierte. Für ihr neues Projekt konnte sie sich mehr Zeit nehmen. Wir sprachen mit ihr über „Pink Mafia“ und ihre Vergangenheit bei Aggro.</strong></p>
<p><strong>Was für eine Idee/ein Konzept steckt hinter „Pink Mafia?“</strong></p>
<p>Der Titel ist so entstanden, dass mein Kumpel KC Da Rookie, der auch Rapper ist und früher viel in Deutschland gemacht hat, vor ein paar Monaten eine Show von mir mitbekommen hat, bei der nur Mädchen waren. Seine Frau, mit der ich sehr gut befreundet bin, war auch da und hat ihm davon erzählt. Er fand das lustig und meinte: „Pink Mafia oder was?“ Da ist dann der Name entstanden. Nur Mädels, wir sind stark – das ist so der Grundgedanke hinter dem Album. „Pink“ für weiblich und „Mafia“ für Stärke. Das Album ist sehr Party-lastig. Der Sommer kommt und die Großraum-Diskos werden grad wieder voll, weil der Sound im Moment universeller wird. Danach habe ich mich gerichtet. Die meisten Auftritte, die ich habe, sind eben in Großraum-Diskos.</p>
<p><strong>Was gibt es zu den Feature-Gästen zu sagen?</strong></p>
<p>Megaloh kenn ich schon ganz lange, der ist auch in meiner privaten Clique in Berlin. Wir haben schon vor den Aggro-Zeiten Songs gemacht, die nie veröffentlicht wurden, weil Aggro das nicht wollte. Das ist jetzt endlich mal ein gemeinsamer Track. Ich will Megaloh auf jeden Fall pushen, weil ich denke, dass er es verdient hat, viel Aufmerksamkeit zu bekommen.  Ein Feature mit Xavier Naidoo zu haben, ist ein Traum von mir seit ich ein kleiner Pupser war. Rob Major ist der Produzent von einer meiner Freundinnen. Mit dem arbeite ich ab und zu zusammen und schreibe auch für ihn. Deswegen pushe ich ihn jetzt ein bisschen auf meinem Album.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Wie lief die Produktion ab?</strong></p>
<p>Ich suche einfach erstmal Beats. Das heißt, ich gucke, was gibt es so, und lasse mir erstmal von Produzenten Beats schicken. Da achte ich auf gar nichts, sondern schaue einfach nur, was gefällt mir. Wenn ich damit durch bin, geh ich ins Studio und überlege, was habe ich. Was ist von den Sachen, die ich schon bearbeitet habe gut, und was brauche ich jetzt noch. Danach setze ich mich mit meinen Produzenten hin und baue ein richtiges Konstrukt für ein Lied– sei es Ragga, sei es Party. Ich sitze die ganze Zeit mit ihm zusammen von morgens bis abends. Manchmal auch von abends bis morgens.</p>
<p><strong>Wie würdest du deinen Sound beschreiben?</strong></p>
<p>Das ist auf jeden Fall Hip-Hop 2011! Ich glaube, wenn sich 1982 irgendjemand vorgestellt hätte, wie Hip-Hop 2011, also in der Zukunft, ist, dann wahrscheinlich so wie meinen Sound. Ich habe zwar auch angefangen zu singen, aber am unterm Strich rappe ich. Du kannst genauso gut einen anderen Beat runter packen, dann ist es wieder straight Hip-Hop. Der Sound sollte aber gerade ein wenig futuremäßig sein. „Fliegen Üben“ hat zum Beispiel 174 bpm. Ich kennen keinen Track in Deutschland, der eine so hohe bpm-Zahl hat – und dann rappt Megaloh auch noch überschnell darauf. Ich will mich nicht aus dem Fenster lehnen, aber ich glaube, nicht einmal Savas hat bisher so einen Track gemacht. Mit diesem Rap wollte ich auch zeigen, dass Megaloh vielleicht sogar der krasseste ist.</p>
<p><strong>Was erwartet den Hörer inhaltlich auf deiner LP?</strong></p>
<p>In meiner Bio steht ganz schnuckelig „Hirn, Herz und Hintern“ und irgendwie finde ich diese drei Wörter sehr passend. Der Track „Verzeih Mir“ ist zum Beispiel sehr deep, auch „Hey Madame“. „Kriegerin“ ist einfach ein Motivations-Track für die Frauen. Eigentlich für alle Menschen, aber hauptsächlich für die Frauen. Die CD ist aber schon mehr zum Feiern. Ich habe Acht gegeben, dass jemand, der grade mit seinen Freunden feiert, bevor er losgehen will, einfach erstmal die ersten fünf, sechs, sieben Lieder durchhören kann. Kriegerin ist so ein Mittel-Song, den ich mitproduziert habe und der auch ziemlich raus sticht und eigen ist. Dann kommen die langsamen Lieder und die Spaß-Lieder: Lieder wie „Was Wäre Wenn“ – nichts Ernstes und nicht Party, einfach nur Gedanken.</p>
<p><strong>Hast du besondere Erinnerungen an die Aufnahmen?</strong></p>
<p>Mein Produzent hat mich mit seiner Kippe verbrannt und ich werde jetzt mein Leben lang eine Narbe von ihm mit mir tragen. (lacht und zeigt die Narbe auf ihrem Ellenbogen)<br />
Das wäre eine Erinnerung. Und der Moment in dem Amunis „Kinder Dieser Welt“ eingesungen hat. In dem Moment sind allen im Studio die Tränen gelaufen. Der Song ist einfach total mächtig und sie war so niedlich.</p>
<p><strong>Was erwartest du dir von der Platte?</strong></p>
<p>Ich erwarte, dass die Mädels was zum Tanzen haben und ich erwarte mir ein bisschen mehr Aufmerksamkeit, weil mich ja doch noch nicht alle in Deutschland kennen, sondern nur eine bestimmte Szene. Vielleicht feiert ja die 40-jährige Mutter auch einen Track von mir. Als ich mal in Amerika war, hat mir damals die Mutter einer Freundin 50 Cents „In Da Club“ gezeigt. ich hoffe, dass es in Deutschland auch mal soweit kommt, dass eine normale Mami, die nichts mit Hip-Hop am Hut hat, sagt: „Kitty Kat ist cool“. Ich möchte mich auch als eigenständige Künstlerin etablieren, deshalb sind auch keine Aggro-Künstler oder so drauf, sondern Newcomer. Ich möchte mir selber beweisen, dass ich von keinem Label oder Künstler abhängig bin, sondern als Produkt selber funktioniere. Da habe ich auch meinen Stolz. Wenn ich wüsste, ich bin von irgendwas abhängig, dann würde ich keine Musik machen wollen.</p>
<p><strong>Von Track zu Track</strong></p>
<p><strong>Fliegen Üben</strong></p>
<p>„Fliegen üben“ bedeutet, dass man manchmal einfach auf die Fresse fliegen muss, um irgendwo hinzukommen. Es lohnt sich aber, wenn du dein Ziel erreichen willst. Das ist mit einem Augenzwinkern gemeint – du musst Fliegen üben, irgendwann wirst du es schon schaffen.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Endgeil</strong></p>
<p>Das ist mein Club-Track. Ich hoffe, dass die Leute den im Club feiern, weil er eine Party-Nacht beschreiben soll. Der Beat hat irgendwie etwas Mysteriöses. Das Lied ist zwar nicht typisch Kitty Kat, aber es ist zu 100 Prozent auf meinem Mist gewachsen und ich liebe es.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>D.I.V.A.</strong></p>
<p>Der geht an alle meine Bräute da draußen, die daraus einfach sehr viel Selbstbewusstsein ziehen sollen. Das ist auch wieder ein mysteriöser Beat, der etwas Schönes hat. Ich sehe dabei, wie die Mädels mit einem schwarzen Benz durch die City cruisen, geil aussehen und Lippenstift auftragen. High Heels. Das Lied soll einfach eine Diva beschreiben, aber das soll nichts negatives sein. Ich will das Wort fast schon neu definieren.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Jetzt</strong></p>
<p>Da sage ich mir selber und den Leuten da draußen, genieß den Augenblick, denn jeden Moment kann es vorbei sein, egal was du gerade schönes erlebst. Ich sage zu den Leuten, wenn du was hast, was dir gefällt, dann genieß das auch ordentlich. Meine Aggro-Zeit zum Beispiel war dann irgendwann vorbei und manchmal denke ich mir, ich hätte vielmehr machen müssen – vielmehr Party und alles ausleben. Damals durfte ich nicht auf Partys gehen und so weiter. Ich war einfach drei Jahre auf meiner Hütte und habe Fingernägel gekaut, bis mein Album dann endlich kam. Das kam dann allerdings auch nicht mehr über Aggro sondern Universal. Aggro hat mich versteckt gehalten und auf einmal kam Lady Bitch Ray. Da hat Specter selber geschnallt, dass er mal kurz verpennt hat, mich zu veröffentlichen. Es kam mir eine zuvor, die aber gar nicht die gleichen Ambitionen hatte wie ich. Bei ihr ging es ja mehr um das Image und darum, dass sie Türkin ist und was sie diesbezüglich durch ihre Musik aussagen will. Sie ist aber keine richtige Rapperin gewesen. Sie hat ja nicht einmal ein Album rausgebracht. Naja, ein Jahr ging dann schneller rum als ich gucken konnte und dann war Aggro schon wieder zu. Die drei Jahre gingen sowieso schnell vorbei.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Mörderpuppe</strong></p>
<p>Zwei Wochen vor Produktionsschluss hat mich noch etwas gekitzelt und ich hatte das Gefühl, da fehlt noch ein Track. Dann habe zu meinem Produzenten gesagt: „Lass mal noch einen Party-Track machen“, weil mir da irgendwie noch(!) ein Party-Track gefehlt hat. (lacht)<br />
Obwohl ich schon ein paar hatte, aber der hat es dann abgerundet. „Mörderpuppe“ habe ich gewählt, weil ich dieses Wort „hammer“ einfach mal durch „mörder“ ersetzen wollte. Im Sinne von du bist „mörder“ und nicht du bist „hammer“ – ein neues Slang-Wort in die Runde schmeißen. Und es ist so schön zweideutig.</p>
<p><strong>Nie Geliebt</strong></p>
<p>Der Track ist für alle Mädels, die einen Typen zuhause sitzen haben, der keinen Job hat, sie nur ausnutzt, faul auf der Couch liegt, sich durchfrisst und nie Geld hat. Ein Typ, der einfach gar nichts selber hat, die Frau nicht liebt und sich einfach nur aushalten lässt, weil er zu faul ist, sich eine eigene Wohnung zu suchen. Was weiß ich, was für Gründe manche Typen haben?! Manche Frauen kriegen es nicht auf die Reihe, solche Typen loszuwerden, weil sie Mitleid haben. Das ist unser großes Problem. Wir haben Mitleid. Mit dem Track möchte ich den Mädels zeigen, wie man eigentlich sein müsste.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Boogie</strong></p>
<p>Boogie ist auch einfach ein Partysong. Mein Produzent hat den Beat rausgehauen und mir ist sofort die Hook eingefallen – „Boogie“! Das Feeling ist irgendein Boogie-Feeling, da steckt kein tieferer Sinn hinter.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>So Viel</strong></p>
<p>Hier beschreibe ich ein bisschen unsere Generation und dass wir immer alles haben wollen. Immer das neueste iPhone, dies, das. Immer so viel wie möglich. Das ist der Grundgedanke bei dem Lied, aber ich bin auch so. (lacht) Es ist einerseits kritisch und andererseits nicht. Ich sage auch „alles neon, alles pink, alles glitzert, alles blinkt“. Das bin Ich.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Jag Ihn Hoch</strong></p>
<p>Das erste Hip-Hop-Lied, das ich zu Ohren bekommen habe, war „Insane In The Brain“ von Cypress Hill. Da habe ich immer sofort dieses „Drrrrr“ in den Ohren. Ich weiß jetzt, dass es ein Pferde-Wiehern ist, das hochgepitsht wurde. Das haben wir mit Absicht eingebaut, einfach weil es mein erster Hip-Hop-Track war. „Jag ihn hoch“ meint, man soll einfach mal alles, was einen nervt, auskotzen, hochjagen. Ich versuche ein wenig neuen Slang in die Teenies zu bringen. „Jag ihn hoch“ bedeutet einfach „scheiß drauf“.<br />
Chefket ist allein wegen seines Namens mit drauf. Chefket und Kitty Kat, das ist ein geiles Bild, fand ich. Mein Produzent kennt ihn gut und hat ihn als Feature für den Track vorgeschlagen. Eigentlich hatte ich selber einen zweiten Verse, aber er meinte, dass Chefket da überbombe drauf passt. Ich habe ihn dann 16 Takte schreiben lassen und das war dann wirklich sofort bombe.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Was Wäre Wenn</strong></p>
