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	<title>BACKSPIN Online &#187; Interviews</title>
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	<description>Wir sind Hip-Hop</description>
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		<title>Interview mit Tone: &#8220;&#8230;den Mut muss man halt haben, genau das zu machen, was man für richtig hält.&#8221;</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 12:35:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Tone]]></category>

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		<description><![CDATA[Hip-Hop-Urgestein Tone blickte seit langer Zeit mal wieder für einen Auftritt in Darmstadt vorbei. Rugged Audio Darmstadt konnte den Frankfurter MC für einen schweißtreibenden Abend in die Golden Krone locken. Wir ließen es uns natürlich nicht nehmen dem Ganzen einen Besuch abzustatten und uns Tone vor seinem Auftritt zur Brust zu nehmen. In einem entspannten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2012/02/Tone-Vorschaubild.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-17118" title="Tone Vorschaubild" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2012/02/Tone-Vorschaubild.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Hip-Hop-Urgestein <strong>Tone</strong> blickte seit langer Zeit mal wieder für einen Auftritt in Darmstadt vorbei.<strong> Rugged Audio Darmstadt</strong> konnte den Frankfurter MC für einen schweißtreibenden Abend in die Golden Krone locken. Wir ließen es uns natürlich nicht nehmen dem Ganzen einen Besuch abzustatten und uns Tone vor seinem Auftritt zur Brust zu nehmen. In einem entspannten und  ausführlichen Interview stand uns Tone Rede und Antwort und gab uns ein paar Statements zu seiner Arbeitsweise, seinem langwierigen Status als digitaler Neandertaler und die Credibilty der deutschen Rap-Szene.</p>
<p><strong>Zu Anfang würde ich ganz gerne schon auf dein neues Album zu sprechen kommen&#8230;</strong><br />
Ehrlich gesagt kann ich in der Hinsicht die Katze noch nicht aus dem Sack lassen. Ich kann nur soviel sagen, dass ich diese Mal wesentlich entspannter an die ganze Sache herangegangen bin. Ich bin nicht mit so einer Art vorgefertigtem Film ins Studio gegangen. Sonst konnte ich die Sachen so in und auswendig, dass ich die Texte einfach nur runtergerattert habe, ohne mir einen gewissen Spielraum zu lassen. Wie beispielsweise auf der Bühne eben, da macht man ja mitunter auch plötzlich ganz andere Styles. Ich war einfach etwas lockerer.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Woran liegt das?</strong><br />
Naja, vielleicht hab ich einfach mal den Stock aus dem Arsch gezogen. Man wird ja immer entspannter und sicherer mit der Zeit und kann einfach etwas lockerer und anders an das Ganze rangehen.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Sofern einen das Label lässt&#8230;</strong><br />
Die Frage stellt sich bei mir eigentlich nicht, weil ich schon immer das mache worauf ich Bock habe, egal ob ein Label da ist oder nicht. Das war jetzt einfach meine persönlich Herangehensweise.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Du hast mal erwähnt, dass es früher auf den Jams in Frankfurt viel Stress gab. Siehst du Gewalt im detuschen Hip-Hop wieder vermehrt als ein Thema? Zum Beispiel auch mit Blick auf die Ausschreitungen während der Rheinkultur im letzten Jahr.</strong><br />
Also bei den Auftritten, die ich in der letzten Zeit gegeben habe, war eigentlich immer alles easy. Bei den Jams damals in Frankfurt war einfach immer so, dass ein gewisses Grundpotential an Aggression vorhanden war. Aber jetzt kann ich das nicht so beurteilen. Ich bin nicht mehr auf tausenden von Jams und sehe wie es da so abläuft.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Du bist als nicht mehr so hinterher aktuelle Jams zu verfolgen?</strong><br />
Nein, ich konzentriere mich auf meinen Kram. Bei der Arbeit, die da anfällt wird man über die Jahre immer konzentrierter auf die eigenen Sachen.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Du hast mit Konkret Finn quasi den deutschen Battlerap begründet, wenn du dir heute speziell diese Szene anschaust, wie beurteilst du ihre Entwicklung? Verfolgst du die Szene noch, bist du da überhaupt noch interessiert?</strong><br />
Sagen wir es mal so: Es ist nicht so, dass es mich nicht interessiert, aber ist einfach regelrecht ein Zeitproblem. Allgemein, wirklich zu konsumieren, sich Alben anzuhören etc.. Ich schaffe es nicht.</p>
<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2012/02/Tone-400x266-schwarz.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-17120" title="Tone 400x266 schwarz" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2012/02/Tone-400x266-schwarz.jpg" alt="" width="400" height="266" /></a><br />
<strong>Bist du auch eher so ein Typ, der Zeit zum Musik hören braucht. Gerade heute ist ja alles sehr schnell lebig. Durch das Internet zieht man sich mitunter ja zehn Alben die Wochen und die hört die mal schnell durch. Wie ist das bei dir?</strong><br />
Also ein Alben-Zieher bin ich nicht. Ich geh schon mal durch YouTube und zieh mir mal ein paar Songs rein. Aber so diese Gefühl, wie man es früher hatte, dass man in den Plattenladen geht und richtig gewühlt hat, diesen Flash kann ich mir leider nur sehr selten geben. Natürlich findet man auch mal auf YouTube etwas, wo man sich denkt, das ist krass. Aber diese Fan-Sein fällt aus Zeitgründen momentan leider sehr hinten dran.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Wie siehst du die Frankfurter Szene zurzeit, auch wenn du auf die Entwicklung zurückschaust?  </strong><br />
Früher gab es mal die Versuche, die verschiedenen Camps zusammenzubringen. Das ist dann mehrfach glorreich gescheitert, weil jeder seinen eigenen Kopf hat und manches einfach nicht zusammenpasst. Jetzt kann ich selbst in Frankfurt nicht sagen, dass ich da groß einen Überblick hätte, was da zurzeit in der Szene abgeht.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Kommen die Leute aus der Szene aber eventuell denn auch auf dich einfach zu?</strong><br />
Ja, es gibt hier und da immer wieder mal Featureanfragen. Wenn das Ganze passt und die Chemie stimmt, dann mache ich das auch gerne. Das ist eh mein Ding, eher zu gucken, dass das Feature auch zum Song passt und nicht zu sagen, das muss jetzt der oder der sein.</p>
<p><strong>Glaubst du es ist sinnvoll oder noch zeitgemäß deutschen Rap, oder Rap allgemein in bestimmte Bereiche, geografisch gesehen, zu unterteilen?</strong><br />
Du meinst, ob man es vom Style überhaupt noch erkennt?<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Ja genau, oder ob du eher das Gefühl hast, dass momentan eher alles etwas verschmilzt&#8230;</strong><br />
Ja, es verschmilzt oberkrass. Aber das fing aus meiner Sicht auch schon extrem früh an. Wenn man jetzt mal Leute wie Savas oder Samy nimmt, die Erfolg hatten. Es gab ja viele Leute, die dann so krass ähnlich geklungen haben. Es wurden dann einfach Style und Arten zu sprechen übernommen, was auch irgendwo etwas schade ist.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Wenn man es so betrachtet, dass dann alles etwas näher zusammenrückt, wie siehst du diesen Aspekt?</strong><br />
So gesehen ist es auf jeden Fall positiv. So Schubladen rauszuhauen, Frankfurt Rap ist cool, Hamburger Rap ist es nicht, das ist natürlich Quatsch. Ich meine wenn jeder aus einer Stadt gleich klingen würde, dann könnte ich das verstehen, aber so ist es ja nicht.</p>
<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2012/02/tone-300x451-weiß.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-17124" title="tone 300x451 weiß" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2012/02/tone-300x451-weiß.jpg" alt="" width="300" height="451" /></a><br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Als MC der älteren Generation. Wie schwer ist es für dich auf der digitalen Ebene mitzuhalten, versuchst du es hältst du das überhaupt für wichtig? Du kommst ja aus einer Zeit, in der soziale Netzwerke noch nicht wirklich präsent waren.</strong><br />
Ja, das ist verflucht wichtig (lacht). Das habe ich jetzt auch langsam begriffen. Ich bin da schon ein richtig grauenhafter Spätzünder, was das angeht.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Was waren da die Hauptgründe für?</strong><br />
Wie du schon gesagt hast, ich bin damit nicht groß geworden. Dadurch ist diese Gefühl der Notwendigkeit einfach nicht vorhanden gewesen. Das heißt es ist einfach nicht das Medium mit dem man groß geworden ist. Die Notwendigkeit an sich ist mittlerweile aber absolut vorhanden. Ich habe es nun auch endlich mal geschafft eine Facebook-Fanseite zu erstellen. Ich geh dann ab und zu rein und erzähl beispielsweise, dass ich gerade im Studio bin. Ich verstehe die Fans da auch, die mit einem in Kontakt bleiben wollen und wissen wollen was abgeht. Da muss ich mich auch regelrecht entschuldigen, dass ich das in Form habe schleifen lassen. Da war ich wahrscheinlich ein echter Neandertaler.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Trotz deines Bekanntheitsgrades und dem Respekt den du in der Szene bekommt, blieb der ganz große Erfolg bisher aus. Ist dir der Erfolg überhaupt wichtig, darf er denn wichtig sein oder schränkt er einen eventuell in seiner Kreativität ein?</strong><br />
Nein das glaube ich eigentlich nicht, da ich das Gefühl habe einen Geschmack zu haben, der sehr breit gefächert ist. Ich habe auch keine Berührungsängste was die Produktionsweise angeht. Wo andere eventuell sagen würden, das ist mir zu poppig oder Synthie-lastig, diese Betrachtung habe ich nicht. Von daher denke ich, dass mein Geschmack theoretisch das Potential hat kommerziell erfolgreich zu sein. Aber da kommen natürlich tausend andere Dinge hinzu.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Wenn man jetzt betrachtet, wie du an die Aufnahme einer Platte herangehst. Was steht für dich da im Vordergrund, ist es dein persönliches Feeling zurzeit?</strong><br />
Ja, soviel kann ich auch schon zum neuen Album verraten. Ich wollte dieses Mal Musik machen, die mir in der Phase, in der ich mich befinde Spaß macht. Es ist schon so, dass aus dem Bauch heraus die ganze Produktion anfängt. Mit der Zeit spürt man dann, es ergibt sich eine bestimmte Richtung aus dem der rote Faden entsteht, an den man anknüpft. Was ich auch verraten kann, es ist bei diesem Album eine Menge Überschuss entstanden. Mit der Songauswahl war ich sonst immer sehr genau on point. Diese Mal waren es wesentlich mehr Songs.</p>
<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2012/02/tone-400x266-weiß1.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-17126" title="tone 400x266 weiß" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2012/02/tone-400x266-weiß1.jpg" alt="" width="400" height="266" /></a></p>
<p><strong>Was passiert mit den Songs, die es nicht auf das Album schaffen?</strong><br />
Jetzt werde ich etwas machen, was ich vorher als Neandertaler auch nicht gemacht habe (lacht). Ich versucht Exclusives in Erwägung zu ziehen. Damit habe ich mir jahrelang schwer getan. Aber allein von der Menge der Tracks ist es diese Mal möglich.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>An der Stelle würde ich gerne ein Sprung zu Mixtape-Kultur schlagen. Mittlerweile bringen etliche Künstler ja eine ware Flut an Tracks heraus, die dann eben auf einem Mixtape nach dem andern erscheinen. Da wird dann die Quantität mitunter auch vor Qualität gestellt, getreu nach dem Motte, es ist ja nur ein Mixtape. Wie siehst du diese Entwicklung?</strong><br />
So wie du es gerade schon beschrieben hast ist es wie ich es nicht machen könnte. Ich finde das macht die Musik so beliebig. Wenn ein Künstler im Jahr 20 Dinger raushaut, dann weißt du am Ende nicht mal mehr, was war jetzt das Album, was war das Mixtape. Die Musik verliert so ihren Wert. Ich habe den Eindruck, dass sich die Leute da auch so ein bisschen verfeuern. Es entsteht von der Industrie und den Konsumenten, die es so gewohnt sind auch ein gewisser Zwang. Nur muss man als Künstler vielleicht auch bewusst die Bremse drücken. Denn wenn du immer nur in dem Tempo Zeug raushaust, ist plötzlich nicht mehr viel von dir und was dich als Künstler ausmacht übrig.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Wenn wir jetzt noch einmal kurz auf den Erfolg zurückkommen: Würdest du den Respekt über den Erfolg stellen oder umgekehrt?</strong><br />
Also ich denke mal keiner hätte etwas dagegen beides zu haben. Was würdest du denn sagen?</p>
<p><strong>Für mich als Außenstehenden ist es immer etwas einfach denke ich. Ich kann leicht sagen, der Respekt zählt mehr. Ich als Fan achte Künstler auch einfach mehr, die ihr Ding durchziehen, als Leute, die nach Schema F verfahren, um ihren Erfolg zu sichern.</strong><br />
Also ich hoffe doch mal stark, dass man mich als ersten Künstler wahrnimmt.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Hast du das Gefühl Hip-Hop ist mittlerweile mehr Geschäft als Kultur?</strong><br />
Auf jeden Fall. Da ich auch das Gefühl habe, dass die Leute mittlerweile ihr Image viel weiter in den Vordergrund stellen, als überhaupt den Versuch zu wagen, sich als Mensch oder Künstler zu verwirklichen. Dadurch ist die Grundmotivation schon verseucht. Das Image so weit in den Vordergrund zu stellen und den Inhalt hinten ranzustellen, sind Verkaufsüberlegungen oder Unfähigkeiten von einem Mensch, weil er gar nichts zu sagen hat. Das ist etwas was jetzt schon über so viele Generationen von Rappern etabliert ist, das die Neuen schon gar nicht mehr merken, was sie da machen.</p>
<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2012/02/Tone-300x451.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-17128" title="Tone 300x451" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2012/02/Tone-300x451.jpg" alt="" width="300" height="451" /></a><br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Es gilt dann im Grunde schon als konform.</strong><br />
Ja genau. Wenn du es das Image anstellt, giltst du quasi schon als Idiot. Aber den Mut muss man halt haben, genau das zu machen, was man für richtig hält. Genau wie die anderen Leute, die den anderen Weg, den Preis dafür auch zahlen müssen. So wie du es beschrieben hast, verkaufen die eben mehr Platten, werden in der Szene vom künstlerischen Aspekt aber null respektiert.</p>
<p>&nbsp;<br />
<strong>Im Zuge dessen, hast du das Gefühl der Szene geht ein wenig die Glaubwürdigkeit abhanden?</strong><br />
Das Schlimme ist ja, dass es trotz allem immer noch in der Vordergrund gestellt wird. Bei manchen mag es auch so sein. Aber ich das Gefühl, dass sie eher dem hinterher rennen, was sie in ihren Texten erzählen. Vor allem ist es auch langweilig, wenn alle auf das eine Image pochen. Wenn du dann mal wirklich die Wahrheit erzählst, dann wirkst du trotzdem nicht als Besonders. Man schaufelt Sand an den Strand.</p>
<p>&nbsp;<br />
<strong>Den Aspekt Newcomer hast du schon mal kurz angesprochen. Wenn du die Zeit hättest, wäre es denn aber etwas, wo du dich gerne etwas engagieren würdest?</strong><br />
Das ist momentan nicht so wirklich das Thema. Ich bin eher auf dem Trip eigene Sachen in größerer Kontinuität herauszubringen. Es gab ja doch immer wieder Stopps zwischendrin. Das lag einfach daran, dass es keine dauerhafte Struktur gab, die funktioniert hat. Es gab immer so Zeiten wo alles am Start war und danach fiel man wieder in so eine Art Loch. Daher ist das Hauptziel mich selbst etwas zu sanieren.</p>
<p>&nbsp;<br />
<strong>Gab es oder gibt es immer mal wieder Zeiten bei der die Musik, insbesondere der Beruf Musiker zu einer Art Hassliebe wird? Gerade wenn du jetzt vorhast wieder mehr Kontinuität reinzubringen und dadurch eventuell auch so eine Art Zwang entsteht?</strong><br />
Nein eher nicht. Mit schwebt so ein Traumzustand vor, meine Kreativität schnell umzusetzen. Das hat für mich dann auch nichts mit Stress zu tun. Es gab eine Phase, wo ich durch finanzielle Umstände in Erwägung ziehen musste, nebenbei noch arbeiten gehen zu müssen. Eine Sache, die ich längere Zeit glücklicherweise nicht musste. Mit dieser neuen Situation musste ich mich erst mal anfreunden. Da war dann auch ein bisschen Frust da. Auf der einen Seite will man dann nicht loslassen, auf der anderen Seite stresst es einen aber voll ab. Das ist eine Einstellungsfrage, die ich aber zum Glück für mich geklärt habe und jetzt fühlt es sich sehr gut an.</p>
<p><strong>Nun sind wir im Grunde am Schluss angelangt. Daher für mich noch die Frage, da das neue Jahr auch gerade angefangen hat: Hast du ein paar gute Vorsätze für das anstehende Jahr?</strong><br />
Ja, auf jeden Fall: Die Ziele, die man hat aktiv anzugehen. Nicht nur dazusitzen und zu sagen, das mache ich irgendwann, irgendwie. Sondern wirklich jeden Tag einen Schritt darauf zuzugehen. Da sind Steine im Weg. Diese Steine muss man realisieren, betrachten und beseitigen.</p>
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		<title>Interview mit DJ Adlib: &#8220;Vorangehend ist für mich immer erst die musikalische Idee.&#8221;</title>
		<link>http://backspin-media.de/archives/16255</link>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 15:27:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[DJ Adlib]]></category>
		<category><![CDATA[Hi-Hat Club]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 20.01. ist es soweit und der neuste Ableger der etablierten Hi-Hat-Club-Serie steht beim Plattenhändler eures Vertrauens zum Kauf bereit. Dieses Mal handelt es sich wieder um eine One-Man-Show, und zwar in Form des Kölner Beatschmieds DJ Adlib. Wir konnten im Vorfeld diesem Produzenten und ehemaligen Mitglied der Noisy Stylus Crew ein wenig über seine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2012/01/Dj-Adlib1.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-16262" title="Dj Adlib" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2012/01/Dj-Adlib1.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Am 20.01. ist es soweit und der neuste Ableger der etablierten <a title="Hi-Hat-Club-Serie" href="http://backspin-media.de/archives/15979">Hi-Hat-Club-Serie</a> steht beim Plattenhändler eures Vertrauens zum Kauf bereit. Dieses Mal handelt es sich wieder um eine One-Man-Show, und zwar in Form des Kölner Beatschmieds DJ Adlib. Wir konnten im Vorfeld diesem Produzenten und ehemaligen Mitglied der Noisy Stylus Crew ein wenig über seine Herangehensweise an die aktuelle Instrumental-LP, die Bedeutung der Stadt Köln, sowie sein Schamgefühl gegenüber dem Erwerb von MP3s auf den Zahn fühlen.</p>
<p><strong>Du hast ja den neusten Ableger der „Hi-Hat Club“-Serie produziert. Bist du mit einer bestimmten Konzeptvorstellung an die Sache herangegangen?</strong><br />
Ein Konzept hatte ich nicht. Im Grunde habe ich mich darauf konzentriert, Beat-Skizzen auszuarbeiten, die für mich auch nach mehrmaligem Hören noch interessant, also zeitbeständig, waren.</p>
<p><strong>Wie wichtig ist die LP für dich persönlich? Sie ist gewissermaßen ja dein Debüt auf Albumlänge…</strong><br />
Wichtig. Die Auswahl an Stücken spiegelt einen recht guten Durchschnitt meines musikalischen Schaffens. Daher ist es sehr spannend für mich zu sehen, wie die Reaktionen sind.</p>
<p><strong>Was hat es mit dem Titel „Haus und Garten“ auf sich?</strong><br />
Passend zu der konzeptionellen Linie der Hi-Hat-Club-Cover lag es nahe, was möglichst persönliches zu wählen. Einen tieferen Sinn hat das ganze aber nicht. Ich stehe neben meinem Zimmer im kleinen Garten meiner Wohnung&#8230; Haus &amp; Garten halt, wo ich wohne und Musik mache.</p>
<p><strong>Du hast für die LP auch mit einigen namhaften Künstlern aus Übersee zusammengearbeitet. Waren das Wunschkandidaten von dir, hättest du eventuell gerne noch mit anderen Künstlern gearbeitet?</strong><br />
The Primeridian sind spontan über Black Spade dazugekommen. Der Rest hat sich recht natürlich über schon bestehende Kontakte ergeben. Mehr als vier Rap-Features sollten es aber nicht werden. Es ist eher als Bonus gedacht. Die Instrumental-Seite soll im Vordergrund stehen.</p>
<p><strong>Wie kam es überhaupt dazu, erstmals in der Serie auch auf Rap-Parts zurückzugreifen?</strong><br />
Ich hatte vor der Hi-Hat-Club-Idee schon einiges mit Frank-N-Dank und Planet Asia gemacht und ein kleines Repertoire an Stücken gesammelt. Es lag nahe, etwas davon mit drauf zu packen.<br />
Olski von MPM gefiel die Idee, da waren wir uns schnell einig.</p>
<p><strong>Welche Bedeutung hat Köln für dich in künstlerischer Hinsicht?</strong><br />
Als Kölner bin ich mit den lokalen Hip-Hop-Partys und Jams groß geworden. Prägend waren da die „Beatz aus der Bude“-Zeiten mit DJ Lifeforce und das Groove-Attack-Umfeld.</p>
<p><strong>Wie siehst du Hip-Hop in Deutschland zurzeit, vor allem auf Produzentenseite?</strong><br />
Ich finde, es gibt einige gute Beat- und Instrumental-Produzenten. Hubert Daviz zum Beispiel.</p>
<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2012/01/Dj-Adlib-winter.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-16259" title="Dj Adlib winter" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2012/01/Dj-Adlib-winter-300x222.jpg" alt="" width="300" height="222" /></a><br />
<strong>Wie wichtig ist musikalische Offenheit in deinem Beruf? Glaubst du, Hip-Hop fehlt diese musikalische Offenheit größtenteils?</strong><br />
Man sollte sich zumindest eine ehrliche und begründete Meinung bilden, bevor man Sachen kategorisch ablehnt.</p>
<p><strong>Weißt du, ob sich Madlib mal zu deinem Alias geäußert hat?</strong><br />
Weiß ich nicht.</p>
<p><strong>Du hast ja als „typischer“ DJ angefangen und bereits einige DMC- und ITF-Titel eingeheimst. Welchen Stellenwert hat der Turntablism bei dir noch?</strong><br />
Ich freu mich, wenn man merkt, dass DJs technisch versiert sind und das beim Auflegen hörbar ist.<br />
Aber ich verfolge kein Battles mehr und übe auch schon länger nicht mehr.</p>
<p><strong>Unterscheidest du zwischen deinem Beruf als Musiker und deiner Berufung Musik zu machen?</strong><br />
Ich bin weder beruflich Musiker noch sehe ich Musik als Berufung. Dennoch stand Musik immer an erster Stelle und hat somit meinen Werdegang in jeglicher Hinsicht beeinflusst. In einem musikalischen Umfeld zu arbeiten, ist natürlich super, da es eine menge Schnittstellen im Technischen und Kreativen gibt. Vorteilhaft, weil man oft mit neuen Ideen nach Hause kommt.<br />
Manchmal ist es aber auch von Nachteil, weil man nach der Arbeit  nicht &#8220;noch mehr&#8221; Musik verarbeiten kann.</p>
<p><strong>Wie offen bist du gegenüber digitalen Formaten? Sammelst du noch Vinyl oder CDs?</strong><br />
Heutzutage kaufe ich tatsächlich mehr MP3s als Platten. Ich schäme mich auch ein bisschen als langwieriger Ex-Schallplattenverkäufer.</p>
<p><strong>Was erachtest du als wichtiger für deine Produktionen – Samples oder Equipment?</strong><br />
Vorangehend ist für mich immer erst die musikalische Idee. Demnach Samples oder die zündende Idee. Die teuerste Gitarre spielt nicht gleich die schönsten Akkorde.</p>
<p><strong>Du arbeitest ja auch für die Red Bull Music Academy. Kannst du uns einen kurzen Überblick zu deiner Arbeit vor Ort geben?</strong><br />
Ich arbeite für RBMA-Radio als Editor. Während der Academy kümmere ich mich um die Event-Aufnahmen, das Radio-Editing-Team und die Archivierung.</p>
<p><strong>Wie sehen deine Pläne für das kommende Jahr aus?</strong><br />
Ich würde gerne eine neue Platte machen. Vielleicht eine EP mit teils neuen Stücken und teils Remixen zu H&amp;G.</p>
<p><strong>Hast du zum Schluss noch einen Geheimtipp für das anstehende Jahr?</strong><br />
Leider nicht.</p>
<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2012/01/adlib-eyes.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-16261" title="adlib eyes" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2012/01/adlib-eyes-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
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		<title>Interview mit Pete Philly: &#8220;Wir alle tragen Masken – die ganze Zeit&#8221;</title>
		<link>http://backspin-media.de/archives/15614</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Jan 2012 07:53:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Soeren</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Pete Philly]]></category>

