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BACKSPIN unterwegs: Tony Hawk & Friends und N*E*R*D in Berlin

8. Juni 2010: Die Weltstadt Berlin hat Besuch. Viel Besuch. Modebewussten Besuch. Neben Fashionweek, etlichen Modenschauen, der Modemesse Bread & Butter gibt es für Menschen mit urbanem Lifestyle zwei wichtige Dinge: Die BRIGHT Tradeshow, eine Messe für Street- und Skatewear und TONY HAWK.
Der Erfinder von unzähligen Skateboard-Tricks wird von seinem Sponsor Quiksilver in die Hauptstadt geholt, um dem deutschen Publikum zu beweisen, warum er der legendärste Skater der Welt ist.

19:30 Uhr – 4m hoch, 22m breit …
Die Max-Schmeling-Halle ist gut gefüllt, nicht nur mit Publikum, sondern vor allem mit der 4m hohen und 22m breiten Halfpipe, die durch einen 7,4m hohen Roll-In zu einer der größten in Europa jemals aufgebauten Ramps gehört. Davor sind ein paar Meter Platz, auf denen Liveinstrumente stehen und die auf den zweiten Mainact des Abends hindeuten: Nach Tony Hawk werden die US-Rapper von N*E*R*D die Bühne rocken.

20:00 Uhr – Münchner Crossover für Berlin
Die Band EMIL BULLS betritt die Bühne und beginnt als Opener das knapp 5000-Mann starke Publikum zu unterhalten. Zugegeben, der „Nu Metal-Crossover-Stoner Rock-Alternative“-Style der Jungs war jetzt nicht gerade ein Genuss für meine HipHop-liebenden Ohren, aber eine gewisse Musikalität kann man den bayerischen Gitarrenhelden definitiv nicht absprechen.

20:30 Uhr – DJ Teddy-O und der Bass
Auf die Münchner folgt der Kölner DJ Teddy-O. Er besticht mit guten Übergängen und perfekter Musikauswahl, leider aber ist der Bass in der Halle so stark, dass alles vibriert und das Trommelfell nur zwei Dezibel vom Zerfetzen weg ist. Zeit für eine Bierpause!

21:00 Uhr – The legendary Tony Hawk
Pünktlich zur vollen Stunde gehen die Lichter aus und der Spot auf Tony Hawk, der auf der Rampe steht und mit den ersten Tricks in der Pipe den Skateabend einleitet. Innerhalb der nächsten dreiviertel Stunde wird der Altmeister des Skatens unzählige Tricks hinlegen, darunter nicht nur Flips und Grinds sondern auch seine eigenen Erfindungen wie den Madonna, Stalefish oder den Airwalk.

21:15 Uhr – Es ist ein Meister vom Himmel gefallen
Es ist unglaublich zu sehen, wie hoch diese Jungs wirklich springen. Und auch als es Tony Hawk zum ersten Mal von den Füßen holt, feiert die Halle. Apropos von den Füßen: Der Franzose Jean Postec konnte zwar nicht wirklich mit grandiosen Tricks überzeugen, sich aber eine 4m hohe Halfpipe mit einem gebrochenen Arm (!) runterzustürzen, erntete viel Anerkennung und Applaus. Neben diesen beiden skateten außerdem noch Jesse Fritsch, Kevin Staab und der geheime Star des Abends Sandro Dias. Letzterer 25-jahre junger Brasilianer überzeugte mit meterhohen Airs.

21:40 Uhr – Immer noch kein 900° …
Die ganze Halle wartete darauf, allerdings versuchte weder Tony noch Sandro den vielleicht berüchtigsten Trick der Skaterszene: Den 900°. Dafür gibt es zum Ende der Show noch einige spektakuläre Doubles und Triples, die einen den Atem anhalten lassen. Als dann noch der junge Birdhouse-Fahrer Aaron Homoki ohne Schutzkleidung mit Tony den Double springt, ist die Stimmung komplett am Kochen.

21:45 Uhr – Der „Wow!“-Effekt
Nach 45 Minuten Staunen ist die Show zu Ende. Leider etwas kurz, in Erwartung des nächsten Acts aber auch irgendwie lang genug. Bierpause.

22:30 Uhr – N*E*R*D
Eine lange Bierpause ist es geworden. Das Warten hat sich aber gelohnt, denn jetzt stehen Pharrell Williams, Chad Hugo und Shay Haley – besser bekannt als N*E*R*D – auf der Bühne. Die Jungs spielen alte und neue Hits und spätestens nachdem „Skateboard-P“ den Nelly-Klassiker „Hot in here“ anstimmt, merkt auch der Letzte, dass sein Shirt mit Schweiß getränkt ist und holt sich ein Bier und macht einfach Party. Etliche Bier und viel gute Musik später verlässt man zufrieden die Halle, geht am TechDeck-Stand davor noch ein bisschen Fingerboarden und ist immer noch erstaunt, wie hoch so ein Skater eigentlich springen kann …

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