<p>Das kennt eigentlich jeder. Man trifft eine Jugendliebe Jahre später, es muss nicht einmal der erste Freund gewesen sein, und denkt sich: „Shit! Gott sei dank sind wir nicht zusammen geblieben“. Auch Schönheit ist eben vergänglich. Das Lied hat viele Aspekte, über die man nachdenken kann. Zum Schluss hin übertreibe ich dann, denn natürlich ist mein Ex-Freund jetzt kein Penner vorm Aldi, aber ich habe versucht, ein lustiges Bild am Ende zu malen. Für Kitty Kat ist der Track eigentlich schon sehr nett. Ich habe mir früher wirklich mit einem Zirkel die Initialien meines Freundes in Bein und Arm geritzt. Da war ich 12. (schmunzelt)</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Hey Madame</strong></p>
<p>Hier übertreibe ich vielleicht ein bisschen, was die Beschreibungen angeht. Es geht darum, mal darüber nachzudenken, wie lange man noch Party machen kann und wann man doch vielleicht mal über eine richtige Beziehung nachdenken sollte. Ich habe mich zum Beispiel die letzten acht Jahre nur um meine Mucke gekümmert. Das Lied ist auch auf mich bezogen, aber nicht alles. Ich habe keine blauen Pumps und schlepp auch keine Typen auf meine Couch ab. Das ist eben ein übertriebenes Bild eines Mädchens, das langsam Frau wird und in die Jahre kommt und besser nicht mehr jedes Wochenende besoffen im Club hängen sollte. Ich spreche damit Frauen um die 35 an, würde ich sagen. Also noch nicht wirklich mein Alter, aber ich denke da schon drüber nach. Dann denke ich: „Ok, du hast noch sechs Jahre. Hol den Mini-Rock raus!“ (lacht)</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Kriegerin</strong></p>
<p>Den habe ich mitproduziert. Er soll den Mädels einfach nur Stärke geben. Es geht vielleicht sogar um die 40-jährige Frau, die alleinerziehend ist. Für sie ist das Track, um sagen zu können: „Ich bin ‘ne Kriegerin, ich bin ‘ne Siegerin!“ Erst gestern habe ich mal wieder schlechte Laune gehabt und mir den Track angehört und habe danach gedacht: „Egal. Das krieg ich auch wieder hin!“</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Verzeih Mir</strong></p>
<p>Hier verarbeite ich die Abtreibung, die ich mit 17 hatte. Mir war es wichtig, dass die Mädels da draußen wissen, wie lange man so eine Entscheidung mit sich rumschleppt. Ich bin jetzt 29, das sind 12 Jahre! Das ist nichts, was man macht und nach einem halben Jahr hat man es vergessen. Das wird man sein Leben lang nicht vergessen, sondern jedes Jahr denken, der oder die hätte jetzt Geburtstag, wie würde der aussehen und so weiter. So denkt man! Ich bin nicht sicher, ob ich die richtige Entscheidung getroffen habe, bis heute nicht, aber ich entschuldige mich, dass ich es gemacht habe. Ein sehr rührender Track.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Kinder Dieser Welt</strong></p>
<p>Wenn ich durch Berlin fahre und im Radio höre, dass ein kleines Mädchen in einen Koffer gesteckt, mit Benzin übergossen und im Park verbrannt wurde, aus Spaß oder was weiß ich, was Leute für Gründe haben, dann muss ich rechts ran fahren, weil mir die Tränen kommen. Oder Kinder verhungern. Was man da alles im Radio hört, gerade in Berlin, da kommen einem fast alle zwei Wochen die Tränen. Das will man alles gar nicht hören. Es ist in unserer Welt leider oft so, dass Kinder keine Möglichkeiten haben. Deswegen habe ich diesen Track gemacht – aufgrund solch schlimmer Dinge oder sei es, weil ein Kind nachts alleine zuhause sitzt, weil die Mama arbeiten muss und der Papa auch nicht da sein kann. Ich war als Kind früher auch manchmal nachts alleine und bin auch ein „Kind dieser Welt“, aber ich bin stark geworden. Ich sage im Lied „wir sind bald da“, damit meine ich, dass man es irgendwann geschafft und die Hürde genommen hat. Dann kann man selber Entscheidungen treffen. Als Kind hat man ja keine Freiheit, sondern muss alles tun, was einem gesagt wird – wie ein Hund.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Was Bringt Unsere Liebe Um?</strong></p>
<p>Der Track kommt von Xavier und ist eine Ballade im Duett. Manche Menschen streiten ganz viel in einer Beziehung und schmeißen sich alles an den Kopf. Andere reden gar nicht miteinander, sondern malen immer alles schön, nach dem Motto „sag ich lieber nichts, sonst sag ich es verkehrt“. Am Ende geht die Beziehung aber trotzdem kaputt. Wir fragen uns in dem Lied selber, „was bringt unsere Liebe um“, und sagen dann „wir bleiben einfach stumm“. Es ist also egal, ob man miteinander streitet oder stumm bleibt. Wenn die Menschen nicht zusammen gehören, dann kann es nicht funktionieren. Trotzdem denkt man über eine Beziehung nach. In meinem Text merkt man, dass es so, wie ich mich verhalte, nicht klappen kann. Es ist ein nachdenklicher Song, den man wahrscheinlich nur versteht, wenn man grade Herzschmerz hat.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Braves Mädchen</strong></p>
<p>„Braves Mädchen“ ist einfach nur ein Bonustrack, ein Remix meiner zweiten Single von meinem ersten Album. Der wird gerade bei RTL 2 in der Werbung bei „Der Mädchengang“ eingesetzt und deswegen hat die Plattenfirma jetzt noch einmal einen Remix gesponsort. Das ist aber nur ein kleines Schmankerl.</p>
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		<title>News: BACKSPIN im Interview bei Mixery-Raw-Deluxe</title>
		<link>http://backspin-media.de/archives/5498</link>
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		<pubDate>Mon, 06 Dec 2010 13:28:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simon</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[BACKSPIN]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[Mixery Raw Deluxe]]></category>

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		<description><![CDATA[Ende Juni kehrte das BACKSPIN-Magazin in gedruckter Form nach einjähriger Pause mit Ausgabe 103 zurück in den Handel. Nun erscheint Ausgabe 104. Aus diesem Anlass führte Falk von Mixery-Raw-Deluxe ein Interview mit einem Teil des BACKSPIN-Teams. Chefredakteur Niko Hüls und Dennis Kraus erklären den Zuschauern in der aktuellen Folge von MRD, auf welche Bereiche das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2010/12/MixeryRawDeluxe_Logo.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-5499" title="MixeryRawDeluxe_Logo" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2010/12/MixeryRawDeluxe_Logo-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Ende Juni kehrte das BACKSPIN-Magazin in gedruckter Form nach einjähriger Pause mit Ausgabe 103 zurück in den Handel. Nun erscheint Ausgabe 104. Aus diesem Anlass führte Falk von Mixery-Raw-Deluxe ein Interview mit einem Teil des BACKSPIN-Teams. Chefredakteur Niko Hüls und Dennis Kraus erklären den Zuschauern in der aktuellen Folge von MRD, auf welche Bereiche das Magazin in Zukunft seine Schwerpunkte legen wird und wie sich das neue Team formierte.</p>
<p>Dennis Kraus weiß auch Interessantes über die Geschichte des Hip-Hop-Magazins zu berichten.</p>
<p>Schaut euch das Interview an und bekommt einen kleinen Einblick in die Entstehung der aktuellen Ausgabe. Ihr habt die Möglichkeit, den Jungs bei der Arbeit an Ausgabe 104 über die Schultern zu schauen.</p>
<p>Ausgabe 104 der BACKSPIN bekommt ihr ab dem 09.12.2010 hier auf unserer Homepage sowie im Fachhandel.</p>
<p>Das Interview könnt ihr hier anschauen:</p>
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<p><object id="flashObj" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="486" height="390" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="bgcolor" value="#FFFFFF" /><param name="flashVars" value="videoId=699597145001&amp;linkBaseURL=http%3A%2F%2Fmixeryrawdeluxe.tv%2F%3Fbclid%3D697212076001%26bctid%3D699597145001&amp;playerID=71458908001&amp;playerKey=AQ~~,AAAADQFLZIk~,CQhO_AnIc8TcK1Ek3xen6HSk1-CB-8OZ&amp;domain=embed&amp;dynamicStreaming=true" /><param name="base" value="http://admin.brightcove.com" /><param name="seamlesstabbing" value="false" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="swLiveConnect" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://c.brightcove.com/services/viewer/federated_f9?isVid=1&amp;isUI=1" /><param name="name" value="flashObj" /><param name="flashvars" value="videoId=699597145001&amp;linkBaseURL=http%3A%2F%2Fmixeryrawdeluxe.tv%2F%3Fbclid%3D697212076001%26bctid%3D699597145001&amp;playerID=71458908001&amp;playerKey=AQ~~,AAAADQFLZIk~,CQhO_AnIc8TcK1Ek3xen6HSk1-CB-8OZ&amp;domain=embed&amp;dynamicStreaming=true" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed id="flashObj" type="application/x-shockwave-flash" width="486" height="390" src="http://c.brightcove.com/services/viewer/federated_f9?isVid=1&amp;isUI=1" name="flashObj" allowscriptaccess="always" swliveconnect="true" allowfullscreen="true" seamlesstabbing="false" base="http://admin.brightcove.com" flashvars="videoId=699597145001&amp;linkBaseURL=http%3A%2F%2Fmixeryrawdeluxe.tv%2F%3Fbclid%3D697212076001%26bctid%3D699597145001&amp;playerID=71458908001&amp;playerKey=AQ~~,AAAADQFLZIk~,CQhO_AnIc8TcK1Ek3xen6HSk1-CB-8OZ&amp;domain=embed&amp;dynamicStreaming=true" bgcolor="#FFFFFF"></embed></object></p>
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		<title>BACKSPIN TV &#8211; Folge 140: Fard + Zuschauerfragen und Gewinnspiel</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Nov 2010 17:40:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simon</dc:creator>
				<category><![CDATA[BACKSPIN TV]]></category>
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		<category><![CDATA[Fard]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Ruhrpott]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 26.11 erscheint nach zwei Streetalben, sowie einem Kollabo-Album Fards langerwartetes Debut-Album „Alter Ego&#8221;. Was es hierzu zu berichten gibt und was der Rapper aus dem Ruhrpott auf Zuschauerfragen antwortete, seht ihr bei BACKSPIN TV.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2010/11/fard-alter-ego.png"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-4848" title="fard-alter-ego" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2010/11/fard-alter-ego-150x150.png" alt="" width="150" height="150" /></a>Am 26.11 erscheint nach zwei Streetalben, sowie einem Kollabo-Album Fards langerwartetes Debut-Album „Alter Ego&#8221;.<br />
Was es hierzu zu berichten gibt und was der Rapper aus dem Ruhrpott auf Zuschauerfragen antwortete, seht ihr bei BACKSPIN TV.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="502" height="378" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/5jqmMgv_ck8?version=3" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="502" height="378" src="http://www.youtube.com/v/5jqmMgv_ck8?version=3" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always"></embed></object></p>
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		<title>BACKSPIN TV &#8211; Folge 137: LAAS UNLTD. Cribs</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Nov 2010 15:22:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simon</dc:creator>
				<category><![CDATA[BACKSPIN TV]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Cribs]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[laas unltd.]]></category>