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		<description><![CDATA[Pete Philly ist als eine Hälfte von Pete Philly &#38; Perquisite bekannt geworden. Nachdem sich das Duo 2009 getrennt hat, veröffentlicht der Niederländer mit karibischen Wurzeln am 27. Januar nun erstmals eine Solo-LP. BACKSPIN traf den gut gelaunten Pete im Anschluss an den Sound-Check zur offiziellen Deutschlandpremiere des Albums in Berlin und sprach mit über [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2012/01/PetePhilly_News_620x320.jpg"><img src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2012/01/PetePhilly_News_620x320-300x154.jpg" alt="" title="PetePhilly_News_620x320" width="300" height="154" class="alignright size-medium wp-image-15623" /></a><strong>Pete Philly ist als eine Hälfte von Pete Philly &amp; Perquisite bekannt geworden. Nachdem sich das Duo 2009 getrennt hat, veröffentlicht der Niederländer mit karibischen Wurzeln am 27. Januar nun erstmals eine Solo-LP. BACKSPIN traf den gut gelaunten Pete im Anschluss an den Sound-Check zur offiziellen Deutschlandpremiere des Albums in Berlin und sprach mit über sein neues Projekt, sowie über die niederländische Hip-Hop-Landschaft und seine Schauspielambitionen.</strong></p>
<p><strong>Hey Pete. Bevor wir auf dein neues Album zu sprechen kommen, lass uns ein wenig über deine bisherige Arbeit mit Perquisite reden. Das Projekt war recht erfolgreich, weshalb sich viele bestimmt Fragen, warum du nun alleine unterwegs bist.</strong></p>
<p>Also, zuerst einmal ist Erfolg sehr subjektiv. Wir waren zwar sehr erfolgreich, aber unsere Freundschaft war es nicht, deshalb wurde es zu hart, zusammenzuarbeiten. Außerdem fühlte ich mich in meiner Rolle als Musiker auf den Status „MC“ reduziert, weil viele Leute immer sagten, ich sei nur ein MC und den Rest der Musik macht Perq. Das war faktisch einfach falsch. Ich war für die Musik genauso verantwortlich, aber so wurde das nicht gesehen. Im Grunde haben Perquisite und ich viel Ego-Scheiß gemacht. Er wollte der Frontmann sein, was er er nicht war, denn ich war es. Einfach eine Menge Bullshit. Es war schwer sich zu verwirklichen, aber es ist auch schwer sich jetzt alleine zu verwirklichen. Wenn da zwei Typen mit großem Ego sind, ist das ein Problem.</p>
<p><strong>Dennoch seid ihr viel getourt in den letzten Jahren und seid durch Europa, die USA , Japan und Afrika gereist. Gab es da ein Land, in dem du den Erfolg nicht erwartet hättest? Deutsche Künstler sind beispielsweise oftmals erfolgreich in Japan und eigentlich weiß niemand genau warum.</strong></p>
<p>Weil die Japaner nichts alleine machen. Alles was sie machen ist eine Art Abklatsch, beispielsweise vom Britpop. Deswegen brauchen sie die Europäer und Amerikaner, die für sie die Musik machen. Sie sind sehr gut im Nachmachen und Verbessern von Dingen, wie Elektronik-Kram und Autos oder Mikrophone. Aber Musik, die von der Seele kommt, kann man nicht einfach imitieren. Das mag vielleicht ein Grund sein, warum deutsche Acts in Japan erfolgreich sind.</p>
<p><strong>Und wie sieht es mit deinem Erfolg aus? Gab es ein Land, das dich wirklich beeindruckt hat?</strong></p>
<p>Ich habe überall eine sehr ähnliche Fangemeinde. Ich bin überall underground, außer in den Niederlanden, wo ich recht bekannt bin. Das liegt aber wohl einfach daran, dass ich dort lebe. Die Menschen in Austin, Texas, haben mich sehr beeindruckt. Ebenso in Paris, das mich jedes Mal beeindruckt, wenn ich da bin. LA war auch sehr beeindruckend und auch Berlin, wo wir vor drei Jahren oder so einen phänomenalen Auftritt im „Lido“ hatten. Aber auch Hamburg und Köln waren großartig. Einfach eine Menge von Städten hat mir gefallen.</p>
<p><strong>Genug von Vergangenem. Lass uns über deine neue LP reden: Mit welcher Intention bist du an diese Platte gegangen? Welches Konzept oder welche Idee steckt dahinter?</strong></p>
<p>„Open Loops“ habe ich vorher gemacht. Es war mein erster Versuch, meine eigenen Songs zu produzieren. Dabei habe ich gemerkt, dass ich bereit dafür bin, und habe mich dann an „One“ gewagt. Ich wollte einen Unterschied zwischen diesen beiden Projekten machen. „Open Loops“ ist mehr Hip-Hop und nicht allzu kompliziert und „One“ ist mehr künstlerisch, introvertiert und eher ein Hör-Album. Da drauf sind keine wirklichen „Banger“. Es ist vielmehr als ein Hörerlebnis konzipiert. Die Themen handeln davon, sich verloren zu fühlen, weil ich mich zu der Zeit wirklich verloren gefühlt habe. Mit Perquisite habe ich über sechs Jahre zusammen gearbeitet. Nach so einer langen Zeit hast du deine eigenen Methoden, Dinge zu erledigen, und all das verschwand, als wir uns getrennt haben. Zur gleichen Zeit hat sich meine langjährige Beziehung gelöst, sodass ich wirklich alleine war und alles ausprobieren musste, wie zum Beispiel in diesem Alter Single zu sein, wie man produziert, komponiert, in der Musikindustrie besteht. Im Grunde war ich fertig mit der Musik und habe erstmal geschauspielert. Als ich dann aber meinen Schauspiel-Agenten akquiriert habe, dachte ich mir plötzlich, bevor ich das mache, muss ich mich erst einmal musikalisch emanzipieren! Deshalb kann ich auch nicht über „One“ reden ohne über  „Open Loops“ zu sprechen, denn das sind zwei spezifische Projekte dieser Zeit, die wie ein Yin und Yang sind.</p>
<p><strong>Wo hast du „One“ aufgenommen?</strong></p>
<p>Den größten Teil habe ich in meinem eigenen Studio in Amsterdam aufgenommen, wo ich auch lebe.</p>
<p><strong>Wie sieht es mit Feature-Gästen aus? Wer war alles an diesem Projekt beteiligt?</strong></p>
<p>Auf „One“ ist nur ein Typ mit drauf: Alain Clark. Er ist ein Soulsänger aus den Niederlanden. Wir sind schon länger befreundet und weil ich diese ganzen Songs hatte ohne ein einziges Feature, sagt ich zu ihm, lass uns einen Track machen. Kurz vorm Ende des Aufnahmeprozesses haben wir dann noch einen gemeinsamen Song aufgenommen. Er ist aber der einzige, der mit dabei ist. Auf „Open Loops“ gibt es einige Features, deshalb fühlte ich mich danach, das „One“-Album ohne Features zu machen. DJ PCM ist auch wieder dabei.</p>
<p><strong>In den Niederlanden ist „One“ bereits erschienen. Wie ist die Resonanz bisher?</strong></p>
<p>Von Kritikern wurde es bisher gefeiert. Ich sollte das vielleicht besser nicht sagen, weil jemand von BACKSPIN es verreißen könnte, aber es hat nichts außer gute Rezensionen erhalten. Die Kritiker mögen es also.</p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/34780453?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0" width="500" height="400" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe>
<p><a href="http://vimeo.com/34780453">Pete Philly &#8211; One [official video]</a> from <a href="http://vimeo.com/piasgermany">PIASGermany</a> on <a href="http://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
<p><strong>Auch wenn es immer schwierig ist, die eigene Musik einem Genre zuzuordnen, könntest du vielleicht trotzdem versuchen, den Lesern in deinen eigenen Worten zu erklären, was für Musik du machst. Wie würdest du deinen Stil definieren?</strong></p>
<p>Was ich mit Perq gemacht habe, war so eine Art jäzziger Hip-Hop mit Saiten, um es wirklich simpel zu beschreiben. „One“ ist eher von Hip-Hop beeinflusste Soul-Musik mit Pianos, meiner Stimme, Chören und Beat-Box und solchen Sachen. Auf diesem Album rappe ich nicht so viel, wie ich es auf „Open Loops“ getan habe. Auf den ganzen Tracks sind ungefähr acht Rap-Verse. Es ist aber dennoch Hip-Hop. Meine Wurzeln liegen im Hip-Hop und ich sehe mich als Hip-Hop-Künstler, aber mit der Zeit singe ich immer häufiger und reime immer seltener. Ich suche immer bei jedem Song nach Noten, bei denen ich Rap singen kann, sodass sie gleichzeitig die Aggression von Rap und die Eindringlichkeit von Gesang haben. Ich denke, mit Gesang kannst du gewisse Frequenzen und Level erreichen, die du mit Rap nicht erreichen kannst. Andererseits kannst du Dinge mit Rap schaffen, die mit Gesang nicht möglich sind.</p>
<p><strong>Was hältst du davon, wenn Rapper ständig betonen, dass sie doch Musiker seien und nicht so sehr Hip-Hop-Artists, damit sie nicht Gefahr laufen, auf letzteres und die damit durch die Medien produzierten Negativ-Assoziationen reduziert zu werden?</strong></p>
<p>Ich kann das verstehen, aber wenn du rapst, dann sag das. Ich bin ein Komponist, Produzent, Sänger, Schauspieler und ich rappe, deshalb denke ich, bin ich berechtigt zu sagen, dass ich ein Künstler bin. Und ich repräsentiere nach wie vor Hip-Hop im vollen Umfang! Das ist etwas, was mich wirklich anpisst, denn das sind nicht wir. Ich meine, Hip-Hop ist das wichtigste Genre des verdammten 20. Jahrhunderts – zweifellos! Mehr als Jazz, mehr als Funk, mehr als Soul und mehr als Klassik, weil es ein Genre ist, das erstmals den Schlüssel gefunden hat, um in jede andere Version von Musik eingebracht werden zu können. Es ist die musikalische Musik, die es gibt. Doch durch die Medien wurde es auf jene Vorurteile reduziert. Das Ding ist, die selben Personen, die  Hip-Hop als eindimensional kritisieren, beziehen sich ständig nur auf diesen reduzierten Hip-Hop. Währenddessen wird dieser ganze Kram, der unterhalb dem Mainstream-Scheiß läuft – und da gibt es eine Menge coole Crossover-Geschichten und andere wunderbare Sachen – niemals bekannt gemacht. Die Medien haben es soweit reduziert, dass du es anders nennen musst, wenn du Hip-Hop machst. Du musst immer sagen, dass du ein Funk-Artist oder Soul-Artist bist. Der einzige Grund warum ich mich aber als einen Soul-Artist sehen kann –  und es ist wichtig, dass du das weißt – ist, weil ich mich verbunden fühle mit den Chor- und Gospel-Sachen und dem Soul-Gesang, die ich auf dieser Platte mache. Dazu bin ich aber durch den Hip-Hop gekommen und ich würde immer noch jeden, der mich battlen will, freundlich einladen. Ich würde jeden bitten mich zu testen, der meint, ich bin jetzt ein Sänger und kann nicht mehr rappen.<br />
Dennoch kann ich das ganze Verstehen. Leute in den Niederlanden verhalten sich genauso. Es ist seltsam. Ich habe von diesem Typen gehört, Bushido oder so, der Millionen Platten verkauft. Wenn du nicht willst, dass Hip-Hop als zurückgeblieben gesehen wird, dann hör verdammt nochmal auf seine Platten zu kaufen. Hör auf nur diese eindimensionale Version von Hip-Hop zu unterstützen. Die Europäer nehmen ihre Anregungen aus Amerika und wenn in Amerika Künstler wie zum Beispiel De La Soul ein neues Album raus bringen, wollen die dort nicht einmal das Video spielen, weil sie entschieden haben, so etwas existiert nicht mehr. Es ist schräg und es fühlt sich für mich irgendwie leer an. Nicht nur die Falschheit, denn im gefühlvollen Hip-Hop gibt es auch eine Menge Falschheit und Leute die vorgeben aufrichtig zu sein. Am Ende des Tages will jedoch jeder nur einen Stich landen, einen Burger fressen und schlafen gehen. So sind wir und es ist o.k. so banal zu sein, aber das ist etwas, was mich beschäftigt.</p>
<p><strong>Mit sechs Jahren bist du von der karibischen Insel Aruba in die Niederlande gezogen, wo du nach wie vor lebst und an deiner Musik arbeitest. Gibt es dort eine große, aktive Hip-Hop-Szene?</strong></p>
<p>Ja, es gibt eine. Ohne viel über die deutsche Szene zu wissen, denke ich, sie sind vergleichbar. Sie ist mehr national und wenig ist auf englisch. Ich glaube, nur ich und zwei weitere Personen machen Hip-Hop auf englisch. Wir alle kommen aus der Karibik. Das ist der Grund denke ich. Wir sind eben mit der Sprache aufgewachsen Die niederländischen Sachen sind wie der amerikanische Kram und reizen mich nicht so, wie andere Künstler es tun, von denen es vielleicht zwei oder drei gibt und die wohl in der gleichen Schiene laufen wie – wie heißt er noch? – Samy Deluxe. Im Grunde ist es der gleiche Kram in einem anderen Land. Die Europäische Version vom Amerkanischen, mit dem nihilistischen, simplen, elektronischen Zeug oben und einigen lyrischeren Dingen im Untergrund. Dass man wenig voneinander kennt, hat mit der Sprachbarriere zu tun. Es gibt wenige Leute in den Niederlanden, die deutsch sprechen. Peter Fox kam aber im letzten Jahr mit einem Song über die Grenze, der ein Hit und im Radio gespielt wurde.</p>
<p><strong>Wie sehen deine Pläne für die Zukunft aus? Kommst du wieder nach Deutschland?</strong></p>
<p>Ja, auf jeden Fall. Ich mag Deutschland. Ich mag, wie groß Hip-Hop hier ist. Ich meine, es ist offensichtlich groß genug, damit ein Typ aus den Niederlanden her kommen kann. Ich habe aber auch ein Management in den Staaten, sodass ich auch dort mit Leuten arbeiten und touren werde. Niederlande, Deutschland, Frankreich, England, Skandinavien und die USA, das sind die Orte, in denen ich im kommenden Jahr am meisten machen werde, denke ich.</p>
<p><strong>Vor zwei Jahren hast du dich erstmals als Schauspieler versucht. Ist das etwas, was du in naher Zukunft weiterführen möchtest?</strong></p>
<p>Das war nicht mein erster Versuch, aber es war das erste Mal, dass die Leute es bemerkt haben, weil sie wussten, wer ich bin. Das lustige ist, dass ich eigentlich immer Schauspieler sein wollte und ich denke, ich könnte sogar ein besserer Schauspieler als Musiker sein oder zumindest genauso gut.</p>
<p><strong>Gibt es denn da Ähnlichkeiten? Immerhin musst du als Schauspieler ja in eine gänzlich fremde Rolle schlüpfen, wohingegen du als Musiker doch eigentlich dich selbst auf der Bühne repräsentierst, oder?</strong></p>
<p>Das Ding ist, wir alle tragen Masken – die ganze Zeit. Deine Energie, die du jetzt gerade mit mir hier hast, ist völlig anders als die, die du zum Beispiel mit einem deiner Freunde hast. Oder mit deiner Freundin und das nicht nur, weil du sie liebst und ich keine Titten habe, sondern, weil du dich immer auf einer sehr unterbewussten Ebene verschiedenen Leuten unterschiedlich präsentierst. Auch wenn ich ein sehr persönlicher Künstler und sehr ehrlich mit introperspektiven Lyrics bin, ist meine Bühnenpersönlichkeit doch wie ein Jahrmarkt-Spiegel meiner Selbst. Musiker zu sein ist eigentlich einfacher als Schauspieler zu sein, weil du als Musiker einige Dinger übertreiben und andere unter den Tisch fallen lassen kannst, von denen du nicht willst, dass sie andere bemerken. Prince zum Beispiel ist unsicher, weil er klein ist. Deswegen trägt er diese High-Heels. Was er aber zeigt, ist, dass ein heißer Typ ist, der alle Frauen haben kann, Selbstbewusstsein. Deswegen denke ich, braucht es mehr Mumm, Schauspieler zu sein. Du musst mit deinem Körper und dem, was du bist, im Reinen sein. Als Sänger kannst du dich auf der Bühne dagegen größer machen als du bist. Deshalb ist es auch seltsam für Leute, wenn sie mich treffen, weil ich so ruhig bin und nicht so übertrieben extrovertiert, wie ich es auf der Bühne bin. Das auf der Bühne ist einfach eine Aufführung.<br />
Um auf die Ähnlichkeiten zu kommen: Es gibt welche. Wenn du einen Song spielst, den du vor Jahren geschrieben hast, musst du dich zurück in die damalige Energie bringen. Sogar während der Aufnahmen zu einem Lied ist das so. Wenn du den ersten Vers eines Songs aufnimmst und den zweiten erst nach einer Woche, dann musst du dich wieder zurückversetzen in die vergangene Gefühlslage. Ich glaube, das ist der Grund, warum viele Musiker auch schauspielern. Es ist einfach die Entfaltung der ohnehin bestehenden  Notwendigkeit, eine Rolle zu spielen, auch wenn es nur für ein Lied ist. Angenommen, ich schreibe einen Song über die Trennung von meiner Freundin, dann muss ich zurück gehen zu diesem Moment, in dem ich sehr traurig war oder vielleicht auch glücklich, auch, wenn ich ich mittlerweile wesentlich gelassener darüber denke.</p>
<p><strong>Was ziehst du denn vor? Theater oder Film?</strong></p>
<p>Mein amerikanisches Management hat mit mir darüber gesprochen, dass ich vielleicht probieren kann, ein paar Rollen in amerikanischen Shows zu übernehmen. Das würde mir gefallen, denn Philly zu sein, ist wie, nur eine Rolle zu porträtieren und diese Rolle habe ich selbst gewählt und ich liebe sie. Was ich aber wirklich gerne einmal machen würde, ist, eine Rolle zu spielen, die mir völlig fern ist, zum Beispiel einen homosexuellen Buchhalter. Nichts könnte weiter entfernt von mir sein als das. Das wäre etwas für mich, weil es dich eine Sache lehrt: Empathie. Und ich denke, viele Künstler müssen etwas über Empathie lernen, weil man als Künstler sehr auf sich bezogen und vom Ego geleitet ist. Ich würde sehr gerne mehr darüber erfahren, wie es ist, nicht Pete zu sein. Das Schauspiel ist wie die Psychologie eine gute Möglichkeit das zu tun. Wenn ich lernen müsste, zu verstehen, was es heißt, ein Homosexueller zu sein oder ein Buchhalter oder ein Krimineller oder was auch immer, das ich nicht bin, dann würde das mehr Empathie für andere Menschen kreieren. Genau das ist es, was ich will. Ich will fähig sein, empathisch zu allen Menschen zu sein. Musik ist aber auch ein guter Weg dahin. Ich habe Menschen in Afrika, Asien, Europa und Amerika gesehen, die alle exakt gleich auf die selben Texte und die selbe Musik reagieren. Das hat für mich bereits eine Verbindung zur Menschlichen Art hergestellt und das Schauspiel kann eine großartige Möglichkeit sein, dies auszubauen. Das würde ich wirklich gerne machen.</p>
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		<title>Interview: 50 Fragen an Sera Finale</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Dec 2011 15:31:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thies</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Keule]]></category>
		<category><![CDATA[Sera Finale]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir nahmen uns Sera Finale, mit seiner Formation Keule unterwegs, mal zur Brust und stellten ihm 50 Fragen. In entspannter Kneipenatmosphäre bekamen wir bei Kaffee, Spezi und guter Stimmung einige interessante Einblicke und gingen am Ende der fröhlichen Plauderrunde auch der Frage nach, ob sich Alice Schwarzer vielleicht ein BACKSPIN-Abo gönnt. Außerdem gab uns Sera [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/12/Sera_Finale1.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-15194" title="Sera_Finale" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/12/Sera_Finale1.jpg" alt="" width="300" height="299" /></a>Wir nahmen uns<strong> Sera Finale</strong>, mit seiner Formation <strong>Keule</strong> unterwegs, mal zur Brust und stellten ihm 50 Fragen. In entspannter Kneipenatmosphäre bekamen wir bei Kaffee, Spezi und guter Stimmung einige interessante Einblicke und gingen am Ende der fröhlichen Plauderrunde auch der Frage nach, ob sich Alice Schwarzer vielleicht ein BACKSPIN-Abo gönnt. Außerdem gab uns Sera ein paar Details zu seinem neuem Soloalbum, dem Nachfolger zu „Die nächste Kugel im Lauf“. Des Weiteren klärten wir die Frage, was Keule für 2012 geplant haben und wer eventuell der nächste Tatort Kommissar in Berlin werden könnte. Wir hatten sehr viel Spaß und hoffen, dass es euch auch so geht.</p>
<p><strong>Brust oder Keule?</strong><br />
Keule!</p>
<p><strong>Was kommt bei dir an Weihnachten auf den Tisch?</strong><br />
Würstchen mit Kartoffelsalat.</p>
<p><strong>Raclette oder Fondue?</strong><br />
Warte mal… Fondue.</p>
<p><strong>Hat YouPorn dein Leben verändert?</strong><br />
Natürlich!</p>
<p><strong>Wen würdest du gerne mal auf YouPorn sehen?</strong><br />
Alice Schwarzer.</p>
<p><strong>Und wessen Hintern möchtest du dir nicht anschauen müssen?</strong><br />
Hansi Hinternseer.</p>
<p><strong>Gibt es eine bessere Seite als YouPorn?</strong><br />
Anscheinend. Alle schreiben unter dem Video zu „Ich hab dich gestern Nacht auf YouPorn gesehen“, dass YouJizz viel besser sein soll, da hab ich mich aber noch nicht rauf getraut</p>
<p><strong>Hast du eine favorisierte Pornodarstellerin?</strong><br />
Alice Schwarzer. (Gelächter)</p>
<p><strong>Wozu ist das Internet sonst noch gut?</strong><br />
Gute Frage. Um Luxusprobleme zu bewältigen.</p>
<p><strong>Ist Facebook Fluch oder Segen?</strong><br />
Wenn man es wie Paracelsius hält, ist es ein Segen. Wenn man es in einer gewissen Dosis zu sich nimmt, dann ist es gut. Wenn man ein Junkie wird, dann ist es eben nicht gut.</p>
<p><strong>Wer sollte mal lieber die Schnauze halten?</strong><br />
Alle, die nicht wirklich etwas zu sagen haben.</p>
<p><strong>Und wer sollte sie weiter aufreißen?</strong><br />
Da würde ich schon wieder Alice Schwarzer sagen. (erneutes Gelächter)</p>
<p><strong>Wann kommt Jesus zurück?</strong><br />
Wenn die Menschheit es verdient hat.</p>
<p><strong>Wo geht’s hier zur Kreuzigung?</strong><br />
Auf dem Holzweg.</p>
<p><strong>Warst du schon einmal bei einer Steinigung?</strong><br />
Leider nicht.</p>
<p><strong>Folgst du der Sandale oder der Flasche?</strong><br />
Wie jetzt? Ach, „Das Leben des Brian“. Na klar, ich folge natürlich der Sandale.</p>
<p><strong>Hast du mal wieder Lust, in einem Film mitzuspielen?</strong><br />
Allerdings!</p>
<p><strong>Welches Genre bevorzugst du?</strong><br />
Krimi. Ich werde „Tatort“-Kommissar in Berlin. Das habe ich mir auf jeden Fall fest vorgenommen. Ich mag „Tatort“ zwar nicht unbedingt, ich weiß aber jetzt schon, dass ich später mal „Tatort“-Kommissar werde. Ich habe da schon eine Idee im Kopf, gieße quasi gerade das Fundament und werde der Bad Lieutenant Berlins.</p>
<p><strong>Was hältst du davon, dass Til Schweiger in Hamburg Tatortkommissar werden soll?</strong><br />
Tut mit leid für euch. (Gelächter)</p>
<p><strong>Welche drei Filme nimmst du mit auf eine einsame Insel?</strong><br />
Ich nehme mit „Papa Ante Portas“… puh, jetzt kommt die Dose der Pandora hier… „Das Schweigen der Lämmer“ und noch „Die Truman Show“.</p>
<p><strong>Welche drei Platten nimmst du mit?</strong><br />
Von A Tribe Called Quest „Electric Relaxation“, dann nehme ich eine Single von Jamal mit, „Keep It Real“, die dritte ist das Sera Finale Album „Die Nächste Kugel Im Lauf“.</p>
<p><strong>Was bedeutet dir die Musik von Rio Reiser beziehungsweise Ton Steine Scherben?</strong><br />
Sehr, sehr viel.</p>
<p><strong>Mit wem würdest du gerne mal ein Bier trinken gehen?</strong><br />
Mit Rio Reiser.</p>
<p><strong>Wer inspiriert dich?</strong><br />
Jeder, der seine Schnauze nur dann aufmacht, wenn er auch was zu sagen hat.</p>
<p><strong>Mit wem sollte Wowereit koalieren?</strong><br />
Mit Claus.</p>
<p><strong>Piraten an die Macht?</strong><br />
Ja, warum nicht?</p>
<p><strong>Was macht Berlin interessant?</strong><br />
Dass jeder nur seine Schnauze aufmacht wenn er was zu sagen hat.</p>
<p><strong>Wo ist Berlin am schönsten?</strong><br />
Überall!</p>
<p><strong>Was nimmst du im Sommer mit an den Wannsee?</strong><br />
Zwei Handtücher und meine Tochter.</p>
<p><strong>Wo bist du sonst noch ganz gerne, außer Berlin?</strong><br />
Überall, wo ich willkommen bin.</p>
<p><strong>Wo würdest du gerne mal hin?</strong><br />
Nach Hawaii.</p>
<p><strong>Was geht in Tübingen?</strong><br />
Extrem viel. Da geht extrem die Post ab. Tübingen ist jetzt übrigens Partnerstadt von Keule. Ist kein Witz!</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/C42B58lQ0so" frameborder="0" width="500" height="284"></iframe></p>
<p><strong>Hast du ein Lieblingslied der Band Ohne Namen?</strong><br />
Scheiße, jetzt kenn ich gar keins.<br />
Claus (aus dem Off): Der kennt wirklich keins.<br />
Dann hab ich auch kein Lieblingslied. (Lachen)</p>
<p><strong>Trinkst du noch Apfelkorn?</strong><br />
Ich würde mal gerne wieder Apfelkorn trinken, ist mir bisher aber nicht mehr wieder vor die Flinte gekommen. Wenn irgendjemand mal weiß, wo ich auftrete und Apfelkorn mitbringt, dann trinke ich mit demjenigen auf jeden Fall einen Schluck.</p>
<p><strong>Welches Getränk bestellst du, wenn BACKSPIN dir etwas spendiert?</strong><br />
Gibt’s hier Apfelkorn? Ach, ich nehme einen Molotowcocktail.</p>
<p><strong>Kann man im Winter noch grillen?</strong><br />
Allerdings. Am ersten Januar sogar. Bei meinem Papa im Garten. Da ist immer angrillen.</p>
<p><strong>Ist „Ed Von Schleck“ dein Lieblingseis?</strong><br />
Nein, das ist tatsächlich Brauner Bär, obwohl ich gar nicht weiß, ob es das noch gibt, und an zweiter Stelle ist Capri.</p>
<p><strong>Lieber Eis zum Schlittschuhlaufen oder „Eis am Stiel“?</strong><br />
„Eis am Stiel“ natürlich.</p>
<p><strong>Machst du Sport?</strong><br />
Ja, ich mache Fitness. Mit allem drum und dran. Die einzige Problematik ist, wenn ich auf diesem Fließband stehe, bekomme ich diese Profilneurose. Man jagt niemanden und wird nicht gejagt, rennt aber trotzdem. Ich mach es aber, um körperlich gesund und fit zu sein. Das kommt sehr gut an bei meinem Körper übrigens.</p>
<p><strong>Hertha oder Union?</strong><br />
Hertha!</p>
<p><strong>Wer wird deutscher Meister?</strong><br />
Hertha!</p>
<p><strong>Ist vielleicht eine neue Kugel im Lauf?</strong><br />
Allerdings. Ja, also, Ich werd jetzt gezwungen. Die Leute um mich rum zwingen mich. Ich habe mich schon mit Djorkaeff und Beatzarre getroffen und geredet und werde demnächst anfangen ein neues Album zu machen.</p>
<p><strong>Hast du auch mal Bock auf Heavy-Metal?</strong><br />
Ja, na klar! Ich war neulich beim Motörhead-Konzert, das war super. Extrem geil!</p>
<p><strong>Hast du noch irgendwelche Ziele in deinem Leben?</strong><br />
„Tatort“-Kommissar werden, in Berlin.</p>
<p><strong>Worauf bist du besonders stolz?</strong><br />
Auf meine Familie und meine Freunde.</p>
<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/12/KEULE_C_MURAT_ASLAN.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-15195" title="KEULE_C_MURAT_ASLAN" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/12/KEULE_C_MURAT_ASLAN-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a><strong>Was plant Keule als nächstes?</strong><br />
Eine Neuauflage des Albums „Schnauze“. Das läuft unter dem Arbeitstitel „Prominente singen Keule“. Dafür haben wir ganz viele verschiedene prominente deutsche Musiker eingeladen, die Lieder nochmal neu mit uns einzusingen. Soll ich mal sagen wer alles dabei ist? Also, Casper, Marteria, Sido, H-Blockx, Buddy Ogün ist dabei. Ich probiere, was mit Daniel Barenboim zu machen, von den Berliner Philharmonikern, mit dem würde ich gerne „Heike 2“ machen. Wir hätten sehr gerne Bela B. dabei, der hat aber leider noch bis Ende des Jahres zu tun. Sondaschule ist dabei, eine sehr, sehr gute Punkband. Culcha macht mit. Und noch ein paar andere, das ist aber noch nicht Spruchreif, deshalb darf man die Frucht noch nicht pflücken.</p>
<p><strong>Glaubst du an den Weihnachtsmann?</strong><br />
Ich glaube an Coca-Cola.</p>
<p><strong>Was wünschst du dir zum Fest?</strong><br />
Keule!</p>
<p><strong>Hast du gute Vorsätze für das neue Jahr?</strong><br />
Ich sprudel nur so vor guten Vorsätzen. Ich zitiere mich mal selber: Eigentlich habe ich keine guten Vorsätze, weil, immer wenn ich mir was Vornehme, geht die Welt zugrunde.</p>
<p><strong>Gehst du noch böllern?</strong><br />
Ja, natürlich. Mittlerweile aber fast nur noch Raketen. Nicht zu viele, man darf es ja auch nicht übertreiben aber eine Luxuspackung von Penny, die gönne ich mir. Hat Alice Schwarzer eigentlich BACKSPIN abonniert?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Dazu eine kleine redaktionsinterne Anekdote:</strong> Es ist ja nicht so, dass wir nie versucht haben, Alice Schwarzer für unser Magazin zu begeistern. Vor einiger Zeit war es Kollege Kraus ein wichtiges Anliegen Frau Schwarzer für ein Interview zu begeistern und schickte nebst Anfrage auch einige Ausgaben unseres Magazins mit. Die Tage verstrichen ins Land, bis heute haben wir keine Antwort der Dame bekommen. Die Hefte behielt Frau Schwarzer für sich, was sie damit angestellt hat können wir an dieser Stelle nur vermuten…</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Interview: MadC zur Hallenkunst 2011</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Dec 2011 13:42:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philip</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Chemnitz]]></category>
		<category><![CDATA[Hallenkunst 2011]]></category>
		<category><![CDATA[madc]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor einigen Wochen haben wir über die Hallenkunst 2011 in Chemnitz berichtet. Wir haben in der Zwischenzeit der Künstlerin MadC von der Bandits Crew ein paar Fragen zur Hallenkunst 2011 sowie ihrer Teilnahme gestellt. Nochmals für alle Interessierten: die Hallenkunst 2011 findet vom 16. bis 18. Dezember im sächsischen Chemnitz statt. Teilnehmen werden unter anderem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/12/madc.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-14760" title="madc" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/12/madc-300x181.jpg" alt="" width="300" height="181" /></a>Vor einigen Wochen haben wir über die Hallenkunst 2011 in Chemnitz berichtet. Wir haben in der Zwischenzeit der Künstlerin <strong>MadC</strong> von der Bandits Crew <strong>ein paar Fragen zur Hallenkunst 2011 sowie ihrer Teilnahme gestellt</strong>. Nochmals für alle Interessierten: <strong>die Hallenkunst 2011 findet vom 16. bis 18. Dezember im sächsischen Chemnitz statt.</strong> Teilnehmen werden unter anderem die Jukebox Cowboys, ECB, SatOne, Soten und viele mehr. MadC ist seit mehr als zehn Jahren als Graffiti-Künstlerin aktiv. In den vergangen Jahren machte sich die Dame mit großformatigen Murals einen Namen. Auch als Galerie-Künstlerin konnte sich die Bandits-Queen etablieren. Hier nun ein paar Infos von MadC selbst:</p>
<p><strong>Du hast in den vergangenen Jahren an verschiedenen Ausstellungen teilgenommen. Was zeichnet in deinen Augen das Projekt Hallenkunst aus?</strong><br />
Das Besondere ist die Größe der Ausstellung ohne dass sie einen Messe-Charakter bekommt. Zudem war der Ausstellungsort letztes Jahr außergewöhnlich und auch in diesem Jahr ist genug Platz für alle, um sich auszuleben. Die Mischung der Künstler ist so vielseitig, dass für jeden etwas dabei ist. Es ist also eine Mischung aus verschiedensten Faktoren.</p>
<p><strong><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/12/2011-12-hallenkunst.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-14761" title="2011-12-hallenkunst" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/12/2011-12-hallenkunst-210x300.jpg" alt="" width="210" height="300" /></a>Stellst du im Rahmen der Hallenkunst Werke aus, die speziell für diese Ausstellung produziert wurden, oder entstehen die Werke vor Ort?</strong><br />
Ja, bis auf zwei Ausnahmen sind alle Kunstwerke, die ausgestellt werden, neu. Außerdem gibt es meinen ersten limitierten Siebdruck zu sehen und zu kaufen und eine große Installation, die ich erst vor Ort fertigstelle.</p>
<p><strong>Nach welchen Kriterien suchst du deine Ausstellungsstücke aus?</strong><br />
Eigentlich passe ich meine Ausstellungen immer ihrer Umgebung an. Ich richte mich stark nach den örtlichen Gegebenheiten und versuche, die dann möglichst spannend mit einzubinden. Ich sehe die Galerie nicht als beklemmenden weißen Raum, der Graffitikunst einengt, sondern als eine Chance für neue Ideen und Herangehensweisen. Die Installation für die Hallenkunst ist exakt für meinen Rum geplant, ebenso die Anordnung und die Auswahl der Leinwände.</p>
<p><strong>Du hast in der Vergangenheit mit vielen der teilnehmenden Künstlern zusammengearbeitet. Wurden für die Ausstellung auch Gemeinschaftswerke produziert?</strong><br />
Ich selbst habe für die Hallenkunst nichts mit anderen Teilnehmern erarbeitet. Jedoch treten dort ja etliche Leute als Kollektiv auf, arbeiten also zusammen.</p>
<p><strong>Du hast in den vergangenen Jahren einige große Projekte realisiert u.a. die 700 Wall. Was erwartet uns 2012?</strong><br />
Ich hoffe auf ein paar Reisen und auf spannende Wandprojekte und Ausstellungen. Am 4.2. eröffne ich beispielsweise meine Einzelausstellung in der La Grille Galerie in der Schweiz. Es liegt etliches auf dem Tisch, aber kein genauer Plan. Ich lasse mich überraschen, was das Jahr so bringen wird und will einfach weiter meine Ideen ausbauen und umsetzen.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Die hohe Fünf mit: Hassan Annouri</title>
		<link>http://backspin-media.de/archives/14589</link>
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		<pubDate>Thu, 01 Dec 2011 09:26:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Veronica</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Dean Dawson]]></category>
		<category><![CDATA[hassan annouri]]></category>
		<category><![CDATA[Marlon-B]]></category>

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		<description><![CDATA[Hassan Annouri ist ein Allround-Talent: Sänger, Produzent und Schauspieler. Und das eigentlich schon seit den 90er Jahren. Nun geht er mit Spezializtz-Mitglied Dean Dawson und Marlon B von den Söhne Mannheims auf Deutschland-Tour. Motto dabei „7 Location in 7 Städten in 7 Tagen“. Wir sprachen mit dem Marokkaner über dies Tour, neue Film-Projekte und ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/12/ma_20090316_hassan_annouri_276.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-14591" title="Hassan Annouri" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/12/ma_20090316_hassan_annouri_276-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Hassan Annouri</strong> ist ein Allround-Talent: <strong>Sänger, Produzent und Schauspieler</strong>. Und das eigentlich schon seit den 90er Jahren. Nun geht er mit Spezializtz-Mitglied<strong> Dean Dawson</strong> und <strong>Marlon B</strong> von den Söhne Mannheims auf <a href="http://backspin-media.de/archives/14201">Deutschland-Tour</a>. Motto dabei „7 Location in 7 Städten in 7 Tagen“. Wir sprachen mit dem Marokkaner über dies<strong> Tour</strong>, neue<strong> Film-Projekte</strong> und ein eventuell neues <strong>Solo-Album</strong>.  Aber lest selbst:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>1.)    Wann kann man mit einem neuen Album von dir rechnen?</strong><br />
Gute Frage! Ich bin sehr beschäftigt &#8211; mit vielen Projekten.Und habe leider immer sehr wenig Zeit an Solo-Sachen zu arbeiten. Andere Künstler arbeiten nur an ihrer Sache, ich arbeite für viele Künstler. Deshalb kann ich leider nicht wie viele jedes Jahr mit einem Album kommen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>2.)    Sind neue Film-Projekte in Planung?</strong><br />
Ja ich werde in Zukunft wieder bei Filmen mitspielen. Die Musik Szene ist ja schon sehr hart &#8211; aber die Film-Szene ist, glaub ich, das Härteste was so geht (lacht). Es ist einfach verdammt schwer in Deutschland richtig Fuß zu fassen. In Amerika wäre ich schon Brad Pitt (lacht).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>3.)    Was steht in naher Zukunft noch so an?</strong><br />
Ich werde in der Zukunft hoffentlich weiterhin meinen Traum leben. Ich habe in der letzen Zeit viel soziale Projekte gemacht und werde in dieser Richtung 2012 mehr machen. Außerdem habe ich seit drei Jahren eine eigene Werbeagentur und die schluckt mir auch sehr viel Zeit. Ansonsten kommt hoffentlich Anfang des Jahres die EP von mir, Dean und Yassir.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>4.)    Beschreib doch mal die Zusammenarbeit mit Dean Dawson und Marlon-B.</strong><br />
Ich kenne Marlon und Dean sehr viele Jahre. Und uns verbindet eine große Freundschaft. Wir haben uns schon länger vorgenommen zusammen auf Tour zu gehen und jetzt klappt es endlich. Das freut mich. Marlon war einer der ersten Künstler die ich Anfang der 90er produziert habe und Dean hat mich mit Harris als Spezializtz eh schon immer getörnt. Ich denke, dass wir drei eine gute Mischung sind und den Leuten eine Menge Spaß bieten werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>5.)    Wie bereitest du dich auf eine Tour vor?</strong><br />
Ich habe sehr viel Stress mit dem Organisieren der ganzen Tour und bin eigentlich seid Wochen nur im Office am arbeiten. Ich habe gestern das erste Mal meine Songs durchgehört&#8230; Ansonsten bin ich eher der spontane Typ. Ich liebe es, wenn ich die Leute ungeplant Törnen kann. Klar hier und da proben wir natürlich auch mal, aber ich stehe nicht auf die glatt gebügelten Shows. Ich finde, die Leute sollen mich kennen lernen und das können sie am besten wenn ich mich so sehen wie ich bin.</p>
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		<title>Interview mit Pinz Pi: „Ich möchte mit 32 Jahren als Musiker wahrgenommen werden.&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Nov 2011 09:40:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Veronica</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Hallo Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Prinz Pi]]></category>
		<category><![CDATA[Rebell ohne Grund]]></category>
		<category><![CDATA[Tschüss Rap]]></category>

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		<description><![CDATA[Anfang dieses Jahres erschien mit „Rebell ohne Grund“ das bisher erfolgreichste Album von Prinz Pi. Auf diesem Werk verabschiedete sich der Berliner mit dem Worten „Tschüss deutscher Rap – Hallo Musik“. Nun setzte er sich mit einigen Musikern zusammen, um verschiedenen Singles von ihm ein Akustik-Gewand zu verleihen. Am 2. Dezember wird „Hallo Musik“ erscheinen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong></strong><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/PRINZ-PI-HALLO-MUSIK-Cover.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-14344" title="MEXX BTS" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/PRINZ-PI-HALLO-MUSIK-Cover-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a><strong>Anfang dieses Jahres erschien mit „Rebell ohne Grund“ das bisher erfolgreichste Album von Prinz Pi. Auf diesem Werk verabschiedete sich der Berliner mit dem Worten „Tschüss deutscher Rap – Hallo Musik“. Nun setzte er sich mit einigen Musikern zusammen, um verschiedenen Singles von ihm ein Akustik-Gewand zu verleihen. Am 2. Dezember wird „Hallo Musik“ erscheinen und ist zudem als eine Art „Best of“ zu verstehen. Wir sprachen mit dem Prinzen über diese Platte, seine Zukunft als Rapper, aber auch über ganz allgemeine Themen.</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Die Idee für ein Akustik-Album kam dir nach deinem Dachbodenkonzert für tape.tv. Was genau hat dich daran so beeindruckt?</strong><br />
Durch das gemeinsame Interpretieren der Songs mit der Band sind die Stücke intimer geworden und ich habe neue Seiten an ihnen entdecken dürfen. Bei dem einen Stück hat vielleicht die Akustikgitarre die melodieführende Funktion gehabt, und so einen neuen Klang und vielleicht auch einen etwas anderen Groove eingearbeitet. Das war spanend mitzuerleben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Bist du allgemein ein Fan von Akustik-Alben? Was hältst du von den ganzen Umsetzungen, anderer Rapper?</strong><br />
Ich kenne leider keine anderen Rapper, die bereits bestehende Songs als Akustikversion umgesetzt haben, aber ich würde gerne was hören. Ich kenne nur Rapper, die ihre Alben schon in der Entstehung mit Band einspielen, allen voran natürlich das letzte Casper-Album. Das ist aber eine ganz andere, größere Soundästhetik und ja eigentlich der komplette Gegensatz zu einem reduzierten, cleanen Akustikalbum &#8211; das ist ja Stadionsound, viele Flächen, viel Hall, viele Effekte.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Was genau erwartet den Hörer auf deinem Akustik-Album?</strong><br />
Ich würde sagen, die Hörer, die meine Songs schon kennen, werden die Songs – wie ich auch beim Entstehungsprozess – von neuen, interessanten Seiten kennenlernen. Die Hörer, die vielleicht das erste Mal auf diesem Album meine Stücke kennenlernen, werden einfach 14 von hervorragenden Musikern eingespielte deutschsprachige Songs zu hören bekommen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Warum wird es nur ein Konzert geben?</strong><br />
Weil es etwas besonderes, einmaliges sein soll. Meine Musik ist ja auch in der Regel keine akustisch produzierte Musik, und das soll auch so bleiben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Warst du bei allen Titeln bereit, eine Akustik-Version zu machen oder hast du schon am Anfang Einige ausgeschlossen?</strong><br />
Ich denke, einige Titel eignen sich besser dafür, andere schlechter.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Gab es vielleicht auch Titel, bei denen du es versucht hast, aber die Umsetzung einfach nicht gelungen ist?</strong><br />
Nein. Aber das ist nicht mein Verdienst, sondern der der wundervollen Musiker mit denen ich arbeiten durfte. Sicher gibt es eingefleischte Fans, die sagen werden &#8220;Die Originalversion klingt aber viel besser&#8221; – weil sie die halt schon ganz oft gehört haben und daran gewöhnt sind. Aber für diesen Teil unter den Hörern macht es natürlich eh keinen Sinn, sich neue Versionen der Songs anzuhören – aber das müssen sie ja auch nicht und können weiter die Originale feiern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Warum gibt es zwei Versionen von „keine Liebe“?</strong><br />
Dieser Song ist eines meiner ersten Lieder und er liegt mir – und meinen Fans sicher auch – sehr am Herzen. Wir haben einmal den originalen Beat, der ja auch in der ursprünglichen Version einen Slapbass hat, richtig gut nachgespielt. Aber dann habe ich mich an die ersten Zeilen &#8220;Ich reduzier mich auf das Minimum&#8221; erinnert und eben das getan – mich auf das Minimum reduziert und einfach auf ein Klavier, das für mich den Charakter des Beats ausmacht, gerappt. Ich habe ja selber 10 Jahre lang Klavier gespielt und bin dem Instrument deshalb sehr verbunden. Das ist für mich auch eine der Freiheiten als Musiker, sich nicht in das dogmatische Korsett von &#8220;so und so muss ein Hiphopbeat sein&#8221; pressen lassen, sondern einfach nur die Stimme über ein Instrument sprechen lassen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Erzähl doch mal, wie die Produktion mit den ganzen Instrumentalisten ablief. In wie weit unterschied sie sich von der Produktion, eines üblichen Rap-Albums?</strong><br />
Normalerweise nimmt ja der Rapper seine Strophen einzeln auf, oft auch die Strophen noch in mehreren, einzelnen Takes. Das geht bei der Aufnahme mit der Band nicht – da muss man, wie live auch, komplett durchrappen und darf sich keinen Versprecher oder eine Timingungenauigkeit leisten. Auch treibt man bei den Aufnahmen mit Band natürlich durch seine Performance die anderen Musiker zu ihrer Leistung an. So entsteht halt eine Synergie, wie sie nur in einer Band machbar ist. Denn die spielt umso motivierter, umso mehr du dich als Rapper ins Zeug legst – ein Computer, der dir den Beat von der Festplatte spielt, tut das nicht.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Denkst du, du kannst dir dadurch vielleicht auch eine neue Fanbase erschließen?</strong><br />
Weiß ich nicht. Aber sowas überlege ich mir auch nicht. Ich habe das Album gemacht, weil ich es mir leisten konnte und weil es für mich ein großes Vergnügen und eine Ehre war mit so guten Musikern in so einem tollen Studio arbeiten zu können. Ich mache Musik, weil ich das Musikmachen liebe.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Die Hälfte der Tracklist durften deine Fans auf Facebook entscheiden&#8230;</strong><br />
Das ist meine Art, mich für den jahrelangen Support bei meinen Fans zu bedanken und die Songs zu interpretieren, die sie gerne hören möchten. Live kann ich ja leider nicht immer spontan alle Wünsche berücksichtigen, also mache ich das hier.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Bist du mit der Auswahl deiner Fans zufrieden?</strong><br />
Ja, natürlich.</p>
<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/prinz_pi2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-14348" title="prinz_pi2" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/prinz_pi2.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></p>
<p><strong>Auf deinem Album „Rebell ohne Grund“, das Anfang des Jahres erschien, hast du dich mit den Worten:  „Tschüss deutscher Rap, Hallo Musik!“ verabschiedet.<br />
Hast du damit endgültig dein Karriereaus als Rapper besiegelt?</strong><br />
Nein, überhaupt nicht. Ich möchte mich einfach nur aus einer Sparte herauslösen und mit 32 Jahren als Musiker wahrgenommen werden, dem unheimlich viel an seinen Texten liegt und der keiner dieser Typen ist, die nur zum Selbstzweck rappen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Was wird jetzt folgen?</strong><br />
Auf meinem kommenden Album werde ich natürlich rappen wie immer. Ich bin Rapper, ich mache Sprechgesang und singe nicht. Aber ansonsten möchte ich mit meiner Musik nicht in eine kleine Schublade gesteckt werden und ich denke, es gibt momentan sehr viele Künstler, die sich da erfolgreich rausgezogen haben und einfach als gute Musiker wahrgenommen werden. KIZ, Kraftclub, Casper, Materia, Tua – das sind für mich alles gute Musiker, die halt rappen anstatt zu singen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Rap ist also keine Musik?</strong><br />
Rap ist das englische Wort für Sprechgesang. &#8220;Ein Rap&#8221; ist etwas, was einen Menschen, also einen Rapper, bedarf. Die passende Musik dazu kann von Maschinen oder Instrumenten kommen. Aber das Wort &#8220;Rap&#8221; beschreibt genau genommen nur den Rap an sich und nicht die Musik dazu.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Hast du auch dieses Jahr nebenbei als Grafiker  gearbeitet?                                                                                                                 </strong><br />
Ja, ich mache alle unsere Cover und auch viele Videos.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>In der Vergangenheit hast du dich auch oft sozial engagiert. Gab es dieses Jahr wieder Projekte, an denen du beteiligt warst?</strong><br />
Ja, ich habe mich bei Nachbarschaftsprojekten in Berlin organisiert und mit Jugendlichen in Brennpunkten gesprochen. Ich möchte aber in Zukunft wieder mehr für Hilfsorganisationen tätig werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Dieses Jahr konnte deutscher Rap allgemein große Erfolge erzielen. Welche Gründe könnte das haben?</strong><br />
Vielleicht den Grund, was ich vorher schon angedeutet habe: Die Musiker bewegen sich aus der Nische hinaus und treffen immer mehr die Sprache von den Hörern. Musik mit Rap, ohne oder auch gepaart mit Gesang, ist halt weltweit die erfolgreichste und am meisten verbreitete Musik. Deutschland folgt dieser Entwicklung, die in Amerika ja schon lange zu sehen ist, mit einigen Jahren Verspätung nun nach.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Denkst du, dass ist nur ein vorübergehender Hype oder hat sich Deutsch-Rap nun endgültig in der kommerziellen Musikbranche etabliert?</strong><br />
Wie gesagt würde ich nicht sagen, dass sich der &#8220;Deutsch-Rap&#8221; wie wir ihn von früher kennen im Mainstream etabliert hat, sondern dass der Mainstream nun bereit ist, sich hier und da einen Rapper anzuhören.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Welche Chatplatzierung hat dich besonders verwundert? Im positiven, wie im negativen Sinne.</strong><br />
Ich verfolge die Charts nicht so genau. Natürlich ist es schön, ein Top10 Album zu haben, aber da die Platzierungen ja jede Woche komplett anders zu werten sind, interessiere ich mich nicht so dafür. Habe ja auch andere Dinge zu tun. Ich konzentriere mich lieber auf meine Musik.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Stichwort Rheinkultur-Festival: War vielleicht auch auf anderen Hip-Hop-Events ein höheres Aggressionspotential zu bemerken?</strong><br />
Überhaupt nicht. Das Splash! zum Beispiel war dieses Jahr wirklich seit langem mal wieder richtig cool, die Auswahl der Acts war auch sehr spannend.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Rheinkultur 2012 wurde abgesagt. In wie weit ist dies ein Verlust für die deutsche Rap- Szene?<br />
</strong>Das kann ich nicht beurteilen. Die Male, wo ich da gespielt habe, war das Publikum sehr mitgerissen und wir haben krasse Partys gefeiert.</p>
<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/prinz.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-14347" title="prinz" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/prinz-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></p>
<p><strong>Welche Nachricht hat dich 2011 am meisten schockiert?</strong><br />
Das meine Krankheit wieder da ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Und welc</strong><strong>he hat dich am meisten gefreut?</strong><br />
Das meine Tochter gesund ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Interview: Nachgefragt bei CJ Taylor</title>
		<link>http://backspin-media.de/archives/14248</link>
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		<pubDate>Thu, 24 Nov 2011 13:18:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thies</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>

