Top Themen!

Facebook

Schlagwörter

Seiten

Interview mit Philipp Helmers über das Splash! Festival 2010


Am 23. bis 25. Juli findet das Splash! Festival 2010 wie im vergangenen Jahr in Ferropolis statt. Erneut konnten die Organisatoren für Deutschlands größtes Hip Hop Festival ein hochkarätiges Line-up zusammenstellen, angeführt von Nas & Damian Marley, Missy Elliott und dem Wu-Tang Clan. Grund genug für BACKSPIN Philipp Helmers von den Visionauten zu einem Interview zu bitten…

1.    Zuerst ein kurzer Rückblick: Wie war das zwöflte Splash! für Euch als Team?

Philipp Helmers: Es war aufregend. So viel Neues kam letztes Jahr hinzu, dass wir von Routine keinesfalls sprechen konnten. Trotzdem waren mit dem gesamten Programm und dem Ablauf des Festivals zufrieden. Nur der liebe Wettergott hätte uns ein bisschen besser zuspielen können.

2.    Was waren die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Vorjahr?

Philip: Die wichtigste Erkenntnis war, dass es in Sachen Location immer noch ein bisschen cooler geht. Ferropolis ist einfach ein einmaliger Spot. Das fängt bei der Logistik an und hört bei der beeindruckenden Kulisse auf.

3.    Das Splash! feiert dieses Jahr seinen 13. Geburtstag. Nach all den Jahren: Seid ihr abergläubisch?

Phillip: Natürlich nicht. Zahlen sind doch immer Auslegungssache. Manche vermuten Unglück hinter dieser Zahl, aber für uns ist sie eher „die wilde 13“.

4.    Wie sind eure Erwartungen, was die Besucherzahl angeht und wie läuft der Vorverkauf?

Philipp: Der Vorverkauf war Anfangs überdurchschnittlich hoch. Mittlerweile hat sich das auf ein normales Level eingependelt. Aber die Zahlen sind auch nur ein Aspekt von vielen. Wir tun uns schwer damit, die Qualität unseres Festivals an den Besucherzahlen festzumachen. Viel wichtiger ist es zu hören, dass den Leuten das Programm gefällt.

5.    Ihr habt euch erneut für Ferropolis entschieden, was hat den Ausschlag gegeben?

Philipp: Ferropolis ist einfach super. Wer schon mal da war, weiß warum wir uns jetzt dauerhaft dafür entschieden haben. Wir mögen einfach diesen Mix aus Industrie, Kultur und Wasser.

6.    Wie waren die Resonanzen der Besucher auf das Gelände?

Philip: Soweit das während des Festivals und im Nachhinein in diversen Foren und anderen Web 2.0 – Plattformen nachvollziehbar war, weites gehend positiv. Die unübersehbaren Vorteile die Ferropolis bietet, also feste Gehwege, asphaltierte Zuschauerräume und „echte“ Toiletten usw. sind einfach ein riesen Vorteil. Dafür wurden dann auch die etwas längeren Wege in Kauf genommen.

7.    Es kursierte mal das Gerücht, dass das Splash! ins Melt Festival integriert würde. Gibt es diese Idee noch?

Philipp: Nein, und die gab es auch noch nie.

8.    Mit dem Wu-Tang Clan, Nas & Damian Marley und Missy Elliot habt ihr gleich 3 hochkarätige Headliner aus Übersee am Start. Ist der Konkurrenzkampf auf dem Festival/Live-Sektor härter geworden oder woran liegt’s?

Philipp: Der Konkurrenzkampf ist dafür nicht ausschlaggebend. Viel mehr ist es so, dass wir sie alle drei wollten und sie dann auch alle zugesagt haben.

9.    Angesichts von Verkaufszahlen die auf niedrigem Niveau stagnieren ist der Live-Sektor für Künstler extrem wichtige geworden. Hat sich dadurch etwas am Umgang mit den Künstlern geändert bzw. am Umgang der Künstler mit euch als Veranstaltern.

Philipp: Das stimmt. Der Live-Sektor wird immer wichtiger. Dadurch ergibt sich so eine Art Kreislauf in dem sich die Beteiligten gegenseitig bedingen. Die Live-Auftritte der Künstler nehmen zu, die Zahl der Festivals steigt auch an und die Künstler sind dann auch eher bereit sie zu bespielen.  Der gute Umgang bleibt dabei bislang nicht auf der Strecke.

10.    Nach dem Festival im Vorjahr gab es Kritiker, die sagten, man hätte teilweise das Gefühl gehabt, man wäre auf einem Elektro-Festival gewesen. Wie sieht‘s dieses Jahr aus?

Philipp: Kann ich ehrlich gesagt kaum nachvollziehen. Unser Line-Up war größtenteils Hip Hop. Den elektro-Acts hätte man problemlos aus dem Weg gehen können. Natürlich hätte die Beschallung während der Umbaupausen auf der Mainstage etwas sorgfältiger ausgewählt werden können. Aber daraus haben wir gelernt. Dieses Jahr können in den Pausen Musikwünsche über Facebook abgegeben werden, die dann direkt aufgelegt werden.
Ansonsten habe ich mit mindestens genauso vielen Befürwortern wie Kritikern gesprochen, die elektronische Musik zu späterer Stunde zum Feiern gut finden und genau so war das auch gemeint.   Dieses Jahr haben wir von vielen unserer Wunschkandidaten keine Zusagen bekommen, von daher wird es weniger Acts aus diesem Genre geben.

11.    Und: Schon Pläne für das Splash! 2011?

Philipp: Nein, aber die werden direkt nach dem diesjährigen splash! geschmiedet.

Zum Line-up bzw. zur Running Order 2010 mit vielen weiteren Infos geht es hier lang. Tickets gibt es hier zu gewinnen.

Reader Feedback

One Response to “Interview mit Philipp Helmers über das Splash! Festival 2010”

Leave a Reply

The Return of The Mag

Das neue Magazin ist da! Erhältlich am Bahnhofskiosk oder direkt hier Online bestellen (inkl. Porto): BACKSPIN Mag #103