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		<description><![CDATA[BACKSPIN TV Cribs präsentiert: Eine Führung durch die Wohnung von und mit dem stolzen Backpacker Laas Unltd. Seht wie der „ewig Ungesignte&#8221; lebt und was er Interessantes über seine Crib auf dem Hamburger Kiez zu erzählen hat.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2010/11/lars.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-4633" title="lars" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2010/11/lars-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>BACKSPIN TV Cribs präsentiert: Eine Führung durch die Wohnung von und  mit dem stolzen Backpacker Laas Unltd. Seht wie der „ewig Ungesignte&#8221;  lebt und was er Interessantes über seine Crib auf dem Hamburger Kiez zu  erzählen hat.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="509" height="308" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/LtxQ0J-Sxu0?fs=1&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="509" height="308" src="http://www.youtube.com/v/LtxQ0J-Sxu0?fs=1&amp;hl=de_DE" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		<title>BACKSPIN TV &#8211; Folge 135: Farid Bang</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Oct 2010 10:22:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simon</dc:creator>
				<category><![CDATA[BACKSPIN TV]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Düsseldorf]]></category>
		<category><![CDATA[Farid Bang]]></category>
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		<description><![CDATA[BACKSPIN TV präsentiert euch diesmal ein Interview mit dem Düsseldorfer Farid Bang. Auch in diesem Video-Interview stellt Farid wieder einmal klar, dass er der Gangbanger Nummer 1 ist. Erfahrt mehr über die Resonanz auf „Assphalt Massaka 2&#8243;, seine WG mit Kollegah und Gangbang den Müttern diverser Deutsch-Rapper. Farid Bang war an diesem Tag zusammen mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2010/10/farid-bang.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-4457" title="farid bang" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2010/10/farid-bang-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>BACKSPIN TV präsentiert euch diesmal ein Interview mit dem Düsseldorfer  Farid Bang. Auch in diesem Video-Interview stellt Farid wieder einmal  klar, dass er der Gangbanger Nummer 1 ist. Erfahrt mehr über die  Resonanz auf „Assphalt Massaka 2&#8243;, seine WG mit Kollegah  und Gangbang  den Müttern diverser Deutsch-Rapper. Farid Bang war an diesem Tag zusammen mit Summer Cem in Hamburg, der am 19.11.2010 sein neues Album &#8220;Feierabend&#8221; veröffentlicht.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="507" height="311" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/287ZLKvI_6Y?version=3" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="507" height="311" src="http://www.youtube.com/v/287ZLKvI_6Y?version=3" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		<title>Zwischen den Zeilen: Marc Reis</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Oct 2010 15:39:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simon</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Mannheim]]></category>
		<category><![CDATA[Marc Reis]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 15.10. dieses Jahres spielte Marc Reis (ehemals Sprachtot) im Rahmen der „Monster in mir“-Tour von Chakuza einen Gig in Hamburg. BACKSPIN nutzte die Möglichkeit, den Neu-Berliner über seine neuen Projekte zu befragen. Des weiteren erfahrt ihr, welche Auswirkungen sein Umzug nach Berlin und seine Entscheidung zur Musik auf seinen Freundeskreis hatte. Lest weitere interessante [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2010/10/marc-reis.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-4229" title="marc reis" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2010/10/marc-reis-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Am 15.10. dieses Jahres spielte Marc Reis (ehemals Sprachtot) im Rahmen der „Monster in mir“-Tour von Chakuza einen Gig in Hamburg. BACKSPIN nutzte die Möglichkeit, den Neu-Berliner über seine neuen Projekte zu befragen. Des weiteren erfahrt ihr, welche Auswirkungen sein Umzug nach Berlin und seine Entscheidung zur Musik auf seinen Freundeskreis hatte. Lest weitere interessante Geschichten über die Produktion seines neuen Mixtapes und vieles mehr. </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Wie entstand die Idee zu deinem neuen Free-Download-Mixtape &#8220;Das Manhattan Projekt&#8221; und was bedeutet für dich der Titel?</strong></p>
<p>Marc Reis: Das sind Tracks, die im Zeitraum von 2006 bis 2009 entstanden sind. Die Idee dazu kam gar nicht von mir, sondern von KD Supier, ein Produzent und guter Freund von mir aus Berlin. Er meinte, ich wäre ein wenig releaseschwach in den Jahren 2008 und 2009 gewesen. Dabei habe ich über 150 Songs gemacht in diesem Zeitraum. Ich habe es aber nie hinbekommen, etwas davon zu releasen. Und er hat dann gesagt: „Gib das doch den Leuten als Abschiedsgeschenk. Als Sprachtot-Abschiedsgeschenk. Die würden sich freuen, solche Songs von dir zu hören. Dann haben wir halt ein paar rausgepickt. Erst war ich etwas dagegen. Man ist als Künstler immer so skeptisch. Es ist 2010 und man bringt Sachen von 2006. Es ist aber ein Zeitabschnitt, den ich gemacht, geschrieben und aufgenommen habe und warum sollte ich das den Leuten vorenthalten. Es ist ja nicht so, dass ich nichts zu tun hatte. Es gab halt viele Umstände, die dazu führten, dass ich nicht releasen konnte. Ich denke es war ein ganz nettes Abschiedsgeschenk.</p>
<p><strong>Vielen Rappern fällt es schwer, ältere unreleaste Tracks rauszuhauen, weil sie immer der Meinung sind: &#8220;Oh, den kann ich doch jetzt nicht mehr bringen, der ist vier Jahre alt&#8221;. Warum schämen sich Rapper so oft für ihre alten Sachen?</strong></p>
<p>Marc Reis: Ich kenne das jetzt nicht bei anderen Rappern oder so. Aber ich schäme mich für keinen einzigen Track, den ich gemacht habe. Ich bin in viele Milieus reingegangen, was Hip-Hop-Musik betrifft. Ich habe Atzen-Musik gemacht. Ich habe mit Megaloh ein großartiges Album gemacht.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Das &#8220;Negertiv&#8221; Album?</strong></p>
<p>Nein nein. Davon rede ich jetzt gar nicht. Wir haben noch ein Album zusammen gemacht, das aber nie rausgekommen ist. Ich arbeite mit Raf Camora. Ich arbeite mit Chakuza. Ich habe noch nie einen Track gemacht, für den ich mich schämen müsste. Und deswegen war am Ende die Entscheidung doch leicht. Die hätten mich einfach fragen müssen: &#8220;Warum hast du die Songs sonst gemacht, wenn du sie niemandem zeigen willst?&#8221; Da hat es bei mir Klick gemacht. Raus damit Ich will auch, dass die Leute sehen, dass ich mich von dem Punkt bis hier her auch entwickelt habe. Sonst gebe ich den Leuten gar keine Brücke, über die sehen gehen können. Sonst bin ich gleich wieder als Marc da und sie fragen sich, was hat er denn vorher gemacht? Ich habe eine Geschichte mit Hip-Hop, die jetzt öffentlich nicht so breitgetreten wurde und ich wollte das einfach nochmal mitgeben.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Und woher nun der Titel „Manhattan Projekt“?</strong></p>
<p>Die Ursprungsbedeutung von &#8220;Manhattan Projekt&#8221; kommt aus dem Atom-Bereich. Beim &#8220;Manhattan Projekt&#8221; wurde die erste Atombombe entwickelt. Die Wissenschaftler haben das so genannt und an der Atombombe gebaut. Quasi wurde dort die Atombombe erfunden. Ich will meine Musik jetzt nicht mit einer Atombombe vergleichen, aber ich fand es halt sehr interessant. Es war etwas Neuartiges, etwas richtig Großes, würde ich jetzt einfach mal sagen. Ich sehe mein Abschiedsgeschenk gleichzeitig als einen großen Neubeginn. Und deshalb habe ich den Namen so gewählt. Ich denke, dass viele Leute das gar nicht wissen. Könnt ihr ja mal googlen. Ist sehr interessant, der Artikel. Und dann weiß man auch, woher die Atomwaffen kommen &#8211; lacht.</p>
<p><strong>Was gibt es denn zu deinem neuen Tour-Mixtape zu sagen? Gibt es das wirklich nur auf Tour? </strong></p>
<p>Das Problem ist halt, dass ich das angekündigt habe. Ich habe das stark limitiert gemacht. Das heißt 500 Stück. Ich habe einfach nicht damit gerechnet, dass so viele Leute nicht auf Tour kommen können, es aber trotzdem haben wollen. Ich bin ganz vorsichtig an die Sache ran und habe gedacht, ich mache ein paar für die Tour und die gehen vielleicht weg. Dann haben sich so viele Leute beim Admin meines Forums gemeldet und haben gesagt, sie können nicht kommen, aber sie hätten gerne ein Tour-Mixtape. Dann habe ich gesagt: &#8220;Ok, dann geben wir den Leuten die Chance, in 4-5 Tagen die Bestellungen abzugeben und danach ist wieder vorbei.&#8221; Das Problem ist nur, dass es nicht aufhört. Es kommen immer mehr Leute, die bestellen möchten. Aber ich weiß gerade nicht, was ich machen soll. Das habe ich so als Gift und als Dankeschön nochmal für die Tour gemacht. Wenn ich danach nochmal 1000 Leute am Start habe, die mich anschreiben, werde ich wahrscheinlich nachpressen lassen. Aber im Moment sehe ich da keinen Bedarf. Ich will halt auch nicht die Leute enttäuschen, die nicht kommen können.</p>
<p><strong>Was wird thematisch auf dem Mixtape zu hören sein? Features?</strong></p>
<p>So weit ich weiß, habe ich in dem Sinne gar keine Features. Ich habe mir einen Sänger drauf geholt, weil er eine ziemlich hohe Stimme hat. Es war aber eher mehr so zum Spaß. Bei dem Song &#8220;Mia Wallace&#8221;. Ich würde mich schon so beschreiben dass ich normale Dinge erzähle. Es sind in dem Sinne keine &#8220;Rapresenter&#8221;. Ich schreibe keine Battle-Songs. Man wird, wenn man meine Musik hört, auch wenige Vergleiche finden. Es ist natürlich auch wiederum der nächste Schritt zum Album. &#8220;Manhattan Projekt&#8221; war ja, dann kam mein Mixtape. Ich will so kontinuierlich weitergehen. Ich wollte so einen Moment mitgeben. Eigentlich ist der Grundgedanke ja der, dass du bei der Tour auf die Bühne gehst und wenn du verkackst, dann verkackst du. Dann kannst du auch nicht sagen: &#8220;Stop, rewind, vergesst das mal alle&#8221;. So ist auch das Mixtape entstanden. Das sind One-Takes. So wie es jetzt ist, wenn man reinhört, ist es geil. Ich feier’s.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Wie lief die Produktion ab? Du hast gerade schon erzählt dass du Beats gepickt hast. Dann einfach geschrieben Hast und viel Spaß hattest. Kann man so die gesamte Produktion beschreiben?</strong></p>
<p>Ich hatte bei dem Mixtape richtig Spaß. Ich habe mir einen Produzenten gesucht. Habe zu ihm gesagt: &#8220;Ich gebe dir zwei Wochen. Schicke mir Beats&#8221;.  Er hat mir 20 oder 25 Beats geschickt. Ich habe mir am Ende 14 Beats rausgesucht. Ich habe darauf geschrieben, aufgenommen und hatte Spaß dabei. Ich hatte schöne und nette Leute um mich. Es ist alles zwanglos abgelaufen. Bei einem Album machst du dir mehr Gedanken über Gastmusiker und da läuft auch alles nicht so spaßig ab. Mir hat es richtig Spaß gemacht, dieses Mixtape zu machen.</p>
<p><strong>Sozusagen Back to the Roots?</strong></p>