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		<description><![CDATA[CJ Taylor, früher Sänger bei Rapsoul, veröffentlicht mit &#8220;Nicht so wie früher&#8221; ein vom Motown inspiriertes Album. Seit dem 4.11. ist die Platte bereits erhältlich. Wir haben mal nachgefragt. Dein Album heißt „Nicht so wie früher“, kannst du uns den Titel erklären? Früher war ich noch bei der Gruppe Rapsoul und jetzt lebe ich meinen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/CJ-Taylor-Nicht-so-wie-fr%C3%BCher_final1.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-14251" title="CJ Taylor - Nicht so wie früher_final" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/CJ-Taylor-Nicht-so-wie-fr%C3%BCher_final1-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>CJ Taylor, früher Sänger bei Rapsoul, veröffentlicht mit &#8220;Nicht so wie früher&#8221; ein vom Motown inspiriertes Album. Seit dem 4.11. ist die Platte bereits erhältlich. Wir haben mal nachgefragt.</p>
<p><strong>Dein Album heißt „Nicht so wie früher“, kannst du uns den Titel erklären?</strong></p>
<p>Früher war ich noch bei der Gruppe Rapsoul und jetzt lebe ich meinen eigenen Traum. Da ich auch die Vergangenheit ruhen lassen will, hab ich mir gedacht, dass der Titel &#8221; Nicht so wie früher &#8221; passen würde.</p>
<p><strong>Wie lange hast du an dem Album gearbeitet?</strong></p>
<p>Ich hab erst das Demo geschrieben und mir bestimmt vier Monate lang darüber Gedanken gemacht über was ich schreiben will. Danach ab ins Studio, was auch nochmal 6 Monate gedauert hat und dann war mein Baby am Start.</p>
<p><strong>Wie hat sich deine Liebe zur Motown Musik entwickelt?</strong></p>
<p>Da meine Mutter sehr viele Motown Platten besitzt, kam ich früh in Kontakt mit der Musik. Das Gefühl, was mir diese Künstler vermittelt haben, war vom ersten Tag an fantastisch.</p>
<p><strong>Die Platte ist größtenteils Live eingespielt worden. Wie ist die Arbeit im Studio?</strong></p>
<p><strong></strong>Ja genau. Ich bin auch total stolz, dass ich es so machen konnte. Die Arbeit im Studio, mit allen Beteiligten, hat mir wirklich viel Spaß gemacht. Danke nochmal an dieser Stelle.</p>
<p><strong>Welches Stück auf deiner Platte ist für dich das persönlichste geworden?</strong></p>
<p>„ Entfernt“, da ich diesen Song Oma &amp; Opa widmen wollte, die leider schon verstorben sind, mir aber sehr viel bedeutet haben.</p>
<p><strong>Wie viele Schallplatten hast du?</strong></p>
<p><strong></strong>Ich selbst habe nicht wirklich viele Platten. Aber meine Mutter hat mehr als 2000 Platten.</p>
<p><strong>Hast du eigentlich noch Kontakt zu deinen Rapsoul-Kollegen?</strong></p>
<p>Ja, aber nur über Facebook.</p>
<p><strong>Deine Releaseparty fand im Hamburger Dollhouse statt. Wie kam es dazu?</strong></p>
<p>Stimmt wir haben uns gefragt: „wie fallen wir am besten auf?“ Dann kam uns die Idee wir könnten ja im Dollhouse auftreten. Gesagt &#8211; getan! Und 2 Monate später war die Release-Party in Hamburg und wir haben uns alle gefreut.</p>
<p><strong>Wie lange und woher kennst du Michael Ammer schon?</strong></p>
<p>Michael Ammer kenn ich noch nicht so lang, aber wir haben uns direkt gut verstanden und ich finde seine Partys echt gut. Er ist nicht umsonst der Party-König.</p>
<p><strong>Wie geht es jetzt weiter? Planst du eine Tour? </strong></p>
<p><strong></strong>In Zukunft plane ich schon eine eigene Tour, aber erstmal weiter Promo für mein Album machen, um dann zu schauen wo und wann ich das ganze auch wirklich machen kann. Danke für das Interview und euch allen viel Erfolg für das Jahr 2012!</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/nnfsaJBCzkw" frameborder="0" width="500" height="284"></iframe><br />
<strong> </strong></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Interview mit Git: &#8220;Als Person bin ich ein alltäglicher Mensch&#8221;</title>
		<link>http://backspin-media.de/archives/14065</link>
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		<pubDate>Mon, 21 Nov 2011 12:41:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Git]]></category>
		<category><![CDATA[Imagination]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>

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		<description><![CDATA[Git ist ein Producer aus Staten Island, dessen Wurzeln in der Breakdance-Szene der 80er liegen. Zum Glück hat es ihn aber zum Produzieren hingezogen, denn dadurch können wir heute zum Beispiel sein Album „Imagination“ genießen. Nachdem er 2009 mit einem Produzentenalbum und Features von Rock, Raekwon oder Prince Po für musikalische Großtaten sorgte, besinnt er [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/Git.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-14067" title="Git" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/Git.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Git</strong> ist ein Producer aus Staten Island, dessen Wurzeln in der Breakdance-Szene der 80er liegen. Zum Glück hat es ihn aber zum Produzieren hingezogen, denn dadurch können wir heute zum Beispiel sein Album „<a title="Imagination" href="http://backspin-media.de/?p=13731">Imagination</a>“ genießen. Nachdem er 2009 mit einem Produzentenalbum und Features von Rock, Raekwon oder Prince Po für musikalische Großtaten sorgte, besinnt er sich auf seinem neuen Album wieder vermehrt auf reine Instrumentals. Wir haben uns mit dem Producer über Vorstellungskraft, seine Leidenschaft für Comics und natürlich seine Musik gesprochen.</p>
<p><strong>Kannst du uns einen kurzen Überblick über dich als Person und als Künstler geben?</strong></p>
<p>Als Person bin ich ein alltäglicher Mensch. Ich genieße es lediglich Musik zu machen. Ich würde sagen, als Person bin ich wieder jeder andere auch: glücklich, traurig, angepisst, geliebt, gehasst. Als Artist verhält es sich genauso, denke ich. Ich bin nur glücklich genug, um es alles über meine Musik rauszulassen.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Du hast gerade dein neues Album „Imagination“ veröffentlicht. Was können wir davon erwarten?<br />
</strong>Genau das. „Imagination“, das Innenleben meines abgefuckten Verstandes und wie ich es liebe, Musik auf meine eigene Weise zu hören.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Warum hast du dich für den Titel “Imagination” entschieden?<br />
</strong>Manchmal im Leben befindest du dich an einem Ort, an dem du nicht sein möchtest und deine Vorstellungskraft kann dich woanders hinbringen.</p>
<p><strong>Ist deine Vorstellungskraft etwas Wichtiges für dich, wenn du Musik machst?<br />
</strong>Nun, ich denke ich habe das gerade beantwortet. Auf jeden Fall. Wie viele Leute erinnern sich durch einen Song an etwas in Vergessenheit geratenes, aus ihrer Vergangenheit.</p>
<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/Git-Beats.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-14069" title="Git-Beats" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/Git-Beats.jpg" alt="" width="200" height="256" /></a></p>
<p><strong>Der Sound auf deinem Album ist sehr experimentell. Experimentierst du generell mit vielen verschiedenen Stilen und improvisierst oder hast du eher ein bestimmtes Konzept im Kopf?</strong></p>
<p>Ich habe kein bestimmtes Konzept, aber ich improvisiere. Ich setze mich hin und höre meine alten Platten, die meist experimentelle Musik sind. Somit sagen mir quasi meine Stimmung und der passende Track, was ich für Musik machen soll. Realistischerweise hängt es aber von meinen Emotionen ab, die führen mich unwiderrufbar.<br />
<strong><br />
Dein Künstlername stammt von dem ursprünglichen Wort für B-Boy. Beschäftigst du dich noch mit der Breakdance-Szene?<br />
</strong>Einige meiner Freunde sind in der Zulu Nation und Rock Steady Crew. Nach einigen Drinks kann es sein, dass du mich eins oder zwei Windmühlen raushauen siehst (lacht).</p>
<p><strong>Was sind deine musikalischen Einflüsse, welche waren wichtig für „Imagination“?<br />
</strong>Altes und, was einige seltsam nennen würden, Gruppen wie Silver Apples, Can, ESG, da gibt es einfach so viele. Auf jeden Fall eine Menge Artists von früher. Es gibt viele Künstler, die von keinem großen Label gepusht wurden, trotzdem waren sie großartige Künstler, die vor ihrer Zeit waren.</p>
<p><strong>Was war die Idee hinter dem Cover zum Album?</strong></p>
<p>Ich habe die Idee von einer alten Platte, die mich an mich selbst erinnert hat. Völlig verkabelt, auf der Suche nach verschiedenen Sounds. Für mich war das der perfekte Weg, damit die Leute mich sehen können, bevor sie mich hören.</p>
<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/Git-Imagination1.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-14070" title="Git-Imagination" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/Git-Imagination1-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a></p>
<p><strong>Eines deiner Ziele ist es, die Lücke zu füllen, die Pop-Musik hinterlassen hat. Kannst du erklären was genau in der heutigen Pop-Landschaft fehlt?</strong></p>
<p>Originalität. Style. Eine Story mit wirklichem Bezug dazu. Ich hasse die Tatsache, dass die Leute erwarten, dass du deine Musik einschränkst, um einen Hit zu produzieren. Ich mache Musik nicht nur für Radio-DJs, die Roboter für das unternehmerische Musikgeschäft sind. Ich mache Musik für die echten Heads, alle DJs und Musik-Fans.</p>
<p><strong>Welche Geräte hast du für deine Instrumentals benutzt?</strong></p>
<p>EMU SP1200, MPC 2000 xl, Pro Tools, Vinyl und ein paar Keyboards.</p>
<p><strong>Hältst du die internationale Szene im Blick?</strong></p>
<p>Ehrlich gesagt, nicht wirklich. Aber ich bin immer offen für alles, was dope ist.</p>
<p><strong>Ist Musik deine einzige Profession oder hast du noch einige „Nebenjobs“?<br />
</strong>Ich bin der CEO von Usedwax. Wir sind seit über 15 Jahren im Geschäft. Wir sind Spezialisten für seltenes Vinyl: Hip-Hop, Disco, Funk, Soul, Psych und private Pressungen. Das ist großartig, weil ich so immer von Musik umgeben bin.</p>
<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/Git-Beats1.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-14073" title="Git Beats" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/Git-Beats1-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a></p>
<p><strong>Du besitzt eine große Sammlung an Platten. Gibt es eine Platte, auf die du besonders stolz bist?<br />
</strong>Ja, ich besitze vielleicht so 80.000 Platten. Ich habe so viele, dass es sehr hart wäre, eine besondere zu nennen. Was ich dir sagen kann, ist, dass ich seltsam abgedreht klingende Platten liebe, eben alles was, irgendwie anders auf einer bestimmen Ebene klingt.</p>
<p><strong>Du sagst, dass du stolz auf die Musik sein musst, die du machst. Wann kannst du stolz auf deine Musik sein, mal abgesehen davon, wenn sie gut klingt?</strong></p>
<p>Wenn es pure Liebe aus meinem Handwerk ist, was heutzutage immer so ist. Ich störe mich nicht daran, Musik für eine bestimmte Zielgruppe machen zu müssen. Meine Musik ist für jeden, der seine Vorstellungskraft nicht herauslassen kann, weil er Angst davor hat, anders zu sein. Ich habe gelernt, im Leben immer auf mein Bauchgefühl zu hören, das heißt, wenn es mir sagt, das ist es, dann ist es auch so.</p>
<p><strong>Deine Webseite sieht ein wenig wie ein Comic aus. Bist du ein Fan von Comics, hast du einige persönliche Favoriten?</strong></p>
<p>Ja, ich und mein Website-Designer Otim lieben beide Comics. Mein Favoriten sind Vaughn Bodes Cheech Wizard &amp; Junk Waffle , DareDevil, Fantastic Four, Wolverine, X-Men, Spiderman, The Avengers und noch viele andere.</p>
<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/Git-Webseite.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-14074" title="Git Webseite" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/Git-Webseite-300x223.jpg" alt="" width="300" height="223" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Interview mit Unknown Mizery (Empty Handed Warriors): &#8220;Unsere moderne Gesellschaft ist eigennützig&#8221;</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Nov 2011 14:49:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Empty Handed Warriors]]></category>
		<category><![CDATA[Unknown Mizery]]></category>

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		<description><![CDATA[Unknown Mizery dürfte den meisten an erster Stelle als Mitglied der kanadischen Rap-Gruppe Babylon Warchild bekannt sein. Vor einiger Zeit gründete er jedoch ein internationales Projekt, das den revolutionären und gesellschaftskritischen Charakter der Formation deutlich erweitert. Mit den Empty Handed Warriors wurde ein globales Netzwerk geschaffen, das mit Hilfe der Hip-Hop-Kultur auf die Missstände in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/Unknown-Mizery-300x300.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-14039" title="Unknown Mizery, 300x300" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/Unknown-Mizery-300x300-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Unknown Mizery dürfte den meisten an erster Stelle als Mitglied der kanadischen Rap-Gruppe Babylon Warchild bekannt sein. Vor einiger Zeit gründete er jedoch ein internationales Projekt, das den revolutionären und gesellschaftskritischen Charakter der Formation deutlich erweitert. Mit den Empty Handed Warriors wurde ein globales Netzwerk geschaffen, das mit Hilfe der Hip-Hop-Kultur auf die Missstände in unserer Gesellschaft aufmerksam machen will. Wir haben uns mit Unknown Mizery über die Philosophie dieses Projektes, die allgegenwärtigen Probleme unserer Gesellschaft und die Verbindung zum Hip-Hop unterhalten.</p>
<p><strong>Hallo Unknown Mizery, kannst du uns zu Anfang etwas über das Konzept und die Leute hinter Empty Handed Warriors erzählen?</strong></p>
<p>Empty Handed Warriors sind ein internationales Kollektiv verschiedener Künstler, die die Hip-Hop-Kultur repräsentieren. Die Leute dahinter (wir hoffen noch weitere Anhänger zu finden) sind Künstler der gleichen Ansicht, die genug von dem Arbeitsrahmen der kolonialen Industrie haben. Wir, als Krieger, arbeiten außerhalb dieses Rahmens, um das zu formen, was uns mit unseren bloßen Händen möglich ist. Hip-Hop ist der Soundtrack zu dem Kampf und ein mächtiger Absatzmarkt, um Gemeinden zu mobilisieren und eine Einheit zu schaffen. Die Webseite der EHW wird zudem einen Teil auf der Hauptseite haben, der sich auf Nachrichten und Politik konzentriert. Hier haben Menschen auf der ganzen Welt die Möglichkeit, Videos zu posten sowie Artikel und Bilder über aktuelle Events in ihren Heimatstädten aus einer alternativen Perspektive (The peoples media). EHW ist ein Kollektiv, das an Gleichberechtigung glaubt: Wo wir keinen alleinigen Anführer haben, sind wir Anführer über Anführer, Könige über Könige. Eine unserer Hauptideologien ist die Tatsache, dass Kunst und Ego sich nicht vermischen. Peace to all my warriors.</p>
<p><strong>Gibt es irgendwelche Probleme, wenn man so viele Artists verschiedenster Kulturen unter einem Projekt zusammenbringt? Welche großen Vorteile ergeben sich daraus?</strong></p>
<p>Das hauptsächliche Hindernis mit so vielen Artists verschiedener Länder zusammenzuarbeiten ist in der Regel die Sprachbarriere. Ohne Budget alle Daten zu erfassen und das von über hundert Künstlern und das alles zu organisieren ist ziemlich schwierig. Wie auch immer, da Hip-Hop ein internationaler Vibe ist, mit dem wir alle etwas anfangen können (egal welche Sprache wir sprechen) überwiegen die Vorteile deutlich. Als Beispiel: Eines der Hauptvorteile ist das Arbeitspotential, das wir haben&#8230;. wir haben Emcees, DJs, Graffiti-Artists und Hip-Hop-Heads, die weitreichende Ressourcen und Services haben und über die EHW-Community ausgetauscht werden können. Ich habe gesehen wie es funktioniert – und es ist wunderbar. Leute wie Rob Ster und East Garden Music aus Holland haben kostenloses Graffiti zur Verfügung gestellt, ebenso wie Album Covers und Studiotime in Holland. Ich lebe in Toronto, hier haben wir mit St. Peter das gleiche Prinzip am Laufen. Manuel, der Gründer von „Meeting Of Styles Graffiti Expo“ bietet uns verschiedene Ausstellungen, Hilfe und Möglichkeiten, zum Beispiel in Form von Auftritten beim Festival in 2012 an. Lord Lhus war eine große Hilfe, indem er Ressourcen geteilt hat und uns die Möglichkeit bot, verschiedene Artists live in Hallen in Europa aufzutreten zu lassen. Die griechische Hip-Hop-Seite 4elemntz.gr wurde Partner der EHW und organisiert zurzeit das Promo-Video und die Webseite für EHW. Also sind die Vorteile größer als die Nachteile. Die Sache an EHW ist, das die Namen, die du an vorderster Front sehen wirst, jene Leute sind, die wirklich an die Vision der EHW glauben.</p>
<p><strong>Wer kam ursprünglich auf die Idee des Projekts und wieso? </strong></p>
<p>Letztes Jahr, kurz vor dem Babylon-Warchild-Album, hatte ich eine LP mit dem Namen „Empty Handed Warriors“ releast. Diese LP war eine Kollabo mit Anneeway Jones aus Frankreich. Ursprünglich war dies der Titelsong zum Album. Im Vorfeld nahm ich daran teil, ein Kollektiv mit dem Namen Peep The Revolution zu gründen. Man kann einen Song mit diesem Titel auf meinem Soloalbum finden. Ich war auf einer Tour durch Kanada mit dem Titel „Zero Dollars And A Dream“ wo wir uns mit Artists etwas aufbauten und ich sie mobilisierte, sich PeepTheRevolution anzuschließen. Ich suchte außerdem nach gleichgesinnten Artists, die sich dem Movement über das Internet anschließen sollten. Dies geschah mit der Hilfe von Aneeway Jones. Im Juli 2011 verließen wir Kanada, um uns auf Europa Tour zu begeben. Bevor wir Kanada verließen, wurden viele Leute dort neidisch, was der Untergang eines jeden Movements ist. Daher wurde die Idee verworfen und ich musste von vorne anfangen. Mit der Hilfe desselben Netzwerks wie zuvor und der gleichen Herangehensweise benannte ich das Movement in Empty Handed Warriors um. Der Name war zugänglicher und die Dinge nahmen ihren Lauf. Der Grund weshalb ich und Aneeway mit der Idee aufkamen, war Underground Artists eine Plattform zum Wachsen bereitzustellen. Da der Mainstream der Meinung ist, dass Hip-Hop eine verlorenes Musik-Genre ist, nehmen wir uns vor der Welt zu zeigen, dass die „reale“ Kultur immer noch existiert. Ich würde sagen sie existiert im Untergrund, aber selbst dort sind viele Schlüsselfiguren, die ihr eigenes Ego mehr als die Kultur lieben. Daher stehen sie im Weg von Wachstumsmöglichkeiten und Einheit. Das Ganze war etwas, bei dem sich gehen mussten, dass unsere verteilten Wurzeln über dem Globus, zu globaler Aufmerksamkeit heranwachsen.</p>
<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/Unknown-Mizerygrey.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-14041" title="Unknown Mizery,grey" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/Unknown-Mizerygrey.jpg" alt="" width="300" height="184" /></a></p>
<p><strong>Was ist euer allgemeiner Gemütszustand bezüglich unsere modernen Gesellschaft und wo liegen die größten Probleme?</strong></p>
<p>Unsere moderne Gesellschaft ist eigennützig. In jungem Alter wird uns gelehrt sich um einen selbst zu sorgen, nicht um andere. Wir bekommen ein falsches Denkbild aufgesetzt, das eine „Jeder Mann für sich selbst“-Mentalität lehrt. Wir erkennen nicht, dass wenn einer leidet, wir alle die Auswirkungen zu spüren bekommen, entweder direkt oder indirekt. Wir erkennen nicht, dass Geld und Ruhm nicht dazu bestimmt sind, unser Ego zu nähren. Geld sollte geteilt und in unsere Kultur und Gemeinden investiert werden. Ruhm sollte als Plattform genutzt werden, um die Denkweisen zu ändern. Ich sage das, denn egal welches Musik-Genre du hörst, wenn du echten Hip-Hop hörst, nicht diesen TV-Müll, dann wirst du erkennen, dass die Hip-Hop-Kultur und Rap-Musik schon immer die Stimme der Leute ist und schon immer war.</p>
<p><strong>Was sind eure Herangehensweisen um zu helfen, diese Probleme</strong><strong> zu lösen oder sogar selbst zu lösen?</strong></p>
<p>Das Einzige, was ich tun kann ist mein Teil zu erfüllen. Ich denke, wir alle haben einen Teil zu erfüllen und wenn wir ihn rechtschaffend erfüllen, ohne Egos oder andere eigennützige Motive, wird eine Veränderung in Kraft treten. Ich für meinen Teil mache Workshops in Gemeindezentren und High Schools, rede mit der Jugend und sogar mit politischen Entscheidungsträgern im Arbeitsbereich. Verdammt, ich habe sogar einen Workshop für angehende Bullen in einem Polizeicollege in Toronto gegeben, in der Hoffnung einen Sinneswandel bei den kommenden Bullen hervorzurufen. Menschlichkeit ist wie ein Puzzle, es gibt zwei Seiten zu jedem Teil des Puzzles. Eine, die rein- und eine die rausgeht. Eines repräsentiert deine Vorteile in der Gesellschaft und die andere zeigt die Nachteile. Was ich sagen will ist, dass du aufstehen sollst und für die Freiheit von anderen kämpfen solltest, wenn du selbst frei werden willst. Lass uns einfach unseren Part erfüllen und es wird funktionieren. An dieser Stelle möchte ich einen Shout Out in die Welt geben, an alle, die an Occupy teilnehmen. Das zeigt mir, dass eine Veränderung kommen wird, nie zuvor in meinem Leben habe ich so etwas Mächtiges erlebt. Leute, die zusammen für eine Sache kämpfen, nicht nur für sich selbst, sondern für alle Lebenden.</p>
<p><strong>Du hast auch selbst an Occupy teilgenommen. Kannst du uns etwas darüber erzählen sowie deine Meinung dazu allgemein darlegen? </strong></p>
<p>Ich denke, es ist wundervoll, wenn die Leute auf der ganzen Welt sich in einer Einheit bewegen. Gerade an einem Ort wie Kanada, wo wir normalerweise zu bequem sind, um für irgendwelche Rechte zu kämpfen, da wir nur an unseren Computern sitzen möchten und unseren Geist verschwenden. Von daher bin ich glücklich, diese Movement zu sehen. Letztes Jahr haben wir beobachtet, wie die Polizei unsere Gemeinde während des G20-Gipfels in Toronto terrorisierte. Wir haben gesehen, wie unsere Zivilrechte missachtet wurden, während die Schuldigen (die Polizei, die Regierung) ihre eigenen Gesetze brachen und davonkamen. Occupy hat meine Unterstützung, ich war erneut am 5. November dort. Die Organisatoren und Demonstranten sind meine Motivation. Sie stärken mich nur dadurch, dass ich weiß, dass sie den Kampf bestreiten.</p>
<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/Unkown-Mizery-live.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-14043" title="Unkown Mizery, live" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/Unkown-Mizery-live-300x227.jpg" alt="" width="300" height="227" /></a></p>
<p><strong>Warum hast du dir Hip-Hop als Plattform für eure Anliegen ausgesucht? </strong></p>
<p>Ich habe mich für Hip-Hop als Plattform für EHW entschieden, weil ich mich da auskenne. Ich weiß, wie universal die Sprache des Hip-Hop ist. Wir alle können sehen, wie sehr Hip-Hop unsere Generationen beeinflusst. Daher ist diese Plattform meiner Meinung nach die mächtigste Plattform im Vergleich zu allen anderen Musik-Genres.</p>
<p><strong>Ihr seid dabei, ein kostenloses Mixtape zu releasen, kannst du uns einige Details dazu geben? </strong></p>
<p>Empty Handed Warrior&#8217;s present&#8230; “Occupy The Industry“: Das ist das erste von vielen Mixtapes, die vom internationalen EHW-Kollektiv erscheinen werden. Der Titel dient als Antwort auf Occupy-Bewegungen auf der ganzen Welt, wir brauchen eine industrielle Revolution. Haltet nach dem offiziellen Release am 5. Dezember 2001 Ausschau. Erhältlich ist das Tape auf der Seite <span style="color: #000080;"><span style="text-decoration: underline;"><a href="https://service.gmx.net/de/cgi/derefer?TYPE=3&amp;DEST=http%3A%2F%2Femptyhandedwarriors.com" target="_blank">emptyhandedwarriors.com</a></span></span><span style="color: #000080;"><span style="color: #000000;">(wird noch gelauncht).</span></span></p>
<p><strong>Ihr seid ja eine Art offenes Netzwerk. Wie können euch die Leute erreichen und euch unterstützen? Welche Voraussetzungen sollten sie erfüllen?</strong></p>
<p>Wir sind bereit, mit jedem etwas aufzubauen, der daran glaubt, was wir machen. Wir haben außerdem ein Motto: “What you put in, you get out”. Das heißt, wir suchen nach MCs, Graffiti Artists, Visual Artists etc., die keine Trittbrettfahrer sind, sondern etwas zu dem Movement beitragen möchten. Das Hauptmerkmal, nach dem wir suchen, sind Leute mit Drive, die bereits etwas in Bewegung setzen. Wir suchen nach Leadern. Um sich mit uns in Verbindung zu setzten kontaktiert mich direkt unter folgender E-Mail-Adresse: <span style="color: #000080;"><span style="text-decoration: underline;"><a href="https://service.gmx.net/de/cgi/g.fcgi/mail/new?CUSTOMERNO=35027789&amp;t=de1968344099.1320588604.5808ae52&amp;to=emptyhandedwarriors@gmail.com" target="_blank">emptyhandedwarriors@gmail.com</a>.</span></span></p>
<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/306981_10150300410307271_508517270_8159548_705404131_n.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-14045" title="Inquisition " src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/306981_10150300410307271_508517270_8159548_705404131_n-201x300.jpg" alt="" width="201" height="300" /></a></p>
<p><strong>Ihr habt ein Video zu dem Song „Inquisition“ gedreht. Was hat euch zu dem Thema motiviert, sowie dazu ein Video zu drehen?</strong></p>
<p>Das Videokonzept kam von Fantom aus meiner Familie Kruscifix in der Slowakei. Zu der Zeit, in der wir die Slowakei besuchten, um mit Kruscifix zu arbeiten, erzählte Fantom mir von seiner verrückten Idee: Eine Hexen-Inquisition, welche das Böse in der Kirche und Religion aufzeigt. Die Sache mit dem Song ist die, dass er zum Konzept des Videos geschrieben wurde, da dieses zuerst stand. Unglaublicherweise drehten wir das Video in Europas ältestem Fort in Kommarno, Slowakei. Der Vibe war dope. Videographen vom FXTR Team waren vor Ort zu Gange. Wirklich kreative Jungs, mehr kann ich dazu nicht sagen.</p>
<p><strong>Was ist das perfekte politische System? Wenn es noch nicht existiert, wie würde es aussehen?</strong></p>
<p>Schwere Frage, ich weiß nicht, wie ein perfektes politisches System aussehen würde, auch wenn unsere momentanen Systeme auf der ganzen Welt weit von Perfektion entfernt sind. Geld und Macht korrumpieren. Das Parlament lügt. Ich bin aus Kanada, was die Welt nicht weiß, es klebt Blut an unserer Geschichte. Wir wurden aus Blutvergießen gegründet. In Kanada müssen wir uns mit den Problemen unserer „Ersten Nationen“ auseinandersetzen, ebenso wie mit den Problemen von anderen einheimischen Gruppen und Gemeinden wie Africville Nova Scotia. Ich selbst habe ostindische Wurzeln. Meine Vorfahren sind Drawiden und zu Ghandis Zeiten wäre ich unanfechtbar gewesen. Ich stehe mit dem Dalit-Panther-Kampf in Verbindung und lebe in einem System von Unterdrückung. Just like all of you. Um unsere Systeme so perfekt wie möglich zu machen, müssen wir uns von dem einen Prozent lossagen und 99% in 100% umwandeln. Wir müssen Regulierungen und Lebensstile ausmerzen, die von Verbrechen leben. Als Beispiel: Wenn wir alle Ärzte werden, wer macht das Büro sauber, wenn wir alle Anwälte werden, wer sind die Klienten? Das ist ein System, das darauf baut, uns mittels der Denkweise „Jeder für sich selbst“ von unserer Menschlichkeit zu trennen. Um eine einfache und handfeste Antwort zu geben: Alle High Scools sollten Pflichtkurse in Zeichenlehre, Soziologie, Kapital-Lehre, Ureinwohner-Forschung und Frauenforschung anbieten. Dies würde unseren künftigen Generationen ein besseres Verständnis ihrer Nachbarn geben, was diesen wiederum ein besseres Selbstverständnis geben würde.</p>
<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/0021_0033_unedited-1.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-14047" title="Unknown Mizery" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/0021_0033_unedited-1-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" /></a></p>
<p><strong>Was sind die nächsten Schritte für die “Empty Handed Warriors”? </strong></p>
<p>Die Seite wird am 5. Dezember gelaunched, was konstante Updates ermöglichen wird. Nach dem ersten Mixtape werden wird noch einige weitere releasen, eventuell zwei Stück pro Jahr. Außerdem wird es viele weitere internationale Kollabos in Form von Songs und Videos über das EHW-Netzwerk geben. Wir freuen uns auf kommenden Sommer 2012. Zu dieser Zeit werden wir am „Meeting Of Styles“-Graffiti-Festival teilnehmen. Du kannst EHW als einen wichtigen Bestandteil vieler Festivals 2012 erwarten.</p>
<p><strong>Wie ist das derzeitige Feedback zu eurem Projekt? Hast du das Gefühl, dass ihr das richtige Publikum erreicht?</strong></p>
<p>Das Feedback zum Projekt ist krass. Ich habe so viele Angebote bekommen, dass ich den Überblick verloren habe. Es haben sich so viele internationale Künstler gemeldet, dass ich sie vertrösten musste, bis die Seite online ist und alles besser organisiert werden kann. Ich denke, dass wir das richtige Publikum einfangen können. Die Bevölkerungsschicht stammt, so wie es scheint, aus der ganzen Welt. Wenn ich mir die Online-Statistiken anschaue, dann kann ich sehen, dass das Netzwerk in der Tat auf einer internationalen Skala gewachsen ist und noch immer wächst. Das war das Ziel. Ich bin aber noch nicht annähern zufrieden. Ich will die Wu-Tang-Fans, die Boot-Camp-Fans, die Looptroop-Fans, alle empfänglich für das EHW-Netzwerk machen. Ich denke, in absehbarer Zeit wird das möglich sein. Erst recht, da wir so viele Künstler haben, die alle verschieden Vibes, aber ähnliche Ziele haben.</p>
<p><strong>Kannst du uns etwas über die derzeitigen Projekte der EHW, neben der Musik, erzählen? </strong></p>
<p>Wir sammeln Videos, Fotos und Artikel von unabhängigen Quellen auf dem Globus, um die alternativen Medienansichten und Meinungen auf unsere Webseite zu stellen. Außerdem wird es nächstes Jahr eine Doku über unser Movement, die involvierten Artists und die Story dazu geben.</p>
<p><strong>Du warst in vielen verschieden Ländern in den letzten Monaten und hast viele Kulturen kennengelernt. Wie wichtig sind internationale Kontakte und welche Erfahrungen kannst du dadurch gewinnen?</strong></p>
<p>Internationale Kontakte sind extrem wichtig, denn dadurch beseitigst du den Mittelmann. Wir brauchen keine Lables oder Booking-Agenten, wir brauchen lediglich unsere Kontakte. Eine Sache habe ich gelernt, während ich durch Europa für Hip-Hop gereist bin: Ich habe gelernt, dass es Hip-Hop in Europa gut geht und er am Leben ist. Orte wie die Slowakei haben sich vor rund 20 Jahren von der Diktatur emanzipiert, somit scheint es, als wäre dieser Ausdruck immer noch frisch und unberührt. Ich musste außerdem lernen, dass unsere Worte Gewicht haben, auch wenn du in deinem Apartment am westlichen Ende von Toronto bist und Tracks schreibst. Dein Vibe endet nicht dort, Menschen auf der ganzen Welt, real Heads, verfolgen gute Musik. Es bricht ein neuer Tag an, an dem nicht Geld den Erfolg ausmacht, sondern die Anzahl an Genies, die verfolgen, was du machst. Europa hat mir eine Wiedergeburt verpasst und mir die Augen geöffnet, wie man eine universelle Nachfrage für das schafft, was ich mache.</p>
<p><strong>Zu guter Letzt: Was können wir von Babylon Warchild in absehbarer Zeit erwarten? </strong></p>
<p>Babylon Warchild haben ein Projekt mit dem Namen The Gatekeepers gestartet, welches am 21.02.12 veröffentlicht wird. Das Projekt wird die Kernmitglieder von Babylon Warchild – mich, Legitimate und Fresco P – featuren. Rumplestiltz wird wieder für die Cello-Sounds verantwortlich sein. Es wird noch eine Menge weitere Artists geben, die an diesem Projekt beteiligt sind. Details dazu werden bald kommen. Wie auch immer, es werden beispielsweise Artists aus UK beteiligt sein wie die Global Faction Family, Cyrus Malachi und Melanin 9. Wir haben außerdem J Spine und Kain Slim aus Holland dafür gewinnen können. KDB wird außerdem die Gatekeepers zusammen mit Primacy und D Tha Suspect repräsentieren. Außerdem wird es 2012 eine Kanada- und Europa-Tour geben. Hoffentlich wird es bei unserem nächsten Gespräch mehr gute Nachrichten geben. Much respect to y&#8217;all for supporting real cultured music, it keeps people like me motivated.</p>
<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/317353_10150316699337271_508517270_8248389_1810351819_n.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-14049" title="Unknown Mizery" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/317353_10150316699337271_508517270_8248389_1810351819_n-275x300.jpg" alt="" width="275" height="300" /></a></p>
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		<title>Die LP meines Lebens: Nneka mit Mobb Deep- „The Infamous“</title>
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		<pubDate>Fri, 18 Nov 2011 13:33:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Veronica</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[die LP meines Lebens]]></category>
		<category><![CDATA[Mobb Deep]]></category>
		<category><![CDATA[Nneka]]></category>
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		<description><![CDATA[Gibt es eine Platte, die einen mehr beeinflusst oder beeindruckt hat als andere? Eine, mit der man mehr verbindet als mit anderen? Ein Album, das einem schlicht mehr bedeutet als all die anderen? Diese Frage werden wir von nun an öfter stellen. Den Anfang machten wir mit Nneka. Nach langem Überlegen entschied sich die Sängerin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/u1_nneka.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-14011" title="u1_nneka" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/u1_nneka-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Gibt es eine Platte, die einen mehr beeinflusst oder beeindruckt hat als andere? Eine, mit der man mehr verbindet als mit anderen? Ein Album, das einem schlicht mehr bedeutet als all die anderen? Diese Frage werden wir von nun an öfter stellen. Den Anfang machten wir mit <strong>Nneka</strong>. Nach langem Überlegen entschied sich die Sängerin für den <strong>Mobb-Deep-Klassiker „The Infamous“</strong>, einen Meilenstein des East-Coast-Rap. Weshalb? Lest selbst.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Nneka, warum gerade „The Infamous“?</strong><br />
Das war meine erste leidenschaftliche Begegnung mit Hip-Hop. Der Sound von Mobb Deep ist einfach sehr tief, sehr melancholisch, sehr echt und auc<strong></strong>h sehr melodiös, vor allem in Anbetracht dessen, dass es Rap ist. Ich konnte immer eine Art Melodie in ihren Beats und Songs hören. Das hat mich beeindruckt.</p>
<p><strong>Kannst du d</strong><strong></strong><strong>ich noch daran erinnern, wann du sie das erste Mal hörtest?</strong><br />
Zu dieser Zeit war ich noch mit einer paar jungen Afrikanern in Deutschland in einer Band bei chosen few records. Und wir waren dama<strong><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/129889.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-14010" title="129889" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/129889-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></strong>ls strikt Hip-Hop. Damals waren dort eine Menge Leute, die mich motiviert haben meine Musik zu machen und ich selbst zu sein. Einfach meine eigene Sachen zu <strong></strong>produzieren und meine eigene Texte zu schreiben. Darunter war auch ein guter Freund, der auch ein Teil von chosen few Records war, der mit damals Mobb Deep vorgestellt hat.</p>
<p><strong>In welchem Format hattest d</strong><strong>u das Album?</strong><br />
Ich hatte die LP damals auf Vinyl.</p>
<p><strong>Hörst du sie immer noch gerne und regelmäßig?</strong><br />
Also, da ist etwas ziemlich Dummes passiert. Und zwar hat einer aus der Band die Platte vor einer Show in meine Richtung geworfen. Dabei ist sie leider in zwei Teile zerbrochen (lacht).</p>
<p><strong>Und du hast dir dieses Album nie wieder neu gekauft?</strong><br />
Nein, dass habe ich nicht. Aber sie ist immer noch mein Favorite.</p>
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		<title>Interview mit MED: „Jeder Titel auf `Classic´ ist persönlich“</title>
		<link>http://backspin-media.de/archives/13846</link>
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		<pubDate>Mon, 14 Nov 2011 14:10:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thies</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Classic]]></category>
		<category><![CDATA[MED]]></category>
		<category><![CDATA[medaphoar]]></category>

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		<description><![CDATA[Medaphoar alis MED veröffentlichte gerade mit &#8220;Classic&#8221; seine zweite Soloplatte. Über sechs Jahre hat es gedauert bis der Nachfolger zu &#8220;Push Comes to Shove&#8221; eingespielt war. Im Interview verrät der US-Rapper warum es so lange gedauert hat die Platte aufzunehmen, wie er sich in den vergangenen Jahren als Mensch und Musiker verändert hat und welche [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/medaphoar-11.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-13853" title="medaphoar 1" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/medaphoar-11-237x300.jpg" alt="" width="237" height="300" /></a></strong></p>
<p>Medaphoar alis MED veröffentlichte gerade mit &#8220;Classic&#8221; seine zweite Soloplatte. Über sechs Jahre hat es gedauert bis der Nachfolger zu &#8220;Push Comes to Shove&#8221; eingespielt war. Im Interview verrät der US-Rapper warum es so lange gedauert hat die Platte aufzunehmen, wie er sich in den vergangenen Jahren als Mensch und Musiker verändert hat und welche Projekte demnächst bei ihm anstehen.</p>
<p><strong>Warum hat es so lange gedauert, bis du eine neue Platte aufgenommen hast?</strong></p>
<p>Es hat einfach lange gedauert, das Album fertigzustellen. Ich habe mir Zeit gelassen, die passenden Beats zu picken. Ich arbeite an dem Album bereits seit 2006. Ich habe über hundert Songs zwischen „Push Comes To Shove“ und „Classic“ aufgenommen. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass man bei Stones Throw gerade in einer ganz anderen Stimmung war, und sich nicht auf Rapmusik konzentriert hat. Ich weiß nicht, ob du dir mal den Stones-Throw-Katalog angeschaut hast, aber da war die letzten drei, vier Jahre kaum Rap vertreten. Als die Platte fertig war, gab es immer noch ziemlich viel Konfusion über mein Projekt, was wir jetzt zum Beispiel damit machen werden. Das Hauptaugenmerk lag unter anderem auf Aloe Blacc.</p>
<p><strong> Hast du denn in der Zwischenzeit andere Projekte gehabt?</strong></p>
<p>Nun, ich habe viele Features gehabt, ich habe viel Musik mit Madlib gemacht. Ich war auch auf J Dillas letztem Album zu hören.</p>
<p><strong>Was macht Stones Throw für dich zu einem guten Label?</strong></p>
<p>Stones Throw ist definitiv ein gutes Label. Sie geben dir die absolute künstlerische Kontrolle. Aber wenn du Künstler werden möchtest, dann bist du hauptsächlich für deine eigene Karriere verantwortlich, ein Label ist eigentlich nur dazu da, um dich ein wenig zu unterstützen. Wenn du hart arbeitest kannst du eigentlich auf jedem Label sein.</p>
<p><strong>Du hast auch dieses Mal wieder viel mit Madlib zusammen gearbeitet, er hat die meisten deiner Tracks produziert. Ihr beide kennt euch schon seit Jahren, hat sich etwas an der Art und Weise geändert wie ihr Zusammenarbeitet?</strong></p>
<p>Früher, wir haben ja quasi zusammen angefangen, haben wir viel mehr gemeinsam gearbeitet. Nun ist es schwerer, ihn zu treffen, er hat ja unzählige Projekte am laufen. Im Studio trifft man ihn kaum. Aber wir telefonieren häufig miteinander, reden über die Musik, er sagt mir, was er gut findet und was nicht. Wir versuchen schon, so häufig wie möglich zu kommunizieren. Er schickt mir seine Beats, ich suche mir dann den aus, mit dem ich was machen möchte, nehme meine Raps auf und schicke es ihm zurück. Dann guckt er, was ihm am besten gefällt und teilt mir es dann mit.</p>
<p><strong>Inwiefern warst du denn selbst in den Produktionsprozess mit einbezogen? Lässt du auch Ideen mit einfließen?</strong></p>
<p>Nein, nein. Madlib ist so kreativ, wie schon gesagt, er schickt mir was und ich kann mir aus einer Fülle von unterschiedlichen Sachen das aussuchen, was ich am liebsten mag.</p>
<p><strong>Du hast aber auch mit anderen Produzenten gearbeitet, Alchemist zum Beispiel.</strong></p>
<p>Oh ja, Alchemist ist dope. Wir waren schon zusammen im Studio. Für mein Album allerdings habe ich ihn persönlich angesprochen, ob er was machen würde. Er hat mir dann auch einfach ein paar Sachen zugeschickt, schon mit dem Vermerk, welche Tracks besonders gut zu mir passen könnten. Ich habe mir dann auch hier einen ausgesucht und wir sind so begeistert von dem Song, wahrscheinlich werden wir dazu ein Video machen. Bevor die Platte erscheint, werden wir aber noch das Video zu „Blaxican“ veröffentlichen.</p>
<p><strong>Apropos „Blaxican“. Das ist ein sehr persönliches Lied geworden, kannst du uns mehr darüber erzählen?</strong></p>
<p>Ja, „Blaxican“ ist bestimmt der persönlichste Track des Albums. Es geht um die Spannungen zwischen Mexikanern und Schwarzen in Süd-Kalifornien. Letzten November habe ich einen meiner besten Freunde aus Kindertagen verloren. Er war gerade dabei, ein kleines Label aufzubauen und hatte schon einige unbekannte Gruppen gesignt. Nach einer Show beschlossen sie noch eine Hausparty zu besuchen, die in einer gemischten Nachbarschaft stattfand. Plötzlich kam ein Mexikaner und fing an, wie wild auf die Gäste einzustechen und mein Freund starb. Mit „Blaxican“ möchte ich diesen Spannungen zwischen den Gruppen entgegentreten. Ich hatte erst ein wenig Angst, das Lied auf das Album zu packen, gerade wegen dieses brisanten Themas. Aber als ich es dann verschiedenen Leuten vorspielte, waren sie der Meinung, das Stück muss unbedingt drauf. Es ist eines der bedeutungsvollsten Stücke, die ich habe. Allerdings ist jeder Titel auf „Classic“ ziemlich persönlich, sie tragen alle einen Teil von mir in sich.</p>
<p><strong>Wie hast du dir deine Features ausgesucht?</strong></p>
<p>Das entwickelte sich irgendwie natürlich. Ich hatte die Beats und die Lyrics und dachte mir, wow, das passt jetzt zum Beispiel gut zu Aloe Blacc. Das einzige Feature, das sich nicht natürlich entwickelte, war das mit Hodgy Beats. Da wurde ich gefragt, ob ich nicht Lust auf eine Kollabo hatte und da ich denke, dass er ein krasser Rapper und Producer ist, war ich natürlich begeistert. Er ist jetzt auf „Outta Control zu hören. Absolut dope.</p>
<p><strong><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/medaphoar-2.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-13852" title="medaphoar 2" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/medaphoar-2-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Hast du dich zwischen den beiden Alben menschlich und musikalisch verändert?</strong></p>
<p>Ja, definitiv. Ich habe mich nicht nur als Künstler weiterentwickelt, auch als Mensch habe ich mich verändert. Früher war ich jung, jetzt bin ich erwachsener geworden. Ich habe mehr gesehen, mehr verloren, andererseits auch mehr gewonnen. Ich weiß das Leben einfach mehr zu schätzen. Ich habe aber auch einen anderen Blickwinkel auf Musik bekommen, ich verstehe sie besser. Ich war dieses Mal besonders aufgeregt, ich wollte mir den Arsch aufreißen und allen beweisen, was ich als Rapper kann. Ich bin sicherer geworden in dem was ich mache.</p>
<p><strong>Hat Hip-Hop heutzutage einen größeren Einfluss auf unterschiedliche Generationen?</strong></p>
<p>Auf jeden Fall. Hip-Hop hat zum Beispiel einen großen Einfluss auf die Kinder. Eigentlich geht es in dieser Musik darum, dass du dich nicht verstellen sollst. Sie sollte den Kids aber auch zeigen, worum es im Leben geht, nämlich nicht darum, dass es im Knast gut ist, sondern glücklich sein. Das besondere an Hip-Hop ist auch, dass er so viele unterschiedliche Schichten abdeckt. Die Leute müssen sich nur die Musik raussuchen, mit der sie sich besser fühlen, da ist für jeden was dabei. Negative Musik kann sehr einflussreich auf Kinder sein. Die wollen dann auch Mist bauen.</p>
<p><strong>Welche Musiker haben derzeit deiner Meinung nach am meisten Einfluss auf die jetzige Generation?</strong></p>
<p>Ich weiß nicht recht, es gibt ja eine Menge guter Rapper da draußen. Ich denke mal Jay-Z, Kanye West und Lil Wayne verkaufen gerade am meisten Platten, das macht sie vielleicht auch am einflussreichsten.</p>
<p><strong>Was denkst du über die Möglichkeiten, die das Internet über Plattformen wie YouTube unbekannten Künstlern bietet?</strong></p>
<p>Das ist eine gute Sache für Hip-Hop und hilft bestimmt jungen Talenten, ihre Musik einer breiten Masse zugänglich zu machen. Aufstrebende Talente haben die Chance, ihr Können zu zeigen. Allerdings ist es ein zweischneidiges Schwert. Es wird halt auch viel Müll produziert, der die Leute davon abhält, die guten Sachen zu hören. Außerdem verlieren viele Menschen das Interesse daran, CDs zu kaufen, was es den Künstlern schwerer macht, ihre Rechnungen zu bezahlen. Das ist halt eine negative Begleiterscheinung.</p>
<p><strong>Wird es die Möglichkeit geben dich in Europa live zu sehen?</strong></p>
<p>Ja, wir werden im Januar einige Shows spielen.</p>
<p><strong>Können wir vielleicht auch mal wieder was von Lootpack erwarten?</strong></p>
<p>Das weiß ich leider nicht, ich hoffe aber schon. Eins kann ich dir aber verraten: Es wird eine „Medicine Show“ von Madlib und mir geben. Wir haben schon über 30 Songs dafür. Wann es genau erscheint, kann ich dir aber nicht sagen, da es über Madlibs Label veröffentlicht wird. Ich denke mal zwischen März und April.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/X0RvPfxRPig" frameborder="0" width="500" height="284"></iframe></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Interview mit Spax und Mirko Machine: Die Profis sind unterwegs</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Nov 2011 16:52:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thies</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[die profis 1996 ´til infinity tour]]></category>
		<category><![CDATA[Mirko Machine]]></category>
		<category><![CDATA[Spax]]></category>

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		<description><![CDATA[Spax und Mirko Machine a.k.a. Die Profis sind nach mehreren Jahren Bühnenabstinenz wieder zusammen und besteigen mit neuem Material die Bühnen der Clubs. Wir haben im Vorfeld der Tour ausgiebig mit den Jungs gesprochen und viele interessante Sachen gehört. Lest hier das komplette Interview und erfahrt was ihnen das Musikmachen bedeutet, wie es zur damaligen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/spax-mirko-real.jpeg"><img class="alignright size-medium wp-image-13826" title="spax mirko real" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/spax-mirko-real-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a><strong>Spax und Mirko Machine a.k.a. Die Profis</strong> sind nach mehreren Jahren Bühnenabstinenz wieder zusammen und besteigen mit neuem Material die Bühnen der Clubs. Wir haben im Vorfeld der Tour ausgiebig mit den Jungs gesprochen und viele interessante Sachen gehört. Lest hier das komplette Interview und erfahrt was ihnen das Musikmachen bedeutet, wie es zur damaligen Trennung kam, weshalb sie sich schon auf die Tour freuen und was sie noch für Projekte am Start haben. Da sich einige Tourdaten geändert haben, checkt den Tourplan am Ende des Interviews aus. Kurz entschlossene kommen bereits heute <strong>(Fr. 11.11.)  in Kiel</strong> oder morgen <strong>(Sa. 12.11) in Hamburg</strong> in den Genuss ihrer Livequalitäten.</p>
<p><strong>Ihr beide bringt jetzt euer neues Album raus, erzählt doch mal, was wird den Hörer erwarten?</strong></p>
<p>Mirko: Rapmusik! In klassischer Form würde ich sagen.</p>
<p><strong>Also ein wenig back-to-the roots?</strong></p>
<p>Mirko: Das würde ich so nicht sagen. Das ist die Musik die ich immer auflege und das ist die Musik, die ich schon ewig mache.</p>
<p>Spax: Also, es ist ganz wichtig, dass wir uns von solchen Begrifflichkeiten distanzieren. Wenn man so will, ist es für Einzelne back-to-the –roots, weil die Leute das Gefühl haben sie müssen mit der Zeit gehen, oder besser gesagt, die Zeit bestimmt wie etwas zu klingen hat. Ich finde die Musik ändert sich im Popsektor, aber das was wir hier machen ist ja keine Popmusik. Beats die wir benutzen, sind halt Beats die es immer gibt. Und wir sind ja nicht die Einzigen. Ob man dazu sagen kann, das ist back-to-the roots sei mal dahingestellt.</p>
<p>Mirko: Genau so! Ich mache diesen Sound halt ewig und habe auch Bock auf diese Musik.</p>
<p>Spax: Ich habe ja früher auch schon Soloalben gemacht, zwei davon in der Zeit wo ich mit Mirko unterwegs war. Darauf hatte Mirko immer nur einen Beat oder so, es hat irgendwie einfach nicht gepasst oder er hatte gerade nicht genug. Dieses Mal allerdings hatten wir keinen Stress und wir wollten zusammen ein Album machen. Zuerst sollte es nur ein Mixtape werden, dann kamen immer mehr Beats dazu und hätten wir noch mehr Zeit gehabt, wären bestimmt nur Sachen von Mirko drauf. Jetzt haben wir noch drei oder vier Fremdproduktionen. Es sollte halt kein reines Spax Album werden. Es ist zum ersten mal seit 20 Jahren wieder eine Platte, auf der Spax und Mirko zusammen Mucke machen.</p>
<p><strong>Du sagst es gerade, es ist viel Zeit verstrichen, ihr seid beide älter geworden, habt Familien gegründet. Hat sich die Art wie ihr miteinander arbeitet auch verändert, was hat sich in der Zwischenzeit getan?</strong></p>
<p>Mirko: Eigentlich nicht so viel. Wir haben uns ja vor ungefähr vier Jahren wieder getroffen und vor ca. einem Jahr, als wir in Singapur waren, haben wir gemerkt, dass wir Spaß daran haben gemeinsam auf der Bühne zu stehen. Da haben wir dann auch beschlossen, dass wir mal wieder ein paar Tage auf Tour gehen sollten wenn wir zurück sind. Dann haben wir uns Musik rausgesucht auf die wir uns einigen konnten, Spax hat geschrieben und recorded, ich hab das mit Steve gemischt und Scratches aufgenommen.</p>
<p>Spax: Ich kann für meinen Teil sagen, zum damaligen Zeitpunkt, als wir Musik gemacht haben, da hatte ich meinen Plattenvertrag und das war mein Ding, wo ich in Verantwortung gegenüber der Plattenfirma war. Und dieses Album mit Mirko ist auch ein Teil meiner Persönlichkeit, es deckt aber nicht alles ab was ich mache. Ich sitze auch gerade an meinem Soloalbum, das fast fertig ist, da sind eben nicht Boom-Bap-Beats drauf. Die Zusammenarbeit hat sich dahin gehend verändert, dass wir ja älter und erwachsener geworden sind und Ego-mäßig auch beide ein Stück zurücktreten können. Probleme entstehen ja auch aus Erwartungen. Mirko hatte damals Erwartungen an mich, ich hatte welche an ihn, diese Erwartungen konnten wir in bestimmten Fällen nicht erfüllen und schon gab es Streit. Jetzt ist es halt so, dass wir beide eigentlich keine großen Erwartungen an das haben was wir machen, außer, dass wir es beide geil finden wollen und dass wir uns beide feiern müssen. Fertig! Um mehr geht es nicht. Da muss gar nichts draus resultieren, auch kein Geld mit eingespielt werden. Wir haben aus der Situation von damals gelernt, dass man auch mal offene Worte finden muss und nicht nur diplomatisch drum herum redet. Jetzt reden wir Klartext miteinander, sind wahrscheinlich auch zu alt dafür, Zeit mit Rumfaselei zu verschwenden.</p>
<p><strong>Meinst du vielleicht, dass ihr früher auch zu jung wart um eure Zusammenarbeit richtig zu reflektieren?</strong></p>
<p><strong></strong>Spax: Schwierige Frage. Wir sind halt zwei sehr eigensinnige Typen. Früher hab ich für meine Alben auch die Auswahl an Beats getroffen, die mir zu dem Zeitpunkt am besten gepasst haben. Da waren halt wenige Sachen von Mirko dabei. Weil wir jetzt aber zusammen ein Album aufnehmen, findet das ganze auf Augenhöhe statt. Das habe ich damals halt wenig zugelassen und Mirko hat vielleicht zu wenig gesehen, dass ich auch meinen eigenen Kopf habe. Jetzt sind wir cool! Sag ich mal so, ich hoffe du siehst das auch so Mirko? (lacht)</p>
<p>Mirko: Das ist auf jeden Fall richtig.</p>
<p><strong>Stimmt es, dass ihr eure Platte hauptsächlich auf euren Konzerten verkaufen wollt?</strong></p>
<p>Spax: Also, Mirko hat gesagt, er zieht das jetzt mit dem Vinyl so Kofferraum-mäßig durch und plötzlich war die ganze Auflage verkauft, dafür könnte ich ihm auch gerne nochmal eine reinhauen, da ich nicht mal eine Kopie habe.</p>
<p>Mirko: Ich habe selber gar keine. (beide lachen)</p>
<p>Spax: Dann gib dir auch noch einen Kinnhaken. Die CD würde ich gerne nur auf den Konzerten anbieten, allerdings mussten wir jetzt ein paar Konzerte verschieben, da ich in einem „Battle Of The Year“ Spielfilm mitspiele. Wir müssen mal schauen. Ich denke auf den ersten vier, fünf oder auch sechs Konzerten werden wir die CD nur da anbieten, danach schauen wir eventuell nach anderen Vertriebsmöglichkeiten.</p>
<p><object width="100%" height="81" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F23675184" /><embed width="100%" height="81" type="application/x-shockwave-flash" src="http://player.soundcloud.com/player.swf?url=http%3A%2F%2Fapi.soundcloud.com%2Ftracks%2F23675184" allowscriptaccess="always" /> </object> <span><a href="http://soundcloud.com/mirko-machine/die-profis-aka-mirko-machine">Die Profis aka Mirko Machine &amp; Spax &#8212; Hip Hop Für Mich</a> by <a href="http://soundcloud.com/mirko-machine">Mirko Machine</a></span></p>
<p><strong>Was haltet ihr davon, wenn sich Leute auf einem Konzert die CD holen und diese dann hochladen und im Internet anbieten?</strong></p>
<p><strong></strong>Mirko: Denjenigen suche ich und brech dem die Finger. (Gelächter)</p>
<p>Spax: Ich meine, du kannst es ja gar nicht verhindern.</p>
<p>Mirko: So sieht es aus. Das Ding ist ja, umso mehr Leute haben uns dann ja auch gehört. Ich glaube wer es kaufen will, der tut es auch und wer nur runterladen will der tut es halt genauso. Sobald quasi die Musik irgendwie erhältlich ist, ist sie auch im Netz. Da kann man gar nichts gegen machen und ist auch egal. Eine kleine Vinylauflage war uns aber wichtig. Wenn wir kein Vinyl mehr machen, wer dann sonst. Im Endeffekt hab ich die in zwei Tagen abverkauft.</p>
<p><strong>Wie hoch war denn die Auflage?</strong></p>
<p><strong></strong>Mirko: 300 Platten waren das. Hat seinen Zweck also erfüllt. Und jetzt kommen noch ein paar CDs dazu.</p>
<p>Spax: Wir machen halt Liebhaberscheiß! Wir haben am 24. September ein Konzert in Leipzig gespielt und da gemerkt wo wir hingehören. Das andere sind dann Sachen für Liebhaber. Ich glaube wir sind ganz froh, wenn wir durch den CD Verkauf die Presskosten wieder rein bekommen. So lange wir nichts drauflegen ist alles super. Das war aber damals schon so. Wir haben nicht mit Hip-Hop angefangen, um damit Geld zu verdienen, später hatten wir dann Glück und haben Geld verdient. Wir bauen zwar nicht auf die Charts, aber wenn wir ein wenig mit unserer Musik verdienen, ist es ja schön, dass wir wieder ein bisschen Kohle in neue Projekte stecken können. Und wenn jemand, wie Mirko schon sagte, sich das runterlädt, ist es nicht schlimm. Wenn man es gut findet geht man vielleicht ja trotzdem noch los und kauft sich eine Vinyl oder CD oder geht aufs Konzert und sagt: die Vögel will ich nochmal sehen.</p>
<p><strong><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/pressebild-mirko-1.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-13827" title="pressebild-mirko-1" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/pressebild-mirko-1-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" /></a>Was haltet ihr denn von modernen Vertriebswegen, wie zum Beispiel iTunes? Ich finde das immer etwas lieblos mir eine Datei runterzuladen…</strong></p>
<p>Mirko: Es ist doch ganz praktisch, wenn man etwas zum Auflegen braucht und das gerade nicht zur Hand hat. Oder Tracks und Alben die vergriffen sind. Ich habe noch Freunde, die straight von Vinyl auflegen, die können einiges nicht spielen, weil es das einfach nicht mehr gibt. Ich freu mich, dass ich einiges schnell ziehen kann.</p>
<p>Spax: Ich würde da gerne noch was hinzufügen. Die Hörgewohnheit der Menschen ist ja nicht mehr so wie früher. Sie gehen nicht mehr so häufig in Plattenläden zum stöbern, sondern sie kaufen gezielt. Was ich gut finde ist, dass ich durch diesen digitalen Vertrieb auch an Hörerempfehlungen anderer rankommen kann. Wenn dann da steht, derjenige, der dieses gekauft hat, hat auch jenes gekauft. Ist doch auch ganz praktisch für Nischenprodukte wie unseres, wenn da steht der hat Samy Deluxe runtergeladen oder was-weiß-ich und plötzlich landen die auch bei uns.</p>
<p>Mirko: Das stimmt.</p>
<p>Spax: Ansonsten sehe ich das aber wie du. Natürlich ist eine Datei gesichtslos und die Haptik von einer LP oder CD ist natürlich etwas ganz anderes. Auf der anderen Seite verschließen wir uns natürlich nicht und das Internet ist schon ganz geil. Es ist schnell. Ich kann halt einen Song produzieren, losballern, fertig ist die Laube. Das ist großartig!</p>
<p><strong>Welches Equipment habt ihr eigentlich zum produzieren der Platte benutzt?</strong></p>
<p><strong></strong>Mirko: Die Platte ist straight Vinyl und SP 1200 produziert. Und natürlich Computer um die Vocals aufzunehmen. Das sind alles Samples von Soul-, Jazz- und Library- Platten und ich mit meiner SP 1200.</p>
<p><strong>Heutzutage kann ja jeder Beats auch viel einfacher mit seinem Computer produzieren, ist doch eigentlich eine ganz feine Sache wenn jemand Talent hat aber kein Geld, um sich teure Geräte zu kaufen, oder?</strong></p>
<p>Mirko: Das kann ja jeder machen wie er will. Wenn einer Lust darauf hat, nur mit dem Computer Musik zu machen, ist das doch super. Ich finde es ist eine Frage der Soundästhetik. Es gibt derzeit von uns zwei Songs online &#8211; soll ja auch keiner die Katze im Sack kaufen – und die Reaktionen darauf sind bisher nur positiv.</p>
<p>Spax: Weißt du, es gibt immer wieder Leute die wollen von uns hören, dass alles was wir machen gut ist und der Rest nicht real. Aber wir sagen ja gar nicht wie etwas allgemein zu sein hat, sondern wie es für uns sein soll.</p>
<p>Mirko: Also ich hab das früher manchmal ganz gerne gesagt.</p>
<p>Spax: Ja, aber das hat sich ja so geil bei dir geändert. Du bist halt so ein Typ, der Bock hat mit seinen dicken Fingern auf der SP rumzudrücken, das finde ich ja auch großartig.</p>
<p>Mirko: Mit den dicken Fingern hast du gerade gesagt?</p>
<p>Spax: Nein, hab ich nicht gesagt. Mit den flinken Fingern hab ich gesagt. (Gelächter) Im Endeffekt ist es so, das klingt jetzt vielleicht ein wenig bescheuert, aber ich möchte das mal sagen: als Hip-Hop angefangen hat, da bestand die Kunst darin, aus dem was man hat das Beste rauszuholen. Wenn sich die Leute nicht die teuren Turnschuhe kaufen konnten, haben sie halt die günstigen angezogen. Und als sie sich keine Band leisten konnten, haben sie sich halt die Sample-Dinger gekauft. Jetzt haben wir 2011 und wenn man sich die teuren Geräte wie eine SP nicht leisten kann oder man sagt einfach, man kann das ja auch alles mit dem Rechner produzieren, dann ist das auch Hip-Hop. Man muss halt nur wissen auf was man Bock hat. Das ist ein wenig so wie mit anderer Musik. Früher hab ich gesagt, hör mit der oder der Scheiße auf, heute sag ich: lass laufen. Ich muss es ja nicht mögen. Und nur weil ich etwas nicht mag, heißt es ja nicht, dass ich es hasse. Und das ist es leider, was viele Leute machen, sie finden etwas nicht gut und kehren das dann nach außen.</p>
<p>Mirko: Wir im Rap können doch benutzen was wir wollen, Hauptsache es wird ein fetter Beat.</p>
<p><strong>Mir sagte mal jemand: Ein guter Song ist ein guter Song!</strong></p>
<p>Mirko: Das ist auch so.</p>
<p>Spax: Word up!</p>
<p><strong>Ihr habt ja eben schon erzählt, dass ihr gemeinsam mit dem Goethe-Institut in Singapur gewesen seid. Ihr wart ja schon häufiger unterwegs, wie laufen diese Reisen für euch ab? Was ist eure Aufgabe? Wo hat es euch besonders gut gefallen?</strong></p>
<p><strong></strong>Mirko: Also, Singapur war schon richtig spannend. Wir waren da schon ziemlich eingebunden, das ist dann nicht so mit Touristen-Schnick-Schnack. Ein Einkaufsbummel ist da nicht drin. Und das in einer Stadt, wo die Malls so übertrieben riesig sind, das ist ja nicht normal. In Abidjan haben wir mal eine Gruppe von Rappern kennen gelernt, die nannten sich Nigga Nation, ein Haufen von ungefähr 50 Leuten, die so werden wollten wie der Wu-Tang-Clan. Die haben uns in die Walachei mitgenommen zum Baden, das war das Derbste. Andere Länder,  andere Sitten, andere Kulturen, das ist halt immer total dope. Und wenn man dann mit jemandem unterwegs ist, der auch noch aus der Region ist, also ein Einheimischer, ist es das Allerbeste, weil du Land und Leute einfach noch viel intensiver kennen lernst.</p>
<p>Spax: Diese Reisen erweitern einfach total den Horizont. Interessant, wie man Sachen im Ausland teilweise sieht. Ich hatte mal ein Gespräch mit einem Universitätsprofessor in Nigeria, der fragte mich, ob man mit dem Teufel in Verbindung steht, wenn man mit Rap erfolgreich ist. Daraufhin hab ich kurz gekichert und mir gedacht: „Kommt drauf an, auf welchem Label du bist.“ Der meinte das aber völlig ernst, und da wurde mir bewusst, dass andere Menschen ganz andere Sichtweisen und Perspektiven haben und dass ich gar nicht genau weiß, ob ich etwas richtig verstanden habe. Das führt einem die Zerbrechlichkeit der Worte vor Augen, die man selber so wählt. Außerdem haben die Leute mit denen wir da unterwegs gewesen sind, auch die vom Goethe-Institut, einen ganz anderen Respekt vor unserer Arbeit. Die haben nie die Kunstfertigkeit unseres Schaffens in Frage gestellt. Da sind plötzlich Leute, die haben keine Ahnung von Hip-Hop und bewerten unsere Sachen natürlich viel objektiver. Denen ist dieses haten völlig fremd.</p>
<p><strong><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/pressebild-spax-1.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-13828" title="pressebild-spax-1" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/pressebild-spax-1-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" /></a>Spax, du arbeitest ja in Hannover an einer Schule mit Kindern zusammen und unterrichtest Rap, machst Workshops. Wie ist das für dich?</strong></p>
<p>Spax: Es ist sehr interessant zu sehen, wie die Kids auf den Unterricht reagieren. Ich finde auch spannend zu erleben, wie ihre Reaktionen auf mein Material sind, das ich ihnen vorspiele. Welche Sachen sind für sie zu schwierig, zu kryptisch, welche Sachen verstehen sie auf Anhieb. Für mich ist es nicht so, dass ich einfach reingehe und unterrichte. Ich probiere auch ganz viel für mich da rauszunehmen.</p>
<p><strong>Mirko, du bist jetzt Mitglied bei den Funkverteidigern. Was hat euch zusammengebracht?</strong></p>
<p><strong></strong>Mirko: Das war ein Videodreh vor ungefähr einem Jahr. Die Jungs machen im Endeffekt das, was ich auch mache, wir haben den gleichen Nenner was Musik angeht. Das ging mir dann nicht mehr aus dem Kopf und ich habe mir überlegt, den Jungs würde ich gerne mal Beats schicken, ich hätte Bock mit denen was aufzunehmen. Ein paar Monate später waren sie wieder in Hamburg und der Pierre Sonality kontaktierte mich schon im Vorfeld, weil ich mir in der Zwischenzeit auch schon andere Sachen von ihnen angehört hatte. Und bei der Gelegenheit erzählte er, dass er gerne mal mit seinen Jungs vorbeikommen würde, um mit mir ein paar Tracks aufzunehmen. Wir hatten dann einen richtig guten Abend zusammen, saßen mit zehn Mann in meinem Studio und haben einen Song aufgenommen, der ja auch bei euch auf dem BACKSPIN Inferno gelandet ist. Ja, und irgendwann haben die mich dann gefragt, ob ich nicht ein Teil von der Crew sein möchte, worauf ich mir gedacht habe: warum nicht? Das sind coole Jungs, die einen coolen Sound machen, wir funken auf einer Wellenlänge. Und nun bin ich dabei, ist ne super Sache!</p>
<p><strong>Welchen Titel wird euer gemeinsames Album eigentlich tragen?</strong></p>
<p><strong></strong>Spax (der schon länger eine Tüte Chips verdrückt): Sag du mal Mirko.</p>
<p>Mirko: Isst du schon wieder Chips?</p>
<p>Spax: Äh, nein (Gelächter)</p>
<p>Mirko: Zeiten ändern dich… nicht immer.</p>
<p><strong>Guter Titel, gefällt mir. Meine letzte Frage, die ihr mir ja schon fast beantwortet habt, erzählt doch nochmal, wie fühlt es sich an nach so langer Zeit wieder vereint zu sein? Seid ihr zufrieden mit dem was ihr da fabriziert habt?</strong></p>
<p>Mirko: Total. Über jedes Lied das ich fertig gemischt habe, freue ich mich wie ein kleiner Junge. Ich finde, diese Platte ist richtig, richtig cool geworden. Jedes Lied für sich, finde ich, ist ein Brett. Das sagt wahrscheinlich jeder über seine Platte, es ist aber einfach so. Und jetzt, auf unserem ersten Konzert, das wir gespielt haben, hat es sich angefühlt, als hätten wir das letzte eine Woche davor gegeben.</p>
<p>Spax: Das mit dem Brett was Mirko meint, liegt auch einfach an unserer Zufriedenheit. Ich sehe das nämlich genauso. So scheiße wie ich Mirko damals mal fand und er mich ja auch, weil wir uns so viel gegenseitig geärgert haben, haben wir ja trotzdem viele tolle Sachen miteinander erlebt. Man verliert ja nicht einfach so einen Freund. Wir waren ja Freunde! Als wir irgendwann wieder zusammen gesprochen haben, das war ein gutes Gefühl. Sachen heilen auch. Auf einem Track habe ich darüber gerappt, der heißt „Reunited“. Es tat zwar weh, aber über die Zeit lernt man sich als Freunde schätzen. Für mich kann ich sagen, mit Mirko fühlte ich mich wohl, wenn ich mit ihm zusammen auf der Bühne stand. Denn ich weiß, der hat den Scheiß unter Kontrolle. Und er weiß genauso was ich da mache und vertraut mir. Als wir dann in Leipzig letztens auf die Bühne gegangen sind, ganz ehrlich, hatten wir vorher nicht mal geprobt. Die Zeit war einfach zu knapp. Wir haben es nicht mal geschafft auf der dreistündigen Fahrt von Hannover nach Leipzig die Setlist komplett fertig zu machen. Das war aber irgendwie schon immer so. 1997 oder 98 auf der „Privat“ Tour, war das einzige Mal, dass wir versucht haben zu proben. Nach ungefähr einer Viertelstunde schauten wir uns an und beschlossen, uns erstmal bei der Tanke mit ein paar Chips oder so einzudecken. Als wir wiederkamen haben wir natürlich gar nichts mehr gemacht. Und jetzt zu sehen, dass es genauso läuft wie damals und funktioniert, das ist ein geiles Gefühl.</p>
<p><strong>Jungs, danke für das nette Gespräch.</strong></p>
<p>Hier der Plan zur Tour:</p>
<p>1996  &#8211; ´til Infinity Tour</p>
<p>28.10.2011 &#8211; Thun / CH @ Cafe Mokka<br />
04.11.2011 – München @ Backstage<br />
11.11.2011 &#8211; Kiel @ Pumpe<br />
12.11.2011 &#8211; Hamburg @ Fundbuero<br />
25.11.2011 &#8211; Saarbrücken @ JUZ Försterstrasse<br />
26.11.2011 &#8211; Wiesbaden @ Kontext<br />
01.12.2011 – Köln @ Underground<br />
02.12.2011 &#8211; Hannover @ Faust/Mephisto<br />
09.12.2011 &#8211; Lustenau @ Culture Factor Y / AT<br />
10.12.2011 &#8211; Nordhausen @ Destille<br />
07.02.2012 &#8211; Heidelberg @ Billy Blues<br />
08.02.2012 &#8211; Trier @ Exhaus<br />
09.02.2012 &#8211; Stuttgart @ Röhre<br />
10.02.2012 &#8211; Berlin @ Malzfabrik</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong> </strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Die hohe Fünf mit: WASH (Dannie Quilitzsch)</title>
		<link>http://backspin-media.de/archives/13565</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Nov 2011 10:22:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Veronica</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum Anlass des bevorstehenden “WASH“- social Art Festivals befragten wird Dannie Quilitzsch. Sie ist mit unter, für dieses Spektakel verantwortlich und arbeitet hauptberuflich als Beraterin für Nachhaltigkeit und Kommunikation. Uns erzählt sie, was hinter dem Festival steckt und was für die Zukunft geplant ist. 1) Wie ist die Idee zu diesem Festival und auch dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/PorträtDQ27054.jpg"><img src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/PorträtDQ27054-300x300.jpg" alt="" title="PorträtDQ2705" width="300" height="300" class="alignright size-medium wp-image-13574" /></a></p>
<p>Zum Anlass des bevorstehenden <strong>“WASH“- social Art Festivals </strong>befragten wird <strong>Dannie Quilitzsch</strong>. Sie ist mit unter, für dieses Spektakel verantwortlich und arbeitet hauptberuflich als Beraterin für Nachhaltigkeit und Kommunikation. Uns erzählt sie, was hinter dem Festival steckt und was für die Zukunft geplant ist.</p>
<p><strong></p>
<p>1)	Wie ist die Idee zu diesem Festival und auch dem Namen entstanden?<br /></strong></p>
<p>Viele aus unserem Team arbeiten schon seit Jahren ehrenamtlich für Viva con Agua. Viva con Agua realisiert gemeinsam mit der Welthungerhilfe WASH-Projekte in Entwicklungs- und Schwellenländern. Es ist immer wieder schwierig, rüber zu bringen, was mit dem Begriff WASH gemeint ist: Wasser Sanitär Hygiene &#8211; und was sich dahinter verbirgt. Mit dem WASH Social Art Festival wollen wir mithilfe der im Camp entstehenden Werke genau das leisten &#8211; die Thematik WASH künstlerisch und ansprechend so aufbereiten, dass sie zur Sensibilisierung und Bewusstsein für das Thema beiträgt.</p>
<p><strong></p>
<p>2)	Wird es in Zukunft noch weitere Festivals geben, vielleicht auch mal in einem anderen Land?<br /></strong></p>
<p>Wir planen schon an der Fortsetzung. Voraussichtlich im südlicheren Europa, genau festgelegt ist der nächste Ort noch nicht. </p>
<p><strong></p>
<p>3)	Wie war die Resonanz in den anderen Ländern, gab es viele internationale Bewerbungen?<br /></strong></p>
<p>Wir haben ja nur sehr wenig Vorbereitungszeit gehabt, weil wir das Festival unbedingt in den anstehenden Wassertagen von Viva con Agua platzieren wollten. Dennoch gab es unheimlich viele internationale Bewerbungen aus allen Richtungen der Welt. Das ist nicht zuletzt auch unseren Juroren und dem Team zu verdanken, die teilweise weltweit in der Streetart &#8211; Szene gut vernetzt sind.
</p>
<p><strong></p>
<p>4)	Unter welchen Kriterien genau selektierte die Jury und vergab die Wild Cards?<br /></strong></p>
<p>Die Kriterien, nach denen die Jury aus den Bewerbern die 22 Finalisten ausgewählt hat, waren:<br />
1) Künstlerisches Alleinstellungsmerkmal<br />
2) Thematik WASH ist repräsentiert<br />
3) positiv (keine Tränendrüse-Motive)<br />
Regionale Auswahl: 10 internationale, 6 europäische, 6 deutsche Künstler</p>
<p>Die Wild Cards wurden davon unabhängig an Künstler gegeben, von denen wir ausgegangen sind, dass sie selbst ein nicht sonderlich starkes Online-Netzwerk für die Bewerbung des Voting haben und danach, wen wir im Camp auf jeden Fall dabei haben wollen. </p>
<p><strong></p>
<p>5)	Wie werden das Geld und die Spenden unter den beiden Organisationen   aufgeteilt?<br /></strong></p>
<p>Die beiden Organisationen kooperieren bereits seit vielen Jahren. Dabei gehen die Spendengelder von Viva con Agua in Deutschland immer an die vorab gemeinsam ausgewählten Projekte der Welthungerhilfe. Die Erlöse des WASH Social Art Festival fließen in das aktuelle WASH Projekt in Äthiopien.<br />
Weitere Infos dazu und zu Allem anderen in unserem Blog WASHfestival.com!</p>
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		<title>Zwischen den Zeilen: Philo</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Nov 2011 09:56:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Veronica</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[famefabrik]]></category>
		<category><![CDATA[FirstLoveMusic]]></category>
		<category><![CDATA[Philo]]></category>
		<category><![CDATA[Traum vom Fliegen]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem Philo im Sommer sein Talent mit der Free-EP „Türkis“ unter Beweis stellte, erscheint am 25. November sein Debüt-Album „Traum vom Fliegen“. Philo ist bei FirstLoveMusik, dem Label der Famefabrik, gesignt und wurde auf diesem Album größten Teils von Daniel Ruß produziert. Inhaltlich bewegt sich der Rapper auf seinem neuen Werk weg von den typischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/Philo.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-13486" title="Philo" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/Philo-300x288.jpg" alt="" width="300" height="288" /></a>Nachdem <strong>Philo</strong> im Sommer sein Talent mit der Free-EP „Türkis“ unter Beweis stellte, erscheint am 25. November sein Debüt-Album „<strong>Traum vom Fliegen</strong>“. Philo ist bei <strong>FirstLoveMusik</strong>, dem Label der <strong>Famefabrik</strong>, gesignt und wurde auf diesem Album größten Teils von Daniel Ruß produziert. Inhaltlich bewegt sich der Rapper auf seinem neuen Werk weg von den typischen Battle-Reimen hin zu gefühlvolleren Texten. Uns erzählt der junge Künstler alles, was es zu dem Album und den einzelnen Titeln zu sagen gibt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Was für eine Idee/ ein Konzept steckt hinter deinem Album?</strong></p>
<p>Bei „Traum vom Fliegen“ hatte ich kein Konzept oder einen Themenbereich über den ich nur schreiben wollte. Zwar hat das Album einen roten Faden jedoch ist jeder Song eigenständig. Das Album ist eine Reise durch die Höhen und Tiefen des Lebens.</p>
<p><strong>Was gibt es zu den Feature-Gäste zu sagen?</strong></p>
<p>Da ich schon immer gerne mit Sängern zusammengearbeitet habe, weil ich auch sehr gerne Songs für Sänger schreibe, habe ich wieder mit einigen aus meinem Umfeld gearbeitet. Amir ist ein sehr talentierter Sänger, der auch für das Famefabrik-Studio verantwortlich ist. Ron Jerome unterstützt mich schon seit langer Zeit in Live-Shows und durfte mit seiner wunderschönen Stimme natürlich nicht auf dem Album fehlen. Auch mit Julius Reich und Emory habe ich schon auf anderen Releases zusammen gearbeitet. Unser Label besteht zwar nur aus einem kleinen Kern, aber um uns herum gibt es viele Leute, die uns immer wieder unterstützten und genau mit diesen Menschen wollte ich zusammenarbeiten.</p>
<p><strong>Wie lief die Produktion ab?</strong></p>
<p>Die Produktion hat sehr lange gedauert. Am Anfang habe ich zusammen mit Daniel Ruß, der fast die komplette Platte produziert hat, Skizzen für die Songs gepickt und in meinem kleines Studio in der famefabrik aufgenommen. Als ich alle Songs aufgenommen hatte, habe ich gemerkt, dass mir irgendetwas fehlt. Ich brauchte jemand der die Songs arrangiert und sie so klingen lässt, das sie einen eigenen Philo-Sound tragen. Da ich damals schon meine vorherigen Werke immer bei Sashliq mischen lassen habe, und wusste, dass er Curse sehr gute Arbeit geleistet hat, habe ich ihn gefragt, ob er nicht Executive Producer des Albums werden will. Als er mir zusagte, habe ich mich sehr gefreut, da er für mich einer der besten Produzenten im Deutschrap ist. Wir haben dann zusammen in seinem Studio in Mainz noch einmal alle Songs recorded und parallel im famefabrik Studio einige Live-Gitarren mit meinem Gitarristen eingespielt. Als Sashliq mir dann das fertige Album vorgespielt hat, war es für mich wie Weinachten und Geburtstag zusammen. Sashliq ist wirklich ein Genie!</p>
<p><strong>Was erwartet den Hörer inhaltlich auf deinem Album?</strong></p>
<p>Es geht in dem Album sowohl um die positiven Dinge des Lebens als auch um Probleme wie Zukunftsängste, Beziehungen, Entscheidungen oder Schicksalsschläge. Eben Höhen und Tiefen, durch die jeder Mensch im Laufe seines Lebens gehen muss. Aber es geht auch darum, dass man im Leben mit wenig zufrieden sein sollte, denn dann ist man umso öfter glücklicher und vor allem überrascht, wie viel einem das Leben oder ein Mensch einem gibt.</p>
<p><strong>Eine kleine Randnotiz rund um das Album?</strong></p>
<p>Ich bin natürlich überglücklich, endlich mein Solo-Debüt releasen zu können. Nach sechs Jahren Arbeit kann ich endlich in einem Laden meine CD kaufen und wirklich sagen, dass harte Arbeit sich auszahlt. Wenn man einen Traum hat, sollte man ihn verwirklichen!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Von Track zu Track</strong></p>
<p><strong>Aufstehen</strong></p>
<p>Ein gelungenes Albumintro, das dem Hörer gleich zeigt, welches Soundbild ihn musikalisch auf dem Album erwartet. Der Song lebt von seiner Atmosphäre.</p>
<p><strong>Zwischen Wolken</strong></p>
<p>Der letzte Song, den wir für das Album gemacht haben. In der Rohfassung existierte er schon eine lange Zeit jedoch habe ich lange mit verschiedenen Sängern experimentiert, um einen passenden Refrain zu finden. Ich wusste aber, dass Amir einer der talentiertesten Sänger Deutschlands ist und als ich ihm den Song vorspielte und er Lust hatte den Refrain zu singen, hatte ich im Studio schon den Text für seinen Gesang im Kopf. Im Nachhinein bin ich sehr froh, dass ich so geduldig mit dem Song war und Amir ihn jetzt zu dem gemacht hat was er ist.</p>
<p><strong>Immer wieder weiter</strong></p>
<p>Der wohl persönlichste Song vom Album. Vor einem Dreiviertel Jahr habe ich mich dazu entschlossen, meine Ausbildung abzubrechen, um mich weiterhin voll und ganz auf die Musik konzentrieren zu können. Ich meine, ich bin ja nicht auf den Kopf gefallen und wusste damals schon, dass es auf lange Sicht vielleicht die falsche Entscheidung sein wird, jedoch musste ich sie treffen, weil ich keineswegs glücklich mit meinem damaligen Leben war. Der Song ist sozusagen meine eigene „Steh wieder auf“ Hymne. Und auch jetzt bereue ich keinen Tag diese Entscheidung.</p>
<p><strong>Du und Ich </strong></p>
<p>Mein persönlicher Lagerfeuer Song. Bei den Aufnahmen zum Song habe ich auch Ron Jerome, der den Refrain singt, kennengelernt. Mittlerweile ist er auch Künstler von FirstLoveMusic und supportet mich und meine Band auf unseren Live-Shows. Ron ist für mich der deutsche Ray Charles der Neuzeit.</p>
<p><strong>So viele Chancen</strong></p>
<p>Der Titel ist Programm. Es geht um die vielen Chancen, die man im Leben hat und die man greifen kann, auch wenn vielleicht andere Leute sagen es wäre die falsche Entscheidung. Zu oft lässt man sich in seinen Entscheidungen beeinflussen oder hinterfragt, obwohl es gar nicht nötig ist. Wenn man mit Herz bei der Sache ist, wird einem das Meiste gelingen und falls nicht sofort, dann vielleicht beim nächsten mal!</p>
<p><strong>Blind</strong></p>
<p>Reine Selbsttherapie. Viel mehr kann und muss man auch nicht dazu sagen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Wach auf</strong></p>
<p>Da meine Mutter als Krankenschwester Komapatienten betreut, habe ich habe ich versucht in einem Song eine solche Situation darzustellen und die Ausweglosigkeit und das Gefühlschaos der Mitmenschen darzustellen. Ich habe schon immer in meiner Musik über Dinge gesprochen, über die man im Leben vielleicht nicht gerne redet oder die man unterdrückt. Jedoch bin ich ein Mensch, der sich gerne mit Dingen auseinandersetzt um vorbereitet zu sein.</p>
<p><strong>Du weißt schon wo</strong></p>
<p>Dieser Song spielt mit den Klischees und Vorstellungen, die viele Menschen außerhalb des Raps-Business von uns haben. Jedoch auf eine lustige Art und Weise.</p>
<p><strong>Sie steht auf Frauen</strong></p>
<p>Der Titel sagt schon alles. Lasst euch überraschen. Die famefabrik hat dazu ein wunderschönes Video gedreht und deshalb möchte ich eigentlich auch gar nicht all zu viel verraten. Emory von den Tracksetters hat aus meiner Idee heraus eine wundervolle Hook gezaubert.</p>
<p><strong>Superstars</strong></p>
<p>Der Song handelt von den für mich wahren Superstars. Es geht um Menschen, deren Leben sich durch einen Schicksalsschlag plötzlich komplett verändert hat. Ebenso um die Last, die sie tragen müssen. Kein Superstar der Welt leistet das, was diese Menschen täglich erleben, durchmachen und verarbeiten müssen. Deshalb wollte ich diesen Menschen, den wahren Helden, einen Song widmen.</p>
<p><strong>Wie gestern</strong></p>
<p>In dem Song erzähle ich über meine Anfänge in der Musik &#8211; zusammen mit meinen Bamberger Produzenten Daniel Ruß und DJ Smoove.</p>
<p><strong>Prächtig</strong></p>
<p>Prächtig ist sozusagen der zweite Teil von „Immer wieder weiter“ und ein runder positiver Abschluss für das Album.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Interview mit Pusha T: &#8220;In der Gruppe spielt man seine Rolle&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Nov 2011 17:05:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Philip</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 8. November erscheint Pusha Ts EP „Fear Of God 2: Let Us Pray“, die eigentlich eher eine Essenz des vorangegangenen Mixtapes „Fear Of God“ ist. Im Vorfeld führten wir ein kurzes Telefongespräch mit dem sehr müde wirkenden MC aus Virginia. „Fear of God 2: Let Us Pray“ kommt am 8. November. Wie fühlst du [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/Pusha-T-Fear-Of-God-2-Let-Us-Pray-Album-Cover.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-13481" title="Pusha-T-Fear-Of-God-2-Let-Us-Pray-Album-Cover" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/Pusha-T-Fear-Of-God-2-Let-Us-Pray-Album-Cover-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Am 8. November erscheint Pusha Ts EP „Fear Of God 2: Let Us Pray“, die eigentlich eher eine Essenz des vorangegangenen Mixtapes „Fear Of God“ ist. Im Vorfeld führten wir ein kurzes Telefongespräch mit dem sehr müde wirkenden MC aus Virginia. </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>„Fear of God 2: Let Us Pray“ kommt am 8. November. Wie fühlst du dich in Hinsicht auf das bevorstehende Release?<br />
</strong>Ich bin guter Dinge. Es ist eine tolle Einführung in meine Solo-Karriere. Mit „Fear of God 2“ bereite ich die Leute auf mein erstes richtiges Solo-Album vor. Das Album soll 2012 erscheinen. Jetzt gerade halte ich meine Fans auf dem Laufenden. Ich liebe es.</p>
<p><strong>Es wird häufig über Verkaufszahlen in der ersten Woche des Release geredet. Welche Erwartungen hast du an „Fear Of God 2“?<br />
</strong>Um ehrlich zu sein geht es mir mit „Fear Of God 2“ nicht um Verkaufszahlen. Es ist ein limitiertes Release. Die EP wird im Einzelhandel und online vertrieben, aber mir geht es nicht um Verkaufszahlen. Das ist nicht so mein Ding.</p>
<p><strong>Mit welchen Produzenten hast du auf „Fear Of God 2“ gearbeitet?<br />
</strong>Mit ziemlich vielen. Shawty Redd ist dabei. Nottz ist dabei. Ich habe auch einen Track mit Bangladesh. Zum einen wollte ich einfach harte Streetlyrics präsentieren. Zum anderen wollte ich mit vielen verschiedenen Künstlern zusammenarbeiten, um meinen Fans zu zeigen, dass ich gute Verbindungen in der Musikindustrie pflege und dass ich von vielen Seiten respektiert werde.</p>
<p><strong>Du bist mit deinem Bruder Malice als Clipse bekannt geworden. Jetzt wandelst du auf Solo-Pfaden. Was ist die größte Veränderung, die du als Solo-Künstler erfahren hast?<br />
</strong>In einer Gruppe gibt es immer eine feste Rollenverteilung. Jedes Gruppenmitglied hat seine Rolle und bei Clipse war ich immer der dreiste und ungestüme, wobei Malice eher den introspektiven Part gespielt hat. Als Solo-Act hab ich nun den Raum, den Menschen meine selbstreflektierende Seite zu zeigen. Jetzt bekommt ihr mehr vom zum nachdenken anregenden Pusha zu hören.</p>
<p><strong>Du sagtest, dass dir deine Lyrics sehr wichtig sind. Bei welchem Song auf „Fear Of God 2“ hast du deiner Meinung nach die besten Lyrics?<br />
</strong>Mein Lieblingstrack ist „What Dreams Are Made Of“. Der Track wurde von einem jungen Producer-Team namens The VIPs aus Virginia geschmiedet und fängt mit einem Word-Sample von dem Wrestler Ric Flair an. Ric Flair ist bekannt für seine Arroganz und so sind auch die Lyrics zu „What Dreams Are Made Of“. Der Text ist sehr hart und voller Prahlereien.</p>
<p><strong>Hast mit einem deiner Featuregäste so etwas wie Competition beim Texte schreiben gespürt?<br />
</strong>Nein, das kann ich so nicht sagen. Ich bin einfach froh und glücklich, dass die Leute,  die ich gefeatured habe, ihr Bestes gegeben haben. Alle Features sind erste Sahne. 50 Cent hat mir zum Beispiel einen unglaublichen Verse zu dem Track „Raid“ abgeliefert. Ricky Rozay hat mit mir unglaublich gute Musik gemacht, genauso Ab-Liva. Meek Mills hat auch einen sehr guten Part beigesteuert. Fench Montana hat mir eine unglaubliche Hook gegeben. Es gab keine Competiton in diesem Sinne, sondern gute kreative Prozesse.</p>
<p><strong>Könntest du dir vorstellen, mit einem deiner Features auf Album-Länge zusammen zu arbeiten?<br />
</strong>Das kann ich so nicht sagen. Was mich an der Arbeit an „Fear Of God“ und „Fear Of God 2“ erstaunt hat war der Fakt, dass es so einfach war, die Features zu bekommen, die ich wollte. Ich wurde von allen unterstützt und jeder hat sein Bestes gegeben.</p>
<p><strong>Was erwartet uns 2012 von Pusha T?<br />
</strong>Auf jeden Fall wird 2012 mein richtiges Solo-Album erscheinen. Ansonsten wird es einfach viel Musik von mir geben. Ich werde das Album über Def Jam veröffentlichen und Kanye wird der Executive Producer sein. Also passt auf und macht euch bereit.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Zwischen den Zeilen: Hoodrich</title>
		<link>http://backspin-media.de/archives/13447</link>
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		<pubDate>Mon, 07 Nov 2011 09:55:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Veronica</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[elle]]></category>
		<category><![CDATA[hoodrich]]></category>
		<category><![CDATA[jom]]></category>
		<category><![CDATA[kalusha]]></category>
		<category><![CDATA[said]]></category>
		<category><![CDATA[Sampler]]></category>
		<category><![CDATA[ufo 361]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit dem 7. Oktober ist der 1. Sampler des Labels Hoodrich Berlin erhältlich. Das Werk trägt dabei den simplen Namen „Hoodrich Sampler“. Uns erzählt der harte Kern, der aus Said, Jom, Ufo 361, Elle und Kalusha besteht, was hinter dem Sampler und den einzelnen Titeln steckt, wie sie entstanden und wie der perönliche Bezug zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/Hoodrich1.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-13448" title="Hoodrich" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/Hoodrich1-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Seit dem 7. Oktober ist der 1. Sampler des Labels Hoodrich Berlin erhältlich. Das Werk trägt dabei den simplen Namen „Hoodrich Sampler“. Uns erzählt der harte Kern, der aus Said, Jom, Ufo 361, Elle und Kalusha besteht, was hinter dem Sampler und den einzelnen Titeln steckt, wie sie entstanden und wie der perönliche Bezug zu ihnen ist.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Erzählt mal, welche Idee bzw. Konzept hinter dem Sampler überhaupt steckt.</strong></p>
<p>Dass alle Künstler darauf vertreten sind und gute Musik eben. Die Hauptidee war, Hoodrich auf die Landkarte zu setzten. Dass die Leute sehen, wer wir sind, wer die einzelnen Künstler sind und was wir drauf haben. Es gibt kein Konzept, um irgendein Thema zu bedienen, sondern einfach nur um uns zu präsentieren.</p>
<p><strong>Ihr habt auch externe Features?</strong></p>
<p>Ja, und zwar gute Freunde von Ufo, Baba Musik. Das sind Berliner Jungs und haben uns auch noch ein oder zwei Beats gegeben.</p>
<p><strong>Wie lief die Produktion ab?</strong></p>
<p>Geschmeidig (lachen).  Also sehr spontan: wer sich gerade im Studio so zusammen gefunden hat. Das ist auch ein großer Raum und wer gerade Zeit hat, hängt dann da rum. Dann schreibt man Texte, pickt ein Beat und dann entsteht eben ein Song…vollkommen planlos und spontan.</p>
<p><strong>Und wie sieht es inhaltlich aus?</strong></p>
<p>Sehr gute Texte, auf gar keinen Fall anstößig. Das wird Anklang in allen Ohren finden- ob jung, ob alt. Beim Sampler glaub ich eh nicht, dass man da so viel Storytelling oder so drauf packt. Da geht es eigentlich nur ums „auf die Kacke hauen“… Hoodrich-Action.</p>
<p><strong>Ist irgendwas Spannendes passiert während den Aufnahmen?</strong></p>
<p>Das gibt es dann alles auf DVD.</p>
<p><strong>Wie lang geht die?</strong></p>
<p>90 Minuten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Von Track zu Track:</strong></p>
<p><strong>1.)    „Elle Intro“ (Said)</strong></p>
<p>Wir waren im Tourbus von KIZ. Die waren gerade auf Tour und wir haben uns selber gefilmt und Said hatte wieder eine schöne Vision.</p>
<p><strong>2.)    „Ruhe vor dem Sturm“ (Kalusha, Said)</strong></p>
<p>Eine Ansage. Schönes Sample. Sehr guter Track.</p>
<p><strong>3.)    „Bist du?“ (Kalusha, Ufo 361)</strong></p>
<p>Den Leuten zeigen, dass sie so sind wie wir. Um dann aber, mit bestimmten Aussagen, den kleinen Unterschied zeigen. Der Song ist spontan entstanden. Einfach zum Beat geschrieben und den Beat dann nachbauen lassen von Elle. Geile Produktion.</p>
<p><strong>4.)    „So und nu?“ (Said)</strong></p>
<p>Hat es damals nicht aufs Album geschafft, war aber trotzdem sehr, sehr gut. Deswegen ist es jetzt auf dem Sampler.</p>
<p><strong>5.)    „Hoodrich Traumschiff“ (Ufo 362, Said)</strong></p>
<p>Auf unerwartendem Wege kam Said ins Studio mit einer miesen Idee und einer miesen Hook. Da haben wir uns erstmal hingesetzt und überlegt, was mit „Hoodrich Traumschiff“ in Verbindung gesetzt werden kann. Vom Universum bis zum letzten Planten da draußen. Und es ist überkrass geworden und ist unser Favorit auf dem Sampler. Ist ein KD-Beat.</p>
<p><strong>6.)    „Strumpfmaske“ (Kalusha)</strong></p>
<p>Das ist auf jeden Fall eine kleine Anspielung auf Kalushas Vergangenheit, aber keine Autobiographie. Ist eine schöne Nummer.</p>
<p><strong>7.)    „Haschis auf der Bühne“ (Said, Kalusha, Ufo 361)</strong></p>
<p>Wahre Begebenheit. Dazu gibt’s irgendwann mehr zu sehen auf der DVD. Guter Track und wieder ein KD-Beat.</p>
<p><strong>8.)    „Farben aus der Dose“ (Ufo 361)</strong></p>
<p>Da hat Ufo sein ganzes Herz drauf gepackt. Ein Tag in Ufos Leben.</p>
<p><strong>9.)    „Halbzeit“ (Said, Kalusha, Elle, Ufo 361 feat. Magdalena)</strong></p>
<p>Alle dabei, außer Jom. Aber Magdalene ist mit drauf. Die hat eine wunderschöne Stimme. Kennzeichnet die Hälfte des Samplers.</p>
<p><strong>10.) „Juckt mich nicht“ (Said, Jom)</strong></p>
<p>Der einzige Track auf dem Sampler mit Aussage. Der ist so ein wenig Film bezogen. Aktiviert Sehnsucht, ist aber trotzdem hart. Und wir sind sehr froh, dass er noch fertig geworden ist und es somit noch auf den Sampler geschafft hat.</p>
<p><strong>11.) “Kaputtmachen” (Ufo 361 feat. Greeny Tortellini &amp; Marvin Game)</strong></p>
<p>Der Track ist mit den Mohabeatern entstanden. Die sind vorbei gekommen, um uns Beats zu zeigen und dadurch ist der Track entstanden. Wir haben uns ein Beat gepickt und Fahid hat das Thema rausgehauen. Neue Hymne für den 1. Mai.</p>
<p><strong>12.) „Es ist Hoodrich, Baby“ (Kalusha)</strong></p>
<p>Der ist auch nicht durch eine Idee oder so entstanden. Kalusha wollte einfach nur mal auf die Kacke hauen und zeigen was los ist.</p>
<p><strong>13.)  “Gettho Bellini” (Said, Ufo 361 feat. KD-Supier)</strong></p>
<p>Auch spontan entstanden mit dem Getränk, Sekt mit Organgensaft. Und wieder KD-Beats.</p>
<p><strong>14.) “361 Original” (Jom)</strong></p>
<p>Beat von Kay Mason. Und eben wieder richtig auf die Kacke hauen.</p>
<p><strong>15.) “Strobolicht” (Said feat. Key Mason)</strong></p>
<p>Wieder mit Kay Mason. War eigentlich auch ein Albumtrack, hat es dann leider nicht mehr geschafft. Party!</p>
<p><strong>16.) „Studio“ (Kalusha, Ufo 361)</strong></p>
<p>Auch wieder Saids Idee gewesen. Eigentlich war er auch mit Said und Kay Mason gedacht, aber spontan wurde es dann zum Track von Ufo 361 und Kalusha, weil die den irgendwie nicht fertig bekommen haben.</p>
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		<title>Interview mit Elzhi: &#8220;Wenn ich nicht rappen würde, dann würde ich zeichnen&#8221;</title>
		<link>http://backspin-media.de/archives/13407</link>
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		<pubDate>Fri, 04 Nov 2011 12:35:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[elmatic]]></category>
		<category><![CDATA[elZhi]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Will Sessions]]></category>