<p>Genau, genau. Einfach mal drauf kacken, alles zu organisieren. Mittlerweile ist es auf meinem Album auch so, dass ich richtig strukturierte Songs habe, bei denen man sich richtig Gedanken macht. Wen möchte man damit ansprechen? Auf dem Mixtape habe ich mir gesagt: &#8220;Lass einfach alles raus, was in deinem Schädel ist und schreibe es auf.&#8221;</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"> </span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Von Track zu Track:</span></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>1. Halt es aus</strong></p>
<p>Das ist einfach ein Appel. Vor allem in der Hook. Es gibt immer Sachen, die dich unterdrücken und man soll einfach dagegen vorgehen, es aushalten und einfach den Kopf oben halten. Ein Mutmacher-Song. Deswegen auch gleich der Erste, damit die Leute wissen, in welche Richtung ich in Zukunft gehen möchte.</p>
<p><strong>2. Heftigste Musik</strong></p>
<p>Ja, es ist heftigste Musik. Vielmehr muss man da gar nicht zu sagen. Wenn man ihn einkategorisieren müsste, wäre es ein &#8220;Rapresenter&#8221;.</p>
<p><strong>3. Fliegen Teil 1</strong></p>
<p>Das ist der erste Song, auf dem ich praktisch selber die Hook singe. Schönes Lied. Sehr persönlich. Vielleicht zwei bis dreimal hinhören, weil das alles Wahrheiten sind, die  darin gesagt werden.</p>
<p><strong>4. Meine Musik lebt</strong></p>
<p>Auch geiles Teil von KD-Supier. Erinnert mich so ein bisschen an einen Drum &amp; Bass-Beat. Den musste ich aber einfach nehmen. Geiles Teil!</p>
<p><strong>5. Alle reden nur</strong></p>
<p>Das ist halt auch ein Rapresenter. Da geht es darum, wie es im Titel beschrieben ist. Alle reden nur. Ich merke gerade, meine Titel sind gut. Die erklären sich fast von selbst &#8211; lacht. Es geht halt einfach darum, dass viele Leute im Hip-Hop quatschen. Ich war halt immer so jemand, der nicht viel geredet hat, sondern ich release oder release halt nicht. Ansonsten rede ich aber nicht viel über andere Rapper. Die Kids sind halt viel zu sehr geprägt von diesem Gequatsche. Deswegen sage ich, dass die Leute nur quatschen. Ich habe schon so viele Sachen gehört und habe am Ende gesagt: &#8220;Das ist doch alles nur Gequatsche&#8221;. Wenn jemand was von mir will, soll er kommen. Das kann man doch alles persönlich klären.</p>
<p><strong>6. Remember Me?</strong></p>
<p>Ist ein Song für meine Freunde, oder meinen ehemaligen Freundeskreis, den ich mit meiner Entscheidung nach Berlin zu gehen und Musik zu machen, verloren habe. Einfach ein Bruch. Das war ein Bruch, ist ganz klar. Die Leute haben nie verstanden warum ich gehe. Das nehme ich denen auch nicht übel. Wir kommen aus Mannheim, Ludwigshafen, aus der Kur-Pfalz. Das ist eine kleine Region. Wir sind alle irgendwie zusammen aufgewachsen und Marc entschließt sich, in die große Stadt zu gehen und Musik zu machen. Das verstehen viele nicht. Aber das ist halt mein Wunsch gewesen. Man hört darin, dass es kein trauriger Song ist. Ich bedanke mich einfach für die Zeit. Ich erzähle, was wir zusammen gemacht haben in dieser Zeit.</p>
<p><strong>7. Mia Wallace</strong></p>
<p>Ja, Pulp Fiction. Ich bin ein Fan von Uma Thurman. Ich finde die Frau schön. Jetzt mal ohne Scheiß. Die gefällt mir wirklich. Ist halt eine reife Frau. &#8220;Miah Wallace&#8221; ist halt für eine Frau geschrieben. Muss man reinhören. Mit einer gesungenen Hook von dem einen Sänger. Ist eigentlich das einzige Feature in dem Sinne.</p>
<p><strong>8. Karriere Frau</strong></p>
<p>Das ist wie gesagt die Gesichte, in der ich mit 19 Jahren eine Frau kennengelernt habe, die 32 war. Sie war halt so ne richtige selbstständige Frau mit eigener Wohnung. Darauf möchte ich nicht näher eingehen. Das muss man im Song hören. War auf jeden Fall eine lustige Nacht.</p>
<p><strong>9. GIV Teil 1</strong></p>
<p>Der ist Lustig. Das bedeutet &#8220;Gefahr im Verzug&#8221;. Ich bin mal zu einem Freund nach Hause und bin dort in eine Drogen-Razzia reingeraten. Ich war wirklich nur zur falschen Zeit, am falschen Ort. Habe dann da direkt auf die Fresse bekommen von einem Polizisten. So wie ich es in dem Track erzähle, genauso ist es passiert. Ich komm rein, will einfach nur was sagen und will wieder gehen. Auf einmal bricht die Tür auf und irgendwelche Beamten rennen in die Bude rein. Im Nachhinein war es schon lustig (lacht). Wenn du da erstmal einen Schlag bekommst und Waffen am Kopf hast, weißt du gar nicht was geht. Dann musste ich auch eine Nacht in der Zelle verbringen. Natürlich entschuldigen sich danach dann alle Leute, aber trotzdem ist es total schäbig.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>10. Stockholm Syndrom</strong></p>
<p>Das ist wenn sich eine Geisel in den Täter verliebt. Ich bin leider der Meinung, dass es viele Frauen gibt, die von ihrem Freund geknechtet werden. Ich rede auch von erwachsenen Frauen. Ich rede jetzt nicht von der 16 Jährigen, die sich das erste Mal in ihrem Leben verliebt hat. Mir ist das schon öfter begegnet. Das ist auch ein Song für die Frauen, damit sie sich mal Gedanken darüber machen, ob sie wirklich bei einem Arschloch bleiben müssen. Gerade wenn sie Kinder haben, wäre es vielleicht besser, einfach zu gehen und es alleine zu probieren.</p>
<p><strong>11. Stadt der Patrioten</strong></p>
<p>Das ist ein Song für Mannheim.</p>
<p><strong>12. Aufwiedersehen</strong></p>
<p>&#8220;Aufwiedersehen&#8221; ist ja ein wenig mein Ding. Ich habe auf allen Releases von mir als letzten Song &#8220;Aufwiedersehen&#8221;. Das ist schon, glaube ich, der zehnte Teil, aber ich mache schon gar keine Zahlen mehr dazu. &#8220;Aufwiedersehen&#8221; waren Songs, auf denen ich immer einer gewissen Gruppierung von Leuten, die ich mal kennengelernt habe, einfach Aufwiedersehen sage, auch für immer. Aus meiner Sicht heraus. Weil einfach Dinge passiert sind. Es ist ja nicht generell so, dass ich alle Menschen scheiße finde. Wenn sich eine gewisse Unsymphatie entwickelt oder irgendetwas passiert, dann muss man sich von Leuten trennen. Man muss auch einfach die Eier haben, jemandem zu sagen: &#8220;Ey, du gefällts mir nicht, oder mein Charakter passt mit deinem nicht zusammen. Ich gehe&#8221;. Manchen Leuten muss man das halt in einem Song sagen, dass sie das verstehen.</p>
<p><strong>Vielen Dank für das Interview. </strong></p>
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		<title>BACKSPIN TV &#8211; Folge 132: Bass Sultan Hengzt</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Oct 2010 11:56:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simon</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Interview]]></category>
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		<description><![CDATA[Für diese Folge von BACKSPIN &#8212; TV hatten wir Bass Sultan Hengzt zum Gespräch geladen. Er berichtete von seiner anstehenden Tour mit seiner Live-Band. Auch sein Drummer Olli war mit am Start. Erfahrt mehr über seine kommenden Solo-Projekte, Pop-Rockz! und vieles mehr.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2010/10/hengzttourgut.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-4213" title="hengzttourgut" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2010/10/hengzttourgut-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Für diese Folge von BACKSPIN &#8212; TV hatten wir Bass Sultan Hengzt zum  Gespräch geladen. Er berichtete von seiner anstehenden Tour mit seiner  Live-Band. Auch sein Drummer Olli war mit am Start. Erfahrt mehr über  seine kommenden Solo-Projekte, Pop-Rockz! und vieles mehr.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="513" height="313" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/x54FhjcHk0k?version=3" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="513" height="313" src="http://www.youtube.com/v/x54FhjcHk0k?version=3" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		<title>Zwischen den Zeilen: Laas Unltd.</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Oct 2010 09:59:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simon</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
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		<category><![CDATA[Backpack Inferno]]></category>
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		<description><![CDATA[Laas Unltd. aka ‚der ewig ungesignte’ besuchte die BACKSPIN-Redaktion und stellte sein neues Album &#8220;Backpack Inferno&#8221; vor. Bekommt in diesem Interview interessante Hintergrund-Informationen über die Entstehung und Bedeutung seiner neuen Platte aus erster Hand und erfahrt, was er mit dem Begriff ‚Backpack’ im Jahr 2010 verbindet. Was für eine Idee und welches Konzept steckt hinter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2010/10/laas-unltd.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-4018" title="laas-unltd" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2010/10/laas-unltd-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Laas Unltd. aka ‚der ewig ungesignte’ besuchte die BACKSPIN-Redaktion und stellte sein neues Album &#8220;Backpack Inferno&#8221; vor. Bekommt in diesem Interview interessante Hintergrund-Informationen über die Entstehung und Bedeutung seiner neuen Platte aus erster Hand und erfahrt, was er mit dem Begriff ‚Backpack’ im Jahr 2010 verbindet. </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Was für eine Idee und welches Konzept steckt hinter deinem neuen Album &#8220;Backpack Inferno&#8221;?</strong></p>
<p>Das Übermotto ist &#8220;Backpack Inferno&#8221;. Es geht darum, Hip-Hop wieder geil zu machen. So wie ich es damals erlebt habe, als ich vor zehn Jahren angefangen habe. Den Vibe, der damals herrschte, will ich heute wieder haben. Nicht mit der gleichen Musik und den gleichen Texten sondern in einer geupdateten Version mit der gleichen Leidenschaft und der gleichen Euphorie. Bei dem Album war das Grundkonzept, dass man den Leuten das erstmal präsentiert und sagt: &#8220;So und so sieht es aus. Das habe ich auf der Single &#8220;Backpack Inferno&#8221; gemacht. Der Rest des Albums ist sehr persönlich. Mir ging es darum, meine Persönlichkeit zu präsentieren, weil das für mich ein Bestandteil von Backpack ist. Dass man ehrlich ist und seine ehrliche Persönlichkeit einbringt und sich da kein falsches Image aufbaut. Deshalb habe ich sehr viele Tracks, die meine Geschichte erzählen. Von meiner Kindheit an, bis zu Sachen, die heute passieren. Meine Emotionen, meine Gefühle, meine Gedanken. Und das alles in der Verpackung des geilsten Hip-Hop-Sounds, den man sich heute vorstellen kann. (lacht)</p>
<p><strong>Was gibt es zu den Feature-Gästen auf deinem Album zu sagen? Dass Savas auf deinem Album vertreten sein wird, war im Voraus vielen klar. Du warst mit ihm auf Tour und chillst mit ihm. </strong></p>
<p>Chillen ist übertrieben. Wir sehen uns jetzt auch nicht so oft. Wir haben, wenn wir uns gesehen haben, eigentlich die ganze Zeit Musik gemacht. Die Leute denken auch immer, ich bin der Protege oder ein neuer Zögling von Savas. Das Ding ist, er hat mich halt unglaublich gepushed, einfach dadurch, dass er mich an seiner Seite hat sein lassen. Ihn jetzt hier auf dem Album zu haben, ist für mich immer noch ein Traum. Auch wenn wir jetzt wirklich schon mehrere Tracks zusammen gemacht haben.</p>
<p><strong>Und bei Sido war es so, dass du bei ihm auf dem Album warst, und er hat sich dann sozusagen revanchiert? </strong></p>