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		<description><![CDATA[Mitte des Jahres veröffentlichte Elzhi sein Cover von dem Nas-Klassiker „Illmatic“. Zur Unterstützung holte er sich die Band Will Sessions ins Studio und erschuf somit das mehr als würdige Tribut „Elmatic“. Anlässlich des besagten Releases schnappte sich das ehemalige Slum-Village-Mitglied die Jungs von Will Session und machte sich auf große Europa-Reise. Ein Stopp dieser Tour [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/elzhi.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-13414" title="elzhi" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/elzhi-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Mitte des Jahres veröffentlichte <strong>Elzhi </strong>sein Cover von dem Nas-Klassiker „Illmatic“. Zur Unterstützung holte er sich die Band <strong>Will Sessions</strong> ins Studio und erschuf somit das mehr als würdige Tribut „<strong>Elmatic</strong>“. Anlässlich des besagten Releases schnappte sich das ehemalige Slum-Village-Mitglied die Jungs von Will Session und machte sich auf große Europa-Reise. Ein Stopp dieser Tour war auch der Skaters Palace in Münster. Dort trafen wir den entspannten Rapper aus Detroit, um ein wenig mit ihm über „Elmatic“, seine Anfänge in der Szene sowie seinen überraschenden Wunschkandidaten für ein Cover seines Albums zu plaudern.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Hallo Elzhi, dies ist der vierte      Tourstopp im Rahmen deiner „Elmatic“-Tour in Europa. Wie läuft´s bisher?</strong></p>
<p>Ich bin begeistert. Ich liebe die Energie, die Leute, mit denen ich hinter der Stage connecte, sowie deren Reaktion auf meine Tour. Es ist das erste Mal, dass ich diese Tour spiele und es ist einfach ein unglaubliches Gefühl.</p>
<p><strong>Welche Herangehensweise hast du bei      der Entstehung von „Elmatic“ eingeschlagen?</strong></p>
<p>Ich wollte in jedem Fall etwas machen, das sich von allen anderen „Illmatic“-Tributen abhebt. Nachdem ich „Delmatic“ und „Ode To Illmatic“ gehört hatte, sagte ich mir: lass uns etwas anderes machen. Lass uns mit Will Sessions connecten und sehen, ob wir mit der Liveband etwas auf die Beine stellen können.</p>
<p><strong>War „Ode To Illmatic“ ein Grund für den      Release deines Tapes, eine Art Anregung?</strong></p>
<p>Nein, nicht wirklich. Es waren mehr die Leute, die seit geraumer Zeit von dem Mixtape wussten, wir hatten es ursprünglich vor drei oder vier Jahren schon einmal angekündigt. Die haben mich immer wieder gedrängt es herauszubringen. Ohne diese Leute wüsste ich nicht einmal, ob das Projekt jemals fertiggestellt worden wäre.</p>
<p><strong>Warum wurde es überhaupt so lange      zurückgehalten?</strong></p>
<p>Da gibt es viele Gründe. Zu der Zeit war ich noch mit Slum Village unterwegs und die Gruppe hatte so ihre Probleme mit sich selbst, sowie mit dem Label. Es war einfach eine Menge los, was eben dazu führte, dass das Projekt in den Hintergrund geriet. Aber nachdem viele Leute immer wieder auf mich zukamen und nach „Elmatic“ fragten, entschied ich, Will Sessions zusammenzutrommeln und nach anderthalb Monaten war das Teil im Kasten.</p>
<p><strong>Kannst du uns etwas über den      Arbeitsprozess mit Will Sessions erzählen?</strong></p>
<p>Wir trafen uns im Studio und ich meinte zu ihnen, ich wolle einige Songs ein wenig umkrempeln. Einer der Songs, als ich an das Album in Verbindung mit einer Liveband dachte, war „Life’s A Bitch“ und wie ich das Ende flippen wollte. Ursprünglich hatten wir Dwele für den Gesang in petto, aber am Ende wurde es Stokely. Im Grunde wollten wir die Essenz von „Illamtic“ beibehalten, dem Tribut aber unsere eigene persönliche Note verpassen.</p>
<p><strong>Es ist das erste Mal, dass du mit      einer Band auf Tour bist? Ist es für dich ein anderes Feeling mit den      Musikern auf der Bühne?</strong></p>
<p>Mit      Slum Village war ich schon Mal mit einer Band auf Tour. Und ja, es ist auf      jeden Fall etwas ganz anderes, wenn du eine Band dabei hast. Ich denke die      Leute wollten bei diesem Projekt auch die Band mit auf der Bühne sehen.      Ohne sie wäre es immer noch „live“ geworden, aber die Band fügt dem Ganzen      eine ganz andere Dynamik hinzu.<strong> </strong></p>
<p><strong>Wäre die Band eventuell auch eine      Option für kommende Projekte?</strong></p>
<p>Ich weiß nicht. Ich möchte immer neues ausprobieren. Vielleicht lasse ich sie ein, zwei Tracks einspielen, aber wahrscheinlich weniger ein komplettes Album.</p>
<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/elzhi-und-band.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-13416" title="elzhi-und-band" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/elzhi-und-band-300x180.jpg" alt="" width="300" height="180" /></a></p>
<p><strong>Hat dich das Feedback zu „Elmatic“      eventuell ein wenig überwältigt?</strong></p>
<p>Nein, nicht wirklich. Ich bin eher geschmeichelt, dass die Leute dieses Mixtape auf ein solches Level gehievt haben, das ist ein Segen. Es startete im Grunde mehr als eine Art Projekt, welches ich aus der Sicht der Fans machen wollte. Ich wollte die jüngere Generation auf „Illmatic“ aufmerksam machen, gleichzeitig aber auch, dass die Leute „Elmatic“ als eigenständiges Projekt wertschätzen.</p>
<p><strong>War diese Wertschätzung auch ein      Grund, das Mixtape im Nachhinein als CD und Vinyl zu veröffentlichen? </strong></p>
<p>Ja, es war bereits vor Veröffentlichung geplant. Es war aber mehr ein Plan meines Management-Teams. Die haben mich da mehr oder weniger zu überredet. Zu Anfang wusste ich nicht, wie die Leute das Projekt aufnehmen würden, da es in der Hip-Hop-Landschaft normalerweise keine Covers gibt. Aber in anderen Genres ist das durchaus üblich. Da gibt es Legenden wie Stevie Wonder, die Covers gemacht haben. Im Hip-Hop allerdings ist das auf eine gewisse Art neu und anders, besonders für Leute, die gar keine andere Musik hören und nicht wissen, dass es in anderen Genres nichts Ungewöhnliches ist. Aber als mein Management sah, was für ein Feedback wir bekamen, entschieden wir uns endgültig, CDs zu verkaufen, für all jene die eine Hardcover-Version wollten.</p>
<p><strong>Hat das Projekt die Türen geöffnet,      die zuvor verschlossen waren?</strong></p>
<p>Ich würde nicht sagen das Projekt. Ich würde sagen, die Leute hinter dem Projekt. Ich habe beispielsweise ein neues Management, die JB Group, welche rund um die Uhr am arbeiten ist, um mir neue Möglichkeiten zu erschaffen. Ich hab ihnen lediglich ein Projekt in die Hand gegeben. Es hätte dieses Projekt sein können, aber es hätte auch ein anderes Projekt sein können. Die Jungs hätten es zum Laufen gebracht.</p>
<p><strong>Du hast kürzlich einige Angebote von      Majors bekommen. Ist ein Major-Deal eine Option für dich?</strong></p>
<p>Ich weiß noch nicht. Ich lege mich jetzt noch nicht fest. Das hängt davon ab, wie die Angebote sind. Ich habe auf jeden Fall ein paar Angebote, sowohl von Majors als auch Indies. Im Moment konzentriere ich mich aber zusammen mit meinem Management darauf, mein Label aufzubauen.</p>
<p><strong>Zurzeit gibt es also noch kein Angebot,      das für dich in Frage käme?</strong></p>
<p>Nein, ich muss zuerst schauen, was mir alles angeboten wird. Viele kommen mit 360-Deals, wo sie dir das Geld von deinen Shows etc. abknüpfen wollen. Aber wie ich gesagt habe, ich habe einige Verhandlungen laufen und wenn wir uns auf etwas Annehmbares einigen können&#8230;wer weiß. Aber es ist alles nicht so einfach.</p>
<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/elzhi-elmatic.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-13418" title="elzhi elmatic" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/elzhi-elmatic-300x189.jpg" alt="" width="300" height="189" /></a></p>
<p><strong>Du hast sehr früh mit der Musik      angefangen. Kannst du dir vorstellen wo du heute ohne Musik stehen      würdest, vielleicht mit einem gewöhnlichem Job?</strong></p>
<p>Ja, ich hätte wahrscheinlich einen gewöhnlichen Job und würde dabei Rhymes schreiben und nebenbei ins Studio gehen. Das ist einfach etwas, was ich liebe. Mir schwirren einfach ständig Lines durch den Kopf. Das Leben um uns alles herum inspiriert mich. Ich spiele zum Beispiel gerne Videogames, „Gears Of War“ oder „Metal Gear“. Dann passiert es teilweise, dass ich am zocken bin und plötzlich steigt mir eine Idee durch den Kopf.</p>
<p><strong>Und dann schreibst du sie direkt auf?</strong></p>
<p>Nein, ich schreibe nichts auf. Ich behalte alles in meinem Kopf. So habe ich angefangen. Beim Rappen ging es darum, alles im Kopf zu haben. It’s like a second nature to me.</p>
<p><strong>Warum hast du dich für Royce da 5’ 9“      auf „Life’s A Bitch“ entschieden? Gab es eventuell noch andere Kandidaten?</strong></p>
<p>Als erstes schwebte mir der Part für den Gesang im Kopf herum. Anschließend musste ich mich um den Rap-Part kümmern. Und ich dachte direkt:“Mann, du musst Royce für AZ bekommen.“ Anschließend dachte ich daran, Danny Brown für die Hook zu nehmen. Das klappte aber leider nicht, da er mit anderen Projekten beschäftigt war und dafür auch die Stadt verlassen musste.</p>
<p><strong>Wenn du jemanden aussuchen könntest,      der eines deiner Alben rekreieren würde, wer würde es sein und welches      Album sollte es sein?</strong></p>
<p>Jetzt eine Person dafür aussuchen&#8230;.?(lacht). Hättest du mich zehn Jahre zuvor gefragt, dann hätte ich wahrscheinlich eine sehr akkurate Antwort. Aber ich überlege mir jemanden&#8230;ich werde etwas verrücktes aussuchen. Ich nehme Tom Yorke.</p>
<p><strong>Und weshalb, nur weil es verrückt      wäre?</strong></p>
<p>Ich würde ihn nehmen, weil ich Tom Yorke liebe. Ich bin ein großer Fan von Tom Yorke und ich bin großer Radiohead-Fan. Außerdem liebe ich seine Lyrics. Er würde dann „The Preface“ covern. Wow, that would be crazy (schmunzelt).</p>
<p><strong>Wie steht es um dein nächstes      Soloalbum? Du hast es vor einiger Zeit angekündigt, aber bisher gibt es      noch nicht viele Details.</strong></p>
<p>Ich arbeite gerade an etwas. Hoffentlich kann ich dir mehr Ende Dezember, Anfang Januar verraten. Ich möchte es zu dieser Zeit auch releasen, allerdings kann ich nichts versprechen. Ich arbeite jedenfalls hart daran zurzeit. Es ist irgendwie verrückt. Ich arbeite gerade an soviel Zeug im Studio, dass ich genug Material für ein Mixtape habe, sowie Material, das möglicherweise auch ein Album werden könnte. Letztendlich kommt es auf die Beats an und wie sie mich berühren, ob sie nun für ein Album taugen oder auf einem Mixtape landen.</p>
<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/elzhi-hat.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-13420" title="elzhi hat" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/elzhi-hat-300x169.jpg" alt="" width="300" height="169" /></a></p>
<p><strong>Hat sich das Ende von Slum Village      positiv auf deine Karriere ausgewirkt oder war es etwas, dass dir deine      Karriere erschwert hat?</strong></p>
<p>Ich würde auf jeden Fall nicht behaupten, dass mich Slum Village als Soloartist zurückgedrängt hat. Ich schätze es, ein Teil der Gruppe gewesen zu sein. Wenn es nach mir ginge, und die Situation entsprechend wäre, dann wäre ich immer noch ein Teil davon. Ich kann aufgrund der rechtlichen Situation nicht zuviel darüber reden, aber ich denke, alles passiert aus einem bestimmten Grund. Wenn die Zeit kommt, dann kommt sie. Ich bin dazu bestimmt, heute hier zu sitzen und mit dir über meine Solokarriere zu reden, da es an der Zeit für mich ist.</p>
<p><strong>Wenn du es so siehst, glaubst du an      Schicksal?</strong></p>
<p>Ja, ich glaube an Schicksal. Nichts geschieht aus Zufall. Ich glaube, alles geschieht aus einem bestimmten Grund. Wir könnten jetzt Stunden darüber reden. Was ich aber im Grunde sagen will ist, dass sich alles manifestiert. Als Beispiel: Ich habe darüber nachgedacht, diese Tour zu machen, habe darüber gesprochen und es wurde manifestiert: Es ist kein Zufall. Aber es hat einiges gebraucht, um mich so weit zu bringen&#8230;.aber wie ich schon sagte wir könnten ewig darüber diskutieren (lacht). Kurzum: Ja, ich glaube an Schicksal.</p>
<p><strong>Wenn du ein Album aus den 80ern covern      könntest, welches würdest du nehmen?</strong></p>
<p>Ich würde mich entweder für „Thriller“ von Michael Jackson“ oder „Purple Rain“ von Prince entscheiden.</p>
<p><strong>Warst du ein Fan von Michael Jackson?</strong></p>
<p>Oh ja, ich hatte das Buch, die Handschuhe und die „Beat It“-Jacke mit den Zippern.</p>
<p><strong>Kannst du auch tanzen wie er?</strong></p>
<p>Ich konnte es mal. Als ich um die acht Jahre alt war, war ich auf einem Michael-Jackson-Trip. Ich kannte alle seine Moves und von da an fing ich auch an zu breaken. Mittlerweile bin ich aber aus der Übung.</p>
<p><strong>Also hast du streng genommen mit dem      Breaken angefangen?</strong></p>
<p>Ja, ich denke so kann man es sagen. Mein Cousins und ich legten immer ein Cupboard aus und breakten vor dem Haus zu „Planet Rock“. Wer mich wirklich zum Rap brachte, war einer meiner älteren Cousins, Chris. Er hatte ein Mixtape und auf einem Track rappte er zu Digital Underground „doowutchyalike “. Das Ganze machte seine Runde in der Nachbarschaft und ich wollte es auf einmal auch machen. Also fing ich an zu Freestylen, wodurch ich zum Texten kam und darüber zu meinen ersten Studio-Sessions. So nahm alles seinen Lauf. Wenn ich nicht rappen würde, dann würde ich zeichnen. Sachen im Comic-Stil.</p>
<p><strong>Bist du ein Comic-Fan?</strong></p>
<p>Ich war ein großer Fan von X-Men und Hulk. Ein großer Teil von dem, was du heute auf Cartoon Network siehst, ist die Art von Zeug, was ich damals gemalt habe.</p>
<p><strong>Falls du noch ein wenig Zeit hast      würden wir dich gerne nach deinen zehn All-Time-Classics befragen?</strong></p>
<p>Ich würde es vorziehen, mich in Ruhe darauf vorzubereiten, aber ich gebe dir schnell eine Übersicht was den Hip-Hop betrifft: Wu Tang Clan „36 Chambers“, Nas „Illmatic“, Organized Konfusion „Stress: The Extinction Agenda“, Ice Cube „Death Certificate“, Outkast „Aquemini“, D.O.C. „No One Can Do It Better, Souls Of Mischief „’93 till Infinity“, Black Moon „Enter da Stage“, Dr. Dre „The Cronic“, Jay-Z „Reasonable Doubt“, Kanye West „Late Registration“.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>50 Fragen an Die Orsons &#8211; Im Weltraum mit Salakiskäse</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Nov 2011 14:01:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Felix</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Magazin]]></category>
		<category><![CDATA[50 fragen]]></category>
		<category><![CDATA[Chimperator]]></category>
		<category><![CDATA[Die Orsons]]></category>
		<category><![CDATA[O]]></category>