<p>Revanchiert – na ja. Das hört sich jetzt immer so behindert an. Im Endeffekt war es halt so, dass Sido mich wirklich vor ziemlich genau einem Jahr kontaktiert hat, als er in Hamburg war und sein letztes Album fertig gemacht hat. Er hat mich direkt ins Studio eingeladen. Wir haben dann diesen Remix von &#8220;Seniorenstatus&#8221; gemacht. Dann sind wir in Kontakt geblieben. Ab und zu telefoniert man mal. Für mich war es so, dass ich immer Bock hatte, mit ihm was zu machen und dann dachten wir, dass wir es für dieses Album in Angriff nehmen. Er hatte direkt Bock das zu machen. Wir konnten das sogar bei Desue in Berlin im Studio aufnehmen, das war übercool. Er hat uns da aufgenommen als würde man sich zehn Jahre kennen. War vom Ding her auch ein Traum. Das sind ja wirklich sehr beschäftigte Leute.</p>
<p><strong>Kannst du noch kurz etwas über die anderen Features auf der Platte sagen? Dass Kaas dabei ist, könnte den einen oder anderen überraschen. </strong></p>
<p>Echt? Weil er jetzt nicht so Battlerap-mäßig ist?</p>
<p><strong>Genau.</strong></p>
<p>Das ist ja das Krasse. Ich hatte mit Kaas auch darüber geredet. Weil er meinte, er ist nicht so der Battle- und Flow-Rapper. Ganz ehrlich, als ich Kaas das erste mal gehört habe, dass war halt noch vor dieser Love-Movement-Zeit. Da hat er überkrasse Flows ausgepackt. Ich habe ihn da gar nicht so krass weit von mir entfernt gesehen. Natürlich ist Kaas jemand, der eine sehr starke Persönlichkeit hat, und diese auch sehr stark auslebt und präsentiert. Und das auch sehr gut macht. Deshalb ist es auf den ersten Blick vielleicht etwas verwunderlich, aber im Endeffekt machen wir genau das Gleiche. Wir sind Jungs, die aus derselben Zeit kommen, ungefähr im selben Alter sind und die einfach Über-Liebe für dieses Rap-Ding haben. Deshalb passt das auch bestens zusammen.</p>
<p><strong>Wie würdest du den Sound deiner neuen Platte beschreiben? </strong></p>
<p>Ich fange von Vorne an. Der Vibe von den Beats und der Überbegriff ist für mich auf jeden Fall der Flavour von Früher, aber in neuer geiler Verpackung. Teilweise klingen die Beats auch wie Sachen, die einen an den Sound aus den 90er Jahren erinnert. Aber dadurch, dass es moderne Drums, moderne Arrangements und moderne Sounds sind, ist es halt einfach eine geupdatete Version. Das fand ich für mich persönlich ziemlich geil, weil ich die alten Sachen immer sehr gefeiert habe, aber auch kein Fan davon bin, immer auf diesem Retro-Film zu bleiben. Hip-Hop ist Weiterentwicklung. Man muss immer alles weiterentwickeln und immer alles upsteppen. Ich höre auch die verschiedensten Arten von Musik. Deswegen spielen da auch noch verschiedenste Einflüsse mit rein. Es ist jetzt nicht jeder Beat so, dass man denkt, da könnte jetzt auch Pete Rock drüber rappen. Das erstmal zu den Beats. Wie sie halt entstanden sind? Es gibt viele Beats, die von Absturz-City komplett fertig produziert wurden und dann an mich herangetragen wurden. Bei denen habe ich mir dann die Perlen herausgepickt, von denen ich der Meinung war, dass die am besten passten. Das war vor allem am Anfang so. Man arbeitet erstmal drauf los und guckt, was entsteht. Zum Ende des Albums war es wirklich so, dass man auch fokussierter geschaut hat: &#8220;Wir brauchen noch einen geilen Beat für die Single.&#8221; Und dann habe ich mich auch wirklich nochmal mit Monroe hingesetzt. Knauf von Absturz-City hat sich dann auch nochmal hingesetzt und hat ganz speziell noch mal Dinge gemacht, bei denen wir dachten, das gehört auf jeden Fall noch dazu. Zum Ende des Albums hin wurde das auf jeden Fall extrem fokussierter.</p>
<p><strong>Absturz-City sind ein Produzententeam aus Hamburg? </strong></p>
<p>Absturz-City ist ein Produzenten-Team, bestehend aus Goldzilla und Knauf aka King-Kong-Kinski aka der verwirrte Affenmann. Das sind zwei talentierte Jungs aus Hamburg, die schon sehr lange in dem ganzen Hip-Hop-Kontext drin sind. Knauf ist zum Beispiel so ein richtiges Hip-Hop-Hamburg-Urgestein. Er kennt halt auch alle schon von vor zehn Jahren und ist einfach schon so lange in dieser Musik. Obwohl sie schon mit sehr vielen Leuten, die man auch kennt, zusammengearbeitet haben und sehr viele Produktionen gemacht haben, sind sie aber bisher noch nie so krass in die Öffentlichkeit gedrungen. Absturz-City sind für mich persönlich, neben Monroe, die Jungs mit den besten Beats hier in Hamburg.</p>
<p><strong>Welche Themen erwarten den Hörer inhaltlich auf &#8220;Backpack Inferno&#8221;? </strong></p>
<p>Von allem etwas. Das hört sich echt richtig behindert an. Wie zum Beispiel: &#8220;Wir haben uns jetzt mal hingesetzt und machen hier jetzt nochmal einen Party-Track und dann fehlt noch der persönliche Track. Und dann noch der Storyteller.&#8221; (mit verstellter Stimme) Aber Wenn man jetzt ganz objektiv drauf guckt, könnte das sogar vielleicht zutreffen. (alle lachen) Grundsätzlich ist es bei mir so: Ich präsentiere in meiner Musik meine Persönlichkeit und alle Sachen, die in meinem Leben vorkommen. Ich werde dir jetzt keinen politischen Track über die Probleme in der dritten Welt mit Verbesserungsmaßnahmen vorrappen, weil ich mich mit diesem Thema null beschäftige. Ich habe aber ziemlich viel Kontakt mit Kids und Jugendlichen und deshalb ist das ein Thema in meiner Musik. Ich habe halt viel Kontakt mit Frauen und jungen weiblichen Wesen und deshalb ist auch das ein Thema in der Musik. Ich habe auch sehr viel Kontakt mit Hip-Hop und allem was damit zu tun hat. Deshalb ist auch das dann ein Thema. Ich will echt weg von diesem Bunte-Tüte-Begriff. Es ist halt Laasen. Mein Leben ist keine verdammte bunte Tüte, sondern hat einen roten Faden. Von vorne bis hinten. Es sind aber natürlich auch teilweise Sachen, die sich widersprechen, wie das halt in jedem Menschen ist. Es gibt Tracks, die sehr stumpf sind. Dann gibt es wieder Tracks, die sehr reflektierend sind. Aber so bin ich. Es gibt Abende, da wirst du mich sehen und ich werde dir nur Scheiße erzählen. Du denkst dann, der ist voll der Kasper-Typ, mit dem kann man einen witzigen Abend haben. Am nächsten Tag erzähle ich dir irgendwelche Probleme aus dem sozialen Leben. Dann fällt dir auf, dass du das von mir gar nicht gedacht hättest. Anders herum genauso. Aber ich finde, erst das macht es wirklich interessant.</p>
<p><strong>Hast du noch eine kleine Randnotiz rund um die Produktion des Albums? Ist dir etwas besonderst im Gedächtnis geblieben?</strong></p>
<p>Da gib es auf jeden Fall tausende Storys. Schon alleine das Zusammenarbeiten mit Knauf ist einfach ein Wahnsinn. Du Schwein. Schreib das auch so. Knauf, du Schwein. Die Zusammenarbeit war ein Wahnsinn. Wenn ich jetzt eine Story rauspicken müsste, dann wäre es die zur Entstehung des letzten Tracks &#8220;Traumtänzer&#8221;. Es war der letzte Track für das Album, den ich auch wirklich am letzten Wochenende aufgenommen habe, an dem es auch das letzte Mal möglich war aufzunehmen. Am Montag wurde das Album dann ins Presswerk geschickt. Der Track musste ja auch noch gemischt und gemastert werden. Ich hatte halt diesen Beat und wusste die ganze Zeit nicht, was ich darauf machen wollte. Ich wusste, ich muss was unglaublich Krasses machen, aber habe das dann immer vor mir her geschoben. Ich hatte auch erst nicht so die richtigen Emotionen dafür. In der letzten Nacht, bevor ich zu Monroe gefahren bin und von der Arbeit kam und völlig gefickt war, sind mir tausend Dinge durch den Kopf gegangen. Ich dachte, ich kann gar nicht schreiben. Ich habe so viele Sachen. Ich saß da und wusste wenn ich das jetzt nicht schaffen würde, den Track in dieser Nacht zu schreiben, wäre das ganze Album verkackt. Wenn der letzte Track scheiße ist und er halbherzig rüber kommt, ist es wie bei einem Graffiti-Piece, bei dem am Ende ein Highlight nicht sitzt. Dann ist es verkackt. Ich habe dann dort gesessen, habe einen geraucht und habe gedacht, ich schreibe jetzt einfach mein Leben auf. Das was gerade passiert. Alle meine Emotionen, die ich jetzt gerade habe. So ehrlich und so nachvollziehbar wie es einfach nur geht. Ich habe die ganze Nacht bis fünf oder halb sechs morgens durchgeschrieben. Habe danach drei Stunden gepennt, bin aufgestanden und zu Monroe gegangen. Wir haben das Ding abgeschossen. Monroes Reaktion war: &#8220;Ach du Scheiße&#8221;, nachdem ich ihm den ersten Verse vorgerappt hatte. Er hat mich mit so einem komischen Blick angeguckt und meinte nur: &#8220;Ach du Scheiße&#8221;. Und da habe ich gemerkt, ok, ich habe alles richtig gemacht.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Von Track zu Track: </strong></p>
<p><strong><br />
</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>1. Laas Man Standing feat. Kool Savas</strong></p>
<p>Für mich der Bomben-Einstieg ins Album. Das ist auch der einzige Track, der ein wenig in diese Rapresenter-Richtung geht, auf dem ich einfach Line für Line raushaue. Das ist für mich der Traum-Einstieg, dass so ein Savas kommt und zwei Sätze sagt wie: &#8220;Er ist wieder da für euch, er macht das klar für euch&#8221;. Ich haue einfach auf die Kacke und er schreit im Hintergrund einfach rum und fühlt den Vibe völlig. Übergeil!</p>
<p><strong>2. Backpack Inferno</strong></p>
<p>Das ist wirklich die Definition von dem, was ich mit diesem Album ausdrücken will und auch überhaupt meine Definition von Hip-Hop. Ich habe das einfach mal auf den Punkt gebracht.</p>
<p><strong>3. Shades</strong></p>
<p>Ist ein Liebhaber-Track. Es geht um meine geliebte Sonnenbrille. Die Ray Ban &#8211; Wayfarer. Viele Leute hassen sie, viele Leute lieben sie. Viele Leute denken, das ist einfach so ein behindertes Accessoire. Ich habe in diesem Track versucht, einfach mal die Geschichte der Brille zu erzählen. Als wäre die Gesichte ein Mensch oder so. Ich habe versucht, ihr einfach mal Leben einzuhauchen, weil diese Brille im Rahmen dieser Pop-Kultur und der Musikgeschichte eine Rolle spielt. Wenn du dich mit alten Blues- oder Rock-N-Roll-Sachen beschäftigst, siehst du überall diese Brille. Die war überall dabei. Das ist einfach History. Ich fand das cool, den Leuten das einfach mal zu erzählen.</p>
<p><strong>4.GZSZ </strong></p>
<p>Mein Liebestrack an meine Freundin Mary. Es gibt ja schon ganz viele von diesen Tracks, in denen Leute darüber rappen, dass sie viel rauchen und ganz verliebt sind in Mary. Ich habe mir gedacht, dass ich nicht so einen Klischee-Track machen will, sondern es geht mir auch um meine Geschichte. Es soll ja nicht ein Track sein, den dann auch Samy rappen könnte oder so. Sondern ich habe das dann einfach gemischt. Mit all den guten Erinnerungen und all den schlechten Erinnerungen. Wenn man zehn Jahre raucht, hat man auf der einen Seite so viel Abfuck und auf der anderen Seite auch so viele tolle Erinnerungen und Erlebnisse. Ich habe diese einfach mal gegenüber gestellt. Even in the good times, even in the bad times. Ich rauche einfach.</p>
<p><strong>5. Alles Gut feat. Sido &amp; Harris </strong></p>
<p>Das ist ein richtig unbeschwerter Track, von dem ich nie gedacht habe, dass ich den noch für dieses Album schaffen werde. Das ist wirklich so ein Track, bei dem ich mir vorstellen kann, dass ihn Leute feiern, die eigentlich überhaupt gar keinen Hip-Hop hören. Dass die den Song hören und direkt denken: &#8220;Woah, geiler Track, der versprüht voll viel gute Laune und hat so einen Funk-Vibe.&#8221; Er klingt auch gar nicht wie so ein Rap-Beat. Wir gehen da alle überlocker drüber. Die Hook ist voll cool. Ein Track, der für mich das Album einerseits auflockert und echt nochmal eine Stufe höher hebt, als es vorher war.</p>