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		<description><![CDATA[Bevor die &#8220;erste reale Boyband&#8221; nächstes Jahr mit Kool Savas und Herbert Grönemeyer auf Touren fährt, beantworteten Die Orsons BACKSPIN im Rahmen ihres Reeperbahnfestivalgigs 50 Fragen. 1. Fanta oder Sprite? B: Fanta , M: Sprite, K: Nichts von beiden, T: Fanta 2. Was sind eure ersten Eindrücke von Universal? B: Sehr professionell, M: 180 Meter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/Die_Orsons_Presse_2011_web_BIG.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-13315" title="Die_Orsons_Presse_2011_web_BIG" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/11/Die_Orsons_Presse_2011_web_BIG-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a>Bevor die &#8220;erste reale Boyband&#8221; nächstes Jahr mit Kool Savas und Herbert Grönemeyer auf Touren fährt, beantworteten Die Orsons BACKSPIN im Rahmen ihres Reeperbahnfestivalgigs 50 Fragen.</strong></p>
<p><strong><br />
</strong></p>
<p><strong>1. Fanta oder Sprite?</strong></p>
<p>B: Fanta , M: Sprite, K: Nichts von beiden, T: Fanta</p>
<p><strong>2. Was sind eure ersten Eindrücke von Universal</strong>?</p>
<p>B: Sehr professionell, M: 180 Meter groß</p>
<p><strong>3. Das neue Album klingt wie&#8230;?</strong></p>
<p>B: Süßigkeiten auf Salakiskäse</p>
<p><strong>4. Was ist euer Traumfeature für die Orsons?</strong></p>
<p>K: Lady Gaga, T: Gott</p>
<p><strong>5. Hannover oder Ulm?</strong></p>
<p>M: Da machen wir keinen Unterschied, K: Hannover, weil ich Reutlinger bin und Reutlinger seit 400 Jahren immernoch eine Fehde mit Ulm haben.</p>
<p><strong>6. Wo hattet ihr euren schönsten Auftritt?</strong></p>
<p>Fellbach und Lanxess Arena</p>
<p><strong>7. Welchen Schlagersong würdet ihr covern?</strong></p>
<p>T: „Dein Lächeln“ von Marianne Rosenberg, K: „Streicheleinheiten“, M: „White Trash“ von …</p>
<p><strong>8. Welche Zutaten kommen auf eine Orsonspizza?</strong></p>
<p>B: Auf jeden Fall Zwiebeln, K: 60g O’s, T: Büffelspermien, Salakiskäse … M: Und Trauben! B: Süßigkeiten</p>
<p><strong>9. Die Farbe der Orsons ist&#8230;?</strong></p>
<p>Schwarzrosablau</p>
<p><strong>10. Wo ist der Deinhard?</strong></p>
<p>T: Was?, B: Wüssten wir auch gerne, K: Den hat der Typ geklaut, der diese Treppe da hochklettert.</p>
<p><strong>11. Wem wollt ihr eine Grube graben?</strong></p>
<p>T: Dem, der selbst hineinfällt. Nee, wir wollen eine Grube graben für alle Sprichwörter.</p>
<p><strong>12. Wo landet der VfB diese Saison?</strong></p>
<p>B: 3, M: Auf dem Mars</p>
<p><strong>13. Wo landen die Orsons, wenn man ihnen einen Urlaub spendiert?</strong></p>
<p>T: Auf dem Mars (mit Salakiskäse), K: Wenn es Weltraumtourismus gibt, dann auf jeden Fall im Weltraum, M: Im Nordirak</p>
<p><strong>14. Wolltet ihr euch jemals auflösen?</strong></p>
<p>M: Immer, jeden Tag, T: Ich wollte mich heute schon zweimal von den Orsons trennen, K: Ey, du traust dich doch gar nicht dich von den Orsons zu trennen.</p>
<p><strong>15. Seid ihr schon Big in Japan?</strong></p>
<p>M: Nein, in Korea waren wir in dieser Fernsehsendung. Das ist alles was ihr bis jetzt in Asien erreicht haben.</p>
<p><strong>16. Kauft ihr noch Vinyl?</strong></p>
<p>Unsere Plattenspieler sind kaputt.</p>
<p><strong>17. In welcher Sportart würdet ihr euch als Team anmelden?</strong></p>
<p>Basketball, M: Tischtennis</p>
<p><strong>18. Schmeckt euch Toast Hawaii?</strong></p>
<p>K: Ja, T: Toast Hawaii, Bombe alter, B: Niemals! Alles was mit warmer Ananas gemacht wird ist der größte Scheiß!</p>
<p><strong>19. Ober-/Unterhitze oder Umluft?</strong></p>
<p>Umluft</p>
<p><strong>20. Seid ihr die Fantastischen Brote?</strong></p>
<p>Wir sind die fetten Vier.</p>
<p><strong>21. Fühlt ihr euch nicht ernst genommen genug?</strong></p>
<p>Wir fühlen uns nicht unernst genommen genug.</p>
<p><strong>22. Womit sollte man den Tag beginnen?</strong></p>
<p>Blowjob bekommen, K: Mit einem Gebet</p>
<p><strong>23. Welcher Verschwörung würdet ihr gerne angehören?</strong></p>
<p>T:  Den Orsons, K: SC Freiburg, B: Die Illuminaten</p>
<p><strong>24. Was ist eure Lieblingslocation auf der Reeperbahn?</strong></p>
<p>B: Laufhaus, T: Molotow, K: Ich mag diese Beatles-Ecke. In den Clubs wo die Beatles gespielt haben.</p>
<p><strong>25. Wie lange seid ihr noch die Beste Vorband?</strong></p>
<p>1 Jahr</p>
<p><strong>26. Welches Jahr war für die Gruppe das Schönste?</strong></p>
<p>T: Alle Jahre vor und nach den Orsons, K: Jedes</p>
<p><strong>27. Habt ihr das Casperalbum gekauft?</strong></p>
<p>B: Ja, K: Ich war dabei als Bartek es sich gekauft hat, T: Ihr Schwuchteln!</p>
<p><strong>28. Welche Partei würdet ihr in Luft auflösen?</strong></p>
<p>B: Die Piraten, M: N- und FDP, T: NPD sofort, diese Hurensöhne haben bei mir die ganze Zeit Schilder vor meinem Haus aufgehängt. Diese Hurensöhne, fickt euch!, K: Gar keine.</p>
<p><strong>29. In welcher Cartoonserie hättet ihr gerne einen Gastauftritt?</strong></p>
<p>Family Guy, K: Ich hätte gerne bei der Gummibärenbande einen Gastauftritt.</p>
<p><strong>30. Macht ihr nach dem großen Geschäft den Abwasch?</strong></p>
<p>M: Wir sind nicht multitaskfähig, B: Nein</p>
<p><strong>31. Habt ihr berühmte Vorfahren?</strong></p>
<p>B: Ja, die Beatles, T: Darüber wollen wir nicht reden, K: Wie darüber wollen wir nicht reden, habt ihr?, T: Och, darüber reden wir dann einfach mal in Ruhe, M : Ich bin Österreicher</p>
<p><strong>32. Welchem Promi kann man nicht über den Weg trauen?</strong></p>
<p>Allen Promis, Promis sind schlechtere Menschen.</p>
<p><strong>33. Das beste Beatlesalbum ist&#8230;?</strong></p>
<p>B: Revolver, K: Magic Mystery Tour, M: Ich kenn keine, welche 13 Platten?, T: Ich mag die Beatles gar nicht besonders.</p>
<p><strong>34. Kennen sich eure Eltern?</strong></p>
<p>Nein, sogar wir kennen kaum die Eltern. Wir sollten mal einen Orsons-Elternabend machen.</p>
<p><strong>35. Wer kann von euch am besten kochen?</strong></p>
<p>M: Ich auf jeden Fall nicht, B: Ich koche am gernsten, K: Ich glaube Bartek kocht immer die unspektakulärsten Sachen, aber ganz krass angekündigt. Nein, ich glaube Bartek kann schon am besten kochen, T: Ich habe in Prag ganz furchtbare Bratkartoffeln gemacht.</p>
<p><strong>36. Wer verträgt von euch am wenigsten Kritik?</strong></p>
<p>Die Orsons</p>
<p><strong>37. Welcher Film war der totale Reinfall?</strong></p>
<p>B: „Thor“! „Thor“ ist der schlechteste Film, der jemals in Hollywood gemacht wurde, T: Der schlechteste Film aller Zeiten ist „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“. Großartig, ich liebe diesen Film. K: „Sherlock Holmes“ mit Robert Downey Jr. war auch scheiße, T: Ey, es gibt so viele Kackfilme, alter.</p>
<p><strong>38. Wann wart ihr das letzte Mal zusammen auf Drogen?</strong></p>
<p>In Prag vor ein paar Wochen. Kiffen und Absinth.</p>
<p><strong>39. Würdet ihr zu The Dome gehen?</strong></p>
<p>Nur</p>
<p><strong>40. Hattet ihr schon eine Bundesvision Song Contest Anfrage?</strong></p>
<p>Nein</p>
<p><strong>41. Um welches Essen sollte man einen großen Bogen machen?</strong></p>
<p>M: Um Bartek‘s, B: Spinat, T: Salakiskäse, B: Und Süßigkeiten</p>
<p><strong>42. Mit wem wollt ihr Weihnachten feiern?</strong></p>
<p>B: Lady Gaga, K: Bootsy Collins, M: Mit meiner Familie, T: Mit Gott und Salakiskäse</p>
<p><strong>43. Plan B, welcher Orson wird dein Trauzeuge?</strong></p>
<p>Kaas</p>
<p><strong>44. Kaas, welchen Orson nimmst du zum Super Bowl mit?</strong></p>
<p>Tua</p>
<p><strong>45. Maeckes, mit welchem Orson kann man am besten über Probleme reden?</strong></p>
<p>Kaas</p>
<p><strong>46. Tua, mit welchem Orson kann man Pferde stehlen?</strong></p>
<p><em>Stille</em></p>
<p><strong>47. Plan B, dein aktueller Buchtipp?</strong></p>
<p>Peter Handke – Die morawische Nacht</p>
<p><strong>48. Kaas, was ist dein Lieblingpart vor der Lovemovementzeit?</strong></p>
<p>Schwer zu sagen. „Wie du nichts weißt“, vielleicht.</p>
<p><strong>49. Maeckes, welches Instrument würdest du gerne beherrschen?</strong></p>
<p>Theremin</p>
<p><strong>50. Tua, für wen würdest du gerne ein Album produzieren?</strong></p>
<p>Sting</p>
<div><span style="font-family: Helvetica, 'Times New Roman', 'Bitstream Charter', Times, fantasy; font-size: small;"><br />
</span></div>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Zwischen den Zeilen: Fard</title>
		<link>http://backspin-media.de/archives/13105</link>
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		<pubDate>Wed, 26 Oct 2011 08:34:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Fard]]></category>
		<category><![CDATA[Invictus]]></category>
		<category><![CDATA[Zwischen den Zeilen]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 04. November steht Fards neustes Projekt „Invictus“ in den Läden. Wir haben uns im Vorab mit dem Jungen aus dem Ruhrpott zusammengesetzt, um ein paar Details über sein Album (Premium Edition)  zu erfahren. Wer also noch unentschlossen sein mag, ob er am 04.11. auch zugreifen soll, dem wird hier womöglich weitergeholfen. Was für eine Idee [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div>
<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/10/fard.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-13104" title="fard" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/10/fard.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Am 04. November steht <strong>Fard</strong>s neustes Projekt „<strong>Invictus</strong>“ in den Läden. Wir haben uns im Vorab mit dem Jungen aus dem Ruhrpott zusammengesetzt, um ein paar Details über sein Album (Premium Edition)  zu erfahren. Wer also noch unentschlossen sein mag, ob er am 04.11. auch zugreifen soll, dem wird hier womöglich weitergeholfen.</p>
<p><strong>Was für eine Idee  steckt hinter deinem Album „Invictus“?</strong></p>
<p>Ich wollte in jedem Fall ein cooles Album mache, das auch meine Persönlichkeit widerspiegelt. Deshalb kam auch das „Alter Ego“-Album von F.Nazizi. Auf dem Album gibt es nämlich einige Songs, die man eigentlich nur verstehen kann, wenn man das Album „Invictus“ hört. Songs wie „Hilf dir selber“ oder „Junge ohne Herz“ werden erst deutlich, wenn man „Invictus“ gehört hat.</p>
<p><strong>Was gibt es generell zu deinem Album zu sagen?</strong></p>
<p>Ich habe versucht vermehrt mit lyrischer Bildgewalt zu arbeiten. Ich wollte mit viel mehr Metaphern als sonst arbeiten. Das ist mir meines Erachtens auch gut gelungen, gerade auf Songs wie „Wir sind Helden“ oder „Kinder des Zorns“. Was es noch zu sagen gibt: Das Album ist ein sehr positives Album, welches gleichzeitig aber auch viel Wut vermittelt.</p>
<p><strong>Was kannst du zu den Produktionen sagen?</strong></p>
<p>Auf die Produktionen bin ich sehr stolz. Ich habe zum Beispiel mit Beatzeps zusammengearbeitet, der auch den Hit „Desolé“ von Sexion D’Assaut produziert hat. Außerdem haben cubeatz, Joshimixu oder auch Hoobeats produziert. Mein kleines persönliches Highlight ist ein sehr junges Talent aus dem Raum Bremen/Hamburg: Jumpa-Beatz. Er hat das „Intro“ und „Post für dich“ produziert und ist ein krasses musikalisches Talent. Ich habe dieses Mal nur wenig mit KD-Beatz gemacht, weil es zeitlich nicht passte und die Atmosphäre nicht die gleiche, wie bei „Alter Ego“ war.</p>
<p><strong>Was erwartet den Hörer auf Album? Was erwartest du persönlich?</strong></p>
<p>Ich erwarte erst einmal, dass das Album gehört und verstanden wird. Ich hoffe halt auch, dass es gefeiert wird, da es auch einen neuen Aspekt in Form von F.Nazizi einbringt. Fard ist natürlich auch drauf, rotzfrech und arrogant wie immer. Es ist auf jeden Fall eine gute Mischung, die man sich geben sollte. Ich glaube, dass die Leute, die meine Musik bereits kennen und mögen, dieses Album auf jeden Fall feiern werden und diejenigen, die bisher noch nichts von mir kennen, es mit diesem Album in jedem Fall versuchen sollten.</p>
<p><strong>Von Track zu Track</strong></p>
<p><strong>1. Intro</strong></p>
<p>Musikalisch hart und frisch.</p>
<p><strong>2. Endlich Helden</strong></p>
<p>Hier habe ich auf den guten B-Case zurückgegriffen. Ein sehr atmosphärischer Track, der auch als Video erscheint. Ich denke, er ist zwar sehr lyrisch aber gleichzeitig auch sehr catchy.</p>
<p><strong>3. Nazizi</strong></p>
<p>Weniger ein persönlicher Track, sondern vielmehr ein straighter Representer.</p>
<p><strong>4. Talion 45 feat. Snaga</strong></p>
<p>Die alte Talion-Geschichte ausgepackt, noch radikaler ausgeführt.</p>
<p><strong>5. Seine Geschichte</strong></p>
<p>Träume, die platzen und neue Träume, die entstehen habe ich versucht aufzuzeigen. Eigentlich ein deeper Song mit der Message, dass unsere Träume uns ein Leben lang begleiten und wir deshalb an sie glauben sollten.</p>
<p><strong>6. Kinder des Zorns</strong></p>
<p>Auch sehr lyrisch gehalten, in den jeder Mal reinhören sollte.</p>
<p><strong>7. Einsam</strong></p>
<p>Der Song liegt mir sehr am Herzen. Es ist ein Storyteller, indem ich die Einsamkeit aller Menschen zeigen möchte, denen ich an einem Tag begegne. Gerade so typische Bilder, wie die alte Frau mit ihrem Hund oder der Nachbarsjunge, der sich die ganze Zeit nur mit sich selbst beschäftigt. Außerdem will ich meine eigene Einsamkeit deutlich machen.</p>
<p><strong>8. S.O.S.</strong></p>
<p>Ein Song für alle, denen eine Liebe entgangen ist, weil ihnen der Mut gefehlt hat.</p>
<p><strong>9. Wir sind hier</strong></p>
<p>Geht in die Richtung „Talion“ auf einem freshen Beat von einem Produzenten aus dem Ruhrpott, der auch schon für viele Amis produziert hat.</p>
<p><strong>10. Dann bist du Häuptling</strong></p>
<p>Es geht darum, dass alle Verbindungen, die auch Menschen miteinander haben, am Ende nur mit Geld zu tun haben. Ich erzähle wie dreckig Geld eigentlich ist, aber wenn du es hast, du eben doch der Häuptling bist.</p>
<p><strong>11. Falsches Spiel</strong></p>
<p>Ein lustiger Storyteller mit einer wahren Geschichte, einfach mal selber hören.</p>
<p><strong>12. Rock&#8217;n'Roll Baby</strong></p>
<p>Ein cooler Headbanger in jedem Fall, am Besten für das Auto.</p>
<p><strong>13. Post für Dich</strong></p>
<p>Der Track ist für einen Freund, der im Gefängnis sitzt. Allerdings mache ich nicht deutlich, dass er im Gefängnis sitzt. Ich schreibe ihm einfach nach einer langen Zeit und schreibe was in der Zeit alles passiert ist.</p>
<p><strong>14. Ich will wissen</strong></p>
<p>Nächstenliebe pur!</p>
<p><strong>15. Reich &amp; Schön</strong></p>
<p>Da geht es um F.Nazizi, der wirklich mal mit einem Mädchen für lange Zeit zusammen war, was am Ende aber nicht geklappt hat, weil die Eltern etwas dagegen hatte. F.Nazizi war in deren Augen eben nur ein Straßenbengel und ihre Tochter kam im Gegensatz dazu aus einem betuchten Elternhaus.</p>
<p><strong>16. Erinnerungen</strong></p>
<p>Hier erzähle ich davon, dass ich mich nicht mehr daran erinnern möchte, dass ich mal jemanden geliebt habe.</p>
<p><strong>17. 60 Terrorbars (Bonus)</strong></p>
<p>Einfach Gute Laune.</p>
<p><strong>18. NRW 2 feat Farid Bang &amp; Summer Cem (Bonus)</strong></p>
<p>Fortsetzung zum ersten Teil. Wahnsinnig unterhaltsam, wenn natürlich auch sehr überzogen teilweise.</p>
<p><strong>19. Dein Kuss (Bonus)</strong></p>
<p>Ein Track für alle Ladys da draußen.</p>
</div>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Interview: Nachgefragt bei Ken Kenay</title>
		<link>http://backspin-media.de/archives/13053</link>
		<comments>http://backspin-media.de/archives/13053#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 25 Oct 2011 08:22:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Ken Kenay]]></category>
		<category><![CDATA[Nachgefragt]]></category>

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		<description><![CDATA[„Yes We Ken“: So das Motto, des jungen Rappers Ken Kenay aus Hamburg. Seitdem er sich vor drei Jahren von seiner Crew Doppeldecker getrennt hat, ist er auf Solopfaden unterwegs. Mit Straßen-Attitüde und einer gehörigen Portion Bildung versucht er die Massen zu erobern. Wir stellen euch den Newcomer nun in einer Runde „Nachgfragt“ gebührend vor. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/10/KK_02.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-13054" title="KK_02" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/10/KK_02-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>„Yes We Ken“: So das Motto, des jungen Rappers Ken Kenay aus Hamburg. Seitdem er sich vor drei Jahren von seiner Crew Doppeldecker getrennt hat, ist er auf Solopfaden unterwegs. Mit Straßen-Attitüde und einer gehörigen Portion Bildung versucht er die Massen zu erobern. Wir stellen euch den Newcomer nun in einer Runde „Nachgfragt“ gebührend vor.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Wo kommst du her?</strong></p>
<p>Wie wo komm ich her? Grade aus der Küche (lacht).</p>
<p>Aber nein, ich ahne wohl, was ihr meint. Ich wohne seit knapp vier Jahren in Hamburg auf St. Pauli.</p>
<p><strong>Wie bist du zum Hip-Hop gekommen?</strong></p>
<p>Die erste Single, die ich mir damals mit zehn Jahren gekauft habe, war &#8220;Ghetto Superstar&#8221; von Pras, ODB und Mya. Wusste da noch gar nicht, das dass Hip-Hop ist. Danach hab ich durch meinen großen Bruder Eminem zum ersten Mal gehört und bin hart drauf hängen geblieben. Und da ich mein Leben lang schon Klavier spiele und musiziere, war dann die logische Konsequenz, auch mal das Rappen auszuprobieren.</p>
<p><strong>Woher nimmst du deine Inspiration?</strong></p>
<p>Meist aus Emotionen und Sachen die mich täglich bewegen. Ah, und natürlich aus der RTL-Show &#8220;Mitten im Leben&#8221; (lacht).</p>
<p><strong>Woher stammt dein Künstlername?</strong></p>
<p>Ein guter Kumpel hat mich mal besoffen nach einer Freestyle-Session Kenay genannt (Bürgerliche Name: &#8220;Yanek&#8221; &#8211; umgedreht). Und weil es diesen Skit &#8220;Ken Kaniff&#8221; von Eminem gibt und ich ja damals großer &#8220;Stan&#8221; war, kam dann irgendwie eins zum anderen. Und Alliterationen klingen natürlich auch immer ganz gut.</p>
<p><strong>In welchem Verhältnis stehst du zur deutschen Rapszene?</strong></p>
<p>Schwer zu sagen. Einerseits feier’ ich viele Sachen wie z.B. Suave, Casper, Marteria, Mo Trip und viele mehr, andererseits find ich auch vieles einfach nur schlecht. Aber ich bin froh, dass die Szene mittlerweile so offen für viele verschiedene Stile ist. So hat jeder seine Daseinsberechtigung.</p>
<p><strong>Welche Musik hörst du privat?</strong></p>
<p>Ich hör natürlich viel Hip-Hop aber tatsächlich auch viel Pop oder Rock. Ich stoße auch ständig auf neue freshe Mucke. Ich bin eh der Meinung, dass man jeden Song aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten kann und häufig irgendwas findet, das flashed, sei es der Mix, die Stimme, die Produktion oder auch einfach nur das Marketing, das dahinter steckt. Und Klassik, besonders die Romantik, ist stark mein Ding. Chopin oder Brahms. Mehr geht eigentlich nicht.</p>
<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/10/KK_01.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-13055" title="KK_01" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/10/KK_01-300x202.jpg" alt="" width="300" height="202" /></a></p>
<p><strong>Wie würdest du deinen Stil beschreiben?</strong></p>
<p>Rap&#8217;n'Roll !!! Fette Beats mit Rockgitarren, Klavier, eingängigen Hooks und viel Liebe in der Produktion.</p>
<p><strong>Was könnte man von dir kennen?</strong></p>
<p>Da dies mein erstes Solorelease ist, denk ich, noch nicht so viel. Ich hatte früher eine Band namens Doppeldecker, mit der ich ein Album und eine EP released hab. Ansonsten vielleicht durch Produktionen für andere Rapper. Ich produziere ja auch viel mit meinem Kollegen Sinch zusammen und da gab es schon ne Menge, was veröffentlicht wurde und was man schon mal gehört haben könnte: Ali A$, Tua, Franky Kubrick, MoTrip, Silla, Joka, Kool Savas, Jonesmann usw.</p>
<p><strong>Hast du bereits ein Album in Planung?</strong></p>
<p>Ja. Ich stecke gerade mitten im Writing. Mein Partner Golo und ich basteln schon seit langer Zeit daran rum, mit dem Plan im nächsten Jahr dann endlich zu releasen.</p>
<p><strong>Welche Erwartungen hast du an dich und deine Musik?</strong></p>
<p>Keine und gleichzeitig sehr hohe. Auf der einen Seite mach ich Musik aus voller Leidenschaft und das alleine genügt. Auf der anderen Seite möchte ich diese Leidenschaft zum Beruf machen und da gibt&#8217;s nach oben keine Grenzen.</p>
<p><strong>Was können Fans von einem Konzert mit dir erwarten?</strong></p>
<p>Eine geile Show, Schweiß &amp; Tränen und die krasseste Liveband.</p>
<p><strong>Welche Projekte stehen bei dir in Zukunft an?</strong></p>
<p>Erstmal viel live spielen. Bin jetzt bei der Booking Agentur &#8220;Essah Entertainment&#8221;, die mich mit aufbauen wollen und mächtig Gas geben. Außerdem hab ich noch zwei weitere Musikvideos in Südafrika gedreht und viele weitere Songs, die jetzt nach und nach veröffentlicht werden.</p>
<p>Ansonsten gibt es neue Produktionen von Sinch und mir zu hören z.B. auf dem kommenden Savas Album &#8220;Aura&#8221; oder auch beim MoTrip-Album. Und Projekte, die noch nicht ganz spruchreif sind aber ich freu mich auf das Kommende!</p>
<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/10/KK_03.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-13057" title="KK_03" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/10/KK_03-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Interview mit Killa Kela: &#8220;Stille ist ziemlich hart zu imitieren&#8221;</title>
		<link>http://backspin-media.de/archives/12921</link>
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		<pubDate>Tue, 18 Oct 2011 09:12:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Crowd Control]]></category>
		<category><![CDATA[Eklips]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Killa Kela]]></category>

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		<description><![CDATA[Killa Kela und Eklips gehören zur Elite der Beatbox-Szene. Die beiden Virtuosen und langjährige Freunde haben sich just zusammengetan und eine gemeinsame EP veröffentlicht. „Crowd Control“ soll die Möglichkeiten des Musikinstruments Mensch auf eine in vielerlei Hinsicht grenzübergreifende Weise verdeutlichen. Wir haben uns mit einem Teil des Duos, dem englischen Beatboxer Killa Kela, ein wenig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/10/Killa-Kela.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-12924" title="Killa Kela" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/10/Killa-Kela-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Killa Kela</strong> und <strong>Eklips</strong> gehören zur Elite der Beatbox-Szene. Die beiden Virtuosen und langjährige Freunde haben sich just zusammengetan und eine gemeinsame EP veröffentlicht. „<strong>Crowd Control</strong>“ soll die Möglichkeiten des Musikinstruments Mensch auf eine in vielerlei Hinsicht grenzübergreifende Weise verdeutlichen. Wir haben uns mit einem Teil des Duos, dem englischen Beatboxer Killa Kela, ein wenig über die neue EP, anstehende Projekte und neuste Entwicklungen in der Szene unterhalten.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Kannst du uns zunächst erzählen, wie es zu der gemeinsamen EP kam?</strong><strong> </strong></p>
<p>Wir hatten einfach die Idee, eine gemeinsame EP für die Fans der Beatbox-Kunst zu kreieren. Eklips und ich sind schon lange befreundet und wir dachten, es wäre großartig, unsere Beatbox-Stile zusammenzubringen, um ein wenig Geschichte zu schreiben.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Habt ihr vor die EP auch als CD oder sogar als Vinyl zu veröffentlichen? Warum habt ihr euch dafür entschieden, die EP ausschließlich digital zu releasen?</strong></p>
<p>Vinyl und CD sind cool, aber die Leute erreichst du heute über digitale Releases. Wir möchten, dass unsere Hörer die EP, die Videos etc. so uneingeschränkt wie möglich entdecken können.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Kannst du uns etwas über den Sound und das Konzept der EP erzählen?</strong><strong> </strong></p>
<p>Soundtechnisch klingt es wie Beatboxing meets London und Frankreich. Die Einflüsse sind inspiriert von Hip-Hop und Karneval, was dem Ganzen einen globalen Sound verschafft. Das geht zudem einher mit der stimmlichen Performance und den verschiedenen Sprachen. Sounds fresh as hell.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Ihr seid vor Release durch einige Bars und Clubs in London getourt. Was ist der Hintergrund zu dieser Aktion?</strong><strong> </strong></p>
<p>Unser Konzept lag darin, eine Beatbox-Bar-Tour zu veranstalten. Wir entschieden uns für einige bekannte Spots in London und zogen beatboxend von einer Bar zur nächsten. In einer Nacht hatten wir sogar mal 30 Leute, die uns von Bar zu Bar gefolgt sind, das war irre. Wir planen unsere nächste Tour in dieser Art schon sehr bald in Berlin.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Da du es gerade ansprichst, ihr plant die Tour ja in Berlin weiterzuführen. Habt ihr euch diesbezügliche bereits ein paar spezifische Locations rausgesucht?</strong></p>
<p>Ich kann es gar nicht erwarten rüberzukommen und mit der Tour zu starten. Wir haben zwar noch keine konkreten Pläne bezüglich der Tour, aber es wird nicht mehr lange dauern. Wir wollen, dass die Leute unsere Tracks kennenlernen und ihnen klar wird, wo wir herkommen.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/10/Killa-Kela-Eklips.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-12607" title="Killa Kela Eklips" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/10/Killa-Kela-Eklips-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a></p>
<p><strong>Was sind eure Leidenschaften neben der Musik?</strong><strong> </strong></p>
<p>Eklips: Frauen,(lacht).</p>
<p>Kela: Essen!</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Hast du das Gefühl, dass die Kunst des Beatboxens die Anerkennung und Aufmerksamkeit bekommt, die es verdient?</strong></p>
<p>Ja, sogar mehr als damals. Dank Beelow von BeatboxBattleTV und Arch Angel von Humanbeatbox.com haben wir respektierte Plattformen, wo es qualitativ hochwertiges Beatboxing zu entdecken gibt. Das ist wirklich dope, Respekt an unseren Freund Bee!</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Bezogen auf die Beatbox-Kultur: siehst du irgendwelche markanten Unterschiede in den verschiedenen Ländern?</strong><strong> </strong></p>
<p>Nein, nicht wirklich. Die heutige Beatbox-Szene ist wie eine riesige Online-Community. Die Leute können gemeinsam neue Ideen kreieren und die Kultur erweitern.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Gab es in der letzten Zeit einige größeren Entwicklungen in der Beatbox-Szene?</strong><strong> </strong></p>
<p>Neben der „Kela &amp; Eklips“-EP (lacht)? Eine Sache, bei der wir uns beide einig sind, ist der Progress und Beitrag, den Reeps 1 geschafft hat. Die Leute lieben es, ihn zu biten. Er hat einen komplett neuen Stil im Beatboxing geschaffen.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Denkt ihr, dass Beatbxoing gerade in den letzten Jahren einen wesentlich größeren musikalischen und genreübergreifenden Einfluss erlangt hat?</strong><strong> </strong></p>
<p>Auf jeden Fall. Major Lazer, The Moombahton Scene, Timbaland, The Hipster Scene. Sie alle nutzen immer öfter die menschliche Stimme als Musikinstrument. Das hat uns die Türen für unsere Kollabos geöffnet. Das ist krass!</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Brauchst du die Atmosphäre einer Live-Perfomance? Glaubst du dass deine Performance funktioniert live besser?</strong><strong> </strong></p>
<p>Live und Studio sind zwei verschiedene Welten. Live willst du deine Perfomance so unmenschlich rüberbringen wie möglich. Im Studio willst du die Aufnahmen so menschlich wie möglich machen, Das ist der Schlüssel. Live wird immer live klingen, egal wie du es hörst, das ist eine großartige Sache. Aber nichts ist damit vergleichbar, etwas mit Leib und Seele zu sehen und zu hören.</p>
<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/10/killa-kela-sw1.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-12928" title="killa kela sw" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/10/killa-kela-sw1-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a></p>
<p><strong>Wie kommst du normalerweise auf neue Ideen für Sounds, die du als Beatboxer nachahmen möchtest?</strong><strong> </strong></p>
<p>Normalerweise greifst du zuerst auf Techniken vom Mund zurück, dann entwickelst und formst den Sound danach, wie es klingen soll… wie beispielsweise eine Snare, eine Trompete, ein Hund, der bellt usw.. Ideen fliegen dir die ganze Zeit zu, wichtig ist, wie die Ideen klingen.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Was war das schwierigste Geräusch, das du jemals in einen Beatbox-Sound umgewandelt hast?</strong><strong> </strong></p>
<p>Stille ist ziemlich hart zu imitieren.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Habt ihr neben der EP zurzeit irgendwelche anderen Projekte am Laufen?</strong></p>
<p>Ja, auf jeden Fall. Ich arbeite an einem Projekt mit dem Titel „Them &amp;Us“, an der Seite von Ami Carmine (ehemals von Bassment Jaxx). Ich weiß, dass Eklips gerade hart an seinem Solo-Album arbeitet, sowie an diversen Shows mit DJ Mouss. Die „Crowd Control“-EP ist eine vollkommene Reflektion unserer beiden Stile. Es war toll, die Möglichkeit für die EP zwischen all den Projekten gehabt zu haben</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Bist du dir der derzeitigen Unruhen in London und Frankreich bewusst? Wie stehst du dazu?</strong><strong> </strong></p>
<p>Es ist die Spitze des Eisbergs, von dem was die Zukunft bringt. Let the music play yo! Peace and love.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Interview: Nachgefragt bei Geeno</title>
		<link>http://backspin-media.de/archives/12869</link>
		<comments>http://backspin-media.de/archives/12869#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 14 Oct 2011 12:54:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Veronica</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Evidenz]]></category>
		<category><![CDATA[geeno]]></category>
		<category><![CDATA[LE BAGAGE]]></category>
		<category><![CDATA[Morsmusik2]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir haben uns mit dem Rapper Geeno, der schon seit 2004 im deutschen Rap-Spiel mitmischt, zusammen gesetzt, um mit ihm über seine ersten Berührungen mit Rap, seinen ganz eigenen persönlichen Musikgeschmack und nicht nur über seine vergangenen Werke, sondern auch über seine bald erscheinende EP „Evidenz“ und vieles mehr zu reden. Schließlich ist über die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/10/Genno2.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-12872" title="Genno2" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/10/Genno2-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Wir haben uns mit dem Rapper <strong>Geeno</strong>, der schon seit 2004 im deutschen Rap-Spiel mitmischt, zusammen gesetzt, um mit ihm über seine ersten Berührungen mit Rap, seinen ganz eigenen persönlichen Musikgeschmack und nicht nur über seine vergangenen Werke, sondern auch über seine bald erscheinende EP „<strong>Evidenz</strong>“ und vieles mehr zu reden. Schließlich ist über die Jahre bei dem Künstler auch fern der Musik einiges passiert. Unter anderem hat er sein Studium abgeschlossen und einige Drehbücher geschrieben, die teils auch schon verfilmt wurden.</p>
<p><strong>Seit wann rappst du schon, wie hat alles bei dir angefangen? </strong></p>
<p>Das erste mal gerappt, habe ich glaube ich mit 13-14 Jahren. Das ist dann auch 13-14 Jahre her jetzt. Alles fing damit an, dass mein 10 Jahre älterer Onkel mich im Türkei Urlaub mit Tapes zugeknallt hat, Ice Cube, Public Enemy, E-40. Okay, nebenbei hat er mich auch noch mit Guns&#8217;n'Roses bemustert. Aber hey, „November Rain“ ist in meinen Augen immer noch eins der krassesten Videos die es jemals gab. Aber back to topic. Ich war also schon relativ früh angefixt von Rap, und wie ich vorher schon die Acts genannt hatte, auch nicht gerade die zimperliche Sorte. Dann bekam ich die ersten Deutschrap Sachen mit, aber AC und Fantas konnten mir halt null und mit Nichten das geben, was mir Snoop, Cube und Co gegeben haben. Das ging auch noch etwas länger so, bis ich das erste Rödelheim Hartreim Projekt Album in der Hand hielt, nachdem ich es beim Hertie unter großem Kampf und Sprint geklaut hatte. Das hat mich dann komplett angezeckt, und so hab ich dann inspiriert von „Direkt aus Rödelheim“ angefangen Texte zu schreiben. 14 müsste ich da gewesen sein. Dann die erste Crew, die 2. Crew, Freestylesessions, Cyphers, richtige Jams, das ganze Programm und all das was es heute leider nicht mehr gibt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Woher nimmst du deine Inspiration?</strong></p>
<p>Hm. Wenn ich jetzt sagen würde, dass das Leben mich inspiriert klingt das in erster Linie wahrscheinlich etwas platt. Aber wenn man sich meine Musik und vor allem die kommende EP anhört, ist das eigentlich die treffendste Antwort. Ich verarbeite Gefühle, Ängste, Zweifel, Hass, Hoffnung, Liebe und vieles mehr in meiner Musik. Größtenteils aus meiner Sicht und an Hand meiner Erfahrungen und diese Erfahrungen hat mir nun mal das Leben beschert. Da möchte ich mich selbst zitieren :“ Das Leben hat mich viel gelehrt, wie gern wäre ich dumm geblieben.“ Aber prinzipiell brauche ich auch nicht wirklich eine Inspiration, ich habe eigentlich ständig Sätze, Bilder, Vergleiche, „Weisheiten“ im Kopf. Ich schreibe auf der Arbeit im Wettbüro, in Bus oder Bahn, mein Schädel ist voll mit Sachen die ich loswerden muss. Ich hatte noch nie ein Inspirationsloch, so hab ich mir auch nie groß Gedanken darüber gemacht</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Woher stammt dein Künstlername?</strong></p>
<p>Mein Künstlername stammt ein wenig aus meinem Familien- und ein wenig aus meinem Freundeskreis. Ein Hybrid sozusagen. Mein bürgelicher Name ist Cihan (gespr: „Geehann“), meine Familienmitglieder haben daraus schon früh den Kosename „Cino“ gemacht gehabt und als ich Basketball spielte, auch noch unfassbar gut, riefen mich die Jungs halt immer „Gee“, weils kürzer war. Dann hiess es irgendwann, okay Künstlername? Meine erste kindische Idee war Mister Gee, oder sowas ähnliches, was unter uns gesagt, selbst heute noch ziemlich behindert klingt. Kurz darauf meinte dann ein Crew Kollege zu mir, „mach doch einfach Geeno, nennen dich doch sowieso alle so“. Ja und heute ist das nicht nur mein Künstlername sondern fast schon mein Zweitname.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>In welchem Verhältnis stehst du zur deutschen Rapszene?</strong></p>
<p>Durch meine Zeit bei Buckwheats Music und auch danach, bin ich natürlich viel rumgekommen und habe auch viele Kollegen kennengelernt, zu manchen ein gutes Verhältnis aufgebaut, zu manchen nicht. Wahre Freundschaften entstehen da für mich nicht. Alles in allem, sehe ich mich nicht wirklich als Teil dieser Szene, auch weil die meisten mich noch nicht kennen. Auf der anderen Seite kriege ich immer öfter von Kollegen wie Fard oder Pi gesagt, dass ich es endlich mal anpacken solle, dass meine Musik es Wert wäre von größeren Mengen gehört zu werden. Wenn ich überhaupt in einem Verhältnis zu der Szene stehe, dann vielleicht so, dass eine gewisse Diskrepanz herrscht zwischen der Qualität und Reife meiner Musik und meiner Präsenz in der Szene. Aber, weisst du, ich will einfach nur Musik machen und sie verbreiten wie ich es für richtig halte ohne auf irgendeine Szene rücksicht zu nehmen, zumal viele meiner Hörer gar keine Hiphop Hörer sind, deswegen auch das Künstlerkollektiv Le Bagage, dessen kreative Geschicke auch von mir geleitet werden. Wir machen was wir wollen, aus Liebe zur Kunst und nicht für die Szene.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Welche Musikrichtung hörst du privat?</strong></p>
<p>In erster Linie natürlich Rap, weil ich halt Rap mache, nicht wahr. Aber ich merke auch wie ich in letzter Zeit gut produzierte und geschrieben Popmusik feier. Ich bin ein sehr launischer Mensch und so ist auch mein Musikgeschmack. Ich kann ja mal kurz aufzählen was sich derzeit auf meinem Ipod befindet. 2 Pac „All Eyez on me“,Prinz Pi „TMHS“, Casper „hin zur Sonne“, Maeckes&amp;Celina „Kunst über Vernunft“, „Best of Sade“, Maeckes „Null“, Tua „Inzwischen EP“, „Best of Jill Scott“; „The Carter 3“. Naja und wie ihr lesen könnt, häng ich auch immer n paar Jährchen hinterher, aber ich hab eine Abneigung gegen Hypes.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Inwiefern hebst du dich von anderen Künstlern ab?</strong></p>
<p>Ich fand diese Frage etwas komisch, denn wenn jemand auch Künstler ist, hebe ich mich nicht von ihm ab, sondern stelle mich etwas entfernt neben ihn. Aber es gibt natürlich eine Menge Leute, die behaupten Künstler zu sein, aber null sind. Von denen hebe ich mich sicher ab, inwiefern, kann ich dir immer noch nicht beantworten, deswegen habe ich die Fans auf meiner Facebook Seite gefragt, denn wenn es jemand weiss, dann die. Die Antworten waren: „Real“, „Kein 0815 Shit“, „..ganz einfach du bist echt, hast deine bagage und fickst alles ( scheiss auf rap ). jeder is krass, da bist du zu weich, aber dagegen bist du echt, was viele nicht sind.„ , „kein phrasengedresche, sondern nachvollziehbar geschilderte gedankengänge „ ,.“dir geht es nicht ums geld“ „  Einer hat es jedoch sehr gut auf den Punkt gebracht : „..also ich denke was viele nicht wirklich merken ist das DU LANGE SCHON IM GAME BIST du bist meiner meinung NIE auf irgend nem hype aufgesprungen und DU bist einer der wenigen künstler dehn ich jeden seiner tracks wörtlich abkaufe..andere mit den ma zusamm gearbeitet hast haben dir VIELLEICHT sachen versprochen ich zieh dich hoch hier kannst deine platte raus bringen und am ende sasst du alleine da und musstest wieder aufstehen um Geld zu verdienen..und deine Songs kommen echt vom Herzen da draussen in Rap Deutschland gibt es vielleicht noch 3-4 die so sind&#8230; „ Ich denke, das sagt alles.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Was sollten Fans von dir kennen? </strong></p>
<p>Was hast du bisher veröffentlicht? Meine Veröffentlichungen aus Buckwheats Zeiten sind eigentlich nicht mehr wirklich repräsentativ, ausser vielleicht um meine Entwicklung nachzuvollziehen. 2007 Habe ich eine EP released, „Strassenhighsociety“, quasi meine ersten Solomoves. Aber die Leute sollten sich auf jeden Fall die „Neuer Tag“ LP runterladen, denn da hört man langsam wie ich zu dem Künstler geworden bin, der jetzt hier sitzt. Ansonsten, alles was ich letztes Jahr rausgehauen habe. Ich gebe euch mal ein Paar Youtube Tips. „Herbst“, „Symphony“ und „Embrace“. Diese Songs stehen eigentlich für meinen derzeitigen Sound. Und natürlich mein aktuelles Video zu dem Song „Augenblick“, dass zur Zeit im Umlauf ist. Unbedingt abchecken.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Was erwartest du von deiner Ep? Welches Konzept steckt dahinter? </strong></p>
<p>Diese EP ist mein erstes Projekt, bei dem ich mir von vorne bis hinten, bei jedem Wort, jeder Silbe absolut sicher war, was damit passiert. Es geht atmosphärisch und textlich ziemlich weit nach unten, wobei ich das Wort „Deep“ gerne vermeiden würde, weil meiner Meinung nach alles was in Deutschland irgendwie mit im billigen Pathos getränkten, hohlen Phrasen bestückt ist, „Deep“ genannt wird. Eigentlich ist meine Musik in Wahrheit „deep“, nur die anderen haben das Genre leider verunglimpft. Auf der EP wird es nur ein Gesangsfeature geben, ansonsten keine. Sie ist so konzipiert, dass man sie eigentlich durchhören muss, um alles zu verstehen, um die Atmo zu greifen. Sie wird 7-8 Tracks stark sein, und ist so ausgelegt, dass der Stimmungsbogen immer aufrecht gehalten wird. Ich werde euch reinziehen, in meine Welt, meine Gedanken und Gefühle und ihr werdet merken, dass ihr das auch alles schon mal so oder so ähnlich erlebt bzw. gefühlt oder gedacht habt. „Evidenz“ ist Gänsehautshit, Punkt.  Warum sollten Fans ausgerechnet deine Ep runterladen/kaufen? Wenn ich jetzt einen Manager hätte würde der wahrscheinlich ausrasten. Aber mir ist es in erster Linie relativ Latte, ob und wieviele Leute sich die EP besorgen. Das ist für mich kein Kriterium und ich krieg auch keine dicken Eier davon. In dem Moment wo der Rap auf dem Beat ist, ist die Sache erst mal für mich erledigt. Den Effekt einer Therapie, die das ganze für mich hat, ist dann schon erreicht. Ich schreibe sehr persönliche Texte und deswegen denke ich mir auch oft, dass es niemanden juckt, was ich da erzähle. Um so verwunderter bin ich in den letzten Monaten gewesen, als immer häufiger Menschen auf mich zukamen und mir sagten, dass sie meine Musik absolut fühlen und dass sie sich da rein versetzen können. Ich meine, es ist doch absolut krass, wenn jemand zu dir kommt und sagt, dass er im Sterben lag und deine Musik ihm Kraft und Hoffnung gegeben hat. Am schönsten hat es vor kurzem ein Fan zu mir gesagt: „Geeno, du bistn normaler, cooler Typ, aber du hast genauso wie wir Ängste und Zweifel, hast deine Scheisse durchgemacht, hast die normalen Probleme wie jeder und du sprichst damit auch unsere Ängste und Zweifel aus.“ Vielleicht ist das ein Argument. Ich hasse diese Phrasen, aber ihr solltet euch das reinziehen, weil es „real“ ist. „Real“ und „Deep“&#8230;[;)] meine Fresse [:D]</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Was für Projekte hast du für die Zukunft geplant? </strong></p>
<p>Also jetzt kommt erst mal meine EP, „Evidenz“. Ein paar Tage später hauen wir schon „Morsmusik2“ raus, das ist der Sampler von dem Künstlerkollektiv LE BAGAGE. In diesem Zusammenhang wird es dann Anfang 2012 auch noch einige andere Releases geben. Ich lenke das halt alles ein bisschen. Ansonsten, bin ich ja Drehbuchautor, hab einen Spielfilm in Halblänge geschrieben und produziert und den werde ich Anfang 2012 auch an den Start bringen. Ich sehe mich nicht nur als Rapper, ich bin Vollblutkünstler, mit den schönen und den hässlischen Seiten. Achso, und ich arbeite noch an einem Projekt mit einem Rapperkollegen den ich noch aus der Buckwheats Zeit kenne, aber das is eigentlich noch streng geheim, wird aber auch unfassbar schön.</p>
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		<title>Interview mit Jay Farmer: &#8220;Eine gewisse Reife ist nicht nur beim Wein von Vorteil&#8221;</title>
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		<pubDate>Fri, 07 Oct 2011 09:38:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Dorf Rap]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Jay Farmer]]></category>