<p><strong>6. Mekka Mekka </strong></p>
<p>Das ist die verkackte Story. Ist auch eine wahre Gesichte. Wie es halt immer so ist, wenn man sich viel mit diesen kleinen Frauen umgibt. Da passieren dann halt auch Dinge. Wenn man dann abends mal alleine ist und das dann am nächsten Tag gar nicht mehr so richtig im Kopf hat. Und die Woche drauf auch nicht. Aber die Mädchen haben das noch alles im Kopf und machen sich Gedanken. &#8220;Warum meldet er sich nicht? Was is mit dem? Gagagag.&#8221; (mit verstellter Stimme). In der ersten Woche schreiben sie auch noch SMS und alles ist cool. Aber ab der zweiten Woche sind sie über abgeturnt. Wenn man sie dann wieder trifft kann es echt Probleme geben. Ich habe einfach mal so eine Situation beschrieben und was ich denn dann da sagen würde.</p>
<p><strong>7. Verkackte Kindheit </strong></p>
<p>Es ist sozusagen das Donnerwetter von dem Album. Nach diesem unbeschwerten &#8220;Alles ist gut&#8221;. Er ist auch mit der persönlichste Track auf dem Album. Ich erzähle wirklich die Sachen, die früher bei mir Zuhause leider Gottes passiert sind. Ich habe das lange mit mir herumgetragen. Das wissen bisher auch die wenigsten Leute. Auch damals wussten es kaum Leute, weil es auch nicht so offensichtlich war. Da sind halt wirklich ganz üble Sachen passiert, die in mir immer noch drin sind und mein jetziges Handeln natürlich beeinflussen. Mir war es wichtig, den Leuten diese Geschichte zu erzählen, weil sie dadurch vielleicht auch mich besser verstehen und besser kennenlernen.</p>
<p><strong>8. Rockin` It </strong></p>
<p>Ist ein kompletter Wahnsinns-Track, auch über mein Leben. Jetzt aber nicht so reflektiert introvertiert. Sondern einfach diese ganzen Sachen, die einfach in meinem Tag vorkommen, alle ganz krass hintereinander aufgezählt. Bam Bam Bam. Das sind halt auch einfach so viele Sachen. Ich gehe vormittags arbeiten. Dann nachmittags ist halt Dies Das. Rapmäßig. Abends fahre ich dann halt auf ein Konzert und spiele irgendwo. Komme am nächsten Tag wieder. Es sind halt tausend Sachen. Ich habe da einfach mal so meinen Hustle beschrieben. In der dritten Strophe switcht das dann auch noch, dass ich das komplett ummünze. Ich habe jetzt erzählt, was ich mache, ich kann aber auch erzählen, was du Hater machst. Du hatest mich und sagst, der ist so ein kleiner komischer Erzieher und machst einen auf Dealer. Ich habe das einfach umgedreht und erzählt, was die den ganzen Tag lang machen. Diese ganzen kleinen Wannabe-Gangsta. Ich habe denen das am Ende nochmal so richtig vor den Kopf geknallt. Dadurch bekommt der Track auch noch einen Battle-Charakter.</p>
<p><strong>9.Nacht Fieber</strong></p>
<p>Der Track ist auf Grund der Tatsache entstanden, dass in den letzten Monaten vor dem Album fast jedes Wochenende komischer Weise bei mir Zuhause und auch in der Küche Party abging. Ich war früher nie so ein Party-Mensch. Auf einmal hatte ich jedes Wochenende 25 Leute in der Küche. Viele Frauen, viel Chaos, viel Action, viel Verwirrung, viel Spaß. Diese Sachen sind einfach mal alle in diesen Track geflossen. (schmunzelt)</p>
<p><strong>10. Superdaddy </strong></p>
<p>„Superaddy“ ist ein Track, der auch ein wenig in diese &#8220;Verkackte Kindheit&#8221;-Richtung einschlägt. Aber eher damit zu tun hat, was ich teilweise in meinem Job erlebe und auch wenn ich rausgehe und bei uns im Park die Kids spielen sehe. Ich kenne halt auch einfach super viele Kids und ihre Story. Da habe ich einfach mal so eine Story erzählt.</p>
<p><strong>11. Hippie Görl feat. Rawbird von I-Fire</strong></p>
<p>Das ist der Hass-Track von einigen Leuten. Wird wohl auch von ganz vielen Leuten noch der Hass-Track werden. Ist aber für mich auch ehrlich gesagt einer der geilsten Tracks. Ist ein wenig ein Fetisch-Track. Man hat ja immer so diese bestimmte Vorstellung einer Frau mit High Heels und aufgestyled. Aber dann gibt es diesen kleinen Fetisch. Das komplette Gegenteil. Also jetzt nicht dirty, so hässlich und fett, aber so ein Mädchen, das völlig natürlich ist. Ein Mädchen, das nicht geschminkt ist und keine High Heels anhat, sondern barfuß im Club rumtanzt und eine jugendliche Naivität versprüht. Das ist irgendwie so ein kleiner Fetisch, der so drin steckt und der ist auf diesem Track herausgekommen. Der Track ist auch so ein geiles Miami-Bass-Ding auf einen typischen Miami-Bass-Beat.</p>
<p><strong>12. Das Märchen vom Lauch feat. </strong><strong>Kaas </strong></p>
<p>Der Lauch of the Nauf. Wer kennt ihn nicht mittlerweile. Story ist, dass ich als Lauch beleidigt wurde. Dann habe ich aus dem Lauch einen Titel gemacht. Jetzt gibt es sogar Leute, die auch gerne ein Lauch sein würden, obwohl es eigentlich Idiot oder so etwas bedeutet. Ich hatte die Idee, auf dem Track zu erzählen, was bei mir in den letzten Jahren so abging. Auch gerade mit der Sache, dass man dann auf einmal etwas mehr in der Öffentlichkeit steht als vorher. Ich hatte aber keinen Bock, das normal alles so runter zu erzählen. 1997 habe ich das gemacht und dann das. Dann habe ich das Ganze einfach mal als Märchen erzählt. (lacht) Dadurch, dass ich auch immer viele Märchen in meinem Kindergarten-Alltag vorlese, kenne ich auch viele Sachen aus Märchen. Da gibt es einfach die verrücktesten Charaktere und da kommen auch ganz viele davon darin vor.</p>
<p><strong>13. Überkrass feat. Cronik &amp; Coscash </strong></p>
<p>Meine Homes. Cronik &amp; Coscash. Zwei talentierte Nachwuchsrapper hier aus Hamburg, die jetzt gerade auch so ein wenig auf dem Vormarsch sind. Die Jungs organisieren sich halt auch komplett selbst. Sie drehen Zurzeit ein wenig am Rad, indem sie Videos machen. Sie haben jetzt mit Aggro.TV Sachen gemacht und nehmen halt auf. Von Coscash wird demnächst ein Album erscheinen. Dadurch, dass wir einfach so viel Kontakt, auch auf Homie-Basis, haben und ich ihre Musik gefeiert habe und immer noch feiere, haben wir gesagt, die müssen wir auf dem Album mit drauf haben. Für die Beiden ist es auch nochmal eine coole Chance, sich zu präsentieren. Da haben wir so einen Party-Track gemacht, da wir meistens, wenn wir uns sehen, Party machen. Deswegen war es da auch das Naheliegendste. Ich finde es geil, dass wir uns in dem Track komplett abwechseln. Es sind zwei Strophen, die komplett von uns dreien zusammen geschrieben wurden. Wir wechseln uns immer ab. Jeder macht mal eine Zeile oder auch mal nur ein Wort. Das hat für mich auch diesen geilen Flavour, den man früher hatte. Beim Stammtisch hatten wir das oft so. Wir wechselten uns einfach immer beim Freestylen ab. Das bringt so eine geile Energie, die man heute nicht mehr so oft hört. Deshalb haben wir da so einen Track gemacht und ich finde ihn auch obergeil. Voll krass könnte man sagen. (lacht)</p>
<p><strong>14. Grosser Bruder</strong></p>
<p>Genau. „Grosser Bruder“. Das ist die Story von meinem Bruder. My Brother From Another Mother, Rano. Er ist einfach für das, was ich mache, einer der Hauptinspirationen gewesen. Als ich auf die Jams gefahren bin, war er für mich einfach der Krasseste. Er hat einfach alle komplett platt gemacht, mit einer Energie, die ich seit zehn Jahren nicht mehr gesehen habe. Leider kennen ihn die Leute nicht so. Lange Zeit war er einfach mein Rap-Partner. Er hat mich ganz stark mitgeprägt und immer an mich geglaubt. Er hat mich immer bestärkt, Sachen zu machen. Ich habe auch ganz viel mit ihm zusammen entwickelt. Deswegen fand ich es auf jeden Fall wichtig, dass ich diese Story auch erzähle. Weil das erklärt auch ganz viel über meine Person. Erzähle mir mit welchen Leuten du herum hängst, und ich weiß wer du bist. Da gehört dann halt auch mal dazu, dass man etwas über seinen großen Bruder oder besten Freund erzählt. Es gibt so viele Rapper, die unglaublich gut und talentiert sind hier in Deutschland, die dann leider irgendwann gescheitert sind oder es nie wirklich geschafft haben, damit erfolgreich zu werden. Und ich fand es wichtig, dass man auch mal solch eine Story erzählt. Gerade auf einem Album, das &#8220;Backpack Inferno&#8221; heißt. Weil das sind die Leute, die wirklich dazu beigetragen haben, dass ich auf Backpack flashe.</p>
<p><strong>15.Traumtänzer</strong></p>
<p>Jeder Mensch hat einen Traum. Egal ob das Rap oder eine andere Musik ist. Bei vielen Leuten ist dieser Traum mittlerweile verkümmert, weil es einem sehr schwer gemacht wird, diesen Traum auszuleben. Ich habe einfach mal überlegt, welche Sachen jeder hat. Meistens ist es einfach der Job. Man kann jetzt nicht sagen, dass man drei Jahre auf Weltreise geht und seinen Horizont erweitert. Dadurch würde man seinen Job verlieren und danach arbeitslos werden. Hartz IV, gefickt. Auf der anderen Seite ist es auch oft eine Frau oder eine Beziehung, die die Leute einengen kann und daran hindern kann, das zu tun, was sie wirklich wollen. Gerade wenn schon Kinder da sind oder so. Dann sagen auch Leute, dass sie nicht einfach weg können. Das ist bei mir einfach ein sehr großer Faktor in meinem Leben. Dieses Leben, das ich führe, ist einfach ein Tanz auf dem Drahtseil. Auf der einen Seite ist es diese unglaubliche Emotion, die man dann hat und der Flash, den man auf diese Musik schiebt. Auf der anderen Seite dieses krasse normale Leben und dies alles vereint zu bekommen. Das ist der größte Kopffick, schon mein ganzes Leben lang und erklärt auch sehr viel an meiner Person.</p>
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		<title>BACKSPIN TV &#8211; Folge 129: Sage Francis</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Oct 2010 17:51:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simon</dc:creator>
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		<category><![CDATA[News]]></category>
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		<category><![CDATA[Sage Francis]]></category>
		<category><![CDATA[Strange Famous Records]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Ausnahme-Rapper Sage Francis, der sein eigenes Label Famous-Records leitet, war am 06.Oktober 2010 in Hamburg live auf der Bühne zu sehen. Backspin-TV führte mit ihm vor Ort ein Interview über sein aktuelles Album „Li(f)e“. Seht und hört selbst, ob das Leben für Sage eine Lüge darstellt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2010/10/sagefrancis.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-4007" title="sagefrancis" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2010/10/sagefrancis-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Der Ausnahme-Rapper Sage Francis, der sein eigenes Label Famous-Records leitet, war am 06.Oktober 2010 in Hamburg live auf der Bühne zu sehen. Backspin-TV führte mit ihm vor Ort ein Interview über sein aktuelles Album „Li(f)e“. Seht und hört selbst, ob das Leben für Sage eine Lüge darstellt.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="462" height="357" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/Refx5Vc5Zpg?version=3" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="462" height="357" src="http://www.youtube.com/v/Refx5Vc5Zpg?version=3" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		<title>BACKSPIN TV &#8211; Folge 128: Boot Camp Clik</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Oct 2010 16:14:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simon</dc:creator>
				<category><![CDATA[BACKSPIN TV]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
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		<category><![CDATA[Duck Down]]></category>
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		<description><![CDATA[BACKSPIN TV lud die Boot Camp Clik auf dem Splash 2010 zum Interview und entlockte ihnen interessante Informationen und Statements zu ihren anstehenden Solo und Crew-Projekten, ihrem Label Duck Down und ihrem Auftritt beim Splash. Seht und hört was die New Yorker Veteranen zu berichten haben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2010/10/bootcampclik_full1.gif"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-3893" title="bootcampclik_full" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2010/10/bootcampclik_full1-150x150.gif" alt="" width="150" height="150" /></a>BACKSPIN TV  lud die Boot Camp Clik auf dem Splash 2010 zum Interview und  entlockte ihnen interessante Informationen und Statements zu ihren  anstehenden Solo und Crew-Projekten, ihrem Label Duck Down und ihrem  Auftritt beim Splash. Seht und hört was die New Yorker Veteranen zu  berichten haben.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="293" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/zcPcypPuXxY?version=3" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="293" src="http://www.youtube.com/v/zcPcypPuXxY?version=3" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		<title>Zwischen den Zeilen: Raf Camora: „Ohne Musik würde ich sterben.“</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Oct 2010 11:56:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Martin</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[raf camora]]></category>
		<category><![CDATA[therapie nach dem album]]></category>
		<category><![CDATA[zwsichen den zeilen]]></category>

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		<description><![CDATA[Raf Camora wird von vielen als das Multi-Genie der deutschen Rap-Szene bezeichnet: Rapper, Sänger und Produzent ist der Wahl-Berliner, der in der französisch-sprachigen Schweiz geboren wurde und in Wien aufwuchs. Nach seinem ersten Street-Album „Therapie vor dem Album“ und seinem Debüt-Album „Nächster Stopp Zukunft“ brachte er nun den Nachfolger seines Street-Albums mit dem passenden Titel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2010/10/Raf-Camora-Therapie-Nach-Dem-Album-Cover.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-3874" title="Raf-Camora-Therapie-Nach-Dem-Album-Cover" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2010/10/Raf-Camora-Therapie-Nach-Dem-Album-Cover-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Raf Camora wird von vielen als das Multi-Genie der deutschen Rap-Szene bezeichnet: Rapper, Sänger und Produzent ist der Wahl-Berliner, der in der französisch-sprachigen Schweiz geboren wurde und in Wien aufwuchs. Nach seinem ersten Street-Album „Therapie vor dem Album“ und seinem Debüt-Album „Nächster Stopp Zukunft“ brachte er nun den Nachfolger seines Street-Albums mit dem passenden Titel „Therapie nach dem Album“ raus. Hierzu stand er BACKSPIN Rede und Antwort:</strong></p>
<p><strong> Gibt es ein Konzept hinter dem Album?/Wie sieht das aus?</strong></p>
<p>Ich wusste bereits bevor ich anfing, dass es ein &#8220;Abschluss-Album&#8221;  einer gewissen Epoche für mich sein sollte, daher war das Konzept, all meine inneren Schatten raus zulassen und mich selbst zu zerstören.</p>
<p><strong>Was bedeutet der Titel des Albums?</strong></p>
<p>Therapie Nach – und vor dem Album fand ich als Street-Tape-Name immer recht gut, weil es sozusagen das Leben eines Künstlers während seinen &#8220;Pausen&#8221; beschreibt. Mitsamt dem ganzen Stress der dazu gehört.</p>
<p><strong>Wie würdest du den Sound des Albums beschreiben?</strong></p>
<p>Für meine Verhältnisse eher schlicht und Düster gehalten. Etwas dreckiger als sonst und ziemlich tiefgehend.</p>
<p><strong>Wie lief die Produktion eines Tracks ab?</strong></p>
<p>Ich habe fast alle Songs auf meinem Nokia E 71 geschrieben, egal wo ich war, Marseille, Neapel, etc. daraufhin bin ich ‘ne Woche ins  Studio gegangen, um alle Songs zu recorden und habe dann nochmals ‘nen Monat gebraucht, um das zu arrangieren und zu mischen.</p>
<p><strong>Was für Inhalte behandelst du in den Tracks?</strong></p>
<p>Es geht um innere Konflikte, Suche nach Freiheit, teuflische Industrie, Abrechnung, gemischt mit etwas üblichen Skills zeigen…</p>
<p><strong>Was für Feature-Gäste sind auf dem Album? Und warum?</strong></p>
<p>Am meisten Nazar, weil er der Künstler ist, mit dem ich in meinem  Leben am meisten zu tun habe. Wir sind sozusagen Ying &amp; Yang. Mit  Sprachtot habe ich auch ‘nen Konzeptsong gemacht, Manuellsen hat ‘ne Hook gesungen. Die restlichen Features habe ich beinahe alle auf den „Yo Remix“ gepackt.</p>
<p><strong>Wie lief die Zusammenarbeit mit den Features ab? Was ist dir besonders im Kopf geblieben?</strong></p>
<p>Die waren alle bei mir im Studio und haben aufgenommen, bis auf Tarek. Seinen Achter habe ich als letztes bekommen und bin bei ihm mit ‘ner Flasche Vodka bis 3,4 Uhr im Studio abgehangen und habe daraufhin gleich gefeiert, dass das Album fertig ist. Konshens &amp; Delus haben In Jamaica ihre Parts aufgenommen.</p>
<p><strong>Was ist deine schönste Erinnerung an das Album?</strong></p>
<p>Die Orte an denen ich bestimmte Songs wie zum Beispiel „Mah Jah“ geschrieben  habe. Da war ich im Januar am Strand von Marseille und es schien die Sonne während in Berlin Eiszeit war.</p>
<p><strong>Was hast du von der Platte erwartet und inwieweit wurde das bis heute erfüllt?</strong></p>
<p>Es wurden ca. Alle Erwartungen übertroffen. Wir haben zwei Mal nachgepresst, also ist das ein deutliches Zeichen, dass D-Bo  und ich die Nachfrage deutlich unterschätzt haben.</p>
<p><strong>Wie  erhältst  du dir in Zeiten von hohen Download-Zahlen die Liebe zur Musik? Voran arbeitest du im Moment?</strong></p>
<p>Die Liebe zur Musik brauche ich nicht zu erhalten, weil sie ständig  präsent ist. Ohne Musik würde ich sterben. Und ich kann, Gott sei dank, davon Leben, auch in den Download-Zeiten.</p>
<p><strong>Von Track zu Track</strong></p>
<p><strong>01. Intro</strong></p>
<p>Ich hatte richtig Abturns bevor ich in die Booth gegangen bin und habe alles raus gelassen.</p>
<p><strong>02. Was ich will</strong></p>
<p>Dunkelheit in meiner Wohnung 3 Uhr nachts&#8230; Kopf-Ficks…</p>
<p><strong>03. Ihr &amp; Ich</strong></p>
<p>War ein Song, der für „Nächster Stopp Zukunft“ gedacht war, aber mich kein Beat  für den Song geflasht hatte. Hamudi hat den richtigen schließlich gebracht.</p>
<p><strong> 04. Schwarzer Rabe (feat. Sprachtot)</strong></p>
<p>Im Hof eines Krankenhauses in Wien geschrieben.</p>
<p><strong>05. Beef</strong></p>
<p>Wahrheit über die ganze Scheiße, die Hinter den Kulissen abgeht.</p>
<p><strong>06. Mah Jah</strong></p>
<p>Strand Marseille, Wintersonne, totale Verarschung von allem, was ein Mikro hält.</p>
<p><strong>07. Reise nach Jerusalem (feat. Nazar &amp; Manuellsen)</strong></p>
<p>Kurz nach „Artkore“ mit Nazar in Berlin, Manu hat uns geflasht!</p>
<p><strong> 08. Traumatisiert</strong></p>
<p>Alles echte Träume, die ich immer noch aufschreibe.</p>
<p><strong>09. Party zu 5 oder 10</strong></p>
<p>Drogen Opfer Song… <img src='http://backspin-media.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><strong>10. Independenza</strong></p>
<p>Ich bin einer der wenigen zu 100% eigenständigen Künstler. Ich bin auf niemanden angewiesen und sowohl technisch, als auch musikalisch 100% autonom.</p>
<p><strong>11. Kranich </strong></p>
<p>Sehnsucht, Süden &#8230;</p>
<p><strong> 12. 5 Haus</strong></p>
<p>Mein Bezirk. Hommage muss sein!</p>
<p><strong>13. Wo ist mein Kroko</strong></p>
<p>Lakoks!</p>
<p><strong>14. Yo (Remix) (feat. Nazar, Chakuza, Joka, Motrip, Tua (Die Orsons), D-Bo, Tarek (K.I.Z.) &amp; Silla)</strong></p>
<p>Mammut Remix Part 2</p>
<p><strong>15. Bad Like We (feat. Konshens &amp; Delus)</strong></p>
<p>Real Jamaicans.</p>
<p><strong>16. Solange du gut aussiehst (Remix)</strong></p>
<p>Underground Remix</p>
<p><strong> 17. Fakkermusik (Remix)</strong></p>
<p>Club Fakker</p>
<p><strong>18. Bevor ich gehe (feat. Nazar)</strong></p>
<p>Beste Ansagen&#8230;</p>
<p><strong>19. Outro</strong></p>
<p>Selbstzerstörung&#8230;</p>
<p><strong>Danke an Raf Camora!</strong></p>
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		<title>BACKSPIN TV &#8211; Folge 124: Raekwon</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Sep 2010 09:03:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simon</dc:creator>
				<category><![CDATA[BACKSPIN TV]]></category>
		<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Raekwon]]></category>
		<category><![CDATA[Wu-Tang]]></category>

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		<description><![CDATA[In dieser Backspin.TV-Folge habt ihr die Möglichkeit, Wu-Tang-Member Raekwon im Interview mit Gizmo zu sehen. Raekwon stand uns auf dem Splash Festival 2010 Rede und Antwort, und berichtete über das Feedback seines aktuellen Soloalbums „Only Built 4 Cuban Linx II&#8221; , über das neue „Wu Massacre&#8221;-Album sowie über die aktuelle Lage des Wu-Kosmos&#8230;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2010/09/raekwon.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-3243" title="raekwon" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2010/09/raekwon-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>In dieser Backspin.TV-Folge habt ihr die Möglichkeit, Wu-Tang-Member  Raekwon im Interview mit Gizmo zu sehen. Raekwon stand uns auf dem  Splash Festival 2010 Rede und Antwort, und berichtete über das Feedback  seines aktuellen Soloalbums „Only Built 4 Cuban Linx II&#8221; , über das neue  „Wu Massacre&#8221;-Album sowie über die aktuelle Lage des Wu-Kosmos&#8230;</p>
<p><object style="height: 344px; width: 425px;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="100" height="100" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/IYrpLeXhdO0?version=3" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed style="height: 344px; width: 425px;" type="application/x-shockwave-flash" width="100" height="100" src="http://www.youtube.com/v/IYrpLeXhdO0?version=3" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		<title>BACKSPIN TV &#8211; Folge 123: Harris</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Sep 2010 08:59:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simon</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Der Mann im Haus]]></category>
		<category><![CDATA[Harris]]></category>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2010/09/harris.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-3240" title="harris" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2010/09/harris-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Diesmal seht ihr auf Backspin.TV-Harris, den „Mann im Haus&#8221;, im Gespräch  mit Chefredakteur und Moderator Niko Hüls. Das Interview wurde auf dem  Splash-Festival 2010 geführt. Wir konnten Harris interessante Statements  und Informationen zu seinem kommenden Album entlocken. Seht den wie  immer gut gelaunten DJ BinIchNicht im Interview&#8230;</p>