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		<description><![CDATA[﻿﻿Musik aus dem Dorf muss nicht zwingend Country sein, wie uns Jay Farmer beweist. Der Mann aus’m Kaff bietet waschechten Rap vom Land. Mit Unterstützung seiner eigenen Band hat er gerade sein neustes Album „Dorf Rap“ am Start. Wir konnten das sympathische Landei ein wenig aus seinem idyllischen Alltag reißen und ihn für ein Interview [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/10/jay_farmer_Pressefoto_DorfRapCover.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-12718" title="jay_farmer_Pressefoto_DorfRapCover" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/10/jay_farmer_Pressefoto_DorfRapCover.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>﻿﻿Musik aus dem Dorf muss nicht zwingend Country sein, wie uns <strong>Jay Farmer </strong>beweist. Der Mann aus’m Kaff bietet waschechten Rap vom Land. Mit Unterstützung seiner eigenen Band hat er gerade sein neustes Album „Dorf Rap“ am Start. Wir konnten das sympathische Landei ein wenig aus seinem idyllischen Alltag reißen und ihn für ein Interview gewinnen. Wer also schon immer mal wissen wollte, was Dorf-Rap eigentlich ausmacht und wie Jay Farmer von der Mistgabel zum Mic kam, der sollte nun aufmerksam weiterlesen.</p>
<p><strong>Gib unseren Lesern doch bitte einen kurzen Einblick über deine idyllische Herkunft.</strong></p>
<p><strong></strong>Höööy. Nun, mein knapp 2200 Mann, Frau, Dorfbuwe und Mädlen starkes Kaff heißt Büchenau und liegt in Nordbaden in der Nähe von Karlsruhe. Wir sind im Umkreis unangefochtene Faschings-, Spargel- und Moschd-Hochburg. Wer was anderes behauptet wird geteert und gefedert!</p>
<p><strong>Wie kamst du ursprünglich zum Rap?</strong></p>
<p><strong></strong>Relativ traditionell im Hip-Hop-Sinne. Mein Kumpel (DJ Flip Sanderz) kaufte sich Ende der 90er Jahre zwei 1210er, sowie nach und nach Unmengen an Platten. Ich nahm zunächst mit der kostengünstigeren Variante Mikrofon vorlieb. Eins kam zum Anderen, in Form von weiteren MCs und ratz fatz war die erste Hip-Hop-Kombo formiert. Der Vollständigkeit halber muss ich noch gestehen, dass Sanderz und ich ursprünglich in einer Hardcore-Band gespielt haben, wir uns aber nach nur einem Konzert einig waren, dass dieser Erfolg nicht mehr zu toppen sei und dann auf Rap umgestiegen sind, um eine neue Herausforderung zu suchen.</p>
<p><strong>Woher stammt das Pseudonym „Jay“?</strong></p>
<p><strong></strong>Die Namensfindung verlief relativ unspektakulär. Ich wollte einen Namen, der meine ländliche Herkunft erahnen lässt bzw. unterstreicht. Erst dachte ich an Joe Farmer oder Farmer Joe, was mir dann aber etwas zu langweilig und abgedroschen klang. Jay Farmer hat da doch, ich will mal sagen, eine gewisse Frische. So wie Landluft. Außerdem reimt sich meine Begrüßungsfloskel „Höööy“ besser darauf.</p>
<p><strong>Bist du wirklich ein Farmerjunge?</strong></p>
<p><strong></strong>Mein Großvater väterlicherseits war Landwirt. Auch mein Vater hatte in seinen jungen Jahren am Hof mit angepackt. Ich habe leider nur die letzten Züge des Ganzen miterlebt, die aktive Landwirtschaftszeit war zu meiner Kindheit relativ vorbei, aber der Hof mit Scheune und allem drum und dran ist noch vorhanden, was als Kind natürlich super spannend war. Ob jetzt Farmerjunge im engeren Sinne oder nicht, finde ich sowieso weniger wichtig. Wichtig ist die Affinität zum Landleben, zum Dorf – und für mich gehört dies zu meiner Identität.</p>
<p><strong>Wo bestehen die hauptsächlichen Hürden eines Farmerjungen beim Versuch, die große Rap-Landschaft zu erobern?</strong></p>
<p><strong></strong>Ich weiß nicht, ob es richtig wäre zu sagen, die Hürden sind für einen Farmerjungen größer als für Musiker aus der Stadt. Der Konkurrenzkampf ist insgesamt sehr groß, da es einfach wahnsinnig viele Musiker gibt und das Internet regelrecht vollgestopft ist. Ich will jetzt auch überhaupt nicht über diese Tatsache lamentieren, entweder man hat Spaß an der Musik oder man sollte es sowieso besser bleiben lassen. Es ist natürlich alles sehr, sehr schnelllebig geworden, dennoch setze ich momentan eher auf Qualität statt Quantität, da es für mich ein Anspruch ist, den ich selbst auch an andere Musiker, die ich gerne höre, habe. Früher war es mehr mein Ding, ein Track nach dem Anderen rauszuhauen, einfach um immer wieder präsent zu sein. Man merkt jedoch schnell, dass es dann schwierig wird, die Sache auf einem hohen Niveau zu halten. Heute beschränke ich mich lieber auf die Songs oder Projekte, die mir auch nach einer gewissen Lagerzeit immer noch sehr gut gefallen und setze diese dann dementsprechend bestmöglich um. Eine gewisse Reife ist nicht nur beim Wein von Vorteil. Wenn dann ein starker Song bei rauskommt, der bei den Leuten gut ankommt, dann hat man alles richtig gemacht. Mir geht es auch weniger darum (um auf die Ausgangsfrage zurückzukommen), die Raplandschaft zu erobern, sondern generell die Menschen für meine Musik begeistern zu können. Auf Konzerten stelle ich fest, dass Leute mit unterschiedlichen Geschmäckern und unterschiedlichen Altersklassen Spaß an meiner Musik haben und das ist für mich alles, was zählt. Es gibt kein schöneres Kompliment als von alten Metal-Veteranen zu hören „Ich mag Rap ja eigentlich nicht, aber was du machst find ich stark“. Von daher versuch ich einfach, mich auf meine Musik zu konzentrieren, die zu mir passt und weiterhin Spaß an der Sache zu haben.</p>
<p><strong>Was unterscheidet „Dorf Rap“ von gewöhnlichem (Stadt-)Rap?</strong></p>
<p><strong></strong>Zum Einen natürlich die Inhalte, wobei ich mich jetzt nicht in jedem Song über das Landei-Dasein auslasse, aber irgendwie schwingt die Thematik natürlich immer ein Stück weit mit. „Dorf-Rap“ soll jedoch kein Album sein, das sich vom Rap als solchen abgrenzt. Ich liebe Rapmusik, habe ein Regal voll mit Platten, bei denen wirklich fast kein Klassiker fehlt und bin nach wie vor ein absoluter Fan der ganzen Kultur. „Dorf-Rap“ ist für mich einfach eine weitere Facette, mein Beitrag zur Kultur aus meinem lokalen Kontext gesehen.</p>
<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/10/JayFarmer_Pressefoto_Mast.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-12720" title="SONY DSC" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/10/JayFarmer_Pressefoto_Mast.jpg" alt="" width="350" height="233" /></a></p>
<p><strong>Hast du Probleme ernst genommen zu werden, gerade weil du das Image des Dorfjungen ja offen manifestierst?</strong></p>
<p><strong></strong>Eigentlich nein. Ich kann mir aber als unabhängiger Künstler auch aussuchen, auf welchen Bühnen ich meine Musik spielen möchte und das hat bisher immer gepasst. Natürlich kommt man bei Publikum, das einen zuvor noch nicht kannte, mal mehr und mal weniger gut weg, Wenn man die Sache selbst ernst nimmt, hat man normalerweise aber auch keine Probleme, ernst genommen zu werden.</p>
<p><strong>Dein letztes Album liegt einige Zeit zurück, was genau war der Grund für die relativ lange Zeitspanne?</strong></p>
<p><strong></strong>Nun, das erste Album „Jay Farmer ist raus aus den Federn“ kam Ende 2007 raus. Ich hab dann Ende 2008 ein Mixtape mit dem Titel „Der Neuzeit Bundschuh“ nachgelegt. Dieses gibt es auch nach wie vor als kostenlosen Download auf <a href="http://www.jayfarmer.de/">www.jayfarmer.de</a> . Mir kam die Zeit bis zum jetzigen Album eigentlich gar nicht so lange vor. Ich wollte jedoch  mit einem neuen Album wieder ein kompaktes, stimmiges Werk abliefern, was jedoch nicht zu stark nach dem Ersten klingt. Ich wollte es rockiger und noch rauer als „Raus aus den Federn“ haben und dieses Jahr war es dann soweit, dass ich mir gesagt habe, die Titel harmonieren gut miteinander, so kann ich die Sache anpacken und veröffentlichen.</p>
<p><strong>Was erwartet die Hörer auf deinem aktuellen Album „Dorf Rap“?</strong></p>
<p>Klanglich ist „Dorf Rap“ eine Mischung aus Rap, Rock und Country-Elementen. Bisher habe ich die Beats meiner beiden Alben „Raus aus den Federn“ und das aktuelle Album „Dorf Rap“, bis auf einen Beat auch komplett selbst produziert. Auf Dorf-Rap waren auch noch zwei Gitarristen sowie ein Bluesharp-Spieler mit im Studio und haben einige Spuren live eingespielt. Als Features sind wieder die üblichen Verdächtigen aus meinem direkten Umfeld zu hören, DJ Spliff Cut, Zig Black, Mona, Raphael Pompe und meine Kaffjungs von Backwoods Bunch, mit denen ich erstmalig einen kompletten Song im badischen Dialekt aufgenommen und ebenfalls auf „Dorf-Rap“ mit draufgepackt habe.</p>
<p><strong>Du hast seit diesem Jahr auch eine eigene Band, woher kam der Reiz, bzw. die Idee eine eigene Band zu organisieren?</strong></p>
<p><strong></strong>Das ist richtig. Ich habe für mich selbst immer wieder festgestellt, dass mich Konzerte mit Live-Bands einfach viel mehr mitreißen, als die Standard-Konstellation, Rapper &amp; DJ. Da ist viel mehr Action auf der Bühne, man ist sehr flexibel und der Sound macht einfach mehr Druck. Inzwischen habe ich eine komplette Liveband mit Bass, Gitarre und Schlagzeug zusammentrommeln können und davon möchte ich natürlich auch gerne bei den kommenden Produktionen profitieren. Ich bin sehr begeistert davon, wie die Jungs meine bisherigen Songs für Liveauftritte umgesetzt haben. Mit Zig Black und Mona habe ich außerdem noch ne bärenstarke gesangliche Unterstützung mit auf der Bühne. Die sind alle sehr erfahrene und talentierte Musiker. Wir harmonieren alle sehr gut miteinander und ich habe große Erwartungen in die kommenden Projekte und die hoffentlich zahlreichen kommenden Auftritte.</p>
<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/10/JayFarmer_Pressefoto_OldCar.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-12722" title="SONY DSC" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/10/JayFarmer_Pressefoto_OldCar.jpg" alt="" width="350" height="233" /></a></p>
<p><strong>Du hast vor kurzem das Dorf verlassen und bist in die große weite Welt gereist, genauer gesagt nach Amerika. Wo genau warst du und was war der Grund deiner Reise?</strong></p>
<p><strong></strong>Es war nun bereits mein dritter USA-Aufenthalt. Dieses Mal hauptsächlich, um Urlaub zu machen und das Land zu erkunden. Gestartet sind wir in San Francisco und dann ging es mit dem Mietwagen über diverse Parks, bis nach Vegas und von dort noch abschließend nach New York. War insgesamt wirklich ganz großes Kino und absolut beeindruckend, was wir alles gesehen und erlebt haben. Unter anderem waren wir in einer alten, verlassenen Goldgräberstadt, dort sind auch einige der Fotos, die ihr hier sehen könnt, entstanden. Auch ein kurzer Stop am Folsom Prison war drin, für mich als Johnny-Cash-Fan ebenfalls ein Highlight und als Abschluss der Reise haben wir uns dann noch einen Besuch auf dem „Rock The Bells“-Festival in New York gegönnt. Wu Tang, Nas, Cypress Hill, Lauren Hill, Black Star, Black Moon&#8230;und alle spielten die alten Klassikeralben komplett durch. War schwer, die Kinnlade wieder hochzukriegen an diesem Tag. Schaut euch unbedingt mal ein paar Youtube-Videos von diesem Festival an, das war wirklich ein dicker fetter Brocken Hip-Hop-Geschichte, den wir hautnah miterleben durften.</p>
<p><strong>Welche Erfahrungen konntest du mit in die Heimat bringen?</strong></p>
<p><strong></strong>Eigentlich nur eine: Reisen und sich die Welt anschauen zu können, ist eine Sache, für die es sich lohnt, hart zu arbeiten.</p>
<p><strong>Hast du auch ein paar nette Souvenirs ergattern können?</strong></p>
<p>Aber hallo. Ein Festivalshirt vom Rock The Bells, einen neuen Hut und eine neue Stierkopf-Gürtelschnalle.</p>
<p><strong>Woher waren die Federn und der Weizen in dem Promo-Paket für unsere Redaktion?</strong></p>
<p><strong></strong>Federn, mein lieber Stadtmensch, findet man an Geflügeltieren wie z.B. Hühnern oder Gänsen und Weizen wächst am Besten in einem nahrhaften Ackerboden wie er in meinem Kaff vorhanden ist. Spaß beiseite, die Sachen in deinem Paket stammen wirklich alle aus meinem Kaff, gibt’s hier in Hülle, Fülle, Gülle&#8230;hatte ich mir auch erst überlegt noch mit reinzupacken, aber ob du es dann immer noch witzig gefunden hättest?</p>
<p><strong>Gibt es ein Leben neben der Musik und wenn ja, wie sieht dieses aus?</strong></p>
<p><strong></strong>Ich bin gerade in meinem zweiten Berufsjahr als Lehrer an einer Realschule in Mannheim. Ich unterrichte dort Sport und Englisch und dank meines Rektors, dem ich beim Bewerbungsgespräch von meiner musikalischen Freitzeitbeschäftigung erzählt habe, außerdem noch fachfremd Musik. Wobei ich ja nicht soooo fachfremd bin. Auf jeden Fall eine tolles Angebot für mich, das ich gerne wahrgenommen habe.</p>
<p><strong>Wo liegt der große Vorteil in einem Kaff zu wohnen?</strong></p>
<p><strong></strong>Ist schwierig diese Frage zu beantworten, da ich nie in der Stadt gelebt habe. Ich weiß nur, dass ich mich hier aufm Dorf wohl und vor allem zuhause fühle.</p>
<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/10/JayFarmer_Pressefoto_Sägeblatt.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-12724" title="SONY DSC" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/10/JayFarmer_Pressefoto_Sägeblatt.jpg" alt="" width="350" height="233" /></a></p>
<p>Weitere Infos zu Jay Farmer findet ihr auf seiner <a title="Webseite" href="http://www.jayfarmer.de">Webseite</a>.</p>
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		<title>Interview: Nachgefragt bei Chrisfader</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Oct 2011 12:12:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Chrisfader]]></category>
		<category><![CDATA[Nachgefragt]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor kurzem wurde der glorreiche Gewinner des Remix-Contest zur anstehenden Rhymesayers-Tour bekannt gegeben. Der österreichische DJ Chrisfader konnte die Jury von seinem Talent überzeugen und darf sich neben zahlreichen Gimmicks auch auf die Produktion des Rhymesayers-Mix für die Carhartt-Radioshow freuen. Grund genug um ein kurzes „Nachgefragt“ mit dem dreifachen ITF-Champion zu starten. Wo kommst du [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/10/39581_165896746769964_100000489202366_508029_496100_n.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-12682" title="39581_165896746769964_100000489202366_508029_496100_n" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/10/39581_165896746769964_100000489202366_508029_496100_n-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Vor kurzem wurde der glorreiche Gewinner des Remix-Contest zur anstehenden Rhymesayers-Tour bekannt gegeben. Der österreichische DJ <strong>Chrisfader</strong> konnte die Jury von seinem Talent überzeugen und darf sich neben zahlreichen Gimmicks auch auf die Produktion des Rhymesayers-Mix für die Carhartt-Radioshow freuen. Grund genug um ein kurzes „Nachgefragt“ mit dem dreifachen ITF-Champion zu starten.</p>
<p><strong>Wo kommst du her?</strong></p>
<p>Ursprünglich komme ich aus einer sehr kleinen Stadt in den Bergen Tirols (Westösterreich), dort bin ich aufgewachsen und über die Snow- und Skateboard-Szene mit Hip-Hop in Berührung gekommen. Mittlerweile wohne ich seit ca. fünf Jahren in Wien.</p>
<p><strong>Wie bist du zum Hip-Hop gekommen?</strong></p>
<p>Über meinen großen Bruder habe ich Bands wie Wu-Tang oder Gang Starr relativ früh mitbekommen. Er war auch ein ziemlich Turntablism-Head, was natürlich auch auf mich übergeschwappt ist. Ich war ein paar Jahre lang einfach nur Fan von der Musik, ohne die Intention selbst einmal aktiv werden zu wollen. Mit 16 habe ich dann seine Reloop-Plattenspieler geerbt und mich intensiver mit Auflegen und Scratching beschäftigt. Ziemlich bald wurden die Reloop-Teile dann durch besseres Equipment ausgetauscht und das ganze Hip-Hop-Ding wurde mir immer wichtiger. Irgendwann traf ich dann in meiner Schule den vorerst einzigen Gleichgesinnten DJ Testa mit dem ich mich austauschte und in weiterer Folge an österreichischen und internationalen ITF-Battles teilgenommen habe.</p>
<p><strong>Woher nimmst du deine Inspiration?</strong></p>
<p>Meine Hauptinspiration ist sicher Musik als Ganzes, genreunabhängig. Ich behaupte jetzt einfach mal, dass ich einen relativ ausgeprägten Musikgeschmack habe (für einen Hip-Hop-DJ zumindest). Hip-Hop ist und bleibt meine Basis, aber Glitch-Hop, Dubstep, Electro, Grime und Funk inspirieren mich genauso. Ich versuche einfach Musik so gut es geht nach meinem eigenen Geschmack und nicht nach Schubladen zu beurteilen. Natürlich inspirieren mich auch andere DJs. Früher waren es Leute wie Premier, Babu, und natürlich Revolution (der für mich eigentlich bis heute der unangefochtene Wordcut-König ist). Heute beschäftige ich mich sehr mit der deutschen und französischen Turntablism-Szene. Da gibt es unglaublich viele und gute Leute. Vor allem Rafik, Unkut, und das ganze Scratch-Science Label aus Frankreich haben in den letzten Jahren meiner Meinung nach das ganze Scratch-Ding auf ein neues Level geschraubt. Bei uns in Österreich interessiert das halt leider keine Sau, da gibt es an einer Hand abzählbar Leute die sich dafür überhaupt noch interessieren.</p>
<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/10/310503_127547340678992_100002711810270_100201_1238891012_n.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-12683" title="310503_127547340678992_100002711810270_100201_1238891012_n" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/10/310503_127547340678992_100002711810270_100201_1238891012_n-198x300.jpg" alt="" width="198" height="300" /></a></p>
<p><strong>Woher stammt dein Künstlername?</strong></p>
<p>Als ich 2003 das erste Mal bei den österreichischen ITF-Meisterschaften mitgemacht habe musste schnell ein Name her. Ich war damals halt der Chris aus Tirol, ständig mit der Hand am Crossfader &#8230; superkindisch und sicher nicht das höchste Maß an Kreativität, aber mir ist grundsätzlich sowieso viel wichtiger was jemand macht und nicht wie er heißt, also hab ich es dabei belassen. Auf dieser Welt gibt’s sicher Hunderte Chrisfaders, ich bin halt der von Duzz Down San. Mittlerweile hab ich mir unter dem Namen in Österreich etwas aufgebaut und diejenigen die es wirklich interessiert können mich schon von anderen „Chris Faders“, „Krizzfaders“ oder „Crissfaders“ unterscheiden.</p>
<p><strong>In welchem Verhältnis stehst du zur deutschen, bzw. österreichischen Rapszene?</strong></p>
<p><strong> </strong>Ehrlich gesagt hab ich immer schon eher englischsprachigen Rap gehört und das ist auch heute noch so. Was Deutsprachiges angeht bin ich insgesamt auf jeden Fall eher Fan von österreichischem Stuff, vor allem das Mundart-Ding find ich grundsätzlich extrem interessant. Aus Deutschland find ich z.B. Huss und Hodn, Morlockk Dilemma &amp; Dexter sehr cool. Die haben alle einen sehr eigenen Style was Beats und Raps angeht und das ist mir persönlich fast am wichtigsten.</p>
<p><strong>Welche Musik hörst du privat?</strong></p>
<p>Ich bin wie gesagt ein ziemlicher Hip-Hop-Nerd und versuche auch immer auf dem Laufenden zu bleiben was neue Releases angeht. Ich steh eigentlich auf jede Facette von Rap wenn es authentisch ist, egal ob Storytelling oder Battlerap. Insgesamt entwickle ich mich aber immer mehr in Richtung Instrumentalmusik. Da hat sich in den letzten Jahren extrem viel getan und überall schießen extrem talentierte Producer aus dem Boden, auch bei uns in Österreich. <strong> </strong></p>
<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/10/314476_10150275511526784_125881486783_8322785_985482_n.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-12686" title="314476_10150275511526784_125881486783_8322785_985482_n" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/10/314476_10150275511526784_125881486783_8322785_985482_n-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" /></a></p>
<p><strong>Wie würdest du deinen Stil beschreiben?</strong></p>
<p>Keine Ahnung&#8230;.schwer zu sagen. Ich für meinen Teil versuche einfach ich selbst zu sein. Da fällt mir Mac Lethal ein: „<em>just be honest with your personal inside and you’ll be naturally different</em>“. Alles braucht seine Zeit, für mich ist ein eigener Style wie gesagt sehr wichtig und der kommt nicht von heute auf morgen. Da muss man sich schon ein paar Jahre lang mit sich selbst auseinander setzen um seine Richtung zu finden, die dafür notwendige  Geduld hat halt nicht jeder.<strong> </strong></p>
<p><strong>Was könnte man von dir kennen?</strong></p>
<p><strong> </strong>Ich habe letztes Jahr mein erstes Vinyl namens „Overland“ mit meinem Homie Testa auf Duzz Down San gedroppt. Eine recht melodiöse Instrumental EP mit ein wenig Turntablism-Einfluss. Das Vinyl ist mittlerweile vergriffen, aber auf iTunes und Bandcamp ist es natürlich noch digital erhältlich. Davor hab ich natürlich Mixtapes gemacht und eine Turntablism-CD namens „Scratchmusic“. Ansonsten liefer ich regelmäßig Wordcuts auf Releases von Freunden ab.</p>
<p><strong>Hast du bereits ein Album in Planung?</strong></p>
<p>Ich hab bis jetzt ehrlich gesagt noch nicht mit dem Gedanken gespielt ein Album zu produzieren. Dafür muss ich meine produzententechnischen Skills noch verfeinern. Ich hab mich bis jetzt eher mit DJing und Freestyle Scratching auseinander gesetzt. Aber ich habe in nächster Zeit vor auf jeden Fall auch  mehr zu produzieren und eine EP mit Def Ill zu machen.</p>
<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/10/Chrisfader.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-12687" title="Chrisfader" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/10/Chrisfader-300x198.jpg" alt="" width="300" height="198" /></a></p>
<p><strong>Welche Erwartungen hast du an dich und deine Musik?</strong></p>
<p>Ich versuche meine Erwartungen grundsätzlich recht klein zu halten dann ist die Enttäuschung falls etwas nicht hinhaut nicht zu groß. Den Mix für den Rhymesayers Contest habe ich zum Beispiel in der Nacht vor dem Abgabetermin relativ zügig aufgenommen, ohne große technische Spielereien und relativ ruff. Es waren auf jeden Fall auch andere DJs dabei, die einen sehr guten Job gemacht haben, deshalb hab ich erstmal mit gar nichts gerechnet. Umso schöner war es dann natürlich zu gewinnen.</p>
<p><strong>Was können Fans von einem DJ-Abend mit dir erwarten?</strong></p>
<p>Leute die auf der Tanzfläche ein bisschen gefordert werden wollen sind bei mir unter Umständen richtig. Ich verfolge einen recht egoistischen Ansatz beim Auflegen, weil ich keinen Bock darauf habe den Leuten immer das zu geben was sie wollen. Das ist das einfachste und langweiligste auf der Welt meiner Meinung nach. Für mich ist es eine viel größere Leistung eine Party mit Musik zu rocken die die Leute mit relativ hoher Wahrscheinlichkeit noch nicht kennen. Nichts gegen Classics, die haben aus mir gemacht wer ich bin, aber ich brauch mir nicht sonderlich viel drauf einbilden,  wenn alle durchdrehen wenn ich „Jump Around“ spiele.</p>
<p><strong>Welche Projekte stehen bei dir in Zukunft an?</strong></p>
<p><strong> </strong>Konkret steht in nächster Zeit die Veröffentlichung eines neuen Vinyls auf Duzz Down San an. Restless Leg Syndrome ist eine neue Formation bestehend aus D.B.H von Total Chaos, Testa und mir. Die EP heißt „Swapping Swingers“ und basiert auf Jazz uns Swing-Samples der 20er und 30er Jahre, ist also eher ein Projekt für die Tanzfläche. Das Snippet ist schon fertig und kann hier ausgecheckt werden:</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><a href="http://soundcloud.com/restlesslegsyndrome-1/swapping-swingers-ep-snippet">http://soundcloud.com/restlesslegsyndrome-1/swapping-swingers-ep-snippet</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Interview: Die hohe Fünf mit Hadi El-Dor</title>
		<link>http://backspin-media.de/archives/12632</link>
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		<pubDate>Tue, 04 Oct 2011 14:15:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Felix</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Hadi El-Dor]]></category>
		<category><![CDATA[Hip Hop lebt Vol.2]]></category>
		<category><![CDATA[Sampler]]></category>

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		<description><![CDATA[Hip-Hop-Sampler sind prinzipiell eine gute Sache, sofern sie nicht von Majorlabels gemacht sind, die nur darauf aus sind bereits veröffentlichte Singles zu kompilieren. Seit dem 02.09. ist der „Hip Hop lebt Vol.2“ &#8211; Sampler erhältlich und enthält exclusive Songs von u.a. Chakuza, Vega und Daniel Asphalt. Grund genug, um mit dem Mann hinter dem Projekt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/10/Hadi-El-Dor-Praesentiert-Hip-Hop-Lebt-Vol.2.jpg"><img src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/10/Hadi-El-Dor-Praesentiert-Hip-Hop-Lebt-Vol.2-300x300.jpg" alt="" title="Hadi-El-Dor-Praesentiert-Hip-Hop-Lebt-Vol.2" width="300" height="300" class="alignright size-medium wp-image-12637" /></a><strong>Hip-Hop-Sampler sind prinzipiell eine gute Sache, sofern sie nicht von Majorlabels gemacht sind, die nur darauf aus sind bereits veröffentlichte Singles zu kompilieren. Seit dem 02.09. ist der „Hip Hop lebt Vol.2“ &#8211; Sampler erhältlich und enthält exclusive Songs von u.a. Chakuza, Vega und Daniel Asphalt. Grund genug, um mit dem Mann hinter dem Projekt zu sprechen. „Die hohe Fünf“ mit Hadi El-Dor.</strong></p>
<p><strong>1. Welche Absicht steckt hinter dem „Hip Hop lebt Vol. 2“ &#8211; Sampler?<br />
</strong><br />
„Hip Hop lebt“ entstand aus einer sehr spontanen Idee heraus, ich saß mit meinem Kumpel Robin (hellesdesign) und ein paar anderen Freunden da und<br />
wir diskutierten über Hip Hop und allgemeine Verkaufszahlen. Da merkten wir schnell, dass wir in einer Anti-Hip-Hop-Fraktion gelandet sind. Die Jungs und Mädels hatten viele Vorurteile und machten sich dann auch über die Verkaufszahlen lustig. Kurz gesagt war Hip Hop für sie tot.<br />
Ich habe dann gesagt, dass man das so auf keinen Fall sagen kann. Dass da oben zwar viele mainstream sind, aber dass gerade im Untergrund ein paar wahnsinnig gute Rapper sind, die nur keine Chance bekommen.<br />
Einer sagte spöttisch: „Dann gib du ihnen die Chance!“. Ich sah Robin an und wir wussten beide, dass dies gar keine so schlechte Idee war.<br />
Also machten wir einen Sampler, bei dem er sich um das Visuelle und ich mich um das Organisatorische kümmern sollte und schufen so eine Plattform, die Newcomern eine Chance bietet, sich neben den Großen zu beweisen.</p>
<p><strong>2. Inwiefern passt der Titel zur Musik?</strong></p>
<p>Nun, es ist kaum zu übersehen, dass Hip Hop gerade einen zweiten Frühling erlebt. Die Chartplatzierungen zeigen, dass der Marktanteil gestiegen ist und Leute wie Casper beweisen, dass man durchaus auch bisher ungeahnte Zielgruppen mit Hip Hop erreichen kann.<br />
Wenn du dann jetzt auf meinen Sampler schaust und du hörst dir einen Timeless an oder einen Bosca, dann kannst du echt sagen: „Okay, es gibt echt krasse Talente“. Das zeigt doch dass Hip Hop noch atmet. Die Verkaufszahlen sind überall scheiße, nicht nur in unserem Segment. Aber nur weil wir die einzigen sind, die mehr oder weniger offen damit umgehen, heißt es noch lange nicht, dass unsere Musik tot ist.</p>
<p><strong>3. Rapper lassen sich für Gastbeiträge gerne etwas länger Zeit. Wie hoch war der zeitliche Aufwand?</strong></p>
<p>Also der Zeitaufwand ist sicher größer als bei einem normalen Album. Schließlich muss man alles zusammen kriegen, es herrscht für jeden einzelnen Song ein riesiger Datenverkehr und dann gibt’s ja immer mal eine Extrawurst, die die Deadline nicht einhält.<br />
Aber es ist auch die Frage, wie man sich verhält. Wenn mir zum Beispiel Dramatic zwei Wochen nach Deadline einen schlecht gemischten Song zuschickt und am Ende noch droht, ihn vorher zu veröffentlichen, dann fehlt mir echt jeder Funken Verständnis dafür. Diesen Song wollte ich am Ende sogar noch von der Platte werfen, wusste aber nicht, wie ich den Fans eine weitere Verzögerung hätte erklären können.</p>
<p><strong>4. Hast du was den Sound anbelangt gewisse Vorgaben getroffen?<br />
</strong><br />
 Ja klar, das ist nicht anders wie bei einem einzelnen Künstler. Ein Album braucht einen    einheitlichen  Sound und so wollte ich das bei dem Sampler auch haben. Klar ist das nicht immer umsetzbar, aber im Großen und Ganzen hatte ich eine Mindestanforderung , was die Soundqualität betrifft. Probleme wie das Aufnahmeproblem von Timeless haben wir dann zum Beispiel im „Freunde von Niemand-Studio“ gelöst.</p>
<p><strong>5. Wie war die Resonanz auf den Sampler und wird es eine Fortsetzung geben?<br />
</strong><br />
Wir haben mit Teil 2 ungefähr 6-mal so viele CDs verkauft wie mit Teil 1, das hat uns schon etwas überrascht und D-Bo hatte für das ganze Projekt nichts als positive Worte übrig. Wir haben so viele CDs verkauft wie dieses „Future Trance“, das im TV beworben wird. Deshalb kann ich stolz verkünden,  dass Teil 3 (wenn alles gut läuft) am 16.03.2012 erscheinen soll. Bewerben können sich Rapper bis Dezember mit einem Exclusiv-Song an hadi@freundevonniemand.de</p>
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		<title>Die hohe Fünf mit: Tafrob</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Sep 2011 08:53:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Die hohe Fünf]]></category>
		<category><![CDATA[Tafrob]]></category>

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		<description><![CDATA[Manchmal wundert man sich doch. welch großen Einfluss unsere deutsche Rapszene haben kann. So haben wir einen tschechischen Künstler auf dem Hip-Hop-Kemp kennengelernt, dessen Name sogar von einem deutschen Rapper beeinflusst wurde. Trotz Krücken ließ es sich Tafrob nicht nehmen, auf der Bühne zu stehen und uns anschließend noch für ein kurzes Interview zur Verfügung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/09/tafrob.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-12536" title="tafrob" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/09/tafrob-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Manchmal wundert man sich doch. welch großen Einfluss unsere deutsche Rapszene haben kann. So haben wir einen tschechischen Künstler auf dem Hip-Hop-Kemp kennengelernt, dessen Name sogar von einem deutschen Rapper beeinflusst wurde. Trotz Krücken ließ es sich <strong>Tafrob</strong> nicht nehmen, auf der Bühne zu stehen und uns anschließend noch für ein kurzes Interview zur Verfügung zu stehen. Neben generellen Infos zu dem sympathischen Künstler gibt es natürlich auch die Aufklärung zur Verbindung mit Afrob und seinem Künstlernamen.</p>
<p><strong>1. Kannst du uns einen kurzen Überblick zu deiner Person geben?</strong></p>
<p>Ich bin 30 Jahre alt und komme aus Brno in Tschechien. Ich bin seit zehn Jahren im Biz. Bisher war ich immer in einer Crew, aber mittlerweile bin ich solo unterwegs.</p>
<p><strong>2. Gibt es Alben von dir, die man kennen sollte?</strong></p>
<p>Ich habe ein Album draußen, das auf Englisch übersetzt „Nothing To Lose“ bedeutet. Ein zweites Album kam vor zwei Jahren raus und heißt übersetzt „Vulture“, wie der Vogel. Im Moment arbeite ich an einem dritten Album, welches eventuell ein Feature von Kitty Kat enthalten wird.</p>
<p><strong>3. Da du mit dem deutschen Rap ein wenig auskennst, kennst du doch sicher auch den Rapper Afrob&#8230;</strong></p>
<p>(Lacht)Ja, ja, auf jeden Fall. Der Name ist aus meinem Graffiti-Namen entstanden. Ich hatte ursprünglich den Writer-Namen „Taf“, aber da meine Freunde den immer mit dem Namen Afrob in Verbindung brachten und mich scherzhaft Tafrob genannt haben, entschied ich mich irgendwann dafür.</p>
<p><strong>4. Hast du Afrob je getroffen?</strong></p>
<p>Nein, aber ich habe Savas und Bushido getroffen. Bushido war damals bei einem Auftritt in Prag gewesen.</p>
<p><strong>5. Irgendwelche Pläne für die Zukunft?</strong></p>
<p>Maybe Baby: Ich möchte ein Baby mit meiner Freundin und noch viele weiter Alben machen. Es ist aber alles nicht so einfach wie in Deutschland. Ich kann beinahe von meiner Musik leben, aber ich bin kein Bushido (lacht).</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Interview mit F.R.: &#8220;Das Schreiben ist ein extrem introvertierter Prozess&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Sep 2011 13:05:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA["Willkommen Zu Hause Tour 2011"]]></category>
		<category><![CDATA[F.R.]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem F.R. mit seinem aktuellen Album erfolgreich in die deutschen Charts einsteigen konnte, stand nun der nächste Schritt in Form der „Willkommen Zuhause“-Tour an. Als Zwischenstopp stand unter anderem auch das Uebel und Gefährlich auf dem Tourplan. Natürlich ließen wir es uns nicht nehmen, dem Konzert beizuwohnen und euch unsere Impressionen mitzugeben. Doch damit nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/09/eff-arr.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-12513" title="eff-arr" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/09/eff-arr.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Nachdem <strong>F.R. </strong>mit seinem aktuellen Album erfolgreich in die deutschen Charts einsteigen konnte, stand nun der nächste Schritt in Form der „<strong>Willkommen Zuhause</strong>“-Tour an. Als Zwischenstopp stand unter anderem auch das Uebel und Gefährlich auf dem Tourplan. Natürlich ließen wir es uns nicht nehmen, dem <a title="Konzert" href="http://backspin-media.de/archives/12475">Konzert</a> beizuwohnen und euch unsere Impressionen mitzugeben. Doch damit nicht genug, auch für ein ausführliches Interview konnten wir F.R. vor Ort gewinnen. Hierbei kamen neben dem allgemeinen Erfolg der deutschen Rap-Szene auch allgemeine Generationsprobleme sowie das kommende Special zu zehn Jahren F.R. zur Sprache.</p>
<p><strong>Wie viel Schlaf bekommst du zurzeit?</strong></p>
<p>Es geht, man muss sich ein wenig an das Nightliner-Gewackel gewöhnen. Ich bin schon froh, wenn man mal woanders schlafen kann, zum Beispiel bei Bekannten, aber heute Nacht habe ich auf jeden Fall ganz gut geschlafen. Wenn man seine sieben bis neun Stunden Schlaf bekommt, passt das schon.</p>
<p><strong>Hast du schon ein persönliches Tourstation, auf die du dich besonders freust?</strong></p>
<p>Hamburg heute war extrem krass und war auch letztes Jahr schon sehr gut. Ansonsten ist es bei mir komischerweise so, dass im hohen Norden und Süden am meisten abgeht: Hamburg, Braunschweig, Hannover oder München.</p>
<p><strong>Wie erklärst du dir deinen und den allgemeinen Erfolg im deutschen Rap zurzeit?</strong></p>
<p>Ich denke, dass es nach jeder Tief- auch eine Hochphase geben muss. Und da es jetzt eine Zeit gab, in der Hip-Hop generell in den Medien keine Rolle gespielt hat. Und nach dem Hip-Hop-Boom um die 2000er-Wende ist es eigentlich logisch, dass es wieder bergauf gehen muss, das ist so eine Art und Zyklus. Und mittlerweile ist es auch so, dass verschiedene Stile von Rap nebeneinander existieren können: Ich denke das Bushido&amp;Sido-Album wird extrem abgehen, auf der anderen Seite kommen aber auch Künstler wie Casper, Marteria oder meine Wenigkeit in die Top Ten. Ich finde es auch einfach sehr geil, dass es mittlerweile möglich ist. Eine zeitlang lag der Fokus ja nur auf Straßen-Rap. Ich will aber auch gar nicht, dass Straßen-Rap jetzt verschwindet, es ist einfach sehr gut, wenn alles nebeneinander seinen Platz findet.</p>
<p><strong>Wir haben mal darüber geredet, dass du quasi so eine Art Sprachrohr für die Jugend bist. Hast du das Gefühl, dass Rap an sich mittlerweile Sprachrohr unserer Kultur ist und sich von diesem Subkultur-Image entfernt hat?</strong></p>
<p>Ich glaube, seitdem es Deutschrap gibt, es schon immer eine Art Sprachrohr der Jugend war. Es gab nur diese Zeit, wo viele Rap-Hörer nicht mit breiter Brust rausgehen wollten, um zu zeigen, dass sie Rap hören, weil sie dafür komische Blicke geerntet haben. Und auch da geht die Entwicklung wieder in eine positive Richtung.</p>
<p><strong>Hast du das Gefühl, dass die breitere Aufmerksamkeit, vor allem in den Massenmedien, Rap zwanghaft ein positives Image aufzudrücken? </strong></p>
<p>Also die Szenenvielfalt war für mich schon immer da. Nur jetzt gibt es viele Künstler, die reifer geworden, eher ihren Stil definiert haben und dadurch auch Erfolg haben . Dadurch zieht sich auch das Licht der Medien auf diese Künstler. Ich denke, das geht Hand in Hand mit der derzeitigen Entwicklung von Rap.</p>
<p><strong>Du kritisierst vor allem in „Gefällt mir“ ja offen den Umgang mit sozialen Netzwerken, insbesondere eben Facebook. Du als Künstler legst dein Leben aber auch über deine Texte offen…</strong></p>
<p>Erstmal schließe ich mich mit dieser Facebook-Kritik gar nicht aus, ich sehe mich da selber mitkritisiert, da ich ja selber ein gewisses Facebook-Opfer bin. Trotzdem kann man das Ganze einmal aus einem anderen Blickwinkel sehen und die Gefahren aufzeigen, die es mit sich bringt. Gerade ich kriege mit meinem Account und 5.000 Freunden auch den Gossip von teilweise ganz jungen Leuten mit.</p>
<p><strong>Aber es ist generell schon ein Unterschied für dich, ob du dich auf Facebook preisgibst oder ob du als Künstler aus deinem Leben erzählst?</strong></p>
<p>Auf jeden Fall, ich rede zum Beispiel auch in Interviews sehr ungern über so richtig intime und private Sachen, weil ich denke, wenn ich als Künstler schon so offen und nah an meinem Leben dran bin, dann rede ich so einfach nicht gern darüber. Da vermittele ich es eben auch so mit den Emotionen, wie ich es empfinde. Würde ich darüber jetzt im Interview reden oder es auf Facebook posten, wäre es halt irgendwie nur so dahingeschissen.</p>
<p><strong>Steigt für dich mit steigender Hörerschaft denn die Schamgrenze, wie viel du von dir preisgibst?</strong></p>
<p>Nein, eigentlich nicht. In dem Moment oder Prozess, wenn du kreativ wirst, sollte man überhaupt nicht über irgendwelche äußeren Einflüsse nachdenken. Ich sitze nie vorm Papier mit dem Hintergedanken, was irgendwelche Leute über meine Texte denken könnten. Das Schreiben ist ein extrem introvertierter Prozess und ich denke, dass sich auch mit steigendem Bekanntheitsgrad nichts daran ändert.</p>
<p><strong>Denkst du denn, das Internet müsste strenger kontrolliert werden?</strong></p>
<p>Hmm…nein, denke ich eigentlich nicht. Ich glaube, dass generell alle Leute erst einmal bei sich selbst anfangen sollten, vor allem was diese Schamgrenze angeht. Generell ist Kontrolle ein schwieriges Thema: Auf der einen Seite möchte man natürlich seine Freiheit haben und nicht wie von der Stasi kontrollier werden. Andererseits baut man ja selbst so eine Art Stasi auf, wenn man anfängt, alles von sich zu posten. Damit ist dies ja schon die größtmögliche Kontrolle, die man selbst schafft, indem man darauf achtet, was man von sich preisgibt.</p>
<p><strong>Für mich wirkt das auch irgendwo immer als eine Art Trieb, sich bestmöglich dem möglichst größten Publikum auf seine Art präsentieren zu wollen?</strong></p>
<p>Das ist auf jeden Fall ein riesiger Maskenball. Jeder möchte sich mit seinem Profil bestmöglich profilieren und stellt sich so dar, wie er gerne gesehen werden möchte, lädt das Bild hoch, auf dem er am Besten aussehen, schreibt die Interessen in sein Profil, die ihn besonders attraktiv machen sollen etc.</p>
<p><strong>Du hast auf dem Album den Track „Wir schweigen es tot“. In dem Zusammenhang frage ich mich, ob es ein Problem unserer Zeit ist, dass man sich vermehrt aus dem Weg geht und viele persönliche und gerade unangenehmere Dinge weniger persönlich, sondern über Internet oder SMS regelt.</strong></p>
<p>Ja klar, die Kommunikationsmittel werden immer besser, die Kommunikationswege aber immer schlechter. Aber dadurch dass, man auch die Möglichkeit hat, mit einem Klick Leute wiederzufinden, die man Jahre nicht gesehen hat, ist das auf der einen Seite natürlich sehr toll. Andererseits ist das aber auch ein Problem, da man eben nicht zum Telefonhörer greift, sondern nur auf eine ganz oberflächliche Art kommunizert.</p>
<p><strong>Du bist vor kurzem nach Berlin gezogen, wo gerade die Wahlen stattfanden. Die große Überraschung war der Erfolg der Piraten. Hast du das genauer verfolgt?</strong></p>
<p>Ich hab auch gewählt. Zu den Piraten kann ich aber nicht viel sagen, da ich mir eigenständig noch nie das Wahlprogramm durchgelesen habe.</p>
<p><strong>Du bist also auch weniger dieser politische Freak?</strong></p>
<p>Nein, Freak auf keinen Fall. Aber ich bin auch eher politisch uninteressiert, muss ich sagen.</p>
<p><strong>Siehst du eine generelle Politik-Verdrossenheit in unserer Generation?</strong></p>
<p>Ja, man wählt auch irgendwie immer das kleinste Übel. Und das ist meiner Meinung nach schon mal kein guter Ansatz, da die Parteien eigentlich die Möglichkeit haben, die Sache ein wenig aufzupäppeln. Man weiß auch einfach nicht, was hinter den Kulissen passiert, welche Leute warum die hohen Positionen einnehmen. Wahrscheinlich sind es am Ende die Leute, die am Gefügigsten sind.</p>
<p><strong>Du lernst gerade auf deiner Tour immer recht viele Leute kennen. Ist es für dich schwierig, aus den vielen Bekanntschaften noch echte Freundschaften zu entwickeln?</strong></p>
<p>Ja, aber ich denke, das ist ein Phänomen, das jeder erlebt. Man muss auf jeden Fall immer unterscheiden zwischen engen Freunden, denen man alles erzählen kann und Leuten, die man auf Partys trifft und sich zwar auch super versteht, aber wo man nicht unbedingt hundertprozentiges Vertrauen hat. Das ist aber jetzt nicht krasser durch mein Künstler-Leben. Klar, gibt es immer wieder Momente auf Partys, selbst wenn man jetzt nicht mit der Einstellung kommt, ich bin hier der große Rapper, dass Leute dich direkt interessant finden weil du Künstler bist. Aber da darf man sich nicht so sehr den Kopf drüber zerbrechen, weil man sonst auch keine neuen Leute kennenlernt</p>
<p><strong>Hast du einen Weg gefunden, dein Künstler- und Privatleben voneinander zu trennen. Machst du das überhaupt?</strong></p>
<p>Man kann es hundertprozentig nicht voneinander abtrennen, da F.R. ja auch schon sehr nah an Fabian Römer ist. Das heißt auch, das Konzept meiner Lieder war schon immer, über die Dinge zu rappen, die mich in meinem Privatleben beschäftigen. Von daher kann es musikalisch schon mal überhaupt nicht voneinander trennen. Aber man muss sich auch Auszeiten nehmen. Es ist zudem wichtig, Freunde zu haben, die gar nichts mit der Musik zu tun haben und nicht so in den Künstler- und Medienhorizont versinken.</p>
<p><strong>Brauchst du mittlerweile dieses Gefühl, auf der Bühne zu stehen und die Reaktionen vom Publikum zu bekommen. Gerade da du mit deiner „Willkommen zu Hause“-Tour auch ein wenig darauf anspielst.</strong></p>
<p>Ja, dieses Bühnengefühl ist Wahnsinn, genauso eigentlich wie das Studio-Gefühl. Das sind diese magischen Momente, die man auch nicht mehr missen möchte. Es ist für mich mehr Spaß als ein Job, den ich durchziehen muss. Das geht eher so in die Richtung, dass ich auf der Bühne stehe und jetzt alles andere ausblenden kann.</p>
<p><strong>Du hast vorhin das Special zu deiner 10-Jahres-Tour angesprochen, kannst du uns was über das Konzept dahinter verraten?</strong></p>
<p>Ich filme in jeder Stadt das Publikum, wie sie „Das gefällt mir“ schreien. Das stelle ich dann direkt im Anschluss an die Show auf meinen Facebook-Account. In der Stadt, die am Ende die meisten „Gefällt Mir“-Klicks hat, feiern wir dann exklusiv das zehnjährige Jubiläum.</p>
<p><strong>Du sagst von dir aus, dass du musikalisch sehr offen  bist. Hast du eventuell in Planung, mal was komplett anderes als Rap zu machen?</strong></p>
<p>So extrem nicht. Bei mir ist es eher so, dass ich verschieden Stile in meine Musik einfließen lasse, aber das Ding an sich bleibt Rap. Es war zum Beispiel schon immer so, dass ich gesungene Refrains auf meinen Alben habe, weil ich einfach ein Fan von Melodien bin. Das erste was, ich mit einem Instrumental mache, ist in einer Fantasie-Sprache darauf zu freestylen. Das Zweite ist dann eine Melodie zu finden. Im Moment fühle ich mich von dem Genre noch nicht eingeengt, da es auch viele Möglichkeiten gibt, die man umsetzen kann.</p>
<p><strong>Nach deinem Umzug nach Berlin und dem großen Erfolg: Hast du mittlerweile vielleicht ein größeres Unabhängigkeitsgefühl?</strong></p>
<p>Kurzfristig gesehen auf jeden Fall. Ich setze mir aber so oder so immer recht kurzweilige Ziele und  weiß nicht, was in einem Jahr ist. Aber es gibt mir natürlich von Album zu Album oder von Tour zu Tour immer mehr Selbstbewusstsein und Sicherheit, wenn ich merke, das Ganze wird immer größer. Wäre es andersrum, würde man sich natürlich Gedanken machen, aber so lange es so läuft, ist alles gut.</p>
<p><strong>Letzte Frage: Was machst du nach der Tour, steht mal wieder ein richtiger Urlaub an?</strong></p>
<p>Ja, hab ich jetzt noch nicht geplant, aber es wäre glaube ich mal wieder an der Zeit. Ich bin noch auf einer anderen Tour nach meiner aber dann ist glaube ich mal Urlaub angesagt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Interview: Nachgefragt bei Gonzales la Familia</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Sep 2011 09:35:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Thies</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[alle achtung]]></category>
		<category><![CDATA[freiburg]]></category>
		<category><![CDATA[gonzales la familia]]></category>

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		<description><![CDATA[Acht Leute, acht Meinungen, ein Album. Die Freiburger Hip Hop Kombo Gonzales la Familia veröffentlichte diesen Sommer ihre zweite Platte &#8220;Alle Achtung&#8221;. Trotz einiger logistischer Schwierigkeiten entstanden 13 abwechslungsreiche und mit viel Wortwitz gespickte Songs. Grund genug für BACKSPIN die Jungs mal genauer unter die Lupe zu nehmen und eine Runde Nachgefragt zu starten. Wer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/09/glf_1_72dpi.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-12391" title="glf_1_72dpi" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/09/glf_1_72dpi-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a></strong></p>
<p>Acht Leute, acht Meinungen, ein Album. Die Freiburger Hip Hop Kombo<strong> Gonzales la Familia</strong> veröffentlichte diesen Sommer ihre zweite Platte <strong>&#8220;Alle Achtung&#8221;</strong>. Trotz einiger logistischer Schwierigkeiten entstanden 13 abwechslungsreiche und mit viel Wortwitz gespickte Songs. Grund genug für BACKSPIN die Jungs mal genauer unter die Lupe zu nehmen und eine Runde Nachgefragt zu starten.</p>
<p><strong>Wer ist Gonzales La Familia? Stellt euch doch bitte kurz für unsere Leser vor.</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Gonzales la Familia ist das selbsternannte Konzert-Orchester im Kreise der Freiburger Hip Hop Ensembles. Die Besetzung von acht Leuten schafft zwar einen großen musikalischen Horizont, nichtsdestotrotz ist die Basis für uns Rap-Sound im klassischen Sinne: gesampelte Beats, sauber durchgereimte Texte, ausgewählte Cuts und Beatbox-Parts.</p>
<p><strong>Wie seid ihr zu eurem Namen gekommen?</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Woher der Name kommt, dazu gibt es verschiedene Versionen.  Jedenfalls hat &#8220;Gonzales&#8221; acht Buchstaben. Das „la Familia“ kam erst etwas später dazu, als klar wurde, dass wir uns selbst nicht nur als Crew sondern auch als engen  Freundeskreis verstehen.</p>
<p><strong>Wie und wann kam es dazu, dass ihr euch entschieden habt, selber Rapmusik zu machen?</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Wir kannten uns alle schon eine Weile bevor wir 2002 die Crew gründeten. Damals waren wir alle in einer von zwei Vier-Mann-Formationen namens Südlicht und Workaholics. Wir hingen alle regelmäßig im Freiburger „Haus der Jugend“ ab. Als wir dort die Möglichkeit eines Proberaums bekamen, entstand die Idee, zusammen was zu machen und wir gründeten Gonzales. Das war aber die ersten ein, zwei Jahre mehr ein gemeinsamer Anlaufpunkt, um uns zur Freestyle Session zu treffen.</p>
<p>Alles Weitere ist dann einfach so passiert, erste Songs, erste Auftritte, erste Gage, eigenes Studio bauen und so weiter. Die heutige Crew „Gonzales la Familia“ ist ein Produkt vieler kleiner Ereignisse und Gegebenheiten. Wir hatten keinen Business-Plan oder so etwas.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;"> </span></strong></p>
<p><strong>Wer hat euch inspiriert und wie lässt sich das mit 8 Personen vereinen? Habt ihr alle dieselben Vorbilder?</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Wir sind ja alle mit dem deutschen Rap des sogenannten 2000er Hype groß geworden. Damals hatten wir natürlich schon gemeinsame Vorbilder, die wir heute zum Teil immer noch feiern. Looptroop,Wu-Tang Clan, Blumentopf, Beginner, Dynamite Deluxe, um nur einige zu nennen.</p>
<p>Heute hat jeder seinen Musikgeschmack in verschiedenen Richtungen weiterentwickelt. Zwar hören alle noch Rap, aber die Geschmäcker sind da ganz unterschiedlich. Wenn wir uns treffen, läuft da schon mal einen Tag Kanye West und am anderen Huss&#8217;n'Hodn, je nachdem, wer gerade die Macht über die Anlage hat.</p>
<p><strong>Kommt es bei so vielen Mitgliedern manchmal zu Unstimmigkeiten in der Band?</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Selbstverständlich. Wir sind alle acht mit einem ausgewachsenen Ego ausgestattet. So war zum Beispiel die größte Arbeit am Album nicht etwa das Schreiben oder Aufnehmen, sondern die Diskussion der Parts und der musikalischen Ausrichtung. Da hatte schon jeder seine ganz eigene Vorstellung, wie die Dinge zu klingen haben. Musikalisch betrachtet müssen wir alle viele Kompromisse machen, da fliegen schon mal die Fetzen.</p>
<p>Auf der anderen Seite sind wir aber auch alle gute Kumpels und schaffen es, die Musik auch Musik sein zu lassen und können ohne Probleme miteinander feiern gehen und auf die Kacke hauen.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;"> </span></strong></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;"> </span></strong></p>
<p><strong><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/09/glf_3_72dpi.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-12392" title="glf_3_72dpi" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/09/glf_3_72dpi-199x300.jpg" alt="" width="199" height="300" /></a>Ihr kritisiert in euren Texten teilweise das Auftreten von deutschen Rappern. Wie stark fühlt ihr euch in der hiesigen Szene verwurzelt? </strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Man muss differenzieren. Schaut man sich zum Beispiel Rock-Musik an, dort kategorisiert man ja auch in Heavy Metall, Alternative, Punk und all diese Genres, die wiederum unzählige Sub-Genres haben. Bei Rap versucht man ja nach wie vor, alles Mögliche miteinander zu vergleichen. Dabei hat sich Rap eben auch unterdessen in viele verschiedene Richtungen entwickelt. Und mit einigen dieser Richtungen können wir uns eben nicht identifizieren.</p>
<p>Nichts desto trotz verstehen wir uns als Teil der Szene. Das bedeutet ja schließlich nicht, dass man alles andere gut finden muss. Wir haben jedoch für uns unsere Nische gefunden.</p>
<p><strong>Was war die beste Erfahrung die ihr in eurer Karriere gemacht habt? Und was die Schlechteste?</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Die beste Erfahrung, zumindest in jüngerer Vergangenheit, war sicherlich die Release-Party zu unserem neuen Album. Wir waren selbst sehr geflasht, wie viele Leute uns an diesem Abend supportet haben.</p>
<p>Schlechte Erfahrungen debattieren wir nicht öffentlich!</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;"> </span></strong></p>
<p><strong>Ihr habt ein eigenes Studio, indem ihr eure Platten selber aufnehmt. Überlasst ihr auch anderen Künstlern eure heiligen Hallen?</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Bekannte und Kumpels von uns sind schon mal zu Gast. Sei es, um gemeinsam Musik zu machen oder einfach nur abzuhängen. Unser Studio ist für uns ja  ein Treffpunkt übers Musik machen hinaus. Komplett an andere Künstler vermieten  wir das Studio aber in der Regel nicht.</p>
<p><strong>Eure aktuelle Platte „Alle Achtung“, die bereits am 15. Juli erschien, ist ein Konzeptalbum. Was für ein Konzept steckt dahinter?</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Nachdem unser erstes Album mehr ein Sampler aus allen Tracks, die sich so gesammelt hatten, war, wollten wir dieses Mal ein Album schaffen, indem die Songs inhaltlich Bezug aufeinander nehmen.</p>
<p>Daraus ist die Idee entstanden, dass Album wie einen Live-Auftritt zu konzipieren. 10 Songs die unsre Show repräsentieren, vom Intro bis zum letzten Song, der unsere Band-Geschichte rekapituliert. Dann ein Skit als kurze Pause. Dann die Aftershow-Party, die erst in einem Storyteller beschrieben wird und schließlich in einem Representer-Track endet, der wiederum alle vorangegangenen Songs nochmal inhaltlich aufgreift.</p>
<p><strong>Ihr tretet nicht mehr besonders häufig auf, gibt es vielleicht dennoch eine kleine Tour um das neue Album zu Supporten?</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Von den acht Bandmitgliedern wohnen derzeit nur drei in Freiburg. Alle anderen sind Arbeits- bzw. Studiumsmäßig im In- und Ausland unterwegs. Kbb wohnt in Stuttgart, Extra-O in Karlsruhe, Knocker in Basel – das wäre schon noch machbar. Allerdings ist Coyote derzeit in Dublin und Mo in Bali. Jeweils für ein halbes Jahr. In dieser Zeit wird wohl wenig  in Richtung Tour passieren. Danach möchten wir wieder durchstarten und Gigs spielen. Gerne auch mal außerhalb von Südbaden.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;"> </span></strong></p>
<p><strong>Euer Video zu dem Song „Hartz VIII“ scheint recht aufwendig produziert, wie war die Arbeit daran?</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Wir haben ja das ganze „Alle Achtung“ Projekt mit der „Ganz oder Gar nicht“ Attitüde betrieben. Das Album ist professionell gemischt und gemastert, wir haben 16 Seiten CD-Booklet, die Release-Party war auf großen Plakaten an allen Freiburger Bahn-Stationen und dementsprechend wollten wir auch beim Video ein hohes Niveau erreichen.</p>
<p>Zugute kam uns da, dass Kbb selbst als Mediengestalter Bild und Ton arbeitet und dementsprechend einige wertvolle Connections hat.</p>
<p><strong>Wie geht es weiter? Plant ihr schon ein neues Album oder andere Projekte? Ihr seid entweder schon berufstätig oder in ein Studium eingespannt, gefährdet das die Zukunft der Band?</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Die Zukunft gefährdet das nicht, das ist ja quasi Dauerzustand. Seit 2005 haben wir nie mehr alle acht gleichzeitig in Freiburg gewohnt. Allerdings ist es natürlich dem Output nicht besonders zuträglich, wir brauchen immer sehr lange von der ersten Idee bis zum fertigen Produkt.</p>
<p>In Planung ist derzeit ein Remix-Projekt, verschiedene befreundete Beatbastler und Musiker haben unsere Acapellas bekommen und dürfen sich damit austoben. Wir sind selbst sehr gespannt, was dabei am Ende raus kommt.</p>
<p>Neue Musik von Gonzales, oder auch von einzelnen Bandmembers, wird es sicher auch bald wieder geben, allein konkrete Ziele oder Projekte gibt es im Moment (noch) nicht.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;"> </span></strong></p>
<p><strong>Was trinkt denn die Gonzales Familie am liebsten, wenn sie aufeinander trifft?</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p>Whisky-Cola oder Weizen.</p>
<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/09/glf_2_72dpi1.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-12394" title="glf_2_72dpi" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/09/glf_2_72dpi1-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;"> </span></strong></p>
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		<title>Interview: Nachgefragt bei PearlBeatz</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Sep 2011 11:59:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Nachgefragt]]></category>
		<category><![CDATA[PearlBeatz]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/09/Pearl-Headphones.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-12273" title="Pearl - Headphones" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/09/Pearl-Headphones-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>In der männerdominierten Rap-Welt fällt man als weiblicher Produzent recht schnell auf wie ein bunter Hund. Erst Recht wenn man ganz und garnicht feminin produziert und die Beats ohne Mühe als Soundteppich für ein „AOTP“-Album herhalten könnten. Die Schweizerin <strong>PearlBeatz</strong> hat gerade ihr Debüt-Album veröffentlicht und möchte beweisen, dass auch das vermeintlich schwache Geschlecht für einen brachialen Sound sorgen kann. In einer Runde Nachgefragt gibt sie uns einen kurzen Überblick über sich selbst und ihre Musik.</p>
<p><strong>Wo kommst du her?</strong></p>
<p>Ich wurde in Rumänien geboren und lebe seit 20 Jahren in Basel.</p>
<p><strong>Wie hat alles bei dir angefangen? </strong></p>
<p>Meine bis heute anhaltende Liebe zu Hiphop begann als ich 11 alt war. Ich entdeckte die Musik von Kurtis Blow, P-27, Def Cut und Ice-T.  Mit 14 Jahren durfte dann ich regelmäßig einen guten Freund in seinem Studio besuchen, welcher mir die grundlegenden  Funktionen und Eigenschaften der ganzen Geräte beibrachte und mich nachhaltig inspirierte.</p>
<p><strong>Woher nimmst du deine Inspiration und Ideen?</strong></p>
<p>Tron ist in meinen Ohren der beste Beatmaker und meine größte Inspiration! Ich habe das Glück ihn als meinen Mentor und Album-Producer zu haben! Jedi Mind Tricks und Snowgoons inspirieren mich immer.</p>
<p><strong>Wie kamst du zu deinem Künstlernamen? </strong></p>
<p>Mein Cousin gab mir den Namen Pearl. Er passt gut zu mir und bin glücklich damit.</p>
<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/09/Pearl-Egypt1.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-12274" title="Pearl - Egypt1" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/09/Pearl-Egypt1.jpg" alt="" width="400" height="300" /></a></p>
<p><strong>In was für einem Verhältnis stehst du zur deutschen Rap Szene?</strong></p>
<p>Ich höre oft und gerne deutsche Musik um mich inspirieren zu lassen, z.B. Sounds von Miss Platinum, Ferris MC, Nazz, Melbeatz oder auch Udo Lindenberg. Was nicht unbedingt in meinem CD-Spieler landet ist zu negativ behaftete Rap-Musik.</p>
<p><strong>Welche für Musikrichtung hörst du privat?</strong></p>
<p>Klassische Musik, (z.B. Vivaldi,Bach,Chopin, Nigel Kennedy und Karl Jenkins). Jedi Mind Tricks, P-27, Sista Lin, Pyro, Busta Rhymes, Blue and Exile, Tech N9ne, Eve, Alicia Keys oder Marvin Gaye.</p>
<p><strong>Inwiefern hebst du dich deiner Meinung nach von anderen Künstlern ab? </strong></p>
<p>Als weibliche Beat-Produzentin bin ich sowieso eine Exotin in der männer-überladenen Hip-Hop-Welt. Und ich möchte mit meinen harten, pompösen Powerbeats zeigen was ich liebe und dass Frauen nicht zwanghaft nur &#8220;schöne&#8221; und romantische Musik machen.</p>
<p><strong>Wie würdest du deinen eigenen Rapstyle beschreiben?</strong></p>
<p>Da ich als Beatproduzentin nur kleinere gesangliche Rollen übernehme (wie z.B. Hintergrundstimmen, Refrains oder Chorstimmen) überlasse ich das Rappen lieber den Könnern. Ich mag es einfach wenn der Rap gnadenlos flowt und dreckig ist. Rap muss Balken biegen!</p>
<p><strong>Was hast du bis jetzt veröffentlicht? Woher könnte man dich kennen?</strong></p>
<p>Die CD „PearlBeatz“ ist mein Erstlingswerk und ein, in Erfüllung gegangener Jugendtraum. Tron hat mich von Anfang an in allen Belangen der Produktion unterstützt, gefördert und gefordert. Für meine &#8220;Band&#8221; Quenn&amp;Pearl produziere ich die Beats und bin auch für die Aufnahmen zuständig. Mit Quenn&amp;Pearl hatte ich bereits einige Konzerte (unter Anderem als Vorband von Kurtis Blow &amp; The Furious Five).</p>
<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/09/Pearl-Shoot.jpeg"><img class="alignnone size-full wp-image-12277" title="Pearl - Shoot" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/09/Pearl-Shoot.jpeg" alt="" width="292" height="400" /></a></p>
<p><strong>Welches Konzept steckt hinter deinem Album?</strong></p>
<p>Ich habe als Kind begonnen Geige zu spielen, was ich dann auch elf Jahre lang weiter tat. Meine Beats sind eine logische Weiterführung davon und stark von diesem Instrument geprägt. Die CD &#8220;The Album&#8221; (..oder besser The All-Boom!!!) ist Ausdruck meiner Liebe zur Klassik. Die Sample-Auswahl aus dem Bereich der klassischen Musik und Soundtracks gab dem Album automatisch ein Konzept und wurde gleichzeitig zum Markenzeichen von PearlBeatz. Die Songs wurden jeweils von mir mit Samples und den Drumkits aufgegleist und dann von Tron mit weiteren Instrumenten, Arrangments und einem fetten Mix finalisiert. Die Rapper auf dem Album sind alle aus meinem Umfeld. Es war mir wichtig für mein erstes Album mit zuverlässigen und unkomplizierten Leuten  zu arbeiten.</p>
<p><strong>Was erwartest du dir von dem Album bzw. was erwartet die Fans?</strong></p>
<p>Ich hoffe mit dem Album in möglichst vielen CD-Player landen zu dürfen und mit meiner Musik anzuregen, Emotionen zu wecken. Oder auch einfach nur Spaß zu bereiten. Natürlich hoffe ich auch so viele Gigs wie nur möglich zu spielen. Ich werde Live mit einer Auswahl des CD-Casts unterwegs sein und hoffentlich noch manche Bühne verbrennen.</p>
<p><strong>Warum sollten die Leute deiner Meinung nach gerade dein Album kaufen?</strong></p>
<p>PearlBeatz &#8220;The Album&#8221; ist ein absoluter Muntermacher. Die, gottseidank, nicht mehr zeitgenössische Hiphop-Musik auf der CD ist der Beweis dass kleine, zierliche Frauen mächtige und brachiale Musik machen können und sollen. Außerdem soll das Album die Hip-Hop-Schweiz aus dem Dornröschenschlaf wecken und mal wieder kräftig Feuerwerk zünden. Wer Rap liebt und Klassik nicht gerade hasst sollte PearlBeatz &#8220;The Album&#8221; neben seinen Perlen im Regal haben.</p>
<p><strong>Sind in Zukunft weitere Projekte geplant?</strong></p>
<p>Mein Ziel ist es für Rapper vom Label Enemy Soil (Vinnie Paz, ILL Bill , Jedi Mind Tricks, Army of the Pharaohs etc) Beatz zu produzieren. Mit Vinnie bin ich zurzeit im Kontakt, da er mich für Beatz anfragte. Tron und ich haben ihm einen Sack voll geschickt und jetzt wollen wir sehen ob daraus was entsteht. Mit Quenn&amp;Pearl sind wir in Lauerstellung für einen Longplayer und ich mache mir bereits (zwei Wochen nach Release) erste Gedanken über ein mögliches PearlBeatz &#8220;The Second Album&#8221;.</p>
<p><a href="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/09/Pearl-Egypt2.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-12281" title="Pearl - Egypt2" src="http://backspin-media.de/wp-content/uploads/2011/09/Pearl-Egypt2.jpg" alt="" width="300" height="400" /></a></p>
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