<p><object style="height: 344px; width: 425px;" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="100" height="100" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/fI6uqpojrUs?version=3" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed style="height: 344px; width: 425px;" type="application/x-shockwave-flash" width="100" height="100" src="http://www.youtube.com/v/fI6uqpojrUs?version=3" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		<title>Zwischen den Zeilen: Fleisz</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Aug 2010 08:45:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simon</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Fleisz]]></category>
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		<category><![CDATA[Wortsport]]></category>

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		<description><![CDATA[Zwischen den Zeilen:  Fleisz Label: Wortsport Productions 1. Für alle, die dich noch nicht kennen: Stell dich bitte kurz vor! Fleisz: Ich bin Fleisz von Wortsport aus der Hip-Hop-Stadt Heilbronn! 2. Wie würdest du beschreiben, was dich und deinen Style ausmacht? Fleisz: Ich leg mich da nicht fest. Wenn ein Beat mich begeistert, dann schreib [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2010/08/Fleisz-Neu.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-2417" title="Fleisz Neu" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2010/08/Fleisz-Neu-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Zwischen den Zeilen:  Fleisz</p>
<p>Label: Wortsport Productions</p>
<p><strong>1. Für alle, die dich noch nicht kennen: Stell dich bitte kurz vor! </strong></p>
<p>Fleisz: Ich bin Fleisz von Wortsport aus der Hip-Hop-Stadt Heilbronn!</p>
<p><strong>2. Wie würdest du beschreiben, was dich und deinen Style ausmacht?</strong></p>
<p>Fleisz: Ich leg mich da nicht fest. Wenn ein Beat mich begeistert, dann schreib ich einfach drauf los. Seit ich Musik mach, hab ich viele verschiedene Lieder mit unterschiedlichen Themen auf unterschiedliche Beats geschrieben. Auf dem aktuellen Album &#8220;Ist zurück/War niemals da&#8221; sind einige Storys vorhanden. Das war der Grundgedanke &#8211; Geschichten erzählen. Geschichten aus dem Leben, Schicksale, die ausnahmsweise mal nicht vom harten Rapper-Dasein auf der Straße berichten.</p>
<p><strong>3. Erzähle uns etwas über deine ersten Berührungen mit Hip-Hop und seit wann du Musik machst. </strong> <strong> </strong></p>
<p>Fleisz: Angefangen hab ich mit 13, also vor 11 Jahren. Klassisch mit den Kumpels aus der Nachbarschaft. Daniel bekam seine Technics, ich beendete meine &#8220;Gitarristen-Karriere&#8221; und entschloss mich, Rapper zu werden. Ab diesem Zeitpunkt hab ich nicht mehr aufgehört und immer mehr MCs, DJs und Produzenten kennen gelernt. Das erste mal aufgetreten bin ich mit 14 und Rap wurde zur Religion.</p>
<p><strong>4. Wie war das Feedback, das du für dein Online-Album &#8220;Nach wie vor (Das muss doch Liebe sein)&#8221; von 2009 erhalten hast?</strong></p>
<p>Fleisz: Sehr positiv, das Album wurde mehrere 1000Mal runtergeladen.</p>
<p><strong>5. Wie ist der Titel deines neuen Albums zu verstehen? </strong></p>
<p>Fleisz: 2006 hab ich mein erstes Album veröffentlicht und mir danach ein bisschen zu lang Zeit gelassen, die nächste Scheibe zu releasen, obwohl ich weiterhin Songs gemacht hab. Jetzt haben wir 2010 und viel Zeit ist vergangen. Doch ich bin zurück! Böse Zungen behaupten, ich war niemals da &#8211; doch Fleisz ist egal, was der Kritiker sagt!</p>
<p><strong>6. Was erwartet den Hörer auf deinem neuen Album &#8220;Ist zurück / War niemals da&#8221;? </strong></p>
<p>Fleisz: Eine bunte Mischung aus allem was das Herz begehrt. Dexter Beats &#8211; sehr empfehlenswert. Man kann zwischen den Zeilen lesen und über den Hintergrund nachdenken. Beatmäßig ist alles dabei &#8211; fröhlich &#8211; düster &#8211; nachdenklich &#8211; Beats die nach vorne gehen. Die Inhalte variieren &#8211; Insgesamt 5 Features mit Heikouality (Freidenker/Wortsport), Jaques Shure (Jaques &amp; Dex/Wortsport) Sabbah, Flo, und Dennis da Menace (Wortsport).</p>
<p><strong>7. Kannst du uns etwas über die Entstehung deiner neuen Platte erzählen? </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Fleisz: Ich hab mir Beats besorgt und einfach drauf los geschrieben.  Am Anfang des Entstehungsprozesses sind  einige Storyteller entstanden und nach und nach auch Tracks, die in eine ganz andere Richtung gehen. Ende 2009 hatte ich genügend Songs zusammen und suchte mir 12 Stück für das aktuelle Album raus. Die übrig gebliebenen Lieder wurden dann schon im Dezember zum Free-download freigegeben.</p>
<p><strong>8. An deiner Musik hört man, dass du eher den 90er-Hip-Hop-Sound bevorzugst. Was hört Fleisz privat? Verfolgst du auch aktuelle Trends im Rapspiel?</strong></p>
<p>Fleisz: &#8220;Ich hör nur Musik aus meiner Crew&#8221; &#8211; Schwachsinn&#8230; ich hör im Grunde was mir gefällt &#8211; also nicht nur Rap! Kommt auf meine Stimmung an. Wenn’s um Rap geht bevorzuge ich nicht die 90er Jahre sondern Rapper, die gut schreiben können, ne gute Stimme haben und die richtigen Beats wählen.  Heutzutage gibt es einfach viel zu viele schlechte Rapper. Und die haben sogar Fans. In den 90ern oder auch noch später hätte man diese Typen ausgelacht. Es ist anscheinend nicht mehr so wichtig wie man etwas sagt zwecks Flow und Reime, sondern was man sagt und wie &#8220;krass&#8221; die Aussage ist. Nicht falsch verstehen, ich finde jede Art von Rap cool, ob Battlerap oder was auch immer, unter der Vorraussetzung, dass es gut umgesetzt wird.</p>
<p><strong>9. Woher beziehst du die Inspiration für deine Geschichten und Storytelling-Tracks?</strong></p>
<p>Fleisz: Je nach dem, was mir das Instrumental diktiert. Die Geschichten aus dem Album sind während dem Schreiben entstanden. Also, ich wusste vorher nicht, was ich schreiben will oder wie die Geschichte enden soll. Inspirieren kann mich alles Mögliche. Ob Ereignisse in meinem eigenen Leben oder Filme, Menschen, Natur und natürlich Musik.</p>
<p><strong>10. Welche Ziele willst du mit deiner Musik noch erreichen?</strong></p>
<p>Fleisz: Ich werde versuchen die Weltherrschaft an mich zu reißen! ^^</p>
<p><strong>11. Hast du noch ein paar abschließende Worte an unsere Leser?</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Fleisz: Ihr wisst ja, Fleisz ist zurück! Wer Bock drauf hat, soll sich das Video und das Snippet reinziehen, sich freuen, anschließend <a href="www.wortsport.com" target="_blank">www.wortsport.com</a> besuchen und sich das Album bestellen. Wer eine Veranstaltung plant und mich dabei haben will bitte melden: fleisz@wortsport.com &#8211; Ansonsten haut rein und viel Spaß beim hustlen&#8230;</p>
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		<title>BACKSPIN TV &#8211; Folge 118: Chiddy Bang</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Aug 2010 08:53:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simon</dc:creator>
				<category><![CDATA[BACKSPIN TV]]></category>
		<category><![CDATA[Chiddy Bang]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit „Opposite of Adults“, einem Cover von MGMT’s „Kids“, haben die US Amerikaner aus Philadelphia den Einstieg in die UK Top 40 Charts bis auf Platz 12 geschafft. Auf dem Splash! 2010 bestätigen sie ihren Erfolg mit einer vollen Halle…]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2010/08/Chiddy_Bang_1026058a.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-2376" title="Chiddy_Bang_1026058a" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2010/08/Chiddy_Bang_1026058a-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Mit „Opposite of Adults“, einem Cover von MGMT’s „Kids“, haben die US Amerikaner aus Philadelphia den Einstieg in die UK Top 40 Charts bis auf Platz 12 geschafft. Auf dem Splash! 2010 bestätigen sie ihren Erfolg mit einer vollen Halle…</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="496" height="300" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/yGU04aPzENI?fs=1&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="496" height="300" src="http://www.youtube.com/v/yGU04aPzENI?fs=1&amp;hl=de_DE" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		<title>BACKSPIN TV &#8211; Folge 117: Professor Green</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Aug 2010 08:45:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simon</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Professor Green]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit „I need you tonight“ startete Stephen Paul Manderson, wie Professor Green mit bürgerlichem Namen heißt, unter die Top 3 der UK Charts. Wir haben ihn auf dem Splash getroffen…]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2010/08/Professor+Green+Green+01.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-2372" title="Professor+Green+Green+01" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2010/08/Professor+Green+Green+01-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Mit „I need you tonight“  startete Stephen Paul Manderson, wie Professor Green mit bürgerlichem Namen heißt, unter die Top 3 der UK Charts. Wir haben ihn auf dem Splash getroffen…</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="489" height="295" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/SmQDZ7dVkBk?fs=1&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="489" height="295" src="http://www.youtube.com/v/SmQDZ7dVkBk?fs=1&amp;hl=de_DE" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		<title>BACKSPIN TV &#8211; Folge 116: Rhyme Asylum</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Aug 2010 08:01:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Simon</dc:creator>
				<category><![CDATA[BACKSPIN TV]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Rhyme Asylum]]></category>

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		<description><![CDATA[Possessed, Psiklone und Skirmish sind die Namen der drei Londoner Rapper, die sich als Vorgruppe der Dilated Peoples in Hamburg eingefunden haben…]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2010/08/rhymeasylum.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-2364" title="rhymeasylum" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2010/08/rhymeasylum-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Possessed, Psiklone und Skirmish sind die Namen der drei Londoner Rapper, die sich als Vorgruppe der Dilated Peoples in Hamburg eingefunden haben…</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="501" height="281" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/PJcCnSFhcJs?fs=1&amp;hl=de_DE" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="501" height="281" src="http://www.youtube.com/v/PJcCnSFhcJs?fs=1&amp;hl=de_DE" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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